Fanfic: Crossworlds IV - Teil 3
Ranma kam sich dumm vor als er sah was er das erwischt hatte.
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Der vermeintliche Dieb war nur ein Schwein gewesen. Ein kleines schwarzes
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Ferkel mit einem schwarzgepunkteten Halsband, um genau zu sein.
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"Ich glaub mich tritt ein Pferd. Bist du das, Ryoga?" fragte Ranma und
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piekte dem Schweinchen in die Schnauze.
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"Buki!" HAPS
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^Nun, der Art nach zu urteilen wie er auf meinem Finger herumkaut ist es
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Ryoga.^ "Ich glaub´ du bist mir eine Erklärung schuldig."
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Kurze Zeit und eine heiße Dusche später in Ryogas Zelt.
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"So, raus mit der Sprache. Du warst in Jusenkyo, stimmt´s?"
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Ryoga hatte sich hastig wieder angezogen und blickte Ranma feindselig an.
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"Ja, ich war dort. Und damit das klar ist: Wenn du irgend jemanden mein
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Geheimnis verrätst bringe ich dich um!"
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^Und wenn schon, das bin ich vor dir gewohnt,^ dachte Ranma. Laut sagte er:
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"Ich werde niemanden etwas sagen. Aber jetzt erzähl mal, wie ist das
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passiert?"
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"Ich habe mich verlaufen. Und ehe ich mich versah bin ich auch schon in eine
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der Quellen gefallen. Seitdem ist mein Leben die Hölle." Er ballte die
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Fäuste, und Tränen des Zorns liefen über sein Gesicht. "Wer will schon etwas
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mit einem Freak wie mir zu tun haben? Meine Chancen eine Freundin zu finden
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waren mit meinem Orientierungssinn schon miserabel, aber seitdem ich den
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Fluch habe sind sie gleich Null. Statt dessen fangen mich die Menschen und
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versuchen mich zu kochen."
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Ranma konnte spüren wie Ryogas Depression wuchs und machte sich eine Notiz
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ihm nicht den Shishi Hokodan beizubringen. ^Sieht so aus als wäre es
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sein Schicksal gewesen in die Heitueniichuan zu fallen. Auch ohne meine
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Schuld.^
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"Aber jetzt bist du dran mit Erklärungen. Woher weißt du von Jusenkyo? Und
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wie hast du sofort gewußt das ich es war?"
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Ranma überlegte kurz und beschloß so nah wie möglich an der Wahrheit zu
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blieben. "Ich hab´ mal jemanden gekannt, der ist auch in dieselbe Quelle wie
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du gefallen. Und erkannt habe ich dich an deinem Stirnband, es gibt nicht
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viele Schweine die so etwas haben. Glaube mir, ich weiß genau wie du dich
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fühlst."
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"Pah, das glaubst du?" schnaubte Ryoga. "Das kannst du nicht. Niemand kann
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das. Niemand der nicht selbst auch einen solchen Fluch hat kann nachempfinden
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was ich durchmachen muß."
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^Ich weiß was du meinst, Schweinebacke,^ dachte Ranma im Stillen. ^Ich weiß
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genau was du meinst.^
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=> Im Beschwörungsraum
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"Klinka ... Imra ... Myrion. Tin Qua!"
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Smaragd und Bernstein rissen ihre Hände nach oben, der magische Kreis
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leuchtete grell auf, das Tor ins Negaversum war geöffnet.
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"Du weißt wonach du suchen muß?" erinnerte Kobalt. "Keinen dummen Youma oder
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Daimon. Wir brauchen einen Dämon wie den von neulich."
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"Ich bin nicht dumm, weißt du!" giftete Smaragd zurück. "Schließlich war der
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Tattergreis so freundlich und hat mir gleich vier Mal erklärt wie ich so
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einen finden kann." Achat räusperte sich übertrieben und schenkte Smaragd
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einen bösen Blick, aber sie ging nicht darauf ein und konzentrierte sich
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weiter. Nach einer Weile sagte sie: "Ich glaube ich habe etwas gefunden.
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Es hat das gleiche Muster wie Gouki."
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"Worauf wartest du dann noch?"
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Smaragd setzte zu einer Antwort an, überlegte es sich dann aber anders und
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schwieg. Vorsichtig tasteten ihre magischen Fühler in der anderen Dimension
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bis sie ihre Beute fest im Griff hatte, dann holte sie Sie hinüber in diese
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Welt.
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Das Pentagramm des Kreises begann wie üblich heller zu strahlen. Alle traten
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neugierig näher, gespannt was sie diesmal bekommen würden, nur Jade nicht.
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Er spürte etwas. Der Hüne stellte sich wie zufällig neben Bernstein, griff
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mit seiner Hand über seine rechte Schulter und zog ein Schwert hinter seinem
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Rücken hervor. Es war eine lange Klinge, die ein normaler Mensch nicht mal
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mit beiden Händen hätte führen können, bei Jade wirkte sie wie ein Spielzeug.
