Fanfic: Der Einsteiger 09 - Teil 2

nahm die Schüssel vom Kopf. "Vielleicht.
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Aber ich habe Jeremy versprochen, das ich ihn und dich trainiere, und im
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Gegensatz zu meinem Vater halte ich mein Wort. Nimm das mal.&quot; Er hielt Akane
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die beiden Schalen hin.
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Akane nahm sie, und blickte Ranma verwirrt an. &quot;Und was mache ich damit?&quot;
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Ranma: &quot;Die balancierst du jetzt auf deinem Handrücken. Gut, und jetzt streck
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die Arme seitlich aus.&quot;
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Akane sah ziemlich komisch aus mit ausgebreiteten Armen und zwei Schüsseln.
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Aber sie hielt das Gleichgewicht problemlos.
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Akane: &quot;Und jetzt?&quot;
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Ranma: &quot;Jetzt schlag nach mir.&quot;
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Akane: &quot;Idiot. Dann fällt das Wasser runter.&quot;
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Ranma: &quot;Das ist der Sinn der Sache. Du mußt so schnell schlagen, das du den
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Arm wieder zurückgezogen hast bevor die Schüssen runterfällt.&quot;
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Akane: &quot;Spinnst du? Das klappt nie.&quot;
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Ranma: (verschränkt die Arme)&quot;Hmpf. Ich hab´ ja gleich gewußt, das du es
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nicht kannst.&quot;
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Akane stellte sich herausfordernd vor Ranma. Die Schüsseln schwankten
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gefährlich, aber sie hielten sich knapp. &quot;Das werden wir ja sehen.&quot;
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Akane schlug zu. Die ersten Versuche gingen sogar gut. Sie schaffte es
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tatsächlich die Schale knapp über den Boden wieder auf dem Handrücken
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aufzufangen.
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Und das Beste war: Ranma ließ sich sogar treffen. Da Akane viel zu sehr
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damit beschäftigt war, schnell zu sein, konnten ihre Schläge aber auch nicht
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als Schläge bezeichnet werden.
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Dann geschah das Unvermeidliche: Akane machte einen Fehler, und der flüssige
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Inhalt verteilte sich. Ranma wischte sich die Tropfen aus dem Gesicht. &quot;Ich
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weiß schon warum ich aufgeheitztes Wasser genommen habe.&quot; Er ging zum
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Ausgang. &quot;Ich hole mal Neues.&quot;
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Jeremy: &quot;He, uhm, und was mach´ ich?&quot;
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Ranma drehte sich noch mal um. &quot;Achso, dich hätte ich fast vergessen.&quot; Er
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deutete auf den Sack, den er mitgebracht hat. &quot;Du beschäftigst dich damit.
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Bevor wir an deiner Geschwindigkeit arbeiten, mußt du erst andere Attribute
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ausbauen.&quot; Dann verschwand er.
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Jeremy öffnete den Beutel und nahm ein paar Gewichte heraus. Er runzelte die
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Stirn.
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Akane: (am dampfen)&quot;Was ... was fällt dem eigentlich ein sich einfach so an
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meinen Hanteln zu vergreifen?&quot;
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Das Training verlief weiterhin etwas holperig. Am Ende des Tages hatte Akane
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es aber geschafft, die Übung auszuführen, ohne alle Naselang das Wasser
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zu verschütten. Das gab Ranma die Gelegenheit wieder in trockene Kleidung zu
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wechseln. Er hatte sein zweitbestes Hemd angezogen: Weiß, ärmellos, und
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natürlich chinesischer Schnitt.
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Akanes Versuche sahen mittlerweile wesentlich eleganter aus. Anstatt
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unbeholfen nach Ranma zu Schlagen, machte sie nun schon richtige Zukis.
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Ranma: &quot;Hmm, nicht schlecht. Ich denke, wir können bald mit den Kastanien
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anfangen.&quot; Er nahm Akane die Schüsseln ab und sah sich zu Jeremy um.
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&quot;Was denn, machst du etwa schon wieder schlapp?&quot;
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Jeremy hatte im Verlauf des Tages keine Lust mehr auf Hanteln gehabt, und
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Ranma hatte ihn zu Liegestütze verdonnert. Nun saß er einfach da und
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verschnaufte. &quot;Sei nicht so ein Sklaventreiber, ich bin das nicht gewohnt.&quot;
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Ranma: &quot;Erst wenn es schon wehtut bringt es auch was. Auf die Hände mit dir.&quot;
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Jeremy murmelte etwas unhöfliches, und fing dann wieder an zu pumpen. Ranma
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sah einen Augenblick zu, und kam dann auf die verrückte Idee sich auf ihn
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draufzusetzen. Jeremy brach sofort zusammen und streckte alle Viere von sich.
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Jeremy: &quot;Runter! ~keuch~ Du bist zu schwer.&quot;
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Ranma: &quot;Stell dich nicht so an. Das hat Pop mit mir gemacht, als ich Acht
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war, und man sieht ja das er nicht unbedingt schlank ist.&quot;
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Jeremy: &quot;Verwandel dich wenigstens, so bist du mir zu schwer.&quot;
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Ranma: &quot;Als Mädchen setzte ich mich nicht auf dich drauf.&quot;
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Jeremy atmete ein paar mal ein und aus, dann nahm er seine Kraft zusammen.
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&quot;Rrrrrrunter!&quot; Wie ein bockendes Pferd warf er Ranma ab, uns setzte sich
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auf. &quot;Ich habe keine Lust mehr.&quot;
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Akane sah auf die Uhr und stimmte zu. &quot;Es wird aber auch Zeit fürs
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Abendessen. Und Hausaufgaben habe ich auch noch nicht gemacht.&quot;
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Ranma: &quot;Naja, wenn ihr meint. Morgen ist auch noch ein Tag.&quot;
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Tendo Wohnzimmer, am Eßtisch.
