Fanfic: Der Einsteiger 04 - Teil 3

dort mehr als man auf dem ersten Blick vermutet. Es
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hat eine besondere Bewandtnis mit den Zahlreichen Quellen. Nicht
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umsonst wird das Gelände nicht mehr benutzt
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Der örtliche Führer hat versucht uns zu warnen, aber Pop hat ihn
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ignoriert. Und ich war so dumm und hab es ihm nachgemacht. Wir
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sind auf die Bambusstangen gesprungen und fingen an zu kämpfen.&quot;
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Akane: &quot;Das ist ja alles ganz interessant, aber was hat das mit meiner
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Frage zu tun?&quot;
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Ranma: &quot;Dazu komme ich gleich. Du mußt wissen, das Wasser in den Seen ist
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kein normales Wasser. Es ist verflucht.
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Auf jeder Quelle liegt ein anderer Fluch. Fällst du hinein, nimmst
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du die Gestalt von dem an was dort zuletzt ertrunken ist. Ich fiel
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in eine solche Quelle.
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Kaltes Wasser löst den Fluch aus, heißes macht ihn wieder
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rückgängig.&quot;
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Akane: &quot;Erwartest du im ernst das ich so ein Märchen glaube?&quot;
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Als Antwort kippte Ranma das kalte Glas Wasser über sich aus. Akane sah mit
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Staunen wie er kleiner wurde, wie sein Haar von schwarz zu rot wechselte,
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wie seine Gesichtszüge weicher wurden, wie seine Schultern schmaler wurden
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und seine Brust sich vorwölbte.
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Ranma-chan zog das Handtuch fester um ihre nun schmalere Taille. &quot;Ich fiel
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in die Nyanniichuan, die Quelle des ertrunkenen Mädchens.&quot;
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Akane sagte nichts und starrte nur.
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Ranma-chan: (traurig)&quot;Ich weiß, ich hätte es euch eher sagen sollen. Aber ich
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hatte Angst das ihr mich für einen Freak und einen Perversen halten
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würdet. Ich kann verstehen wenn du mich jetzt haßt.&quot;
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Sie tauchte ihre Hand ins Furo und wechselte zu seiner normalen Form. Akane
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beobachtete, wie der Effekt sich umkehrte. Seine ganze Form wuchs, der
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Busen verschwand nicht, vielmehr füllte der Brustkorb die Lücken dazwischen
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aus.
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Akane wußte wirklich nicht was sie dazu sagen sollte. Ranma ging zur Tür und
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ließ sie allein. Er schniefte. &quot;Es tut mir leid das ich dich belogen habe.
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Ich glaube ich geh jetzt besser.&quot;
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Akane blieb allein zurück im Bad. Sie setzte sich auf den Boden und sortierte
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ihre Gedanken.
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Ranma´s Fluch hatte sie wirklich geschockt. Normalerweise sollte sie jetzt
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wütend werden, ein Junge der sich in ein Mädchen verwandelt, man stelle sich
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das nur vor.
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Aber Ranma hatte einen so niedergeschlagenen Eindruck gemacht, und
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schließlich war er ja nicht freiwillig in die Quelle gesprungen, oder?
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Akane versuchte sich vorzustellen wie es wohl sein mochte, mit so einem
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Fluch zu leben. Wie die Leute einen auslachen oder verachten würden, wenn sie
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es herausfanden.
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Akane konnte plötzlich sehr gut verstehen, warum Ranma daraus ein Geheimnis
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machte.
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Sie sah auf die Tür, durch die Ranma verschwunden war, ihre Stimme war nur
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ein Flüstern. &quot;Nein, ich glaube nicht das ich dich deswegen hasse.&quot;
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Die darauffolgende Nacht fand Ranma auf den Dach des Tendo-Hauses sitzen,
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an seinem Stammplatz neben dem Schornstein.
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Er lag auf dem Rücken, die Beine aufgestellt, die Arme hinter dem Kopf
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verschränkt. Die Sterne schienen ihm zuzublinzeln, sie sahen vom gleichen
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Himmel hinab der ihn in all den Jahren seines Lebens begleitet hatte.
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Aber Ranma sah weder die Sterne, noch spürte er die Kühle der Nacht. Er
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war tief in Gedanken versunken und dachte nach. So bemerkte er auch nicht,
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wie eine weitere Gestalt aufs Dach sprang.
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Erst als Akane sich neben ihn setzte schrak er auf. Er setzte sich hin und
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drehte sich zu ihr um. &quot;Was machst du denn hier noch so spät?&quot;
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Akane zog die Beine an, umarmte sich selbst und legte den Kopf auf ihre
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Knie. &quot;Nichts. Ich komme Abends oft hierher und beobachte die Sterne.&quot;
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Ranma wußte das es eine Lüge war. Akane war nie oft auf dem Dach gewesen.
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Aber es störte ihn nicht. Er genoß ihre Gegenwart, wer weiß wie oft er dazu
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noch die Gelegenheit haben würde.
