Kaffee + Mineral(wasser)

Neue Situation

Neue Situation

“Kiri du bist dran!”
Auf dem Weg zum Startblock schweift mein Blick über das Fenster beim Eingange, und da steht er. 'Ist er mir etwa gefolgt?', schiesst es mir durch meinen Kopf, als ich auf dem Startblock in Position gehe..'
Wieso ist er hier?'
“Achtung!”
'Was macht er hier?'
“Fertig!”
'Man vergiss ihn für den Augenblick Kiri und konzentrier dich auf hier und jetzt'.
“LOOOS”
Mit einem langen und flachen Hechtsprung tauche ich in das kühle nass, nur um einen Wimpernschlag später wieder aufzutauchen und auf den gegenüberliegenden Beckenrand zu gelangen, dort angekommen, mache ich einen Wende unterwasser, stosse mich kräftig von der Wand ab und Schwimme zum Startpunkt zurück. Dort angekommen "schlage" ich am Beckenrand an, sofort schaue ich Mia die mit einer Stoppuhr ausgestattet ist an um meine Zeit zu erfahren. Nichts, sie steht nur da und nichts, also schiebe ich meine Schwimmbrille hoch und ziehe mich am Beckenrand hoch aus dem Wasser. Als ich vor ihr stehe, schaut sie immer noch die Uhr in ihrer Hand an. Plötzlich erscheint rechts neben mir die Hand unserer Trainerin und fischt sich die Uhr aus Mias Händen.
Auf einmal umarmt mich Mia und lacht mich an, "Man Kiri mit dieser spitzen Zeit wirst du bestimmt die nächste Schulmeisterschaft gewinnen!" Die Trainerin schaut mich an und lächelt mir zu "gut gemacht Kirika", danach dreht sie sich um, klatscht in die Hände und meinte.
"So genug für heute, ab unter die Duschen, wir sehen uns dann wieder in im neuen Schuljahr!"
Als Mia an mir vorbei richtung Dusche läuft, höre ich sie leise vor sich hin “murmelnd” “Wir gewinnen, wir gewinnen.”
Bevor ich mich auch auf den Weg zu den Duschen mache, schaue ich nochmals zum grossen zuschauer Fenster hoch. Nichts, was hab ich erwartet, dass er immer noch da steht. Kopfschütteln gehe ich richtung Dusche zu den anderen.
Dort werde ich sofort von Mia an der Hand zur Mitte des Raumes gezogen wo unsere Trainerin steht. “Hört mal bitte alle her, da Kirika heute einen neuen Schulrekord, natürlich inofiziell, im Freistil aufgestellt hat, lade ich euch alle ein. Wartet doch bitte am Ausgang!”
Und schon wieder zieht mich Mia hinter sich her und schubst mich unter den lauwarmen Duschstrahl. “Was wahr mit dir los? Du warst mit dem Kopf ganz wo anders, du klebtest ja förmlich an dem Startblock, hast da bestimmt einige zehntel liegen lassen. Wenn du dich für Jungs interessiert finde ich das ja ok, aber wenn du Schwimmst dann haben die nichts in deinem Kopf verloren!” Nach dieser Strafpredigt marschierte sie davon und suchte sich eine frei Duche.
Verdutzt sehe ich ihr nach. *Ich hab doch nur einen kleinen Augenblick hoch geschaut und da waren auch noch andere Leute die zu sahen, also woher weis sie das?*
Als wir alle geduscht und Angezogen sind, treffen wir uns vor dem Eingang des Zentrums.
“So da wir nun alle da sind hab ich noch eine Überraschung für euch…...Ihr kennt ja alle diesen neuen Burger Laden auf der anderen Strassenseite. Ausnahmsweise werden wir dahin gehen.
Jubel rufe ertönen und dann machen sich auch schon alle auf den Weg.
Ich bin immer noch mit meinen Gedanken unter der Dusche und denke über Mias Worte nach.

