Fanfic: Feueraugen (Kapitel 1 (wird noch weiter geführt, bin nich ganz fertig geworden! ^^)
Kapitel: Feueraugen (Kapitel 1 (wird noch weiter geführt, bin nich ganz fertig geworden! ^^)
So, das ist dann mal der Anfang für Kapitel 1! Ich hab`s noch nich fertig, weil es seehr schwer is so zu schreiben!^^... hoffe ihr versteht das... Danke für alle Kommis die ich krieg! ^^ Und schickt mir bitte weiter welche! ^^ <br />
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Ich wachte schweißgebadet und schwer schnaufend auf. <br />
Mein Name ist Ai, sechzehn Jahre alt, mein Nachname ist nicht wichtig, genauso wenig wo ich, oder die anderen, wohnen. Es war nur ein Traum gewesen. Doch der Krieg zwischen dem Süd- und dem Nordvolk war kein Traum gewesen, er fand vor zwei Jahren statt. Das Südvolk hatte mich und meine Freundin Michi, sie war damals dreizehn Jahre alt, beauftragt den Feind auszuspionieren. Doch ein Wachturm hatte uns, im hohen Gras versteckt, erspäht. Der Rest hatte sich in mein Gedächtnis gebrannt. Die Erinnerung klebte an mir wie alter Kaugummi, ich konnte sie nicht wegkratzen. So bald ich die Augen schloss, sah ich Feuer, so hörte ich auf zu schlafen, saß jeden Tag draußen und starrte in das Wasser des Hofteiches, weil ich hoffte, das mich Wasser vom Feuer ablenkte. Doch dann erinnerte ich mich an meine Freundin, ich war oft mit ihm am See gewesen, sie hatte das Wasser geliebt... doch jetzt war sie tot, gestorben, verbrannt. Es war ein Wunder, dass ich überlebt hatte. Ich war gerannt, solange bis ich das Schlachtfeld nur noch als kleines Flämmchen sah. Mein Körper war überseht mit Brandwunden und Asche. Mein Knie war fast bis auf den Knochen verbrannt, der Arm so gut wie ab, mein Ohr war von den Flammen zerfetzt worden, von Haaren konnte fast nicht mehr die Rede sein, genauso wie von Kleidern. Die Umgebung sah ich nur in Schatten. Als ich den Weg zu einem Dorf erreicht hatte, wurde ich vor Erschöpfung und Schmerz bewusstlos. Was danach passierte weiß ich nicht so genau. Als ich aufwachte lag ich in einem großen Bett, ich war von Kopf bis Fuß einbandagiert wie eine Mumie. Um mir herum hörte ich viele Stimmen. Zu viele Stimmen, sie erinnerten mich an das Krankenzelt im Lager... aber, das war verbrannt, alles war verbrannt, vom lodernden Feuer verschluckt, der Soldat... Michi... ich wurde wieder ohnmächtig. Bei meinem zweiten Erwachen, redete niemand mehr. Alles war still. Als ich zur Seite sah, saß dort eine Gestalt. Sie schaute mich an und lächelte. Ich konnte sie nicht genau erkennen, mein rechtes Auge war wie abgestellt. Durch das Linke sah ich nur Umrisse und Farbeindrücke. „Hallo.“ Die Stimme war eindeutig die eines Mädchens. „Ich bin Reiko.“ Ich sagte nichts. „Dich hat es schlimm erwischt.“ Meinte das Mädchen „Dein Knie musste durch eine Metallplatte ersetzt werden. Dein Arm hat tiefe Brandwunden, aber er wird es überstehen. Im Gegensatz zu deinem rechten Auge, auf das wirst du wohl in Zukunft verzichten müssen. Es ist total ausgebrannt, da hilft auch eine Operation nichts. Dein Linkes wird zwar im Moment noch etwas vernebelt sein, aber das gibt sich, mit der Zeit. Äußerliche Schäden hast du zum Glück keine davongetragen, auch dein Ohr kann man wieder richtig herstellen.“ „Wo bin ich?“ fragte ich langsam „Im Krankenhaus, im Weststaat.