Fanfic: Ai no yume
Kapitel: Na, das kann ja was werden!
"Natsumi!", Eine junge Frau stieß eine Tür auf. In dem Zimmer, zu dem die Tür gehörte, saß ein etwa 16-jähriges, braunhaariges Mädchen und las in einem Manga. Die junge Frau trat auf das Mädchen zu, nahm ihr dem Manga weg und das Mädchen, was wohl Natsumi hieß, sah auf. "O-nee-san!", Beschwerte sie sich, "gib wieder her, Aya!" "Nein, Natsumi, ich hab dir vor den Ferien was gesagt. Erinnerst du dich noch?", Wollte Aya wissen. "Ja", seufzte Natsumi und zitierte: "Du sollst nicht die ganzen Ferien bei deinen Manga verbringen, Natsumi!" "Ganz genau!", Aya strahlte, "und aus diesem Grund werden wir beide mit dreizehn anderen Leuten am Freitag zu einer Drei-Wochen-Tour aufbrechen!" "Und wohin?", Wollte Natsumi wissen. "Das wird schön romantisch werden, Natsu-chan! In ein Haus im Wald!" "Oh Gott!", Erntete Aya von ihrer Schwester, "Ich bleib hier!" "Nein, du kommst mit und basta! Seit wir allein sind und Ma und Paps im Ausland, muss ich auf dich aufpassen und kann dich keine drei Wochen hier lassen!", Damit war für Aya das Gespräch beendet und sie verließ Natsumis Zimmer. "Die hat doch einen an der Klatsch!", Regte das Mädchen sich innerlich auf, doch Natsumi wusste nur zu gut, dass sie jetzt von Aya kein Entgegenkommen erwarten konnte. Dafür kannte sie ihre 20-jährige Schwester zu gut.
Ein schwarzhaariger, junger Mann trat in das Wohnzimmer, wo ein ebenfalls schwarzhaariges Mädchen auf einer Leiter stand und Fenster putzte. "Mika?", Fragte er. Das Mädchen, das er mit Mika angesprochen hatte, zuckte zusammen und wäre fast von der Leiter gefallen. Sie konnte sich gerade noch rechtzeitig halten und wandte sich dann um. "Hallo, Yuhi-kun!", Sagte sie, "wieso bist du hier? Müsstest du nicht in Osaka sein?" Der Angesprochene schüttelte den Kopf und sagte: "Am Freitag fahren wir weg, Mika. Für drei Wochen!" "Aha!" "In ein Haus im Wald!" Jetzt fiel Mika wirklich von der Leiter. Sie saß auf dem Boden und starrten den Bruder an. "Bist du irre? Ich bin 16 Jahre alt! Ich fahre nicht mehr in ein Haus im Wald!", Rief sie. "Doch, tust du! Und zwar am Freitag!" "Aber Yuhi!", Mika versuchte es auf die liebe Tour, "wer soll sich um die Wohnung kümmern? Die verschimmelt doch über drei Wochen!" "Du scheinst zu vergessen, das Ma und Pa eine Putzfrau eingestellt haben. Seitdem du hier alles sauber machst, hat die arme Frau Kuruma überhaupt nichts mehr zu tun!" Mika merkte, dass alles Diskutieren keinen Sinn machte und gab sich geschlagen.
