Fanfic: Etre et Avoir III+IV
Kapitel: Rest
„Wollen wir nicht langsam ins Bett gehen?“ murmelte Ukyo müde.
Akane und Ranma duellierten sich gerade mit Duellcards (*gg*).
„Nein!“ riefen sie beiden wie aus einem Mund und spielten weiter.
„Gib auf, Ranma. Ich gewinne!“ “Niemals verliere ich gegen dich!” rief Ranma und spielte eine Karte im Verteidigungsmodus aus.
Ukyo gähnte laut.
Akane spielte einen Trumpf aus und entzog Ranma seine letzten Lebenspunkte. „Gewonnen!“ jubelte sie. Ranma trauerte seiner verlorenen Partie nach und gab resigniert auf.
„So, jetzt darfst du mich küssen…“ grinste er.
Akane holte Luft. „ach ne, lass mal!“ murmelte sie.
„Hä?“ fragte Ranma.
Ukyo wurde wacher.
„Du lässt ihn wirklich hängen?“ fragte sie. Akane antwortete nicht. „Aber Ranma hat sich doch so gefreut…“ rief Ukyo tragisch aus. “Gefreut? Ich?” sprang Ranma auf und wollte sich auf Ukyo stürzen.
Akane gab nach. „Na gut, Komm her!“
Ranma wurde rot und setzte sich.
Akane robbte auf den Knien zu Ranma und drückte ihm einen Kuss auf den Mund. „Ich bin jetzt sowieso zu müde zum diskutieren…“ murmelte sie und ihr fielen die Augen zu.
Ranma starrte Akane verblüfft an. +Dieses Mädel verwirrt mich immer mehr…+ dachte er. +einfach auf den Mund…+
Ukyo lächelte leicht. “Komm, wir pennen auch noch ne Runde…”
Ranma nickte, bettete Akane’s Kopf vorsichtig auf ein Kissen und legte sich neben sie.
„Was solls…“ waren seine letzten Gedanken, bevor er einschlief.
Früher Morgen…Tendo-Residenz…
Akane wachte auf. Wie lange hatte sie geschlafen?
Sie gähnte und machte ein Auge auf.
„Urgh…“ entfuhr es ihr und sie machte beide Augen auf.
Ranma lag neben ihr. Ziemlich nahe…zu nahe…
Ein Arm lag auf ihrer Seite.
Ukyo schlief auf der anderen Seite. Nichts rührte sich, Leise pfiffen die Vögel ihre Melodie.
Akane hob sachte den Arm herunter und lächelte. „Ich muss wohl Brötchen holen gehen…“ flüsterte sie und stand auf.
Langsam schlich sie hoch in ihr Zimmer und zog sich um.
Als sie auf der Treppe war, fiel ihr das Portemonnaie aus der Hand und die Geldstücke landeten laut klirrend auf dem Boden. Das weckte die beiden natürlich. Von Kasumi, Nabiki, Soun und Genma keine Spur.
Akane presste die Lippen aufeinander und seufzte.
Ranma trottete herein und rieb sich die Augen. „Du Trampel!“ gähnte er und fing an, die Geldstücke einzusammeln.
Ukyo stand hinter ihm. „Wo solls denn hingehen?“
Akane lächelte. „Ich geh Brötchen holen…“
Ukyo nickte. “Oke. Ih decke den Tisch!”
Ranma gab Akane ihr Portemonnaie zurück.
„Trödel aber nicht so…“ murmelte er.
Akane nickte. „Keine Sorge…Ich komm doch immer wieder…“
Ukyo verzog sich in die Küche. Akane wandte sich noch mal an Ranma. „Es ist zwar…sehr ungünstig und unhöflich… aber ich muss dir etwas…sagen…“ Sie blickte ihm in die Augen. „Mein Kuss gestern…kam aus tiefem Herzen…ich wollte nur, dass du das weißt!“
Ranma sah sie an. Dann umarmte er sie. “So ein Mädchen wie dich…kann man einfach nur lieben…“ flüsterte er. Akane traten Tränen in die Augen. „Ich liebe dich…“ wisperte sie sanft in sein Ohr und drückte ihn fest an sich.