“ Antwortete das Mädchen „Im Weststaat? So weit weg...“ ich schloss wieder die Augen „Woher kommst du?“ fragte die Stimme von dem Mädchen, Reiko. „Aus dem Südstaat.“ Antwortete ich. „Ach, du hast die Wunden von dort. Lass mich hören, was ist passiert? Die Presse hat nur berichtet, dass das Nordvolk gewonnen hat.“ Ich verkrampfte, Bilder von Feuer drangen in meinen Kopf „Darüber will ich nicht reden!“ sagte ich und drehte mich auf den Bauch. „Na gut, dann frag ich was anderes. Wie heißt du?“ fragte Reiko „Ai.“ Antwortete ich kurz „Und wie alt bist du?“ fragte Reiko weiter. „Sechzehn, und jetzt hör auf mir ein Loch in den Bauch zu fragen.“ Ich versuchte meine Gedanken auf etwas anderes zu konzentrieren, doch das Mädchen hatte mir Michi wieder ins Gedächtnis gerufen. Sie erinnerte mich an sie. Mein Auge sah jetzt besser. Sie hatte die gleiche dunkelblond, schwarze Haarmischung wie Michi. Ihre Augen konnte ich nicht erkennen. Aber auch ihre Art zu reden, erinnerte mich an meine Freundin, meine einzigste Freundin, die nun tot war. Ich spürte wie sich eine Träne aus meinem Augenwinkel stahl. Ich wollte sie wegwischen, doch ich konnte mich jetzt nicht bewegen. Ohne das ich es verhindern konnte fing ich an zu reden: „Ich und meine Freundin, Michi, mussten für das Südvolk die Feinde ausspionieren. Doch sie haben uns entdeckt, und das Lager zerstört, und dann... dann haben sie Michi getötet...“ <br />
Was danach passierte, hatte ich mehr oder weniger vergessen. Ich war zu einer Familie gebracht worden, die schon zwei Kinder hatte, eben diese Reiko, und noch einen Jungen Tazuna, der von allen nur Tatze genannt wurde. Im Moment saß ich dort in meinem Zimmer. Ich dachte nach. <br />
Michi... ach hätte mich doch das Feuer getötet. Ich schluckte. Es war Spätsommer, von draußen roch ich noch den Geruch der letzten Blüten, die im Garten der Familie wuchsen. Ich hatte Hunger. Da es abends war, konnte ich wohl kaum hoffen, noch etwas anständiges von den Köchen zu bekommen, deshalb wollte ich mir von der Obstplantage neben uns einen Apfel oder so etwas holen. <br />
Als ich ins Freie trat kam mir Tatze entgegen. Er grinste. „He, Ai, wagst du dich auch mal raus, he?“ er lachte. „Ja.“ Sagte ich kurz und wollte an ihm vorbei laufen. <br />
„He! Warum so unhöflich? Ich versuche nur nett zu sein!“ er hielt mich am Arm fest. „Du bist nicht aus dem Weststaat, he?“ er hielt mich weiter fest. „Du kommst aus dem Südstaat, was?“ Ich nickte schweigend und biss die Zähne zusammen, musste er mich daran erinnern? Tatze redete ungehemmt weiter. „Ich hab gehört, der Südstaat war auch schon vor diesem Krieg ne ziemlich arme Gegend, he?!“ Nochmals nickte ich. Es stimmte, bevor dieser Krieg begonnen hatte gehörte der Südstaat schon zu den ärmsten Teilen des Landes. Aber das hatte mir und Michi nie etwas ausgemacht... „Kennst du das?“ fragte Tatze, zog ein zusammengerolltes Heft aus der Hosentasche, klappte es auf und hielt es vor meine Augen. „Hm? Kennst nicht, oder? Hier, guck mal!“ Er öffnete es. Ich schloss die Augen. Lauter Frauen. Nein, so was gab es bei uns nicht. Ich hatte davon gehört, aber ich wollte es nicht sehen. „He, mach die Augen auf! Schau mal!“ Ich öffnete vorsichtig ein Auge. Ein halbnacktes Mädchen sah mir entgegen. „Tu es weg.