Fanfic: Erinnerungen

Kapitel: Erinnerungen

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&quot;Erinnerungen&quot;
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Eine Ranma1/2 FanFiction
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<br />
von Mark Soul
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Er träumte.
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Er wußte das er träumte, er hatte diesen Traum schon oft gehabt.
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Seit seinem letzten Besuch in Jusenkyo.
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Ranma Saotome stand alleine auf einem weitem Friedhof. Er blickte in das
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offene Grab vor ihm. Der Sarg war noch nicht zugeschüttet.
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Wie von Geisterhand öffnete sich der Deckel. Doch Ranma wußte jetzt schon was
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er sehen würde, die Züge der Person im Sarg waren ihm so vertraut wie seine
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eigenen.
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Vielleicht weil es einmal seine Eigenen gewesen waren.
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Er blickte auf die leblose Gestalt hinab. Ihre Haut war bleich und wächsern.
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Ihre roten Haare klebten ihn ihrem Gesicht. Ihre gebrochenen Augen schienen
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ihn direkt anzustarren...
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Ranma erwachte unerwartet und plötzlich. Er setzte sich ruckartig im Bett
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auf und versuchte sein Herz zu beruhigen.
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Neben ihm begann sich Akane träge im Schlaf zu bewegen. Dann drehte sie sich
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um und blinzelte ihn müde an. &quot;Was ist los?&quot;
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Ranma beugte sich vor und küßte seine Frau liebevoll auf die Stirn. &quot;Nichts.
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Schlaf weiter.&quot;
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Akane murmelte irgend etwas unverständliches und drehte sich wieder um.
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Ranma sah sie an bis er sich sicher war das sie wieder schlief. Er erinnerte
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sich noch gut an den Tag an dem sie geheiratet hatten. Es hatte fast fünf
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Jahre gedauert bis er endlich den Mut dazu aufbrachte.
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Ukyo und Shampoo waren schon lange vorher ihre eigenen Wege gegangen.
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Leise stand Ranma auf und verließ das Schlafzimmer. Auf dem Weg ins
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Erdgeschoß dachte er nach wie sich die Dinge doch entwickelt hatten. Wer
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hätte jemals gedacht das Ranma Saotome einmal ein ruhiges und friedliches
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Leben führen würde?
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Ranma öffnete die Terrassentür und blickte hinaus in den Garten. In den
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Regen der fiel. Er würde den Regen durchqueren müssen wenn er ins Dojo
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wollte.
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Ranma holte einen Schirm und ging hinaus. Es regnete nicht stark, und der
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Weg war nur ein paar Meter.
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Die anderen hatten sich oft gewundert warum er immer noch dem Wasser auswich,
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selbst jetzt wo er den Fluch nicht mehr hatte.
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Er sagte immer, er mochte nicht das Gefühl von kaltem Wasser.
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Er sagte, weil es ihn erinnerte.
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Ranma öffnete die Tür vom Dojo und verbeugte sich. Er stellte den Schirm
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zur Seite, ging in die Mitte des Raumes und verbeugte sich ein zweites Mal.
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Dann begann er eine einfache Kata.
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Eine einfache Kata für ihn. Jeder andere Kampfsportler hätte seine Hand dafür
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gegeben so komplexe Formen in dieser Perfektion auszuführen.
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Während er durch die Bewegungen floß schweiften seine Gedanken ab, zurück zu
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jenem Tag in Jusenkyo.
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Jenem Tag, an dem er geheilt wurde.
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Ranma hatte fünf Jahre mit seinem Fluch gelebt. Fünf Jahre, in denen er mit
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Akane Tendo verlobt gewesen war.
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In den drei Jahren nach Saffron, nach der Zerstörung der Quellen, hatte er
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alle möglichen Wege ausprobiert um geheilt zu werden. Er hatte immer gesagt,
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nur als ganzer Mann könnte er Akane heiraten. Doch nichts half.
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Akane hatte es als Unsinn abgetan. Sie hatte recht. Nach ihrer ersten
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mißglückten Hochzeit hatten sie sich endlich ihre Liebe eingestanden. Aber
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er hatte sich vehement geweigert sie zu heiraten. Nicht mit seinem Fluch.
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Um so erstaunlicher war es, als die Nachricht kam das die Quellen wieder
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neu entstanden waren, das Ranma zuerst zögerte.
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In fünf Jahren kann man sich selbst an eine unangenehme Sache gewöhnen.
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Den entscheidenden Anstoß hatte Akane gegeben. Ihrer gemeinsamen Liebe willen
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war er aufgebrochen. Nicht das er es jemals zugegeben hätte das er sich an
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den Fluch gewöhnt hatte.
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Ranma beendete seine Kata und sah auf die Uhr. Es wurde Zeit das er Akane
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weckte, und sich dann auf seine Arbeit vorbereitete.
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Er verbeugte sich noch mal vor dem Schrein und ging dann aus dem Gebäude.
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Es regnete immer noch.
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Ranma ignorierte den Schirm und trat hinaus ins Freie und blieb stehen.
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Langsam drang das Wasser in seine Kleidung ein. Er stand einfach da und
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bewegte sich nicht, bis er völlig durchnäßt war.
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Hätte ihn jemand gesehen der ihn kannte, er hätte sich gewundert. Ranma mied
<br />
immer den Regen. Er mied kaltes Wasser im Allgemeinen.
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Er sagte immer, er mochte nicht das Gefühl von kaltem Wasser.
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Er sagte, weil es ihn erinnerte.
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Weil es ihn an die Zeit erinnerte, als er noch ganz war.
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Aber das sagte er nicht.
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ENDE
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Autor´s Note:
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Fragt mich nicht was mich getrieben hat das hier zu schreiben, ich weiß
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es selber nicht. Der Gedanke war einfach da.
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Ach ja, und das Ranma und Co. nicht mir gehören dürfte jedem klar sein, oder?
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