Kaffee + Mineral(wasser)

Dunkelblau

Dunkelblau

Da steht “der Tablett Hauer” und sieht meinem Bus nach, eine kleine Kellnerin die ich vorher nicht gesehen habe, flüstert ihm etwas ins Ohr.
Plötzlich wird es dunkel vor meinen Augen. Etwas flüstert neben meinem Ohr, “Wer bin ich?” *Mia, man glaubt die etwa das ich jetzt auf einmal ihren Namen rufe,* schiesst es mir durch den Kopf. Instinktiv schiebe ich die Hand meiner Freundin und Teamkameraden beim umdrehen von meinen Augen. Gleichzeitig drückt sie mir einen Kuss auf die Wange.
"Wie wahr dein Tag?, meiner war super bis jetzt, die Geografie Prüfung war super leicht, Geschicht, naja sehen wir mal. Wer braucht das schon."
*Oh man jedesmal das gleich wenn sie Prüfungen hatte. Dann muss sie immer allen sagen wie toll sìe wahr. Halt doch mal einfach deine Klappe.* Und so ging es weiter bis zur Haltestelle vor unserem Sportzentrum. Da der Bus wegen dem dichtem Verkehr ca. 5 Minuten verspätung hatte. Rannten wir hinein, dabeì mussten wir aufpassen, nicht mit den Besucher zusammen zu stossen dìe das Zentrum verlassen. Die Umkleidekabine unseres Verein’s war schon leer…. naja es waren keine Personen mehr darin, nur noch ihre Kleidungen und Schuhe. Wir zogen uns schnell aus, und schlüpften ihn unsere Badeanzüge. Aus dem Augenwinkel bemerkte ich, wie Mia meìnen neuen dunkelblauen Ganzkörperanzug bestaunte.
*Ja den Anzug hab ìch mìt meiner Mutter letzte Woche gekauft, zu meinem Geburtstag.* steht auf dem Handydisplay als ich ihr dieses entgegen streckte.¨"Oh nein, den hab ich doch total vergessen, sorry sorry sorry, vergib mir Kìri. Ich bin ja eine so eine blöde Kuh, vergesse den Geburtstag meiner besten Freundin. Bei jedem Sorry verbeugt sie sich vor mir, zum Glück sind wir ja allein in der Umkleide, da es mir doch etwas peinlich ist. Das Handy verstaue ich im Rucksack und ziehe dabei eìne eben so dunkel blaue Badekappe und Schwimbrìlle hervor. Wir duschen uns noch schnell den Strassenstaub ab und dann treffen wir auch schon die anderen aus dem Team am Schwimmbecken. Als sie uns sehen, werde ich schnell von den anderen umringt und mit Glückwünschen eingedeckt. Zum Dank nicke ich langsam mit dem Kopf. Mia steht etwas ìm Hintergrund und stiert auf ihre nackten Zehen. Plötzlich taucht die Trainerin auf, wir stellen uns alle etwa Armeslänge voneinander auf und beginnen mit dem Aufwärmen.
Als wir warm sind, teilen wir uns in Gruppen auf. Eine für Delphin-, eine für Rücken- und je eine für Brust- und Freistilschwimmen.
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Als ich endlich mit dem Bus die Haltestelle vor dem Sportzentrum erreiche, kommen mir schon die ersten Mädchen und Buben aus dem Schwimmunterricht entgegen. Nicole steht noch nicht hier draussen, also betrete ich den Besucherraum vor der Kasse. Drinnen möchte ich gerade einen Blick durch die Scheibe, auf das Becken werfen da ruft schon eine fröhliche Stimme "Brüderchen, hier komm ich", und im nächsten Moment umarmt mich meine Schwester, dìe hier Schwimmunterricht für Kinder gibt, und manchmal auch den Örtlichen Schwimmverein unterstützt.
"Toll das du mich abholen kommst...aber jedes mal wenn du hier auftauchst, willst du was von mir."
Während sìe mich vorwurfsvoll anschaut, wende ich mich von ihr ab. Und da steht sie, in einem dunkelblauen Rennanzug, macht sich gerade bereìt vom Startblock zu Springen. Da hechtet sie schon dicht übers Wasser, taucht in dieses ein, ganz nah an der Wasseroberfläche, da taucht sie wieder auf und schwimmt pfeilschnell auf den Beckenrand zu. Dort angekommen taucht sie unter und…
"Kommst du Brüderchen?" Ich folge Nicole aus dem Sportcenter, auf den dazu gehörenden Parkplatz, zu ìhrem rotem Audi. Beim einsteigen lächelt sie mir übers Autodach zu.
"Was?" Aber da hat sie schon hinter das Steuer geklemmt. Als ich auch platz genommen habe, sehe sie erwartungsvoll an während sie das Auto startet.
"Die gefällt dir wohl."
"Ach halt doch den Mund."
"Du bist heute aber wieder mal charmant, Brüderchen."
"Hör auf mich immer Brüderchen zu nennen, wir sind keine kleinen Kinder mehr!" "Oooh Brüderchen du wirst ja ganz rot im Gesicht, hab ich da etwa einen Nerv getroffen?"
“Mutter hat mich heute Morgen gefragt ob du zu unserer Sommerfest kommst?
Und sie hofft das du Franka auch mitbringst. Sie meinte auch dass sie schon schaue damit sich Pa nicht wieder wie ein Vollidiot anstelle.” Dabei sehe ich ihr zu wie sie den Wagen durch den dichten Abendverkehr lenkt. “Du weisst doch meine Meinung dazu, solange Vater sich nicht bei mir und Franka entschuldigt, setzen wir keinen Fuss mehr in mein Elternhaus und schau mich nicht so an.”
“Wie den”, dabei senke ich meinen Kopf ein wenig und schiebe die Unterlippe über die Obere. “Man du weisst ganz genau dass ich dann immer Schwach werde…...na gut….aber wir kommen nur unter einer Bedingung, du kommst auch mit einer Begleitung!” Dabei sah sie Starr gerade aus. Bevor ich etwas erwidern konnte, führen wir schon auf den Parkplatz unserem Elternhaus. “Danke fürs nach hause Fahren.” Als ich mich nochmals umdrehe um die Tür zu schliessen, beugt sie sich über den Beifahrersitz und meint zu mir hoch. “Nicht irgendwer, sondern das Mädchen im dunkelblauen Anzug,” grinst sie mir ins Gesicht.
“Hau ab” dabei knall ich die Autotüre zu und stampfe zur Wohnungstür des Hauses.
“Bin wieder da” ruf ich durch die Wohnung.
“Komm doch bitte mal in die Küche, Schatz!” vernehme ich die Stimme meiner Mutter. Als ich dort ankomme steht da nur eine 2 Stöckige, mit weisser Schokoglasur überzogene und mit Erdbeeren verzierte Torte. “Die magst du doch so gerne Schatzi” dabei umarmt sie mich von hinten. “Ach Ma” dabei befrei ich mich aus der mütterlichen Umarmung. “und kommt deine Schwester Morgen?” “Ja ich glaube schon...solange Pa nicht wieder einen Anfall bekommt. Bin dann mal im Bad.”