Fanfic: SPEED
Kapitel: Die Flucht
Naja, die Idee kam mir, als ich mir letztens “Speed“ angesehen hab. Hab einfach mal versucht, das irgendwie umzusetzen. Lest einfach mal… viel Spaß!
Speed
1 – Die Flucht
Mit verengten Augen betrachtete Kagome wie Inu Yasha gerade einen Youkai bekämpfte. Der Dämon war stark, keine Frage. Aber langsam zeigte es sich doch, dass Inu Yasha dem Youkai unterlegen war. Mit einem Tentakel schlug der Dämon nach ihm und schleuderte ihn von sich auf die Erde. Meter weit schlitterte Inu Yasha auf dem Boden noch weiter. Ein, zwei Meter vor der anderen blieb er reglos liegen.
„Inu Yasha!“
Miroku, der die ohnmächtige Sango auf dem Arm trug, sah den Halbdämon kurz nachdenklich an, dann blickte er wieder auf den näher kommenden Dämon.
„Was wollen wir tun? Was sollen wir tun?“ Shippo kreischte panisch vor sich her, hielt sich den Kopf und lief immer wieder im Kreis.
„Sterben?“, kam es auf einmal von Kagome, die sie etwas geschwächte Kirara auf dem Arm hatte. Sie war immer noch die Ruhe in Person.
„Red keinen Blödsinn!“, schnaufte Inu Yasha und stand schwerfällig wieder auf, „Da hab ich Shippo ja mal optimistischer erlebt.“ Und das stimmte sogar. Seit geraumer Zeit drehte Kagome immer wieder durch, wenn sie glaubten, dass sie nicht mehr lebend aus der Sache raus kamen. Und das war eigentlich ziemlich oft.
„Und was schlägst du vor?“, fragte sie ruhig.
„ … “
„Großartig! Dan sterben wir also doch!“, scherzte Kagome.
„Baka! Ich werde weiter kämpfen!“, schrie Inu Yasha sie an.
„Vergiss es, Inu Yasha!“, mischte sich Miroku in das Wortgefecht der beiden ein, „Du bist noch angeschlagen vom letzten Kampf und so schaffst du es gegen den Dämon nicht!“
„KÖNNTET IHR EUCH ENDLICH MAL ENTSCHEIDEN?! DER YOUKAI IST GLEICH HIER!!!“ Shippos hysterische Stimme machte ihnen wieder den Ernst der Lage bewusst.
„Hat jemand Vorschläge?“
„Ich hab einen.“, antwortete Kagome immer noch gelassen.
„WELCHEN DENN? LOS! SAG!“
Der Youkai war inzwischen fast da und holte mit einem seiner Tentakel aus.
„FLIEHEN!!“ Mit einem Ruck hatte sie sich umgedreht und preschte davon.
„Gute Idee“, kam es noch von Miroku, bevor er, immer noch mit Sango auf dem Arm, hinter Kagome her rannte. Shippo und Inu Yasha setzten sich nun auch in Bewegung.
Der Tentakel des Youkais kam mit voller Wucht auf dem Boden auf. Die Erde fing heftig an zu beben und parallel zu den Fliehenden entstand ein riesiger Riss.
Auf einmal blieb Kagome schlitternd stehen. Der Riss, den der Youkai entfacht hatte, hatte sie überholt und ihnen den Weg abgeschnitten. Vor ihnen klaffte ein riesiger Abgrund.
Miroku sah es nicht, da er gerade nach hinten guckte und prallte gegen Kagome. Sie konnten nur noch so gerade das Gleichgewicht halten.
„Ah, Kagome was ist los?“, fragte er.
Sie zeigte nach unten.
„Oh...!“
„INU YASHA! DIE SCHLUCHT!!!“, kreischte Shippo hysterisch, der sich an Inu Yashas Suikan festgeklammert hatte.
Inu Yasha musste den nach ihm schlagenden Tentakel ausweichen, schaffte es aber dennoch, Shippo schreiend zu antworten. „ICH HABS GESEHEN! ICH BIN DOCH NICHT BLIND!“ Anstatt Miroku hinten drauf zu knallen, kam er hinter Miroku auf dem Boden auf.