"Paps! Was zum Teufel ist das?", Rief eine Mädchenstimme durch die Wohnung. "Wo bist du, Ai?", Kam eine männliche Stimme zurück. "Was soll der Scheiß? Wer hat gesagt, dass wir am Freitag weg fahren? Und dann noch in ein Häuschen im Wald!", Kam jetzt noch eine Jungenstimme hinzu. Ein Mann Mitte dreißig kam aus einem Zimmer und trat auf dem Flur, wo zwei blonde Jugendliche mit einem Brief in der Hand standen. "Was ist das?", Fragte das Mädchen. "Oh, Chiaki, Ai, das muss mir wohl was entfallen sein. Ich habe mit eurer Mutter darüber gesprochen und auch sie war der Meinung, dass es mal ganz angebracht wäre, wenn wir diese drei Wochen wegfahren würden. Ich werde euch begleiten, aber eure Mutter kann aufgrund des Jobs leider nicht mitkommen." "Aber in diesen drei Wochen wären die heißesten Partys in der ganzen Stadt!", Beschwerte Chiaki sich, "außerdem wollte ich schon mit Ken und Kai wegfahren!" "Tja, dann fragst du Ken und Kai halt, ob sie mitkommen wollen. Da ich wusste, dass du nicht mit willst, Chiaki, hab ich gleich Plätze für deine beiden Freunde mitbestellt!" Auch die beiden Geschwister sahen ein, dass es kein Entrinnen für sie gab und innerlich schloss die 15-jährige Ai mit dem Leben ab, da sie mit Sicherheit an Langeweile sterben würde.
Es klingelte und ein Junge mit dunkelbraunen Haaren ging zu Tür. "Hallo, Lieblingscousin!", Hörte er eine Stimme von ziemlich weit unten und seufzte. "Hallo, Shingo, was führt dich her?" "Ryo, hör mal, du musst mit mir für drei Wochen wegfahren. Deine Eltern waren einverstanden und du musst also praktisch!", stellte der kleine Junge, der ebenfalls dunkelbraune Haare hatte und eine Brille trug, fest. "Und wo soll's hingehen?", Fragte Ryo genervt von dem kleinen Cousin. "Verrat ich nicht! Wirst schon noch sehen!" "Darf man Krimis mit dahin nehmen?" "Klar, aber du wirst nicht viel zum Lesen kommen!" "Und wann?" "Am Freitag!" "Das kommt aber ein bisschen plötzlich. Aber wenn ich muss, dann werde ich wohl mal packen! Mach nen Abgang, Shingo!" "Bis dann! Ich hol dich übermorgen Nachmittag ab!", Der Kleine ging die Treppen runter und verschwand. Ryo schloss die Tür und seufzte wiederholt. "Na, super! Danke, Mama und Papa! Warum ausgerechnet ich? Können Shingos Eltern nicht mit ihm fahren?" Doch auch er sah ein, dass es daran nichts mehr zu rütteln gab. Es war eine beschlossenen Sache, auch wenn er nicht gefragt worden war.
Leise öffnete sich eine Tür und eine junge Frau mit kinnlangen, dunkelblonden Haaren sah herein. "Seiji?", Fragte sie vorsichtig. "Hm?", Kam es zurück. Der Junge mit den braunen Haaren, der an seinem Schreibtisch gesessen und etwas geschrieben hatte, sah jetzt zur Tür, "Wenn du was willst, dann komm rein, Hitomi!" "Gut", sagte Hitomi und trat ein. "Hör mal, Seiji, ich hab da was organisiert. Wir werden für drei Wochen wegfahren, am Freitag schon." "Ja, dann viel Spaß!", Sagte Seiji, der dachte, Hitomi meine sich und ihre Freunde. "Nein, du wirst mit mir mitkommen", sagte Hitomi schnell. "Auch wenn du meine Stiefschwester bist, musst du mich nicht bemuttern, Hitomi!", Sagte Seiji, der sich jetzt ganz zu der jungen Frau umgewandt hatte. "Ich bemuttere dich nicht, Seiji, ich hätte nur mal gern, dass du unter die Leute kommst", entgegnete Hitomi freundlich, aber bestimmt. Seiji sah sie ungläubig an, noch nie hatte Hitomi ihn zu etwas "zwingen" wollen, aber diesmal war es anders und er dazu "gezwungen", es einzusehen. "Gut, aber du lässt mich in Ruhe. Gibt's da Playstations?" "Nein, da muss ich dich enttäuschen, Zockerking!", Lächelte Hitomi, sie hatte es geschafft, den Stiefbruder zu überreden, was ihr nur selten gelang. "Ich packe unsere Sachen zusammen", sagte sie noch, bevor sie das Zimmer verließ.
