Fanfic: Der Fuchs und der kleine Naruto

Kapitel: Die Nachwuchsninja

Nur langsam öffnete Kurama seine Augen, denn er hatte wirklich keine große Lust auf zu stehen. Das lag einerseits daran, dass er heute zu dem Alten Hokage Opa musste und andererseits, weil er einfach ein entsetzlicher Morgenmuffel war.
An sich gekuschelt schlief noch der kleine Naruto. Der Ältere merkte wie der Körper sich hob und wieder senkte. Ein Zeichen, dass der Kleine noch fest im Traumland war. Kurama betrachtete Naruto eine Weile nachdenklich. Der Junge vertraute ihm bedingungslos. Was sollte der Kleine auch anderes tun? Kurama hatte sich bis jetzt immer gut um ihn gekümmert. Des öfteren musste er ihn sogar wegen einigen Angriffen seitens der Dorfbewohner beschützen. Aus diesen Grund hatte er eigentlich auch vor gehabt, Konoha mit Naruto zu verlassen, aber der Alte Hokage Opa – Kurama hatte einfach nicht den nötigen Respekt vor ihm – hatte ihm wieder und wieder dazu überredet, doch hier zu bleiben.
»Na schön! Ich werde weiterhin Naruto verteidigen! Wenn aber einer dieser Weicheier zu schaden kommt, ist mir das völlig egal!«, hatte Kurama Hiruzen seine Meinung einfach vor dem Kopf geknallt. Dieser hatte nur geseufzt und an seiner Pfeife gezogen.
Kurama grinste und dabei entblößte er seine scharfen Eckzähne. Der Gedanke daran einigen Dorfbewohnern den Kopf wortwörtlich „In Arschrichtung“ zu drehen, erheiterte ihn dermaßen, dass er sich ein Grinsen einfach nicht verkneifen konnte. Allerdings musste er seine sadistische Ader wegen Naruto etwas einschränken. Ihm war es erlaubt sich zu verteidigen, allerdings hatte der Hokage seit einer kurzen Weile ANBU´s abgestellt, die diese Angriffe nicht nur abwehren, sondern die Täter auch gleich zur Rechenschaft ziehen sollten.
Er seufzte. Er hatte einfach nur Probleme am Hals. Wieso hatte er sich damals auch Breitschlagen lassen, für diesen Quatsch? Ja natürlich, Konoha brauchte einen Jinchuuriki und Kushina war viel zu schwach für diese Aufgabe und da war Naruto gerade der Richtige dafür, aber dennoch hätte er nicht gedacht das es so viel von ihm abverlangen würde.
Was die Übergriffe auf Naruto anging, so kam er ja noch damit klar, da es etwas war, was er gut konnte; Kämpfen! Allerdings hatte sich der Rest als sehr schwierig feststellen lassen. Erstmal musste er ein Säugling versorgen und er wusste ja nicht mal, wie! Zudem musste er wie ein Mensch leben. Er hatte es am Anfang als überaus lästig empfunden, aber mittlerweile hatte er sich daran etwas gewöhnen können.
Kurama rieb sich den Schlaf aus den Augen und richtete sich langsam auf, dabei achtete er, dass Naruto nicht wach wurde. Als er sich langsam aus dem Bett bewegte, legte er den Kleinen behutsam zurück in die Kissen und deckte ihn vorsichtig zu. Natürlich bewegte sich der Junge, da ihm seine Wärmequelle fehlte.
»Hm?, ist es schon Zeit?«, nuschelte der Kleine vor sich hin, dabei hatte er seine Blauen Augen langsam geöffnet. Noch vom Schlaf etwas matt, schauten die blauen Seelenspiegel den rothaarigen Mann fragend an. Dieser Jedoch lächelte und dabei zeigten sich seine Eckzähne erneut.
»Ich muss heute zum Hokage. Ich möchte das du hier bleibst und nicht wieder durch das Dorf herum wanderst, Welpe!«, erwiderte Kurama auf Narutos Frage. Dieser verzog ein mürrisches Gesicht und richtete sich von den Kissen auf.
