Fanfic: Angelo Inviato
Kapitel: Ala Bianca - Weiße Flügel
Angelo Inviato – Der gesandte Engel
-::The last Revelation::-
Ranma lief schweigend neben Hisui her. Er schaute sie leicht von der Seite an und schluckte.
Hisui starrte auf den Boden und stieß hier und da einen Seufzer aus. ~Arme Hisui…~dachte Ranma und schaute gerade aus. Plötzlich ertönte ein hysterisches, lautes, verrücktes Lachen in der klaren Luft und Ranma fasste sich an den Kopf. „Nicht noch die verrückte Kuh!“ meckerte er und drehte sich um. „Ranma Liebling!“ flötete eine näher kommende Stimme und ein rotes Gymnastikband wickelte sich um seinen Körper.
Hisui runzelte die Stirn und kratzte sich am Kopf. „Wer Isn das?“ fragte sie.
„Ähm…Eine Verlobte…?!“ Hisui gähnte laut und drehte sich um. „Aber mach nicht zu lange!“
Ranma starrte ihr nach. „aber…“
Da wurde er auch schon von „Miss Kodachi“ überrumpelt und stürzte hin. „MAN KODACHI! PASS DOCH GEFÄLLIGST AUF!“ Ranma wollte eigentlich nicht brüllen aber in dem Moment war es ihm egal. Er befreite sich von dem Band und hüpfte auf dem Zaun hinter Hisui her. Doch so schnell gab Kodachi Kuno nicht auf. Sie folgte Ranma schweigend und schwing unheilvoll ihr Band. ~Es wird ihm noch Leid tun, mich, Kodachi Kuno, so stehen gelassen zu haben…~grollte sie in Gedanken und schaute wieder auf die Straße zurück. Ranma war weg.
Kodachi blieb verdattert stehen und starrte auf die Straße. Dann stieß sie einen langen Schrei aus und schrie erbost: „RANMA SAOTOME! ICH KRIEGE DICH!“
Ranma hörte diesen Schrei, doch es kümmerte ihn wenig. Er suchte nach Hisui. Durch ihre Begegnung mit Kazuha war sie ziemlich verwirrt worden. Ranma nahm es ihr nicht übel. Gerade bog er in eine kleine Nebenstraße ein, als er Hisui auf einer Bank sitzen sah.
Ranma lächelte und ging langsam zu ihr hin. „Hey…“ sagte er leise.
Hisui blickte auf und ein schwaches Lächeln zeigte sich auf ihren Lippen. „Hey…“
„Du…Hisui?… Wie ist es, wenn man stirbt…?“
Hisui blickte ihn gedankenverloren an und legte ihre Stirn in Falten.
„Es war…warm… Du siehst überall Menschen, die dir winken und lachen…Sie machen Gesten, dass du zu ihnen kommen sollst… Und dann… kommen sie und umarmen dich. Ich konnte die irdische Welt nicht mehr sehen…Sie brachten mich zu einem schneeweißen Tor, dass so weiß war, dass es in den Augen wehtat. Als wenn du die Sonne anschauen willst.“
Sie schwieg. Ranma räusperte sich und sagte leise: „Wie lange kannst du noch bleiben?“
Hisui blickte zum Himmel. „Vier Tage!“
Ranma wippte mit dem Kopf und pfiff leise. „Willst du es ihr wirklich nicht sagen?“
Ranma blickte Hisui verdutzt an. „Also…ähm… Natürlich würde ich es ihr sagen…Irgendwann mal… Schließlich werden wir heiraten…“
Tendo Residenz, 12.24 Uhr
Hisui saß gelangweilt am Teich und beobachtete die Fische.
Ranma lag auf der Wiese und bräunte seine Haut.
Nichts war los und die Hitze flimmerte über der Stadt.
„Mir ist heißt…“ stöhnte Ranma und fächerte sich Luft zu. Hisui beachtete ihn nicht.
Plötzlich formte sich vor ihr eine kleine weiße leuchtende Kugel.
Hisui legte die Hände aneinander, sodass sich die Handkanten berührten und die Kugel flog sanft hinein. Wie gebannt starrte Hisui auf die Kugel.
Ranma wälzte sich auf den Bauch und starrte ebenfalls auf die Kugel. „Was’n das?“ fragte er verwirrt.
Hisui starrte auf die Kugel. „Es ist eine Art Botschafter!“ murmelte sie.
Plötzlich wurde sie von dem Hellen Licht eingesaugt und Ranma schrie auf.
Die Kugel flog in der Luft und strahlte ein immer heller werdendes Licht aus.
Dann wurde das Licht schwächer und schwächer. Langsam formte sich die Gestalt von Hisui.
Ranma starrte mit grausendem Blick immer noch auf die Kugel. Hisui lächelte.
„Na Ranma? Alles in Ordnung?“
Ranma stotterte: „Was hat sie dir denn gesagt?“
Hisui lächelte geheimnisvoll. „Darf ich nicht sagen!“
„Hm?“ Schön hörte man Fahrradklingeln und Akane rief: „Hallo! Bin wieder da!“
Ranma stand auf. „Ich geh was trinken!“ meinte er beiläufig und ging ins Haus.
Hisui lachte. +Wenn du meinst…+ dachte sie. Sekunden später hörte man Schreie. „Du Idiot! Das war meine einzige weiße Bluse! Jetzt sieh dir die Schweinerei an!“
„Das war doch nicht meine Schuld, du Machoweib!“ „Wie hast du mich genannt du Perverser!“
„Machoweib!! Du hast einen fetten Arsch und bist dumm wie Brot!“
Man konnte die harten Energien, die in den Worten lagen fast spüren. Hisui spielte mit ihrem Haar. „3…2…1“ sagte sie gelangweilt. Schon hörte man ein Klatschen und Ranma flog in einem hohen Boden in den Teich.
„Du Blödmann!“ schrie Akane ihm noch hinter her und stampfte wutentbrannt in ihr Zimmer.
Hisui hob einen Stock auf und fischte im Teich nach Ranma-chan.
„Alles in Ordnung?“
Ranma-chan antwortete nicht. +Dieses olle Machoweib…+ dachte sie nur und stieg aus dem Teich.
Am frühren Abend schockte der Rest der Familie Akane und Ranma mit einer Nachricht.
„WAS? Ihr wollt weg?“
Soun nickte feierlich. Genma, der in einem Streit mit Ranma im Teich gelandet war, hielt ein Schild hoch. [Dann könnt ihr euch ja näher kommen!]
Ranma kickte seinen Alten noch mal in den Teich. „DU mieser Typ!“ giftete er. „Mit dem Machoweib?“
Das hätte er besser nicht sagen sollen. Schon landete der Tisch auf seinem Kopf. „wer ist hier ein Machoweib?“ fauchte Akane und Ranma lag 15 Minuten in tiefster Narkose.
„Ouch!“ Ranma rieb sich die Beule. Hisui saß auf dem kleinen Tisch und wippte hin und her. „Na aufgewacht?“ fragte sie. „Lass die dummen Scherze!“ meckerte Ranma.
Kasumi kam aus der Küche. „Ah Ranma. Aufgewacht?“
Ranma grummelte etwas. „Wir gehen gleich! Ich überlasse euch die Verantwortung für das Haus, okay?“
Ranma nickte. „Gut! Wir gehen dann jetzt!“
Kasumi lächelte und schon kamen Genma und Soun und Nabiki die Treppe hinunter.
Als sie weg waren, schaltete Ranma den Fernseher an.
Leise tappte Akane die Treppe hinunter und setzte sich still neben ihn. Plötzlich fing sie an zu reden. „Tut mir Leid wegen eben! Ich wollte nicht so feste zuhauen!“
Ranma winkte mit der Hand ab. „Schon gut…“
Dann war das Gespräch beendet, Schweigend sahen sie den Film an.
Dann, kurz vor 9 Uhr passierte es. Der Fernseher flackerte. Im ganzen Haus gingen die Lichter aus. Es war stockdunkle. Akane ging in den Garten und rief:
„He, ich ganzen Block ist kein Strom!“
Ranma seufzte. „So hab ich mir den Abend anders vorgestellt!“
Akane ging in die Küche und besorgte Kerzen und ein Feuerzeug.
Dann stellte sie die Kerzen im Haus auf.
Ranma war im Keller und versuchte den Sicherungskasten zu finden.
+Wo ist das Scheißding denn…?+ fragte er sich und sah sich um. Nichts als Dunkelheit und Schwärze.
Er stolperte über etwas und fiel der Länge nach hin. „Aua…“ meckerte er sofort los und stand wieder auf. Dann gab er die Suche auf und stieg mit schmerzendem Kinn die Kellertreppe hoch.
Akane saß schon am Tisch und wartete. „Wir können ja was spielen!“ schlug sie vor.
Ranma überlegte. „Kommt drauf an was!“ meinte er.
„Ähm…“ Akane wusste kein Spiel. „Ich hab ne viel Bessere Idee!“ schlug Ranma vor. „Wir erzählen Gruselgeschichten!“
Akane trommelte mit den Fingern auf den Tisch. „Meinst du wirklich?“ fragte sie unsicher. „Klar! Außer du hast…ANGST!“
Ranma lacht. Akane hatte ziemliches Herzklopfen als sie sich drauf einließ.
„Oke. Aber du fängst an, Ranma!“
Ranma nickte. Das Kerzenlicht reichte bei weitem nicht richtig durch das Zimmer und verlieh der Geschichte einen unheimlichen Eindruck.
„Also…Ich erzähle von der Freundin, der Schwester, der Cousine von dem Großvater meines Freundes…“ fing er an.
„Die Freundin der Schwester war noch ziemlich jung, als das passiert ist, fünfzehn oder sechzehn. Das muss in den Sechzigern, Siebzigern gewesen sein., als die Frauen noch Riesenfrisuren trugen, sooo hoch…“ Ranma machte mit beiden Händen eine ausholende Geste. „Du weißt doch, damals hatte man sich die Haare auftoupiert wie Türme, zwanzig, dreißig Zentimeter hoch. Das Mädchen, um das es in der Geschichte geht, hatte eine noch höhere Frisur als alle anderen. An ihrer Schule war sie so etwas wie eine Schönheitskönigin!“
Hisui hörte ebenfalls zu und lachte. „Wie Akane!“ warf sie ein. Ranma blickte Hisui an grinste. Ranma nutzte Hisuis Einwurf. „Es war genauso Blau wie deines, Akane, nur eben viel länger, sodass sie es zu einem Turm von gut vierzig Zentimetern Höhe hochfriemeln konnte, Jeden Morgen ging eine ganze Dose Haarspray drauf , nur um dem Ding auf ihrem Kopf einigermaßen Halt zu geben, „Ganz schön bekloppt!“ kommentierte Akane. Ranma nickte. „Nachts, im Bett, schlief sie meist im Sitzen und stülpte sich dabei einen großen Karton über den Kopf, damit die Frisur nicht kaputt ging. Und bei Duschen setzte sie die größte Duschhaube auf, die ihr euch vorstellen könnt. „Abgesehen von der Frisur, was ist an der Geschichte so gruselig?“ fragte Akane. „Eines Tages machte das Mädchen einen Spaziergang!“ fuhr Ranma fort, ohne auf Akane zu achten. „Es war ein Sommertag, die Sonne schein und überall wimmelte es von Picnikern. Alles war ganz normal und ungefährlich. Das Mädchen ging also stolz mit dieser Monsterfrisur spazieren und dabei musste es sich ständig bücken , weil die Zweige der Bäume so tief hingen. Einmal gab sie nicht Acht und streifte mit den Haaren einen Ast mit Spinnenetz. Das Mädchen ging weiter ohne etwas zu bemerken. Es spürte nicht, wie die Spinne ihr über das Haar krabbelte und einen Einstieg ins Innere des Haarturms fand. Es ahnte auch nichts von dem fetten weißen Kokon, den die Spinne mit sich herum trug!“
„Bähh!“ kommentierte Akane und verzog das Gesicht.
„Einige Wochen vergingen. Das