“ flüsterte ich. Michi hatte immer gesagt sie hasste Männer, die so etwas tun. Ich wollte nicht, dass sie mich hasste, auch nicht, obwohl sie tot war! „Und, schau mal das da!“ er blätterte eine Seite weiter. „Erinnert dich das an niemanden? Sieht doch genauso aus wie deine Mu...“ in dem Moment wurde er unterbrochen, sodass ich nicht mehr hörte, was er sagen wollte. Reiko kam wütend angestampft, riss ihm das Heft aus der Hand und schmiss es hinter sich auf den Boden. „Lass Ai in Ruhe, Tazuna!“ schnauzte sie ihn an „Oder soll ich unseren Eltern sagen, dass du diese Heftchen immer noch hast?“ Brummend hob Tatze sein Heft auf und verzog sich ins Haus. Reiko seufzte und glättete ihr Hemd. Dann sah sie mich an. „Nimm Tatze nicht ernst, der ist immer so, beachte ihn einfach nicht.“ Ich nickte wortlos. „Wo wolltest du hin?“ fragte Reiko und strich sich die Haare aus dem Gesicht. Ich sah weg. Genau das Gleiche hatte Michi auch immer gemacht, warum musste ich ständig an sie denken, wenn ich Reiko ansah? Ich hasste es! „Spazieren.“ Murmelte ich und drehte mich um „Danke.“ Ich ging in Richtung Tor los. Reiko folgte mir. „Kann ich mitkommen?“ ich zuckte mit den Schultern. „Wenn du willst.“ <br />
Wir verließen schweigend den Hof. Die staubigen Straßen waren nur wenig belebt. Gelegentlich erblickte ich eine Katze oder hörte das Gezwitscher einiger Vögel, aber vielleicht war es auch nur Einbildung. In letzter Zeit hatte ich eine Menge Tagträume gehabt. Als ich eines Abends durch das Dorf ging dachte ich für einen Moment, ich hätte hinter einem Haus Michi gesehen, doch als ich hinrannte war es doch nur ein streunender Hund. Eine Zeit lang sagte niemand von uns etwas. Ich ließ meine Gedanken schweifen während Reiko sich die wenigen ausgestellten Dinge vor den Geschäften ansah. Man konnte meinen, dass das hier eine arme Gegend wäre, aber verglichen zu meiner Heimat fühlte ich mich hier wie im Paradies. So etwas wie Läden hatte es in meinem Dorf nicht gegeben. Unser Essen, falls wir überhaupt etwas bekamen, wurde von uralten Wägen gebracht, das meiste davon war dann zwar etwas kaputt und Eier konnte man auf dem Weg gar nicht transportieren, aber es hatte gereicht um mich und Michi am Leben zu halten. Noch nie hatte ich mich um jemanden kümmern müssen, denn ich hatte keine Familie, geschweige denn sonst welche Angehörigen. Mein halbes Leben lang hatte sich einzig und allein um Michi gedreht. Wir haben zusammen gespielt, gegessen und geschlafen. Auch sie hatte keine Familie mehr. Wir schlugen uns mehr schlecht als recht durch, schlafen taten wir meistens auf den dünne Futons, die wir als Einzigstes bei uns hatten. Nie hatten wir das Dorf verlassen. Unser Leben hatte sich an dem Tag im Oktober verändert, als wir beide von dem Militär als Spione genommen wurden, damals war Michi zehn Jahre alt und ich war Elf. Wir wurden in einem Lager untergebracht. Es war zwar nicht das Schönste aber wir hatten ein richtiges Feldbett und etwas zu Essen. Dann, drei Jahre später, kam der Krieg, und damit alles, was mich hierher geführt hatte. Ich war so in Gedanken versunken dass ich nicht einmal merkte, dass ich die ganze Zeit eine Melodie vor mich her summte. Nach einiger Zeit unterbrach Reiko meine Überlegungen und fragte: „Was summst du da? Die Melodie kommt mir irgendwie bekannt vor!“ Ich sah verwundert von meinen Füßen hoch. „Äh... wie bitte?“ fragte ich. „Du