»Warum darf ich nicht mit?«, wollte der Blonde wissen, dabei sah er schlecht gelaunt aus. Er mochte den alten Mann sehr gerne und verglich ihn oft mit einem Affen*, dabei musste er immer lachen, wenn er den Hokage sah.
»Puh! Weil ich ein paar wichtige Dinge mit ihm besprechen muss.
Na gut, du kannst mit kommen, aber du wirst draußen warten. Wen ich dich hier alleine lasse, stellst du eh wieder etwas dummes an!«, meinte Kurama und fuhr sich mit der Hand durch seine roten Haare, die Wild von seinem Kopf ab standen und hinten über seinen Rücken verliefen. Sie waren so lang, das sich sogar einige Strähnen über seine Schulter nach vorne glitten. Naruto hatte als Baby immer gerne daran gezogen, so sehr mochte er die roten Haare von Kurama. Allerdings tat ihm das nach einer gewissen Zeit höllisch weh!
Kurama suchte seine Sachen zusammen und verschwand im Bad und lies Naruto mit seiner Entscheidung alleine. Dieser hockte auf dem Bett, allerdings entschied er sich auch seine Sachen zum anziehen zu holen. So schnell wie er konnte, rannte er in seinen Zimmer und suchte sich ein T-Shirt und eine Hose aus seinem Kleiderschrank raus. Als er in den Flur lief, trat er einfach in das Bad ein, ohne Rücksicht auf Kurama zu nehmen. Dieser war gerade dabei sich vom duschen ab zu trocknen.
»Sag mal, spinnst du? Wie kannst du es wagen einfach hier rein zu kommen, während ich noch hier bin?«, knurrte er Naruto an, aber dieser lachte nur vergnügt auf. Er hatte davon keine große Angst, weil er wusste, dass Kurama zwar meckerte, aber nie mehr als dies tat. Was Kurama selbst mehr als ärgerte, denn der Kleine konnte ihn so gut auf der Nase herum tanzen. Manchmal wünschte sich Kurama nur, wieder der große und böse Kyuubi no Youko zu sein. Vielleicht hätte der Kleine sich so etwas nicht gewagt?
Naruto zog seinen Pyjama aus und es störte ihm ganz und gar nicht, dass jemand hier im Bad war. Ihm war klar, dass Kurama ihn ja schon öfter Nackt gesehen hatte.
Die ganze Prozedur dauerte nicht all zu lange, da war der Kleine mit seiner Morgenpflege fertig. In dieser Zeit hatte Kurama schon das Frühstück für sie beide vorbereitet. Als der Junge in die Küche getapst kam, sah er seinen Vormund, wie dieser gelangweilt am Tisch saß.
»Was willst du eigentlich mit dem Hokage Opa besprechen?«, wollte der Kleine neugierig wissen, dabei nahm er einen Bissen von seinem Toast. Kurama schluckte seinen heißen Tee herunter, bevor er dem Jungen antwortete.
»Es geht um verschiedene Dinge. Einerseits auch darum, wegen größere Missionen.« Naruto blickte auf. Größere Missionen? Aber was war mit ihm? Naruto wusste, dass Kurama dann auch mehrere Tage dann nicht hier wäre, wenn er größere Aufträge für das Dorf erledigen würde.
»Nun mach dir mal keine Sorgen und iss! Ich muss pünktlich bei dem Hokage sein!«, drängte er den Jungen vor sich. Kurama hatte wirklich keine Lust nach der Pfeife des Alten tanzen zu müssen, aber wenn er etwas von ihm wollte, musste er wohl oder übel mitspielen.
 
Nach dem Frühstück machten sie sich auf dem Weg Richtung Hokagebüro. Etwas ängstlich drückte sich Naruto dichter an die rechte Seite von Kurama, als der Junge wieder die Blicke der Dorfbewohner bemerkte, die ihn mit Hass entgegen kamen. Der Kleine bemerkte das hauptsächlich ältere Menschen ihn so ansahen, aber er hatte keine Ahnung, warum sie es taten.