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Akane: &quot;Ranma?&quot;
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Ranma: &quot;Hm?&quot;
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Akane: &quot;Ich wollte dir nur sagen, ich verstehe das du deinen Fluch geheim
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halten wolltest. Ich würde dasselbe tun, wenn ich mich in einen
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Jungen verwandeln würde.&quot;
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Ranma: (sieht sie überrascht an)&quot;Meinst du das ernst? Du bist nicht wütend
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auf mich? Du hältst mich nicht für einen Freak der Natur?&quot;
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Akane: &quot;Warum sollte ich? Du kannst schließlich nichts dafür. Du leidest
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selbst ja schon genug darunter, da müssen es andere nicht noch
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schlimmer machen.&quot;
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Ranma fiel ein Stein vom Herzen. &quot;Danke. Es gibt nicht viele, die so viel
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Verständnis zeigen wie du.&quot;
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Die zwei blickten schweigend in die Dunkelheit.
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Akane: &quot;Wie ist es?&quot;
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Ranma: &quot;Was?&quot;
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Akane: &quot;Das ... Wechseln? Verwandelst du dich wirklich in eine Frau?&quot;
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Ranma: &quot;Schwierig zu beschreiben. Es tut nicht weh oder so. Manchmal merke ich
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es gar nicht. Ein kurzes Ziehen im Körper, oder ein Gefühl wie
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eingeschlafene Füße.
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Und von dem was ich über Frauen weiß, ja, ich bin 100% weiblich. Ich
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meine, ich hab all das was eine Frau auch hat. Wenn ich zu lange
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in meiner Jusenkyo-Form bleibe, kriege ich sogar die Regel.&quot;
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Akane: &quot;Und, ändern sich deine (wird rot) Interessen auch?&quot;
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Ranma: (energisch)&quot;Natürlich nicht! Die Verwandlung ist nur äußerlich, innen
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drin bleibe ich immer ein Mann.&quot;
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Akane: &quot;Oh.&quot;
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Beide starrten weiter in die Nacht hinaus.
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Ranma: &quot;Akane?&quot;
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Akane: &quot;Ja?&quot;
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Ranma: &quot;Es tut mir leid, das Pop und ich so in euer Leben reinplatzen. Glaub
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mir, als er es mir heute morgen gesagt hat, ich hätte ihn am liebsten
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zu Hölle geschickt. Aber es sieht so aus, als ob ich hier festsitzen
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würde.&quot;
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Akane: &quot;Hör auf dir Vorwürfe zu machen. Die wahren Schuldigen sind unsere
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Väter. Wir sollten lieber zusammenarbeiten um aus der Sache rauszu-
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kommen, anstatt gegeneinander.&quot;
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Sie stand auf, streckte sich und ging zur Dachkante. &quot;Mach dir keine Sorgen,
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dein Geheimnis ist bei mir sicher. Aber wenn ich dir einen Tipp geben darf:
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Paß auf Nabiki auf. Sie hat ein Talent dafür sowas herauszufinden, und
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meistens schlägt sie dann Profit daraus.&quot; Sie lächelte ihm zu, dann
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verschwand sie in der Tiefe.
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Ranma blieb zurück, rundum glücklich. Dann begann er wieder nachzudenken,
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wie war der erste Schultag nochmal verlaufen?
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Fortsetzung folgt...
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Anmerkungen des Autors:
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@ Ölk-chan
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Danke für´s Korrekturlesen
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@ Booker
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@ Sarima
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Danke das euch die Geschichte gefällt. Das gibt mir neue Kraft zum Schreiben
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Oje, ich hoffe ich habe Akane nicht zu sanft dargestellt. Ich versuche,
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soweit es mir möglich ist, die Charaktere möglichst orginalgetreu
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wiederzugeben. Wenn ihr meint das etwas zu sehr OOC ist, sagt mir Bescheid.
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Allerdings muß berücksichtigt werden, das Akane diesmal nicht mit Ranma
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verlobt wurde. Sie hat also keinen Grund ihn so zu hassen wie früher, er ist
<br />
diesmal nicht die gleiche Gefahr. Außerdem ist die Begegnung im Bad diesmal
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friedlicher verlaufen, und Ranma hat sich ja wirklich Mühe gegeben sich zu
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benehmen.
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Es ist ja nicht so das sich Akane gleich Hals über Kopf in ihn verliebt hat,
<br />
aber sie steht Ranma mindestens neutral gegenüber.
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Wie versprochen lag der Schwerpunkt diesmal auf Ranma, aber Jeremy wird
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sicher bald wieder dazustoßen. Ich neige dazu Ranma zu vernachlässigen, wenn
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es zuviel wird, ich habe einen großen E-Mail Kasten.
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Mögt ihr die Story? Liebt ihr die Story? Haßt ihr die Story? Haßt ihr mich?
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Laßt es mich wissen. Sinnvolle Kritik, Kommentare und Hinweise werden dankend
<br />
angenommen. Nicht sinnvolle Kritik, Beleidigungen und dummes Gerede wird
<br />
ignoriert. Über Todesdrohungen wird gelacht. Briefbomben werden für
<br />
langweilige Momente aufgehoben.
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Schreibt an Mark_Soul@gmx.de oder in die Comments-Box.
<br />
Bis dann.
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