Happy Birthday

One Shot

Es kam nicht alle Tage vor, dass sich auf der Moby Dick, vor Sonnenaufgang, etwas regte.
Auch, wenn dies nur ein Grund war, um wieder feiern zu können.
Es gab auch was zu feiern.
Das jüngste Mitglied, welches auch erst seit kurzem dazugehörte, hatte heute seinen 18. Geburtstag.
Gähnend und müde versuchten die Söhne Whitebeards, die Anforderungen des Kommandanten, der zweiten Division, zu erfüllen.
»Los beeilt euch! Wenn ihr nicht fertig werdet, dann mache ich euch Feuer unterm Hintern!«, knurrte Ace.
Marco, der Phönix, verleierte daraufhin nur seine Augen.
»Und das bloß wegen seiner Flamme!«, maulte er und gab die Dekoration an Vista weiter.
»Was soll ich denn...?«
»Mach einfach! Ich muss mit Paps sprechen!«, wandte sich Marco schnell ab und ging zu dem gigantischen Thron, auf dem Whitebeard saß.
Die Krankenschwestern wollten ihn wieder von seinem Sake trennen, doch es war, wie immer, erfolglos.
»Paps? Kann ich dich kurz sprechen?«, fragte Marco höflich, doch zügelte er seine Geduld, da Ace im Hintergrund einige seiner Brüder zusammen schrie.
»Ein schöner Tag, oder Marco?«, mit diesen Worten trank Edward Newgate seine Sakeschale leer.
»Wenn er anders angefangen hätte, dann vielleicht. Ich kann mir nicht vorstellen, dass diese große Überraschung für Yuna so endet, dass wir die ganze Arbeit erledigen!«, schnaufte der Phönix.
»Gurarara. Für die Überraschung hat er sich etwas anderes einfallen lassen.«, meinte Whitebeard und lächelte seinen Sohn an.
Marco verstand gar nichts mehr.
Was sollte Ace denn noch vorbereitet haben?
»Befolgt die Anweisungen. Ich schaue mal nach meiner Süßen!«, grinste Ace und verschwand in seine Koje.
»Ich hätte auch gerne eine Freundin!«, seufzte Jozu.
»Damit du dann auch solche verrückten Sachen anstellen kannst? Nein, Einer reicht schon!«, wehrte Marco ab und betrachtete das Deck.
Tische und Bänke waren aufgestellt worden, damit alle Piraten überhaupt Platz hatten.
Zudem war auch eine Sommerinsel in der Nähe, wo man noch mehr Raum gehabt hätte, doch Whitebeard war dagegen.
‚Hat garantiert was mit der Überraschung zu tun! Ace hat Vater garantiert eingeweiht!’, dachte der Phönix und gesellte sich zu seinen Brüdern, die eine kurze Pause eingelegt hatten.
»Ehrlich, ich beneide Ace. So eine Freundin hätte ich auch gerne!«
»Natürlich. Sie verträgt ja keinen Alkohol. Selbst bei Cola wird sie besoffen!«, maulte Marco.
»Kann es sein, dass du ein klein wenig eifersüchtig bist?«, grinste Vista den Kommandanten der ersten Division an.
»Seit Yuna an Bord ist, hast du sowieso nichts mehr zu lachen, stimmt ’s?«, mischte sich auch Haruta ein.
Genervt verleierte Marco die Augen.
»Mich stört nur dieser Aufwand. Gab es denn für Paps so eine große Fete?«, hinterfragte er.
Schweigen trat ein, bei dem sie überlegten.
»Wenn man es so sieht...«, murmelte Jozu.
»Eben!«, knurrte Marco. »Ace ist wieder zu seiner Liebsten gegangen und wir dürfen schuften!«
»Dass liegt daran, dass sie ohne seine Nähe unruhig wird und sofort aufwachen würde. Den Rest kannst du dir selber ausrechnen.«, meinte die Kommandantin der zwölften Division.
»Achso.«
Plötzlich lachte Jozu auf.
»Oder es liegt daran, dass sie beim Training deine Haare mal flambiert hatte?! Deswegen bist du nicht so gut auf sie zu sprechen!«
Mit Schamesröte im Gesicht wandte sich Marco von der Truppe ab, während sich die Anderen auf den Boden vor Lachen kringelten.
Musste er daran erinnert werden?