»Sag mal Kurama, warum starren die uns immer so an?«, wollte der Blonde wissen, aber Kurama antwortete nicht, stattdessen drückte er den Jungen nur fester an sich und sah zu das sie so schnell sie konnten zu den alten Mann kamen.
Als sie diese Hürde hinter sich hatten und an dem Turm des Hokage angekommen waren, gingen sie die Treppen ganz nach oben.
»Während ich mit dem Hokage spreche, wartest du draußen vor der Tür. Wehe du lauschst! Ich bekomme es mit, wenn du heimlich deine Ohren an der Tür hellst!«, meinte Kurama streng und Naruto nickte gehorsam. Der Kleine war ja immer zu neugierig, dass wusste Kurama nur all zu genau.
Als er und Naruto an der Tür des Hokage ankamen, klopfte der Rothaarige an der Tür. Als ein herein von dem alten Mann kam, öffnete Kurama die Tür und trat ein. Naruto wartete brav vor der diese.
»Schön das du meine Aufforderung nach gekommen bist und hier her kamst!«, wurde der verwandelte Fuchs begrüßt. Dieser verzog nur das Gesicht und trat an den Schreibtisch des alten Hokage heran.
»Wir haben über einige wichtige Themen zu sprechen, Kurama! Erstmal, ist Naruto so weit für die Akademie?« Es war nicht verwunderlich, dass Hiruzen Sarutobi diese Frage stellte.
»Natürlich! Ich habe ihn so weit vorbereitet. Wann wird die Zeremonie beginnen?«, wollte Kurama wissen und spielte mit dem Saum seines roten Kimonos. Darunter trug er einen Netzhemd, wie es die anderen Shinobi auch trugen. Sein Gürtel war aus hell braunem Leder, an denen man verschiedene Taschen anbringen, und Schriftrollen verstauen konnte.
»Nächste Woche werden die Kinder vor der Akademie um 8:00 Uhr ihre Einschulung haben. Es wird ein Dienstag sein. Aber ich merke das du etwas auf der Seele hast. Was ist es?«, fragte Hiruzen und zündete seine Pfeife an. In der Tat hatte Kurama ein paar Dinge, die ihn beschäftigten.
»Die Missionen die ich zur Zeit annehme, rechen für mich und Naruto langsam nicht mehr aus. Das Geld ist wirklich nicht viel und die Kosten für die Akademie ist eben auch nicht günstig, soweit man mich richtig informiert hat. Ich muss größere Aufträge annehmen, um die Kosten für uns beide Decken zu können.« Wieder kam dem Fuchs die Idee das Dorf einfach mit Naruto zu verlassen, aber dann erinnerte er sich wieder an das verdammte Versprechen das er Minato und Kushina gegeben hatte. In diesem Versprechen hatte er auch zu gestimmt, mit Naruto Konoha zu schützen.
Ich verdammter Idiot!, hatte er sich des öfteren mal geschimpft. Es wäre einfach gewesen den Jungen unter die Arme zu klemmen und mit ihm einfach aus Konoha zu verschwinden. Ja sogar aus dem Feuerreich! Bevor Kurama aber seine Gedanken weiter denken konnte, wurde er von Hiruzen dabei unterbrochen.
»Der Rat hatte dir erlaubt Missionen zu erfüllen, die dich nicht weit aus dem Dorf führen sollten. Natürlich musst du für dieses Problem gerade die großen Aufträge haben. Ich werde mit dem Rat darüber sprechen, dass es bei deiner Anfrage kein bedenken gibt. Ich werde sie dazu bringen das sie zustimmen.« Der Hokage zog an seiner Pfeife und pustete den Qualm in den Raum und wirkte sehr nachdenklich. Kurama gab nur ein Schnauben als Antwort. Das war ja wiedermal typisch Mensch!