**Knall**
naja zuerst so ein komisches Quitschen, dann erst knall und
dann Schwarz...oder eher grau.

Komisch, wahr ich vorher nicht vor dem Schwimmzentrum...und wollten wir nicht etwas feiern. Was piepst denn da so komisch. Als ich meinen Kopf nach links drehe, liegt da eine komische Schwarze Kugel und eine Hand auf meiner, in der ein dünner Schlauch steckt. Als ich meine Finger bewege, schiesst die Kugel in die Höhe und ich blicke in das mit Tränen überströmte Gesicht von Mia.
“SIE IST WACH WACH WACH!” dabei rannte sie aus dem Zimmer. Plötzlich verstummt sie und etwas wird leise gemurmelt vor meinem Zimmer. Plötzlich taucht Mia wieder auf und hinter ihr kommt eine älter rundlich Schwester herein.
Die Schwester kontrollierte die Infusion und liest die Daten von dem Piepsmaschine ab. Dabei bombardierte sie mich mit Fragen zu meinem Zustand.
Als sie keine Antwort bekommt, schaut sie endlich zu mir und ich kann ihr mit meiner Hand, auf der Mia lag, ein OK. signalisieren. Als sie dies sieht erinnert sie sich wohl wieder, den sie schwenkt einen Display, der seitlich an meinem Bett angebracht ist, vor mich hin. Darauf sind verschiedene Antworten vorprogrammiert aber auch eine Tastatur um selber zu schreiben. Als sie das Display in Position bringt, fragt sie mich was ich gerne zu essen habe. Wollte “Burger” schreiben, aber irgendwie ging es nicht.
Rechts von mir…..war nichts, NICHTS, wo ist mein Arm aaah da hängt nur noch ein kleines Stück vom Oberarm in einem weissen Verband und sonst nichts mehr. Das Piepsen wurde schneller und schneller Mia und auch die Schwester redeten auf mich ein, aber ich hörte sie nicht. Mein Arm, wie soll ich jetzt verdammt nochmals Schwimmen, ich konnte nur an meinen verlorenen Arm denken und hörte sonst nichts.
**Knall**
Mit grossen Augen sehe ich Mia an, die sich ihre eine Hand mit der anderen festhält. “Sorry Kiri aber du warst gerade am durchdrehen.”
Mit der verbliebenen Hand deute ich auf die Stelle wo die andere sein sollte.
*Man du würdest auch durchdrehen wenn du aufwachst und dir ein Gliedmass fehlt,* schoss es mir durch den Kopf.
Als ich mich so aufregte und mich vorbeugte fangen meine Rippen an zu Schmerzen. Darum lege ich mich wieder zurück aufs Bett und tippe “Burger” ein.
“Oh das ist vielleicht doch etwas zu schwer für den Anfang, wie wäre es mit einem Salat oder Suppe?” Auf dem Display finde ich eine Option für “leichtes Essen” und eine für “Suppen”. Beim Essen klicke ich auf Reissalat und bei den Suppen nehme ich die Option Tomatensuppe. “Deine Bestellung wurde direkt an die Küche gesendet. Ich werde sie gleich auf das Zimmer bringen. Jetzt lasse ich euch zwei Hübschen mal alleine.”
Als sie die Türe ins Schloss fällt, kommt Mia ans Bett. “Wolltest du wirklich einen Burger?” Ja wir wollten doch Burger essen gehen...oder, tippe ich auf dem Display ein. “Oh man Kiri du bist ein Phänomen. Du bist wohl die einzige Person die nach einem solchen Verkehrsunfall einen Burger will. Wie Viele Leute kennst du den die einen Verkehrsunfall hatten?....Sagtest du gerade Unfall?, steht auf dem Bildschirm. “Hä du bist die einzige die ich kenne und we..” In diesem m Moment kommt mein Vater in begleitung einer jungen Ärztin ins Zimmer.