Ranma lächelte. „Ich dich doch auch…“
Voller Glück lief Akane auf die freie Straße und rannte den Weg hinab. Der Bäcker war nicht weit. (essen die in japan brötchen?)
Ukyo lehnte in der Küche. „Hat sie es dir gesagt?“ fragte sie Ranma, als er hereinkam.
Ranma nickte glücklich. Ukyo lächelte. “Das ist…schön…” murmelte sie.
„Hm?“ fragte Ranma.
Ukyo stieß sich ab. “Ich will nur das beste für meine…FREUNDIN!” rief sie und lachte. „So eine super Freundin hat man nicht alle Tage!“
Ranma verstand nicht. „Akane ist freundlich, hilfsbereit und super cool! Wieso ist mir das nie früher aufgefallen?” Ranma zuckte die Achseln. “Weil du sie nicht so sehen wolltest…” murmelte er.
Plötzlich stand er kerzengerade. Auch Ukyo.
„Hast du das auch gespürt?“ fragte er. Ukyo nickte. „Yo.”
“Auf gehts…” sagte Ranma und machte auf dem Absatz kehrt.
Akane lief durch die Straße und summte eine Melodie.
Plötzlich spürte sie einen eiskalten Blick im Nacken. Sie blieb stehen und drehte sich um.
Es waren viele Leute auf der Straße, aber niemand beachtete Akane.
+Komisch…+ dachte Akane und drehte sich um. Wider erwarten stand Shampoo vor ihr und lächelte kalt. Auch sie hatte eine Einladung in der Hand. „Das sein wahr?“ fragte sie mit ihrem Akzent. Akane starrte auf die Karte und wurde rot.
„Äh…also…na ja…ähm…“ stotterte sie und spielte mit ihren Fingern. „Also wahr?“ fragte Shampoo kurz und knackte mit ihren Fingern. „Ich hasse dich!“ fauchte sie und wollte sich auf Akane stürzen. „Dich und deine hässliche Visage!“
Akane ließ ihren Einkaufskorb fallen.
Leise hallte der Aufprall wieder. Jeder ging den beiden Kämpfenden aus dem Weg.
Shampoo packte Akane an den Haaren und sprang mit ihr über die Dächer Nerimas davon. „Auauauauauaua!“ weinte Akane vor Schmerz und Wut. „Lass mich los…Lass los!”
An einer kleinen Wiese machte Shampoo halt und ließ Akane los. „Wir wollen ja nicht, dass jemand verletzt wird…“ lachte sie und stellte sich in Position. In ihrem Kleid war kämpfen unmöglich. Das wusste Akane. Kurzerhand zerriss sie es in einen kurzen Rock und riss der Bluse den Ärmel ab. „Ich bin bereit!“ rief sie und stellte sich ebenfalls in Position.
Den Anfang machte Shampoo mit einem Beinzieher. Akane stürzte und wandelte ihren Sturz geschickt in einen Tritt um. Bald lag auch Shampoo und nach kurzen Atem holen ging es weiter. Akane war weitaus schwächer, aber sie gab nicht auf
Blut rann ihr über das Kinn und den Hals. Schwächer wurden ihre Schläge. Shampoo nutzte dies und schlug Akane in den Magen. Akane röchelte und sank zu Boden.
+Warum muss alles so enden…+ dachte sie. „Halte aus, teure Feindin. Was ich dir nahm wirst du nie zurückbekommen.” Flüsterte sie.
Shampoo hielt inne. „Und ob ich das werde…“ schrie Shampoo. Tränen liefen ihr die Wangen hinab. „Unser Schicksal war vorherbestimmt…“ flüsterte Akane weiter. Sie bekam kaum noch Luft. Plötzlich erschienen Ranma und Ukyo. „Akane!“ schrie Ranma und hechtete auf sie zu.
Shampoo wich zurück. “Mein Schicksal war vorherbestimmt…Und nun führe zu ende, was du begonnen.“
Shampoo zitterte. Ranma sah sie an. Seine Miene war traurig. +Was hast du getan…+ Shampoo drehte sich um und presste die Hände auf die Ohren. „Sieh mich nicht an!“ schrie sie. Akane wurde von einem Krampf geschüttelt.
