Fanfic: Beyblade Love Epilog

Kapitel: Beyblade Love Epilog

Die Sonne versank langsam über dem kleinen Städtchen.... <br />
Die letzten Sonnenstrahlen treffen auf den Raum, in dem ihr Büro war. <br />
Auf dem Schreibtisch steht ein Laptop....Microsoft Word ist angeklickt worden...Doch nichts stand darauf....Kein Satz....Kein Wort....Vollkommen leer..... <br />
Daneben steht ein Becher.... ebenfalls geleert.... <br />
Einige Unterlagen liegen ordentlich gestapelt neben einer Dose, die einige Bleistifte, Kugelschreiber, ein Lineal und sonstiges beinhielt. <br />
Hinter dem schwarzem Laptop, das direkt von den Strahlen getroffen wird, steht ein eingerahmtes Bild.... Es zeigt 5 Freunde....5 gute, alte Freunde.... Vor vielleicht 7 oder 8 Jahren, genau wusste sie es nicht mehr.... Ein junges Mädchen lachte sie von der Mitte aus an, sie schien unbekümmert.... Daneben stand ein Junge mit einer Kappe und lächelte sie breit an. Ein weiterer Junge , mit blonden, wilden Haaren, hatte die Schulter des Mädchen ergriffen und zwinkerte zurück. Vor dem Mädchen sitzte ein kleinerer Junge und tippte etwas auf seinem Laptop...Direkt hinter ihr umarmte sie lächelnd ein schwarzhaariger Junge.....<br />
Weiter abseits stand der letzte von ihrem damaligen Team....Seine silber-blauen Haare wehten im Wind und er stand, wie er es immer getan hatte, mit verschränkten Armen neben dem blondhaarigen Jungen, doch dieses Mal lächelte er .... Befreit und ohne Sorgen lächelte er ebenfalls.... <br />
Im nächsten Moment wurde das Laptop zugeklappt und man hörte ein leises Stuhlrücken. <br />
Schulterlange, mit einer Klammer, hochgesteckte Haare wehten kurz auf, als das Fenster geöffnet wurde und sie hinaus in den prächtigen Sonnenuntergang blickte.... <br />
„....Kannst du dich wieder nicht konzentrieren?“, ertönte plötzlich eine Stimme hinter ihr. <br />
Ein Mann, fast in ihrem Alter, stand in der Tür zu ihrem Büro und lächelte ihr entgegen. <br />
„.... Ich werde wahrscheinlich nach Hause gehen, mich frisch machen und dann mich noch mal an meine Buchfortsetzung dransetzten...“, antwortete sie und schritt dabei wieder zurück zu ihrem Pult. <br />
„Hast du über meine Frage schon nachgedacht?...Ich will dich nicht drängen....“, tippte der Junge verschüchtert an. Sie musste lächeln.... Seit damals ...Seit ihrer Kindheit hatte er sich nicht geändert.... Obwohl er schon sehr viel erwachsener mit 21 wirkte...Sah sie in ihm immer noch den kleinen 13 jährigen Jungen, der ihr in schweren Zeiten beigestanden hatte.... <br />
„....Du kennst eigentlich meine Antwort...Hab ich recht, Tyson?“, meinte sie darauf und packte ihr Laptop und einige Akten in ihre Tasche. <br />
Tyson schlug niedergeschlagen seinen Blick zu Boden und wartete darauf, dass sie zu ihm trat. „.... Ich kann deinen Antrag nicht annehmen....Du warst und bist mir ein guter Freund....Aber diesen Weg, kann ich nicht mir dir beschreiten...Ich habe es ihm geschworen....Ihm geschworen, das ich warte“, erhob sie erneut das Wort. <br />
„..Ich verstehe schon, du wartest darauf das er zurückkehrt und das er dir einen Heiratsantrag macht, nicht ich....“, seufzte Tyson auf, doch im nächsten Moment breitete sich ein Lächeln auf seinen Lippen aus. „Ich danke dir für alles“, sagte sie knapp, gab ihm zum Abschied einen Wangenkuss und trat aus ihrem Büro....Ließ Tyson zurück... <br />