"Was? Spinnst du? !", Brüllte ein Junge in den Telefonhörer hinein, "Ich habe keine Lust, mich für drei Wochen von der Außenwelt abzuschirmen, Kyoko! So was selten dämliches hab ich ja noch nie gehört!" Da der Lautsprecher des Telefons eingeschaltet war, brüllte eine Frauenstimme zurück: "Setsuna Arisugawa! Du wirst mitfahren, koste es, was es wolle! Ich habe ein Vermögen dafür bezahlt und du kommst mit! Ob du willst oder nicht!" "Ich hab keinen Bock!", Kam es von Setsuna zurück, er hatte nicht vor, nachzugeben. "Du bist schließlich nicht allein...", fing Kyoko an, doch er unterbrach sie: "Du bist ja da! Wow, großartig!" Kyoko schnaubte und rief: "Nein, ich komme zwar mit, aber außer mir auch noch dreizehn weitere Personen, du Depp!" Der Junge verstummte, dann fragte er etwas ruhiger: "Jemand, den ich kenne?" Auch Kyokos Stimme beruhigte sich: "Nein, wahrscheinlich nicht, aber auch vier Jungs in deinem Alter, mit denen du deine Hobbies eventuell teilst! Allerdings kommen alle hier aus Tokyo. Vielleicht hast du ja den einen oder anderen schon mal gesehen!" "Pass auf, Schwesterherz, wie lang musst du am Freitag arbeiten?", Wollte Setsuna wissen. "Ich hab meine Arbeit für diesen Tag bis um dreizehn Uhr verkürzt, weil es um vierzehn Uhr losgeht", erklärte Kyoko. "Dann komm ich dich abholen", sagte Setsuna, in seinem Inneren ohrfeigte er sich allerdings. Jetzt hatte er doch nachgegeben. Es war das erste Mal, dass Kyoko ihren Willen bekommen hatte, wenn es gemeinsamen Urlaub betraf.
An besagtem Freitag waren alle am Treffpunkt versammelt. Natsumi stand desinteressiert an eine Wand gelehnt und las in einem Manga, wohingegen Ai fröhlich mit Kai Ichigo, einem Freund ihres Bruders, plapperte. Die beiden verstanden sich großartig. Mika war damit beschäftigt, ihren Bruder zu boxen, weil sie ihm immer noch nicht verziehen hatte, dass er sie aus der Zivilisation riss. Für Seiji, der die ganze Zeit schwieg, waren die Tour-Teilnehmer alles nur unzivilisierte Sesselpuper. Setsuna sah Ryo zu, der Shingo ausschimpfte, da der Kleine die anderen Teilnehmer unverblümt angestarrt hatte. Yuhi ignorierte die Boxe seiner Schwester und unterhielt sich mit Kyoko. Auch Aya und Hitomi unterhielten sich angeregt. Ken Fuyuno, auch ein Freund Chiakis, war in ein Gespräch mit dem Kumpel vertieft, bis Hiroshi Mori rief: "So, unser Bus ist da. Bitte nehmt euer Gepäck und steigt ein. Natsumi schlug unter Murren den Manga zu, dabei trafen sich ihr Blick und der Mikas. "Hallo", Mika trat auf sie zu, "Ich bin Mika Aoki. Hat deine Schwester dich auch dazu gezwungen, mitzukommen?" Natsumi nickte und sagte: "Ja, hat sie. Ich heiße Natsumi Shinohara. Sollen wir im Bus zusammen sitzen?" Mika nickte und die beiden stiegen ein. "Die Fahrt wird cirka 5 Stunden dauern!", Verkündeter Herr Mori, "Entspannt euch und lernt euch gut kennen!" "Hey!", Chiaki tippte seiner Schwester auf die Schulter, "warum führt Paps sich auf, wie ein