Vater setzt sich auf den Rand meines Krankenbettes. “Man Schatz was machst du nur für sachen. Deine Mutter hat ihren Kongress abgebrochen und wird morgen mit dem Flieger ankommen.” Als mein Finger richtung Bildschirm wandert, legt mein Vater seine Hand darüber und meinte:”Ich weis was du jetzt schreiben möchtest, aber deine Mutter möchte in dieser Zeit bei ihrer Tochter sein.”
Da meinte die Ärztin auf einmal: “Könnten sie beide bitte draussen warten, ich möchte ihre Tochter jetzt untersuchen!”
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“Möchtest du auch einen Kaffee vom Automaten?” “Nein Danke Herr Kurenai! Ich muss sie aber Warnen, er ist grottenschlecht.”
Als er zum Automaten geht, setze ich mich in einen Wartesessel gegenüber des Krankenzimmers meiner Freundin und lege meinen Kopf auf die Oberschenkel. Ohne es zu wollen, fliessen die Tränen. Plötzlich setzt sich jemand neben mich und streicht mir sachte über den Rücken. “Ist ja alles nochmals gut gegangen, bald kommt sie sicher wieder hier raus.” Bei diesen Worten hebe ich den Kopf und sehe Kirikas Vater durch meine Tränen verhangenen Augen. “Es ist alles meine Schuld, ich habe Kiri nach dem Training Vorwürfe gemacht und darum war sie so in ihre Gedanken versunken.”
“Nein Nein Nei, gib dir nicht die Schuld Mia, Kirika ist…… naja jedenfalls bist du sicher nicht Schuld. Tut mir leid Mia aber in solchen Sachen bin ich nicht sehr gut, meine Frau würde wohl die besseren Worte finden.”
In diesem Moment öffnet sich die Türe des Zimmers und die Ärztin kommt heraus. Herr Kurenai Steht auf und meinte:”Geh doch schon mal zu ihr, ich komme gleich nach.” Also gehe ich zu meiner Freundin ins Zimmer.
Am Bett angekommen setz ich mich wieder in den Stuhl auf dem ich sass als Kiri noch schlief. Dabei nehme ich ihre Hand in die meine und fange ungewollt wieder an zu weinen. Nach einigen Momenten drückt sie sanft meine Hand.
Als ich mir die Tränen aus den Augen geblinzelt habe, lächelt sie mich an und zeigt mit dem Finger auf das Display. “Schau doch mal nach wo das Essen bleibt, sonst werde ich wohl einer der ersten Menschen sein die im Krankenhaus vor Hunger stirbt.”
“Gut das du deinen Humor nicht verloren hast.” In diesem Moment kommen mein Vater und das Wichtigste, die Krankenschwester von vorhin mit einem Servierwagen herein auf dem ein Suppenteller und eine Schüssel mit dem besagten Reissalat steht.
Bevor sie mein Bett erreicht hat, schiebe ich schon das Display fort und klappe das Tablar, das auf der anderen Seite ist herunter. Dabei fangen meine Rippen wieder an zu schmerzen und ich halte in meiner Bewegung inne und schliesse die Augen, bis der Schmerz verflogen ist. Als ich die Augen wieder öffne steht da eine dampfende Tomatensuppe vor mir und daneben der Reissalat.
Als ich den Löffel mit der rechten Hand greifen möchte….passiert nichts. Mia merkt sofort was los ist, schnappt sich den Löffel und drückt ihn in meine linke Hand. “Ich kann dich auch füttern?” Zeige ihr nur meine Zunge und fange dann an meine Suppe auslöffeln. Gar nicht so einfach wenn man Rechtshänder ist.
“Also ich lass euch dann mal alleine und komme dann Morgen wieder.” Zum Abschied gab er mir einen Kuss auf die Stirne. Zusammen mit der Krankenschwester, verlässt er