„Mit mir geht es zu ende…“ murmelte sie. „Nein! Akane!“
Ranma schüttelte sie. “Ich bring dich ins Krankenhaus!”
Ukyo starrte sprachlos auf Shampoo. Tränen standen ihr in den Augen. „Du…Du…“ Sie stockte. Dann verließ sie ihre Kraft. “Wie konntest du nur…”
Ranma hob Akane sachte hoch. “ Du musst doch das Dôjô führen…und deinem Vater helfen…und…“
Akane schüttelte den Kopf. „Wieso seid ihr hier?“ fragte sie dann.
„Wir haben die Leute in der Straße gefragt, ob sie dich gesehen hätten. Sie meinten, du wärst mit einer komisch aussehenden Frau zusammen. Wir wussten sofort dass es Shampoo sein musste und sind in die Richtung gerannt, die der Mann uns gezeigt hatte…ab da war es nicht mehr schwer…“
Akane nickte. Sie verzog das Gesicht vor Schmerz und stöhnte. Ranma rannte mit ihr zurück in die Stadt. „Du musst sofort ins Krankenhaus…“ beharrte er und brachte sie auch schnurstracks dorthin. Wie zufällig trafen sie auf dem Weg Soun, Genma, Kasumi und Nabiki.
„Oh mein Gott…Ranma…Was ist passiert?“ rief Soun entgeistert und sah auf die verblutenden Akane.
„Ein Kampf…Unfall…“ murmelte er und lief weiter. Natürlich erstmal alle hinterher. Ukyo saß bei Shampoo. „Wieso…? Wieso…“
Shampoo zuckte die Schultern. „Ich weiß es nicht…Ich war so wütend weil ich das gelesen hatte und ich sah gerade Akane. Ich…hab einfach die Kontrolle verloren.“
Ukyo presste die Lippen aufeinander. „Akane darf nicht sterben…“ flüsterte sie und Tränen liefen ihr die Wangen hinab. „Sie ist das einzige, was Ranma wirklich und von ganzem Herzen liebt…“
Shampoo schluchzte. „Es ist alles meine Schuld…“ weinte sie und vergrub ihr Gesicht in ihren Händen.
+Ein Arzt…ein Arzt+ dachte Ranma panisch. +Dr. Tofu!+
dachte er dann und sprintete los.
Akane wurde kälter. Ihre Lippen zitterten. “Warte! Gleich haben wire s geschafft!” murmelte Ranma. Akane schüttelte den Kopf. „Nein! Halt an! Ich schaff das nie…”
Sie spuckte rotten Schleim aus. “Ich glaube, eine meiner Herzkmmern ist getroffen worden…” Sie packen sich an den Hals und röchelte. „Es tut so weh…“ flüsterte sie dann.
Ranma legte sie vorsichtig ab und blickte sich um. Sie waren im Park gelandet. Neugierig guckten einige, aber niemand kümmerte sich. +Wieso hilft denn niemand…wieso?+
Ranma war fast am verzweifeln.
Akane lächelte ihn an. „Ich…hatte noch nie die Gelegenheit…dich richtig…zu küssen…“ murmelte sie.
Ranma sah sie mit großen Augen an.
„Ich glaube, so etwas nennt man Vorbestimmung…ich sterbe jetzt…aber…wenn…will ich dich…ein letztes Mal noch…küssen…!“
Sie lächelte mit ihren sanften braunen Rehaugen und ihren purpurnen Lippen.
Ranma nickte. „Oke…“ flüsterte er.
Dann beugte sich Ranma über Akane. Akane schloss die Augen.
Langsam berührten seine Lippen die ihren.
Als er sich wieder aufrichtete sah er Akane erwartungsvoll an.
„Akane?“ fragte er dann. „Akane?“
Vorsichtig berührte er ihre Wange. Sie war kalt wie Stein. „AKANE!!“
Akane war tot. Sie lag mit einem Lächeln auf den Lippen im Gras und schien als würde sie in ewiger Ruhe schlafen und niemand hätte sie gar wecken