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Die Symbole auf dem Boden verblaßten wieder, nur der Schirm des Kreises
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blieb zum Schutz aufrecht. Der Dämon erschien. Er hatte sehr dunkle Haut,
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rotes Haar das ihm wirr nach allen Seiten abstand und wie eine erstarrte
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Flamme wirkte, und war mit etwas bekleidet das früher einmal ein Karateanzug
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gewesen war, jedenfalls bevor er in die Hölle geschickt wurde.
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Bernstein wollte vortreten um den Dämon unter ihre Kontrolle zu bringen und
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seinen Widerstand zu brechen, aber Jade hielt sie zurück. "Nicht. Etwas ist
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anders an ihm."
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"Er ist ein Youma wie jeder andere auch," spottete Smaragd, "was soll an dem
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anders sein?"
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Achat hatte ebenfalls allen genau beobachtet und mischte sich ein: "Jade hat
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recht. Etwas IST anders an diesem hier." Er trat näher an den magischen
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Schutzwall heran. "Er ist viel stärker als Gouki."
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"Humbug. Und selbst wenn, Bernstein wird ihn schon einwickeln," sagte Kobalt
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schroff. "Los Bernstein."
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"Das ist nicht nötig," grollte eine tiefe Stimme. Alle sahen zum Dämon.
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Feuerhaar trat dicht an die Barriere heran wo Bernstein war. "Du brauchst
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mich nicht zu becircen. Was immer ihr auch vorhabt, ich helfe euch dabei."
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"Träum weiter," sagte Kobalt. "Bernstein, du weißt was du tun mußt."
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"Laß ihn erst ausreden," unterbrach Achat, "ich will hören was er uns zu
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sagen hat."
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"Du bist ein kluger Mann," tönte wieder die tiefe Stimme des Dämons. "Ich
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kann eure Entschlossenheit spüren. Ihr seid die, welche diese Welt neu
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formen wollen, nicht wahr?" Kobalt sog scharf die Luft ein, Feuerhaar sprach
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weiter: "Du brauchst nicht erstaunt zu sein, so etwas spricht sich bei uns
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schnell rum. Ich werde euch dabei helfen."
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"Und was verlangst du als Gegenleistung?" schaltete sich Smaragd ein.
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"Zuerst das ihr mich hier herauslaßt." Er deutete auf den magischen Schirm.
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"Und danach ... nun, die zweifelsohne folgenden Kämpfe sind mir Lohn genug.
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Kämpfen ist mein Leben." Er grinste und entblößte dabei eine Reihe gelber
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Zähne.
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Kobalt blickte die anderen einmal an. Bernstein zuckte mit den Schultern.
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Smaragd schüttelte ihr schwarzes Haar. Achat und Jade nickten.
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"Gut, du darfst mitmachen," sagte der alte Chinese. "Aber wehe du spielst
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falsch, du wirst nicht mehr dazu kommen es zu bereuen. Smaragd, laß den
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Schild fallen."
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Die angesprochene Magierin schmollte, tat aber wie geheißen. Der Dämon trat
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aus dem Kreis heraus und blickte alle mit flammenden Augen an. "Es ist mir
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eine Ehre euch zu treffen. Mein Name ist ... Akuma."
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=> Am Stadtrand von Tokio
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"So Ryoga, hier trennen sich unsere Wege. Ich geh jetzt nach Hause. Du kannst
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ja weiterwandern."
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Ryoga stand mit Tränen in den Augen da und starrte auf die Häuser. "Das ...
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das ist Tokio," stammelte er.
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"Natürlich ist das Tokio, ich hab dir doch gesagt das ich da hin will."
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"Ich wohne auch in Tokio ... in einem Stadtteil außerhalb davon ... in-"
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"-in Nerima, Yamaderastraße 310, ich weiß," beendete Ranma den Satz. "Was
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willst du sagen?"
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"Ich war seit Ewigkeiten nicht mehr daheim," sagte Ryoga mit Sehnsucht in der
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Stimme, ohne sich zu wundern woher Ranma seine Adresse kannte.
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Der Kampfsportler mit Pferdeschwanz - zu einem Zopf reiche die Länge noch
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nicht - dachte kurz darüber nach. ^Ich würde direkt bei mir zu Hause dran
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vorbeilaufen, Nerima liegt auf der gegenüberliegenden Seite.^ Er sah zu dem
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mit Heimweh erfüllten Ryoga. ^Andererseits, was soll´s? Ich hab ihn oft
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genug begleitet, da kommt es auf einmal mehr oder weniger auch nicht an.^
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Er griff den verlorenen Jungen bei der Hand und nickte in Richtig Stadt.
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"Alles klar, ich hab verstanden. Ich bring dich nach Hause. Wollte sowieso
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mal schauen wie es deinem Hund so geht."
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Fortsetzung folgt ...
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Anmerkungen des Autors:
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Nach einer sechsmonatigen Trainingsreise durch die Realität bin ich endlich
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wieder dazu gekommen an dieser Geschichte weiter zu arbeiten. Ich
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entschuldige mich bei allen die warten mußten. Und alle die jetzt beleidigt
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sind weil es Familie Tendo in dieser Welt nicht gibt: Wartet ab. Ich habe
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Akane noch eine ganz besondere Rolle zugedacht.
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