Leise öffnete Ace die Tür zu seiner Koje.
Friedlich schlummernd lag Yuna noch in ihrem Bett.
Erleichtert atmete die Feuerfaust aus. Es war schon schwer für ihn, alles zu planen und Hilfe hat er auch von Paps erhalten, aber dennoch musste er sie ein paar Stunden alleine lassen.
Was Yuna eigentlich überhaupt nicht leiden konnte, bzw. Angst davor hatte.
Lächelnd betrachtete er sie genauer.
Sie hatte lange, glatte, schwarze Haare mit weißen und violetten Strähnen. Ihr Pony war schräg geschnitten und verdeckte ihr linkes Auge ein wenig. Über ihrem rechten Auge hatte sie eine kleine, gerade Narbe.
Wie gerne er sich in ihren violetten Augen verlor!
Doch plötzlich hielt Ace in seiner Bewegung inne, als er Yué neben ihr entdeckte.
Er hatte Yunas Haustier, eine weiße Wölfin, total vergessen.
Da der rechte Arm der Schwarzhaarigen auf dem Rücken von Yué lag, konnte man auch deutlich ihr Tattoo erkennen. Es war das japanische Symbol der Liebe.
Grinsend streichelte er auch den Kopf von seinem Haustier, der seiner Freundin auch den Beinamen Wolfsmädchen einbrachte. Mit 75 Millionen Berry war die 1,75 Meter große, heute 18-Jährige schon eine Gefahr für die so genannte Gerechtigkeit.
Allein, dass sie schon in der Whitebeard-Bande ein Mitglied war, machte sie zum Feind.
Hinzu kam, dass sie sich mit ihrem Schwert Hizumi und mit ihrem Persusbogen Moon sehr gut auskannte.
Zum Leiden der Marine kam außerdem noch hinzu, dass sie Elemente bändigen konnte. Am häufigsten verwendete sie Wasser. Sehr zum Leiden auch der einzelnen Mitglieder, denn Yuna konnte auch mal wegen Kleinigkeiten ausrasten und über Bord spülen, funktionierte nun mal am Besten.
Doch das vergaß sie schnell wieder.
Aber ihre Brüder nicht.
Auch Ace war, des Einen oder Öfteren, enttäuscht gewesen und hatte sich dann schmollend in die Ecke gesetzt.
Natürlich verzieh er ihr immer wieder. Schließlich hatte auch der Kommandant der zweiten Division seine Schwächen.
Als ein schwarzes Augenpaar ihn beobachtete, wandte sich Ace endlich von seiner Freundin ab.
»Sei bitte leise. Yuna soll noch eine Weile schlafen!«, wisperte die Feuerfaust.
Yué legte ihren Kopf zur Seite und Ace hoffte, dass sie ihn verstanden hatte.
Denn, bei Roger, nur Yuna konnte mit ihrer Wölfin reden, warum auch immer.
Leise verschwand Ace wieder aus dem Zimmer und ging an Deck.

»Na, was hältst du von deinen Brüdern?«, fragte Whitebeard grinsend seinen Sohn.
Diesem verschlug es die Sprache als er das fertig geschmückte Deck sah.
»Habe ich was verpasst?«, gaffte er.
»Ist doch ein Kinderspiel!«
»Wir sind bereit Yuna abzulenken!«
»Wirst du dich um den Rest kümmern?«, fragte Marco schließlich und setzte ein gemeines Grinsen auf.
»Ja klar!«, kam es von Ace.
Der Schwarzhaarige schnappte sich seinen Striker und den Seesack, der voll gestopft war.
Unter der Todesstrafe hatte Ace es seinen Brüdern verboten, in den Sack zu sehen.
Grinsend waren sie seiner Drohung nachgegangen.
Denn alle konnten sich einen Reim draus machen, was in dem Sack versteckt war.