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Kasumi´s Kochkünste waren wie immer ein Gedicht. Jeremy genoß inzwischen die
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japanische Küche. Genma erweckte den Eindruck, das er gar nicht schmeckte was
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er da aß, so schnell würgte er sein Essen hinunter. Als er sich an Ranmas
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Teller vergreifen wollte, hatte das einen unfreiwilligen Besuch im Teich
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zur Folge.
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Nach dem Essen stellte Kasumi das Geschirr auf dem Tisch zusammen. Sie
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stoppte einen Moment, dann wandte sie sich an Soun. &quot;Vater? Doktor Ono hat
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mich am nächsten Wochenende zu einem Essen eingeladen. Macht es dir etwas
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aus wenn ich-&quot;
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Weiter kam sie nicht. Soun Tendo ging mal wieder in vollen Tränenmodus.
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&quot;Waaaaah! Mein kleines Baby wird erwachsen und findet endlich einen Freund.&quot;
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Schluchzer #24.
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Kasumi: &quot;Aber Vater, er hat mich doch nur gefragt ob ich am Wochenende
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Zeit habe.&quot;
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Soun umarmte seine Tochter stürmisch, dann sah er sie mit Tränen in den
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Augen an. &quot;Natürlich darfst du, Kasumi. Geh mit ihm und werde glücklich.&quot;
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Er umarmte sie wieder. &quot;Oh, ich bin so stolz auf dich.&quot;
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Akane: &quot;Daddy! Er hat sie nur zum Essen eingeladen.&quot;
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Soun nickte und setzte sich schniefend wieder auf seinen Platz.
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Nabiki senkte die Wirtschaftszeitung, in der sie bis jetzt gelesen hatte,
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und sah ihre große Schwester an. &quot;Sag mal, Oneechan. Wohin hat dich Ono
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eigentlich eingeladen?&quot;
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Kasumi: &quot;Ich weiß noch nicht. Er hat gesagt, das es besser ist wenn wir es
<br />
zusammen entscheiden.&quot;
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Nabiki: &quot;Es könnte sein, das dann ein kleines Problem auf euch zukommt. Ich
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jedenfalls kenne nur wenige Restaurants, die es nicht stört wenn
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plötzlich der Saal einfriert. Das hinterläßt meistens einen
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schlechten Eindruck.&quot;
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Kasumi sah ihre Schwester bestürzt an. An dieses Problem hatte sie nicht
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gedacht. Ranma schüttelte den Kopf, ohne die Seele aus Eis würde Tofu das
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Treffen nicht überstehen können.
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Nabiki sah in die Runde, dann stand sie auf und ging zu Kasumi. &quot;Aber mach
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dir keine Sorgen, ich habe über das Problem bereits nachgedacht und eine
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Lösung gefunden.&quot; Kasumi sah Nabiki aus dankbaren Augen an.
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Nabiki: &quot;Für die geringe Summe von 200 Yen kann ich dir ein Lokal verraten,
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wo dein guter Doktor überhaupt nicht auffällt.&quot;
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Alle anwesenden Personen verdrehten die Augen. Kasumi holte ihre Geldbörse
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und gab Nabiki den Betrag.
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Nabiki: &quot;Es ist ganz einfach. Die Eishalle in Kolkhoz hat ein Lokal mit
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drin. Dort ist es sowieso kalt, die paar Grad weniger werden nicht
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auffallen.&quot;
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Genma-Panda: {Man kann sagen was man will, wo sie recht hat, hat sie recht.}
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Kasumi: &quot;Das ist eine gute Idee. Ich denke, so machen wir es.&quot;
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Sie räumte weiter die Teller zusammen. Nabiki vergrub ihre Nase wieder in
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ihrer Zeitung.
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Kasumi: (kommt wieder aus der Küche)&quot;Nabiki?&quot;
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Nabiki: (schaut auf)&quot;Hm?&quot;
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Kasumi lächelte auf ihre typisch unschuldige Art. &quot;Für das Abendessen
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schuldest du mir die Kleinigkeit von 200 Yen.&quot;
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Die Woche verlief ruhig. Akane´s Geschwindigkeit steigerte sich von Tag zu
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Tag, und auch ihre allgemeine Fähigkeit in der Kampfkunst verbesserte sich.
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Die Horde o´Hentai wußte gar nicht, was für ein Glück sie hatten das sie
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die Verfolgung von Akane aufgegeben hatten.
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Nun, nicht alle hatten es freiwillig getan, aber Kuno duldete keinen
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Widerspruch, und auch wenn er ein Trottel war, so war er doch auch ein
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Martial Artist der oberen Liga, und wußte sich durchzusetzen.
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Akane war mit ihren Fortschritten hochzufrieden, sie hatte Spaß an jeder
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neuen Kata die Ranma ihr beibrachte. Ranma seinerseits schaffte es die meiste
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Zeit, sein vorlautes Mundwerk unter Kontrolle zu halten. Man konnte zwar nicht
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sagen, das die Beiden eine Beziehung entwickelten, aber die Grundsteine zu
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einer Freundschaft wurden gelegt.
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Jeremy sah sein Training nicht ganz so positiv. In der Woche gab es keinen
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Tag, an dem er nicht mit Muskelkater ins Bett ging. Jeden Morgen fühlte er
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sich ein wenig erschlagener als den letzten. Was dazu führte, das er eine
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von Ranma´s Gewohnheiten übernahm: