Fanfic: Finde mich nicht
Kapitel: Familienglück
Sie kauerte ihren zitternden Körper in die Ecke des kleinen Zimmers, ihr Bild fest umklammernd mit zitternden Händen. Alyes Augen waren fest zusammengepresst, gleich ihren Lippen, während sie versuchte ihren Körper immer tiefer in die Ecke zu graben, in der Hoffnung er würde dort verschwinden. Doch es war sinnlos und so pochte die Angst unaufhörlich in jeder Ader ihres Körpers weiter, während Tränen ihre Wangen hinunterflossen um in ihrem weißen Sonntagskleid zu verenden und dieses mit einer salzigen Flüssigkeit zu tränken. „Mama!“
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„Es ist ein Mädchen! Ein Mädchen, habt ihr gehört?“ Freudestrahlend rannte Maquel durch die gesamte Villa. Jedes Dienstmädchen, jeder Angestellte, alle, ja, alle sollten es erfahren. Maquel lachte, sein Gesicht strahlte und er rannte immer noch, wie von einer Biene gestochen umher und verbreitete die freudige Nachricht. „Wir haben ein Mädchen bekommen. Ein wunderschönes, gesundes Mädchen!“ „Ich gratuliere, Sir!““ James, der treue Butler der Familie de Lagme, kam aus dem Nebenzimmer auf den herumschreienden Maquel zu und versuchte aus tiefstem Herzen zu lächeln, was einer derart ernsten Person wie ihm mehr als nur schwer viel. James war ein sehr dünner, bereits etwas älterer und doch sehr liebenswürdiger Freund der Familie de Lagme. „Danke, James! Ich weiß gar nicht wie ich meine Freude ausdrücken soll…sie erdrückt mich beinahe!“ Aufgeregt sprang Maquel von einem Bein aufs andere, zu aufgeregt länger als fünf Sekunden an einem Fleck stehen zu bleiben. „Haben sie denn bereits einen Namen für das neue Mitglied der Familie de Lagme gefunden, Sir?“ „Ja!“, plötzlich blieb Maquel ganz ruhig stehen. „Ja, Salya und ich haben bereits einen Namen für sie gefunden. Wir werden sie Alye nennen. Ist das nicht ein wunderschöner Name?“ Seine Augen strahlten vor Liebe, während er das sagte. „Gewiss, Sir! Ein überaus schöner Name!“ „Ach James. Ich kann nicht verstehen, wie du so ruhig bleiben kannst! So freu dich doch. Siehst du denn nicht, wie hell die Sonne an diesem Morgen strahlt? Und an diesem wunderschönen Tag wurde das einzigartigste Geschöpf der Welt geboren: Mein Kind. Ach, James! Die ganze Welt soll lachen und jauchzen!“ „Gewiss, Sir!“ Fröhlich singend verließ Maquel James, der ebenfalls wieder seinen Arbeiten nachging, und eilte zu seiner Frau und zu seinem kleinen Sonnenschein zurück.
„Man konnte dich durchs gesamte Anwesen hören, wenn nicht sogar darüber hinaus!“, Salya schmunzelte. Verlegen fuhr Maquel sich durch sein lockiges, braunes Haar. „Naja, ich freu mich doch so über meinen kleinen Sonnenschein!“ Liebevoll lächelte er das kleine Geschöpf in Salyas Armen an. „Sir!“ James war eingetreten. „Wie wäre es mit einem Foto für die Nachwelt, Sir?“ „Eine fantastische Idee, James.“ Maquel nahm die Kamera an sich. „Schau mal, Alye. Papa macht jetzt ein Foto von dir und Mama! Sag cheese!“
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