Fanfic: Licht – part one

Kapitel: Licht – part one

Licht – part one<br />
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Langsam öffnete Akane die Augen …<br />
Vor ihr lag ein großes Feld … dunkel und doch von einigen Lichtstrahlen erhellt. Kein einziger Baum, keine Blume … keine Pflanze war zu sehen. Um sie herum war alles leer.<br />
Misstrauisch blickte Akane sich um … suchte nach einem kleinen Anhaltspunkt, der ihr zeigen konnte wo sie war, der ihr zeigen konnte, dass sie nicht allein war, doch nichts war zu sehen …<br />
Tief durchatmend ging sie ein paar Schritte vorwärts, drehte sich wieder um, ging nach links und auch manchmal nach rechts, doch nirgendwo konnte sie etwas erkennen …<br />
Nach einiger Zeit spürte sie, wie die Angst in ihrem Herzen immer mehr anwuchs, wie sie sich ausbreitete und sie von innen heraus erfüllte. <br />
Mit zittriger Stimme begann sie irgendwann zu rufen … „Hallo … ist denn niemand hier?“ Doch keine Antwort kam, egal wie lange sie rief, wie laut und wie leise … alles um sie herum war still. <br />
Unruhig ging Akane weiter … nicht ahnend in welche Richtung sie ging … ob zurück oder vorwärts … alles sah gleich aus … leer und einsam … bedrückend …<br />
Schluckend blieb Akane stehen … es war als wenn die Dunkelheit um sie herum immer stärker wurde … wie eine dichte schwarze Wolke …<br />
Verzweifelt sah sie zu Boden, spürte den harten Untergrund unter ihren nackten Füßen, spürte den kalten Wind, der um ihren Körper fuhr …<br />
Schon wollte sie sich niedersetzten, wollte sich ausruhen … als plötzlich vor ihr ein Schatten erschien … Ein Schatten so dunkel und doch heller als alles andere um sie herum …<br />
Erleichtert blickte sie auf … kein Ton drang aus ihrer Kehle … doch sie wusste tief in ihrem Herzen, dass dieser Schatten, diese Person ihr helfen würde …<br />
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Ein kleines Lächeln huschte über ihre Lippen, als die Person vor ihr stehen blieb. „Ranma …“ Flüsternd sah sie zu ihm auf … eine wohlbekannte Wärme stieg in ihrem Körper aus, verdrängte die Angst und die Ungewissheit. <br />
„Ich wusste das du kommen würdest …“ Mit glitzernden Augen streckte sie eine Hand nach ihm aus und gerade, als sich ihre Fingerspitzen fast berührt hätten, begann der Boden unter ihnen zu brechen …<br />
Eine Erschütterung war zu vernehmen und ein lauter Donner erfüllte die Luft. Erschreckt fuhren Akane und Ranma auseinander und sahen sie entsetzt an … doch noch bevor sie etwas machen konnten, hatte sich der Boden unter ihnen geteilt …<br />
Unerreichbar entfernten sich Akane und Ranma immer mehr voneinander … der Boden fuhr auseinander und gab keine Möglichkeit mehr zu dem anderen zu gelangen …<br />
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Mit angsterfüllten Augen ließ sich Akane auf ihre Knie fallen, doch nur noch ein kleiner Schrei … der Schrei ihres Herzens, drang aus ihrer Kehle … „Ranma!“<br />
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Schwitzend schrie Akane auf. Erschrocken fuhr sie hoch … saß senkrecht in ihrem Bett und versuchte ihre Augen an die Dunkelheit zu gewöhnen. Nach einiger zeit erkannte sie die wohlbekannten Umrisse ihres Zimmers, doch noch immer pochte ihr Herz bis zum Hals. Haare klebten ihr nass in der Stirn und die durchgeschwitzte Kleidung hatte sich eng um ihren Körper gewickelt.<br />
Seufzend ließ sie sich zurückfallen. Mit offenen Augen starrte sie zum Fenster hinaus und betrachtete den Mond. Weiß und leuchtend stand er am Himmel, strahlte Wärme aus. „Es war nur ein Traum … ein einfacher Traum …“ Beruhigend sprach Akane zu sich selbst, doch die Angst in ihrem Herzen lies sich nicht vertreiben. Sie war da … unumgänglich und stark … schien immer stärker zu werden.<br />
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Schluckend schlug Akane ihre Decke zur Seite und stieg langsam aus ihrem Bett. Mit leisen Schritten tapste sie zur Tür und schielte in den Gang hinaus. Zu ihrer Verwunderung schimmerte ihr ein kleines Licht entgegen, das unruhig hin und her flatterte. Verwundert schlich sich Akane auf den Flur und folgte dem leichten Schein des Lichts, als sie auf einmal Ranma erblickte.<br />
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Mit einer kleinen Kerze in der Hand saß er auf der obersten Stufe der Treppe und beobachtete das kleine Licht. Erst, als Akane sich vorsichtig neben ihn gesetzt hatte, wendete er erschrocken Kopf. Ein kleines Lächeln erschien auf seinem Gesicht und Akane hatte den Eindruck, dass seine Augen erleichtert glänzten.<br />
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„So spät noch wach?“ Mit großen Augen sah Akane Ranma an. „Habe schlecht geträumt und du?“ Mit leiser Stimme wendete Ranma sich seiner Verlobten zu, die nur ein zaghaftes „Ich auch“ herausbrachte und ihren Blick auf die Kerze richtete. <br />
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Ruhig saßen Akane und Ranma zusammen auf der Treppe … suchten die Nähe des Lichtes und die Nähe zueinander. Sie sagten nichts und sahen sich auch nicht an … spürten einfach nur die Wärme und das Vertrauen zwischen ihnen … spürten, wie sich ihre Herzen langsam wieder beruhigten …<br />