„Kirara!“
Kaum hatte Kagome den Ruf zu Ende ausgesprochen, da verwandelte sich die kleine Dämonenkatze in einem Riesigen Feuerball in ihre ursprüngliche Größe. Hastig stiegen alle auf und sofort setzte sich die Dämonenkatze in Bewegung. Sie flogen über die weite Schlucht weg, doch als sie zurückschauten, erkannten sie, dass der Dämon den Abgrund mit einem mächtigen Satz übersprungen hatte.
„Toll. Und was machen wir jetzt?“, fragte Kagome ruhig, „Den Youkai abhängen geht nicht und Inu Yasha kann ihn auch nicht besiegen.
„Das heißt eigentlich: das ihr mich nicht gelassen habt. Ich wäre schon noch mit ihm fertig geworden!“, gab der Halbdämon zum Besten.
„Ach“, machte Kagome streitlustig, „Seit wann lässt du dir von uns etwas sagen?“
Er wollte schon antworten, als Miroku, der vorne auf Kirara saß, sich zu ihnen umdrehte und Inu Yasha das Wort abschnitt: „Leute, hört auf zu streiten! Dadurch kriegen wir das Problem auch nicht gelöst!“
Inu Yasha sah ein, dass Miroku, wohl oder übel, Recht hatte und verkniff sich eine Bemerkung. So flogen sie erst mal weiter. Jeder überlegte wie dem Dämon entkommen konnten, ohne dabei draufzugehen.
2 – Das Schwarze Loch
„Leute, wir sollten uns langsam mal was einfallen lassen. Kirara war noch vom Kämpfen geschwächt, lange hält sie das Fliegen auch nicht mehr durch.“, meinte Miroku nach einer ganzen Weile.
„Landen können wir jedenfalls nicht. Der Youkai ist immer noch hinter uns.“
„Chikuso!“
„Also doch sterben, oder was?“, fragte Kagome.
„HÖR AUF MIT DEM QUATSCH! DU MACHST MICH NOCH WAHNSINNIG!!!“, schrie der Hanyou sie an.
„ACH JA?!“, kam es von Kagome, mindestens genauso laut, zurück, „UND DU MACHST MICH EINFACH KRANK!!!!“
„Hey, Leu- “, fing wieder Miroku an, wurde aber unterbrochen:
„HALT DU DICH DA RAUS!!!“ Diesmal schrieen beide zusammen Miroku an.
Wütend verschränkte er Arme und murmelte zu Shippo, „Wenn sich jemand raushalten soll, dann sind sie sich immer einig!“ Shippo nickte zustimmend.
„Das hab ich gehört!“
„Was ist das denn?!“, schrie Shippo auf einmal und hielt die anderen vom weiter streiten ab.
Alle wandten die Köpfe nach vorne, wo plötzlich ein schwarzer Fleck am Himmel aufgetaucht war. Auch wurde es zunehmend windiger. Miroku runzelte die Stirn. Er hatte eine Vermutung. Er blickte nach unten. Dort war eine weite Ebene. Nichts stand dort. Er schluckte.
„Was hast du Miroku?“
„Ich glaube, dass da vorne ist ein schwarzes Loch.“, antwortete er.
„So wie in deiner Hand?“, fragte der Kitsune und sah Miroku an.
„Viel mächtiger.“
„Und jetzt?“, Shippo wurde blass, fing an zu wimmern. Der Wind wurde immer heftiger.
„Ich weiß es nicht. Nach hinten können wir nicht mehr und Kirara ist zu schwach, um jetzt noch dem Sog zu entkommen“
„NANI??!!!“, kam es von seinen Freunden.
Und dann wurden sie von dem Schwarzen Loch eingezogen.
Von einem pechschwarzen Strudel wurden sie in Empfang genommen. Wild wirbelten sie durcheinander. Es gab nirgends etwas, woran man sich hätte festhalten können. Der Sog zerrte so heftig an ihnen, dass sie glaubten, es würde sie zerreißen. Sie schrieen wild durcheinander. Miroku presste Sango fest an seinen Körper, da sie immer noch bewusstlos war. Shippo kreischte wild und klammerte sich an Kagome fest. Kirara hatte sich geschwächt wieder zurück verwandelt. Kagome hatte sie in dem tödlichen Strudel noch zu fassen bekommen und hielt sie fest.