Erleichtert erreichte Ace die Sommerinsel. Sie schien unbewohnt und friedlich. Der perfekte Platz für ein romantisches Picknick.
Auch, wenn er nicht der Romantiker war, so wusste er dennoch, dass alle Frauen darauf standen.

»Was war das?«, erschrak sich Vista und schaute hinauf in den Himmel.
»Hast du jetzt Angst vor einem Vogel?«, lachte Jozu.
»Nein, aber der flog so tief.«, murmelte der Kommandant der fünften Division.
»Ist doch bloß ein Falke!«, knurrte Marco.
»Ein Falke also?«, dachte Whitebeard laut nach.
»Stimmt etwas nicht, Vater?«, hakte Fossa, der gerade dazugekommen war, nach.
»Nein, es ist alles okay. Gurarara.«
Irritiert schaute der Kommandant der 15. Division seine Brüder an, doch die konnten seine unausgesprochene Frage auch nicht beantworten.

»Morgen.«, brummelte eine weibliche Stimme neben Edward Newgate und sorgte damit für Schweigen an Bord.
»Was ’n?«, fragte Yuna verschlafen und raffte gar nicht, was los war.
»Einen guten Morgen wünsche ich dir, Tochter.«, wandte sich Whitebeard an die Schwarzhaarige.
»Ist irgendwas los?«, fragte sie verdattert.
Genervt wischte sich Marco mit seiner Hand übers Gesicht. Warum hatte sich Yuna so an Ace angepasst?
»Okay, Jungs!«, gab der Phönix das Zeichen.
»Alles Gute zu deinem 18. Geburtstag, Yuna!«, schrien die Söhne Whitebeards und der Käpt’n hob das Geburtstagskind auf seinem Schoß.
»Was ist denn jetzt los?«, platzte es aus dem Wolfsmädchen heraus.
»Gurarara. Sag nicht, dass du deinen Geburtstag vergessen hast.«, lachte Whitebeard.
»Stimmt. Jetzt wo du es sagst, Vater.«, erinnerte sich Yuna wieder.
»Jetzt bist du schon groß genug, um endlich Alkohol zu vertragen!«, grinste Vista.
»Hee! Du weißt genau, dass ich dieses Zeug nicht ausstehen kann!«, meckerte sie.
»Dann helfen wir dir dabei!«, stimmten die Anderen mit ein.
»Ihr Suffköpfe!«, maulte die Elementbändigerin, dabei blieb ihr Blick bei etwas sehr Großem hängen.
»Was ist das denn?«
»Dein Geburtstagskuchen!«, strahlten die Köche.
»Wie viele Stockwerke hat der denn?«, begann Yuna zu zählen.
»18!«, riefen die Piraten einstimmig und das Wolfsmädchen sprang von dem Schoß ihres Vaters.
»Wer soll denn das essen? Hm, sieht lecker aus!«, gestand sie.
»Na, dann wollen wir mal auf deinen Geburtstag anstoßen!«, rief Izou und gab Yuna ein Glas mit Orangensaft.
»Aber echt mal, was ist das für ein riesiger Kuchen?«
»Eine Schoko-Sahne Torte mit extra vielen Kirschen!«, erklärte Haruta.
»Echt jetzt?«
»Echt jetzt!«, grinste Izou.
»Das ist der Wahnsinn! Darf ich die ganz allein essen?«, strahlten die Augen der Schwarzhaarigen.
Die war riesengroß, fast so groß wie Whitebeard. Die einzelnen Stockwerke wechselten sich mit Sahne und Schokolade ab. Die Krönung war natürlich die große Kirsche auf der Torte, an die man nicht so ohne weiteres rankommen würde.
»Nur mit unserer Hilfe!«, grinste Vista auf ihre Frage.

Durch den Knall seiner Schlafblase war Ace aufgewacht. Gähnend schaute er sich um und stellte fest, dass es schon Nachmittag war.
»Verdammt!«, fluchte Ace.
Wenn er sich nicht bald beeilte, dann würde ihm Yuna seine Abwesenheit niemals verzeihen.
Hastig warf er noch
Suche
Profil
Gast
Style