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„Nun komm schon Ranma, wir müssen endlich los!“ Drängelnd stand Akane vor dem großen Tor des Tendo-Dojos und wartete ungeduldig auf Ranma. Eilig stopfte dieser sich ein weiteres Reisbällchen in den Mund und schlüpfte in seine Schuhe. <br />
Mit einem Grinsen auf dem Gesicht lief er auf Akane zu und schnappte sich ihre Hand. Verwundert wurde sie herumgerissen und rannte nun im Gleichschritt neben Ranma her. <br />
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Mit pochendem Herzen betrachtete sie ihre eigenen hand, die fest umschlossen war von Ranmas. Schon oft hatte er sie so mit zur Schule geschleift, doch an diesem Morgen fühlte es sich anders an. Vertrauter … wärmer … Akane wusste es nicht … doch ein kleines Kribbeln in ihrem Magen zeigte ihr, dass sie es genoss …<br />
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Taumelnd fielen die ersten Blätter von den Bäumen … rot, braun, grün, gelb … lachend tanzten sie durch die Luft und tauchten die Landschaft in ein buntes Farbenmeer.<br />
Inmitten dieser Blätter rannten Akane und Ranma, in der Hoffnung noch einmal pünktlich zum Unterricht zu kommen.<br />
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Kurz bevor sie die Schule erreichten, blieb Ranma auf einmal stockend stehen. Erschrocken knallte Akane gegen ihn und wollte schon anfangen zu schimpfen, als Ranma ihr beruhigend einen Finger auf die Lippen legte. „Hast du denn nicht auch etwas gespürt?“ Fragend sah Ranma sie an, doch Akane konnte nur verwundert den Kopf schütteln.<br />
Nach einem kleinen Blick auf die Uhr rannte sie auch schon wieder weiter und riss Ranma aus seinen Gedanken …<br />
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Lachend winkte Akane Ranma zu, als sie die Schule endlich wieder verlassen konnten. „Ich geh noch mit ein paar Freundinnen etwas essen!“ rief sie ihm laut zu und verschwand auch gleich darauf zwischen den zahlreichen Schülern.<br />
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Mit großen Augen sah Ranma ihr hinterher. Folgte ihren wehenden Haaren und ihrem glücklichen Gesicht mit einem wehmütigen Lächeln. „Pass auf dich auf …“ Flüsternd drehte Ranma sich um, als er plötzlich in das grinsende Gesicht seines Schulkameraden schaute. <br />
„Wer soll hier auf sich aufpassen … etwa Akane?“ Grinsend klopfte er Ranma auf die Schulter, doch dieser zog nur verächtlich seine Augenbrauen nach unten und rannte vom Hofplatz. „So ein brutales Machoweib muss doch gar nicht auf sich aufpassen!“ Mit einem schelmischen Grinsen verabschiedete Ranma sich und verschwand um die nächste Ecke, als er auf einmal mit jemand zusammenprallte …<br />
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Verwundert fand Ranma sich auf dem Boden wieder und folgte mit großen Augen der Fassette eines jungen Mannes. <br />
Schmunzelnd stand dieser vor ihm. Sein braunes Haar stand durcheinander vom Kopf ab und seine lila Augen blickten kalt auf Ranma hinunter. Ein schwarzes schulterfreies chinesisches Oberteil, eine dunkelblaue etwas weitere Hose, die über den Knöcheln zusammengebunden war und ein bis zu den Unterschenkeln reichender Schurz, den er an der Hüfte trug, ließen ihn fremd und mysteriös auf Ranma wirken. <br />
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Räuspernd wollte Ranma sich wieder aufrichten, als der Mann ihn auf einmal am Kragen packte und mit einem Ruck nach oben zog. Wütend stieß Ranma sich von ihm ab und sprang einige Meter weiter wieder auf den Boden. Gereizt sah er den Fremden an. „Was soll denn das?“ Zornig verschränkte Ranma die Arme vor der Brust, als der junge Mann wieder auf ihn zutrat. „Wage es nicht noch einmal Akane in meiner Gegenwart zu beleidigen!“<br />
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Verwundert sah Ranma ihn an. „Akane? Woher kennst du sie?“ Lächelnd wendete der Mann Ranma den Rücken zu. „Ich weiß vieles Ranma Saotome … ich weiß alles über dich und über Akane …“ Sanft ließ er den Akanes Namen über seine Lippen gleiten und erweckte damit ein komisch stechendes Gefühl in Ranmas Magen. <br />
Schon wollte Ranma den Fremden noch etwas fragen, als dieser sich blitzschnell wieder umdrehte und in seiner Handfläche eine bläulich scheinende Kugle erscheinen lies. Mit einem lauten Lachen feuerte er diese auf Ranma.<br />
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Erschrocken sprang dieser nach oben, doch die Kugel folgte ihm und prallte gegen seine Brust. Hustend kam Ranma-Chan wieder auf dem Boden und sah erstaunt an ihrem Körper hinunter. „War … war das etwa Wasser?“ Mit großen Augen richtete sie ihren Blick wieder auf ihr Gegenüber. „Ich sagte doch … ich weiß alles über dich!“ <br />
Entsetzt sah Ranma-Chan zu Boden. „was willst du eigentlich von mir?“ Zorn schwang in ihrer Stimme mit, doch sie versuchte sich zu beherrschen. <br />
„Ich möchte dir einen Deal vorschlagen.“ Mit ruhiger Stimme sprach der junge Mann das rothaarige Mädchen vor sich an und ein gehässiges Grinsen überzog sein Gesicht. „Ich kenne den Weg zur Nanniichuan, der Quelle des ertrunkenen Mannes … aber ich