Fanfic: Der Fluch, Teile 17 bis 19

Kapitel: Teil 19 - Epilog

Teil 19 Epilog

Funkelnd trieben die Überreste eines längst vergessenen Planeten im Glanz seines Sterns. Seit langem hatte kein Raumschiff mehr das System aufgesucht. Auch die Astronomen anderer Völker hatten diesen Stern aus ihrem Gedächnis verbannt. Auf den Raumkarten stellte man den hellen Stern nur als Punkt ohne Namen dar.
Gerade dieser Stern spendete sein Licht einem seltamen Szenario. Noch lagen die Trümmer der Vergangenheit da; unberührt seit Jahren, schlummerten sie vor sich hin.
Zwischen all dem Staub tauchte auf einmal ein winziger Lichtpunkt auf.
Aus weiter Ferne nahte ein kleiner Ball aus purer Energie, genug um einen Planeten zu vernichten. Geräuschlos tauchte das Geschoss in den Meteoritengürtel ein.
Still wurden die Trümmer im folgenden Inferno vernichtet.
Die Explosion verlief vertikal zu den Umlaufbahnen im Sonnensystem.
Langsam verdichteten sich die geschmolzenen Reste des Planeten wieder. Zuerst bildete sich eine kleine heiße Magmakugel. Langsam gewann sie mehr und mehr Masse, bis sie schließlich etwas größer als die Erde war. Ein Teil der Kugel löste sich und bildete einen Mond. Seine Oberfläche war von Kratern und erkalteten Lavaseen geprägt.
Der Rest der Magmakugel erstarrte an der Oberfläche zu Stein. Hauchdünne Platten bildeten sich, und schoben sich an den Rändern zu grandiosen Gebirgen und Bergketten auf. Neue Quellen, Flüsse und Seen entstanden.
Man konnte richtig zusehen wie aus dem Boden neues Leben entstand. Binnen kürzester Zeit bedeckte eine üppige Vegetation den Planeten. Städte wuchsen aus dem Nichts.
Dann schien alles abgeschlossen. Der Planet lag genauso da wie vor ungefähr 50 Jahren vor seiner Vernichtung.
Unbebachtet zog der Planet wieder seine gewohnte Bahn. Das geschäftige Treiben an der Oberfläche nahm seinen gewohnten Gang, als ob die Vernichtung nie statt gefunden hatte.

-----

Das lang gezogene Piepsen der Maschine lies Andra aus ihrem Koma erwachen. Erst orientierungslos wedelte sie mit den Armen durch die Gegend, bis sie wieder wußte wo sie war.
Ein Blick durch das dicke Panzerglas der Kaspel zeigte ihr den selben Planeten, auf welchem ihr Abenteuer begonnen hatte. Wehmütig schaute sie auf die rote Kugel im All. 'Jetzt bist Du endgültig heimatlos.' kam es in ihr hoch. Nein, das durfte sie erst gar nicht zulassen. Schnell verbannte Andra die aufwallenden Gefühle in den hintersten Winkel ihres Herzens. Vegeta-sei war nun ihr neues Zuhause. An eine Rückkehr zur Erde war vorerst nicht zu denken.

Mit einem harten Ruck setzte die Raumkapsel auf. Das Bodenpersonal eilte sofort zum Landeplatz und half dem müden Mädchen auf die Beine.
Yaka standen schon etwas abseits beisammen und sahen auch nicht fiel besser auch. Die ganze Aktion hatte sie Mut, Kraft und Nerven gekostet. „Kommt, lasst uns zum Palast gehen.“ Nur allzugerne folgten die Mädchen ihrem Ruf. Gemeinsam hoben sie ab und flogen den gewohnten Weg zum Palast.
Innerlich fühlte Andra sich leer und ausgebrant. Heimatlos und im Herzen tief traurig, weinte sie stumme Tränen. ...

-----

Einige Wochen nach dem Turnier:

Nachdenklich drehte Vegeta das kleine Schmuckstück zwischen seinen Fingern. Das darauf eingravierte Symbol kannte er nur zu gut. Der Anker stand für seine Familie und die stilisierte Sonne auf der Rückseite für den Planeten.
Nur, woher hatte diese Kriegerin es nur? Vegeta-sei war schon lange untergegangen. Es konnte nur über den Schwarzmarkt zu ihr gelangt sein. Sicher hatte einer von Freezers Schergen seine kleine Schwester dafür auf dem Gewissen. Zornig ballte der Prinz seine Faust.
Der Verlust seiner Familie ging ihm schon all die Jahre sehr nahe. Nicht einmal Kakarott, der wenigstens ansatzweise einen Vaterersatz gehabt hatte, konnte ihn da verstehen.
Die Kriegerin im All aufzuspüren glich eher einer Suche nach der berühmten Nadel im Heuhaufen, wie die Menschen es so schön ausdrückten.
Mit einem Ruck stand Vegeta auf und verbarg das Medallion bei seinen anderen, wenigen Erinnerungsstücken.
Tief im Herzen wusste er aber, dass diese komische Frau ihm irgendwo schon begegnet war. Nur zuordnen konnte er sie noch nicht. 'Eins schör' ich Dir. Ich werd's heraus bekommen.' spieh Vegeta in Gedanken der Frau entgegen.

Bulmas Ruf zum Mittagessen brachte den Saiya-jin-Prinzen wieder in die Realität zurück....

-----

Nachdenklich saß Goku am Esstisch und stocherte nur in seiner Reisschale herum. Mit einem ungläubgen Grinsen schüttele er den Gedanken ab. 'Nein das kann nicht sein. Ihre Auren und schon allein die Statur waren zu unterschiedlich.'
Seine Überlegungen kreisten nach wie vor um die beiden Ladies von den Turnier -Tagen her.
Diese Lydia Hagen war ihm ja ganz sympatisch gewesen. Aber wo was Mädchen nur hin, nach der Siegerehrung. Kaum ihr Geld abgeholt, war sie spurlos verschwunden.
Mit der blonden Kriegerin wusste der hoch gewachsene Saiya-jin ebenfalls nichts anzufangen. Was hatte diese Frau nur bezweckt? Ihr komisches Verhalten gab ihm immer noch Rätsel auf.
Nur gut, dass Chichi nicht da war. Sie hätte sich sicher nur Sorgen bei seinem Gesichtsausdruck gemacht. Ein Lächeln huschte über Gokus Mund. Seine Frau war einfach ein Schatz, auch wenn ihre biestige Art ihn manchmal ganz schön nervte. ...

-----

reale Welt, etliche Monate später

Lachend lies Jean sich von Enrico herum wirbeln. Dies war ihr glücklichster Tag im ganzen Leben. Unter dem Jubel der Gäste feierte das Paar seine Heirat ausgelassen.
Nur ein kleiner Punkt trübte die Freude. Gerne hätte Enrico seine „große Schwester“ mit dabei gehabt.
Aber dank ihr konnten sie überhaupt erst diesen Tag feiern. Lydias Ofper hatten sie nicht nur ihre Bekanntschaft zu verdanken, sondern auch ihr Leben.
Einzig die Yokima-Familie würde die Geschichte des verfluchten Mädchens weiter geben, das seine Freiheit gab um zwei völlig unterschiedliche Welten zu retten.

ENDE