Fanfic: ℘ A time of the new love
Kapitel: Der Helfer
Irgendwo in der Nähe von Luin, saß Kratos gerade an einem Fluss und regte sich stillschweigend darüber auf, dass er mal wieder für »Lord Yggdrasil« durch die Weltgeschichte latschen durfte. //Warum eigentlich schon wieder ich?!? Als ob es nicht genug Untergebene gibt, die er los schicken konnte. Nein! Gab es nicht, nur ca. 6000 Desians die er hätte los schicken können, aber ausgerechnet ICH soll das erledigen. Ach… Egal//, dachte der Rehbraunhaarige seufzend, als er sich an sein Ziel erinnerte, die Menschen-Farm von Asgard, Kvar!! Wo er eigentlich nur überprüfen sollte, ob es in den letzten fünf Jahren, Gefangeneausbrüche gegeben hat, die aber nicht gemeldet wurden.// Bei dem Gedanken, dass ich diesem Mann gegenüber stehen muss, nein, allein der Gedanke mit ihm Sprechen zu müssen, löst in mir ein Gefühl des Brechreizes aus! Da dieser eine Mann eine Teilschuld daran trägt, was vor genau drei Tagen geschehen war. Nur allein die Erinnerung daran, löst in mir ein Gefühl von tiefste Schuld, Trauer aus. Habe ich überhaupt das Recht zu trauern? Immerhin war ich der Grund, warum mein Leben jetzt in Trümmern liegt. Meine Familie, mein Kampfgeist und mein Lebenswille. Es war meine Schuld!//, dachte Kratos und zog tief die Luft ein, um aufkommende Tränen zu unterdrücken.
Plötzlich wurde Kratos von einem Kindsschrei aufgeschreckt, der sich für ihn anhörte wie …//LLOYD!!!//. Er sprang auf und lief durch den annähernden Wald. Als er auf den Waldweg stieß, ging er ein kleines Stück des Weges hoch. Da sah er, wie vier Banditen einen kleinen Jungen umzingelten. Der Kleine lag auf dem Boden, das Gesicht in Richtung Erdboden und die Hände ängstlich auf seinen Kopf gepresst. //Bitte, hilf mir, Papa! Biiiitttee!!//, dachte sich der braunhaarige Junge voller Furcht und hoffte, dass sein Vater ihm zur Hilfe kommen würde, damit diese Leute ihm nichts mehr tun konnten. Kratos ging auf die Gruppe zu und blieb kurz vor ihnen stehen. Erst jetzt bemerken sie den ungebeten Zuschauer und drehten sich halb zu ihm um. „Was guckst du so blöd? Wenn du hier lang willst, würde ich dir raten, dir einen anderen Weg zu suchen…“, drohte der Banditenanführer, obwohl dieser wusste, dass der Schwertkämpfer vor ihm mehr Gald mit sich führt, als das Kind hinter ihm. Aber da der Vater des Kindes seiner Bande schon so oft übel mitgespielt hatte, wollten sie das Kind aus Rache töten. Sie wollten nur ihren Rachefeldzug genießen, für die erlittenen Verluste und für die Bandenmitglieder die ihre Leben ließen um gegen den Vater zu kämpfen, dessen Namen sie nicht kannten. Kratos hingegen, musste kurz schmunzeln, über diese Blauäugigkeit, dass sie tatsächlich zu glauben schienen, eine Chance gegen den erfahrenen Schwertkämpfer zu haben. Aufgrund dessen zog er sein Schwert und die vier Banditen, die sich inzwischen ganz zu ihm umgedreht hatten, zogen auch ihre Schwerter. Der Anführer war dick und stark, wodurch die Anderen eher schmal und schwächlich wirkten. Was auch in dem Kampf zwischen dem lila Bekleideten und den vier Verbrechern stimmen sollte.