Als sie aus dem Gebäude trat, umwehte sie ein frischer Nordwind, spielte wie damals mit ihren Haaren.... Hätte Tyson gewusst, dass sie schon seit langem die Hoffnung auf ein Wiedersehen mit ihrem Geliebten aufgegeben hatte, wäre er ausgeflippt. <br />
Doch eigentlich war sie ja im Recht..... Kein Anruf...Kein Brief....Keine einzige Nachricht....Nichts..... Als ob er sie hier vergessen hätte.....<br />
„...Ich werde zu dir zurückkehren...“...Das waren die letzten Worte von ihm gewesen....Und sie hatte ihm geglaubt...Sie hatte all ihre Hoffnung in diesen Satz gelegt....Doch nun...Nun war sie seit so vielen Jahren allein..... Sie hatte schon mindestens 50 Verehrer und 20 Heiratsanträge bekommen....Doch es war nicht einmal der Verehrer, oder der Heiratsantrag von ihm darunter gewesen.... <br />
Sie konnte einfach nicht mehr auf ihn warten...Ihre Kräfte waren erschöpft....Beinahe versiegt.... Sie konnte das einfach nicht mehr..... <br />
In Gedanken versunken öffnete sie das Gartentor zu ihrem Haus, wandte sich zum gegenüberliegenden Haus um.... Während der Jahre war es alt geworden...Es war nicht mehr die schöne, große Villa gewesen...Wie damals....Damals, als er noch darin gelebt hatte....<br />
Es kam ihr vor, als wäre dem Haus, nach diesem Auszug, die Lebenskraft geraubt worden.... Es war nur noch eine Ruine.... Ein altes , verlassenes Haus, auf dem schon überall Moos wuchs... Der Garten war überwuchert mit Unkraut und die Sonne schien dieses trostlose Gebiet zu meiden.... Sie kam sich genauso wie diese Ruine vor....Alt....hässlich .....und allein.... Allein in einer Dunkelheit.... <br />
Mit einem Seufzen schmiss sie ihre Tasche in eine Ecke und blickte sich um.... <br />
Das Erbe ihrer Mutter...Dieses Haus..... Wie einsam es doch war....Ohne sie ...<br />
Vor genau 2 Jahren war es passiert.... Ihr Mutter wurde in ihrem glücklichsten Augenblick aus der Welt gerissen....Mitten auf der Hochzeit...Als sie einen neune Lebensabschnitt mit einem anderen Mann beschreiten wollte...Da kam das Schicksaal mit dem Tod ...Und ein Herzinfarkt riss sie aus dem Leben...Nahm ihr, ihre Mutter weg.... Doch vielleicht wollte sie es selber so....Vielleicht würden ihre Eltern jetzt wieder glücklich vereint sein...Nicht mehr allein.... <br />
Aber jetzt war sie die jenige, die alleine war..... <br />
Geistesabwesend ließ sie sich ein Schaumbad ein und schritt dann erneut die Marmortreppen, die sie früher runtergespurtet war, herunter zum Telefon. Blickte voller Erwartung auf den Anrufbeantworter... Doch kein rotes Licht blinkte auf...Keine Nachricht.... <br />
Von wem eigentlich auch?..... Von wem erwartete sie etwas?..... Max, Kenny und Tyson wohnten fast um die Ecke, sie kamen immer vorbei, wenn sie etwas besprechen, oder holen wollten.... Und Ray meldete sich nur per E-Mail....<br />
Unerwartet riss sie das Klingeln ihres Telefons in die Realität zurück.<br />
Zögernd hob sie den Hörer an und wartete ab. <br />
„ Hi Sarah!...Hier ist Max!“, meldete sich die Stimme zu Wort. <br />
Ihre Anspannung lichtete sich und heiter begrüßte sie ihn...Doch diese Heiterkeit war nur eine Maske...Eine Maske die sie zum Wohl für die anderen auflegte...Denn sie wusste, würde sie sich so geben, wie sie sich fühlte , würden ihr Freunde bekümmert sein... <br />