Ihr Kreischen wurde auf einmal durch ein lautes Dröhnen unterbrochen, der sich später als einen Schrei von dem Dämon herausstellte. Er befand sich jetzt ebenfalls auch in dem schwarzen Loch.
Und dann wurde das Zerreißen und Zerren so stark, dass sie alle das Bewusstsein verloren. Es wurde noch schwärzer, als es ohnehin schon war.
3 – Ankunft
Eine kühle Brise kam auf. Inu Yasha lag auf dem Rücken, alle viere von sich gestreckt und seine Nase nahm gerade einen köstlichen Geruch wahr. Es roch so verdammt gut nach Rahmen. Er träumte davon, dass Kagome allein für ihn hunderte von Portionen Rahmen gekocht hatte. Und sie ihm immer wieder eine neue Schüssel vor die Nase stellte. In seinem Traum war sie allerdings nur noch mit Unterwäsche bekleidet (Also wirklich! Spanner!).
Doch dann durchfuhr ihn plötzlich auf seinem Gesicht ein höllischer Schmerz. Die halbnackte Kagome und die Schüsseln mit Rahmen verschwanden spurlos. Notgedrungen öffnete er jetzt die Augen. Miroku, Kagome und Shippo beugten sich über ihn und schauten ihn besorgt an. Sango war wohl immer noch bewusstlos. Als er Kagomes erhobene Hand erblickte, begriff er, dass sie ihm eine Ohrfeige verpasst hatte.
„Nani?“, murmelte er desorientiert.
„Puh. Ich hab schon gedacht, du wärst tot.“, gab Shippo von sich.
Inu Yasha ignorierte ihn. Stöhnend richtete er sich wieder auf. Den Geruch von Rahmen hatte er aber immer noch in der Nase. „Wo sind wir?“, fragte er.
„Wissen wir nicht.“
„Und wieso riecht es hier, verdammt noch mal, nach Rahmen?!“
„Das ist mal wieder typisch!“, sauer verschränkte Kagome die Arme. „Wir wissen nicht wo wir sind und der Herr Halbdämon denkt nur an Essen!“, schrie sie los, stutzte dann aber, „Moment…hast du wirklich Rahmen gesagt?“
Inu Yasha begriff Kagomes Sinneswandel nicht. „Ja, wieso?“
Ohne ein weiteres Wort rannte Kagome zu ihrem Rucksack, der einige Meter von ihnen entfernt lag. Sie kramte darin ein bisschen und holte ein Fernglas heraus. Mit dem Fernglas vor den Augen blickte sie sich um.
„JUHUUUUU!!“
„Was ist denn mit Kagome los?“, fragte Shippo, mehr zu sich, als zu seinen Freunden.
„Das müsstest du doch inzwischen kennen, immer wenn wir kurz vor dem Abkratzen sind, dreht sie völlig durch.“, meinte Inu Yasha.
„Oder Kagome hat doch Recht und du hat sie wirklich krank gemacht!“, überlegte Shippo laut. Als Antwort bekam er allerdings nur eine Kopfnuss von dem besagten Hanyou.
Kagome hatte sich mittlerweile wieder ihren Rucksack geschnappt, ihn geschultert und hob noch die bewusstlose Kirara auf, bevor sie zu ihren Freunden rannte und auf der Stelle her trippelte. „Worauf wartet ihr denn noch?“, fragte sie sie ungeduldig.
„Würdest du uns freundlicherweise erklären, warum du hier wie ein aufgescheuchtes Huhn herum läufst?“, brummte Inu Yasha.
„Osuwari!“
BUMM!
„Wofür war denn das schon wieder, du blödes Weib?“, schimpfte er sie an.
„Das weißt du selber“, antwortete sie wütend, „Du hast gesagt, hier riecht es nach Rahmen, da ich aber ganz bestimmt keine Rahmen gekocht habe und keiner im Mittelalter sonst noch Rahmen kochen kann, müssen wir uns