Die drei Handlanger kamen auf Kratos zu. Der Erste kam von vorn, der Zweite kam von rechts und der Letzte kam von links. Sie glaubten Kratos eingekreist zu haben, da hinter ihm ein Baum war, weswegen er nicht verschwinden konnte. Also kamen die Beiden von der Seite auf Kratos zu, ohne auf die Anweisung des Dritten zu hören. „Greift ihn nicht an!!“, schrie Dieser, doch es war zu spät. Kratos schaute kurz nach oben und sah dort einen Ast. Er schob blitzschnell das Schwert in die Scheide, sprang hoch und hielt sich an diesem Ast fest und zog sich hoch. Ehe die Beiden reagieren konnten, rannten sie gegeneinander und schalteten sich gegenseitig aus. „Komm sofort darunter…! Damit ich dich zu Kleinholz verarbeiten kann“, rief der letzte Handlanger ihm zu. Kratos kam seiner Aufforderung nach und stand keinen Augenblick später wieder vor ihm. „Und nun?“, fragte der rotbraunhaarige hochgewachsene Mann belustigt. „Kämpf mit mir!“, forderte der Angesprochene laut. „Na los“, gab Kratos zurück. Da griff der letzte Handlanger ihn auch schon mit erhobenem Schwert an und wollte ihn erstechen. Kratos hingegen drehte sich nur weg hob seinen Arm und schlug ihm mit dem Ellenbogen gegen den Kopf. Dadurch verlierte der Bandit den Halt, fiel gegen den besagten Baum und stieß sich den Kopf.
Er ging hinter Kratos bewusstlos zu Boden und das Schwert des Handlangers flog im hohen Bogen in das nächstbeste Gebüsch. //Erledigt!//, dachte Kratos nur und wendete sich dem Anführer zu, der bis dahin keinen Finger gerührt hatte, um seinen Handlanger zu helfen. Allerdings hatte er dem Kind immer noch kein Haar gekrümmt und das machte Kratos ein wenig stutzig. Aber das war in Moment egal, er musste ihn irgendwie von dem Jungen wegbekommen. Aber wie? Der Anführer hatte einen Fuß auf den kleinen Jungen gestellt, damit dieser nicht abhauen konnte. Dieser schaute Hilfe suchend zu Kratos auf. Der dicke Mann hatte aber immer noch sein Schwert in der Hand und hob es langsam an, sodass die Spitze in Richtung von Kratos‘ Gesicht zeigte. „Das wirst du mir Büßen!“, mit diesem Satz kam er auf Kratos zu. Dieser zog wieder sein Schwert aus der Scheide, parierte im letzten Moment den Schwerthieb und stieß seinen Gegner zurück. Dabei wurde er am Arm verletzt. Allerdings war die Wunde nicht so tief, blutete aber leider ein wenig zu heftig. //Und jetzt muss ich den Fetten von Lloyd wegkriegen…//, dachte sich der hochgewachsene junge Mann und griff ihn an. Der Anführer der Banditen hob sein Schwert und parierte den Schlag. In dem Moment drehte sich Kratos weg und sie wechselten die Positionen. Jetzt zeigte der Rücken des Schwertkämpfers zu dem Jungen und er achtete darauf, dass sein Rücken auch genauso bleibt, damit er beschützt war.
Zeitgleich sorgte er dafür, dass sein Gegner beschäftigt ist. Nach einigen weiteren Schwerthieben und das zusammenprallen der beiden Klingen, das immer wieder durch ein lautes klirren verkündet wurde, durchbrach Kratos die Deckung seines Gegners und entwaffnete ihn. Das führte dazu, dass der Dieb rücklings zu Boden fiel, seinen Blick an der Klinge entlangführte, um dann in die rehfarbigen Augen des Gewinners zu schauen… „Willst du mich nicht töten? Immerhin hast du gesiegt…“, sprach der Bandit demütig, wissend seiner Niederlage, „Wenn kein Kind anwesend wäre, würde ich es sicher tun… Du hast Glück, mach das du deine Leute einsammelst und verschwindest.“, sprach der Schwertkämpfer drohend, aber auch die Fähigkeiten seines Gegners anerkennend. Denn dieser hat sich nicht schlecht geschlagen.