„Was gibt es denn so wichtiges, dass du anrufst?“, ermittelte sie schließlich, als sie sich zusammengerissen hatte. <br />
„...Kenny hat den Fall gewonnen! ...Er hat seinen Mandanten rausgeboxt und wird morgen den frühsten Flieger nehmen, um pünktlich bei unserer Wiedersehensfeier zu erscheinen“, erzählt Max ihr alles hektisch.<br />
„...Das freut mich... Aber er ist nun mal ein begabter Verteidiger im Gericht...Dann bis morgen“, gab Sarah von sich.„Ja, bis morgen!“, verabschiedete Max sich erfreut und legte auf. <br />
Den Hörer immer noch in der Hand blickte sie traurig zu Boden..... <br />
„..Was nützt eine Wiedersehensfeier mit Max, Tyson, Ray und Kenny, wenn ihr letztes Teammitglied nicht unter ihnen war...“, schwirrte es Sarah durch den Kopf, als sie den Hörer endlich zur Seite legte. <br />
Nachdem sie den Fluss des Wassers gestoppt hatte und in ihr Entspannungszimmer, ihr früheres Kinderzimmer, getreten war, ließ sie ihren Blick über alles schweifen...<br />
Vor einer Vitrine blieb ihre Ansicht kleben.... In ihr entdeckte sie ein kleines Schmuckkästchen... <br />
Zielstrebig ging sie darauf zu, öffnete die Glasscheibe und zog es heraus. <br />
Behutsam erschloss sie sich das geheimnisvolle Kästchen.... <br />
Knapp setzte sie sich aufs Bett und blickte in das Innere .... <br />
Einige Kinderfotos aus der Vergangenheit, lächelten sie an, an ihrer Seite stand er immer nah bei ihr....Wie ein Beschützer..... Was er auch wirklich gewesen war.... <br />
Darunter fand sie ein merkwürdigen Gegenstand.... Sie ergriff dies und betrachtete es näher.....“...Silver Storm...“, flüsterte sie leise und drückte das schwarz-silberne Blade nah an ihre Brust. Ihr Beyblade weckte in ihr schöne Erinnerungen von längst verstrichenen Tagen aus ihrer Vergangenheit, die ihr selbst heute so fremd vorkamen.<br />
Wie lange hatte sie ihr Blade Silver Storm nicht mehr in der Hand gehalten? ...Wie lange war es schon her, dass sie ihr Bitbiest Silver Thunder zum letzten Mal gerufen hatte?..... <br />
Etwas unsicher erinnerte sie sich wieder daran..... Der Kampf mit ihm.... Das war das allerletzte Mal gewesen, da sie ihr Blade in einem Kampf benutzt hatte....<br />
Die versiegenden Lichtstrahlen, die durch das Fenster drangen, beschienen einen weiteren Gegendstand.... Eine silber- goldene Kette leuchtete auf und funkelte sie an. <br />
Sie legte ihr Beyblade beiseite und hob die Kette an, faltete die Diamanten in zwei Schichten und las sich zum wievielten Mal; sie wusste es nicht, den Inhalt durch , der in das Gold geritzt worden war....<br />
„ ...Für immer dein...bis in alle Ewigkeit...Bis die Sehnsucht nach Liebe, mich zu dir zurückführen würde.....“, wiederholte sie den Satz laut, Tränen liefen ihr dabei vereinzelt über ihr Gesicht.....<br />
„.....Wo bist du?..... Hast du mich vergessen?.... Hast du alles hier vergessen? .....<br />
.... Ich liebe dich immer noch .....Bitte kehre zurück zu mir.....Ich fühle mich so allein und im Stich gelassen.....Kai.....bitte....“, schluchzte sie auf und packte die Sachen wieder zurück ins Schmuckkästchen. <br />
So sehr sie sich wünschte, wieder das unbeschwerte Leben des 15 jährigen Mädchens wieder einzunehmen...Keine