Nach dem die Bande sich aus dem Staub gemacht hatte, drehte sich Kratos zu dem Jungen um. „Llo-..?“, wollte der Rotbraunhaarige fragen, als der Junge sich aufsetzte und Kratos erkennen musste, dass sich hierbei nicht um Lloyd handelte. Es handelte sich um einen anderen Dreijährigen. Kratos schüttelte sich geistig um sich wieder zu sammeln. Dabei schaute er denn Kleinen kurz an, bis er bemerkte, dass er noch sein Schwert in den Händen hielt. Das schob er dann aber schnell mit einem Klirren in die Schwertscheide. „Kleiner, wie heißt du? Ich bin Kratos.“, fragte er und kniete sich hin, sodass der Junge ihm ins Gesicht schauen konnte, „Ähm-äh, ich heiße Sammy, Sir.“, antwortete der Kleine ihm höflich auf seine Frage. „Was wollten diese Leute von dir, Sammy, wo sind deine Eltern?“, fragte der Mann, der sich Kratos nannte, „Weiß nicht. Ich wollte zu… meinem Papa… nach Luin…“, schleuste der kleine Junge und drückte seine ebenfalls kleinen Hände ins Gesicht. Kratos schüttelte sanft denn Kopf und hob den Kleinen auf seine Arme. Er vermutete, dass er von Zuhause ausgebüchst war. Als seine Mutter nicht Aufgepasst hatte.
Da war ein Rufen zu hören. „SAAAAAMMYYYY!!!! WO BIST DU????“, rief eine weibliche Stimme laut durch den Wald. //Hoffentlich ist ihm nichts passiert!!!!//, dachte sich die junge Frau zu der die Stimme gehörte. Leider antwortete keine kleine Jungenstimme auf ihr Rufen. Als sie sich in Sichtweite, von Kratos befand, hörte auch Sammy, das man seinen Name rief. „Da ist Pia…!“, rief der Kleine laut auf dem Arm des Schwertkämpfers und begann zu zappeln, wo rauf ihn der Braunhaarige runter ließ. Sammy lief so schnell er nur konnte zu Pia. Diese schaute sich gerade um. //Sehr viel Gegend in der Gegend, aber leider kein Sammy…//, dachte sie niedergeschlagen. Als sie sich wieder dem Rückweg zuwandte, wurde sie fast von Sammy überrannt. Er fiel ihr Freudestrahlend um die Beine.
„Sammy, wo warst du?“, fragte sie erstens verwundert und zweitens ein wenig sauer. Doch vor allem war sie froh, dass sie ihn wieder gefunden hatte. Kratos, der dem kleinen Hellbraunhaarigen nachgegangen war, stand jetzt vor der besagten »Pia«. „Er sagte mir, dass er zu seinem Vater wollte. Dabei wurde er von Banditen überfallen. Ich vermute mal das Ihr seine Mutter seid, oder?“, sprach Kratos sie an und fragte zu gleich vorsichtig nach. Sie lachte leise und antwortete; „Nein, ich bin nicht seine Mutter. Seine Mutter lebt in Asgard und hat mich nur gebeten auf ihn aufzupassen, während sie Einkaufen ist. Allerdings hatte er die nächstbeste Gelegenheit genutzt um auszubüchsen, der kleine Rabauke. Genau genommen, als wir gerade spazieren gingen und ich mich kurz mit meiner Freundin unterhalten habe…“, beendete sie die Erklärung. „Aha...“, kam es leise von Kratos, „Soll ich Euch begleiten bis nach Asgard? Immerhin ist es sehr gefährlich für euch Beide. “, meinte der besorgte Schwertkämpfer mit rehbraunen Augen, da sie wohl vorhatte, allein durch den Wald zu gehen mit einem kleinem Kind. Da war ihm nicht ganz Wohl bei. „Äh, wenn wir Ihnen nicht zu Last fallen, dann ja.“, gab sie erfreut zurück, „Du, Pia, warum siezt du ihn? Ich kenn doch