Fanfic: Der Fluch - Teil 1 und 2
am besten gleich los.“ Enrico drückte Lydia den „falschen“ Meteorit in die Hand und verschwand wieder im Haus. Lydia packte den Steinbrocken wieder in Ihre Tasche zurück und trottete hinter Enrico her.
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In der Küche trafen sie auf Enricos Eltern. Mit einiger Überzeugungsarbeit überredete Enrico seinen Vater ihm für heute Abend ein Auto zu leihen. Nur zögernd rückte Mr. Yokima die Autoschlüssel heraus. Kaum hielt Enrico diese in der Hand verabschiedeten sie sich und machten sich auf den Weg.
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Draußen vor dem Haus stiegen beide in einen Geländewagen. Die Fahrt zum Krater dauerte keine 10 Minuten und verlief schweigend. Am Krater angekommen, stiegen sie aus. Sie konnten von Glück reden, dass sie die Ersten und Einzigen am Krater waren. Offenbar hatte so gut wie niemand die Sternschnuppe gesehen.
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Noch immer leicht verärgert, stieg Enrico in den Krater hinab. Lydia, die ebenfalls ausgestiegen war, leuchtete mit einer starken Taschenlampe den Kraterboden ab und folgte ihm. Die Beleuchtung des Geländewagens sorgte für zusätzliches Licht. „Wo ist nur dieser blöde Meteorit hingeflogen?“ Schimpfte Enrico. „Reg` dich wieder ab, hier ist noch ein weiteres Bruchstück“ sagte Lydia. Sie beleuchtete keine 2 Meter von Enrico entfernt einen Stein. Immer noch erbost stampfte er zu ihr rüber und hob den Brocken auf. Bei näherem Betrachten war er mit dem gefunden „Meteor“ vom Material her identisch. Nur seine Form war etwas eigenartig. Er war ebenfalls tropfenförmig und etwa dreimal so groß wieder andere Meteorit. Aber er wies seitlich auch eine Vertiefung auf, die formgenau auf den andern Meteoren passte. „Hm... ob das da rein passt?“ überlegte Lydia laut. „Hä? Was soll da rein passen?“ fragte Enrico barsch. Immer noch schlecht gelaunt, verstand er nicht was Lydia vorhatte. Schnell lief jene zum Auto und nahm Ihre Tasche heraus. Zurück bei Enrico, holte sie das von ihr gefundene Gesteinsstück hervor und nahm ihm den Meteoriten aus der Hand. Enrico sah nun erstaunt zu wie Lydia vorsichtig den kleinen Meteor in die Vertiefung des anderen legte. Plötzlich fing der kleine Meteorit an zu leuchten und verschmolz langsam mit dem anderen Gesteinsbrocken. Dabei begann das ganze Teil zu schweben. Enrico und Lydia sahen dem Schauspiel fassungslos zu.
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Nachdem der kleine Felsbocken vollkommen im anderen Meteor verschwunden war, leuchtete dieser leicht rötlich auf. Der Brocken veränderte seinen Form. Der vorher runde Teil des „Tropfens“ wurde genauso spitz wie die andere Hälfte. Erschreckt von dem Geschehen wich Enrico ein paar Schritte zurück. Lydia hingegen bewegte sich keinen Zentimeter; wie hypnotisiert starrte sie den Meteoriten an. Nun richtete dieser rötliche Leuchtstein sich zu den Sternen aus. Aus der zum Himmel zeigenden Spitze schoss ein schwacher weißer Strahl. Langsam glitt das Ding zu Lydia und schwebte nun knapp einen Meter über Ihr in der Luft.
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„Lydia!“ rief Enrico. Sie reagierte nicht. „Lydiaa!“. Lydia reagierte immer noch nicht. Ihr Blick war starr auf den Stein gerichtet. Eine leichte Druckwelle warf Enrico zu Boden. Im selben Moment trat ein weitere Strahl aus der anderen Seite des nun elliptischen Steinbrockens hervor. Lydia riss ihre Arme hoch und kniff ihre Augen zu. Das Licht begann sie ganz ein zu hüllen. „Lydiaaaa!“ schrie Enrico mit voller Kraft. Angsterfüllt musste er mit ansehen wie sie vom Lichtstrahl regelrecht verschluckt wurde. Ein gellender Schrei entrann Lydias Kehle. Ihr Körper löste sich langsam in Licht auf.
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Der Strahl verschwand wieder in dem immer noch rötlich leuchtenden Gesteinsbrocken. Von Lydia war nichts mehr zu sehen. An Ihrer statt leuchtete eine leicht rosane, handballgroße Kugel. Sie schwebe etwa 1,5 m über dem Boden.
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Enrico schluckte. So etwas war ihm in seinen jungen Leben noch nie passiert. Entmutigt stand er wieder auf und ging nahe an die Kugel heran. „Es ... es tut mir leid.“ war alles was er hervor brachte. Niedergeschlagen wollte er nach der Kugel greifen, wich jedoch schnell wieder zurück. Das rote Ding begann sich nun auf Ihn aus zurichten. Panik erfasste Enrico. Er wollte nicht auch noch als Energieball enden. Eilig kletterte er aus dem Krater. Als er zurück blickte hatte das rote Leuchtding sich in die Mitte des Kraters zentriert. Unter ihm schwebte immer noch die rosa Energiekugel. Mit einem lauten Zischen düste das Ding mit der Energiekugel Richtung All.
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Traurig blickte Enrico der Sternschnuppe nach. Viele Fragen stürmten nun in sein Bewußtsein: Wie sollte er Lydias Verschwinden erklären? Was sollte er nun ohne sie machen? Wer würde ihm das gerade erlebte glauben? Warum hatte er es nicht verhindert? Er wußte sich einfach keinen Rat. Niedergeschlagen trotte er zum Wagen und fuhr heim.
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Zu Hause, auf sein Zimmer angelangt, warf Enrico sich erstmal auf sein Bett. Frau Hoffmann hatte ihn verwundert gefragt wo Lydia sei. Er war ohne Antwort zu geben hochgegangen. Betrübt lies er die letzten Minuten mit Lydia Revue passieren. Ein vorher nie gekannter Schmerz machte sich in ihm breit. Und dann noch diese quälenden Fragen: Warum? Warum hatte er das alles überhaupt zu gelassen und nicht verhindert? Ungewollt lösten sich zwei Tränen aus seinen braunen Augen. ‚WARUM?‘ schoß es ihm durch den Kopf. Wütend schlug Enrico auf sein Kopfkissen und rannte in den Trainingsraum seines Vaters. Dort lies er seine Wut an einem Sandsack aus. Leise schluchzend sank er auf seine Knie. .....
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Teil 2
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Ein roter Feuerschweif raste auf den vierten Planeten des Systems zu. Etwa 20 km von seiner Oberfläche entfernt verlangsame der Komet seine Geschwindigkeit. Immer weiter drang er in die Atmosphäre des Planeten ein. Er hinterließ ein grosses Loch in die Wolkendecke und riss eine tiefe Furche in den Boden. Beim Aufschlag zerbrach der Stein zwei Teile. Die rosa Energikugel in seinem Schlepptau prallte auf das größere Bruchstück, machte einen Satz und blieb dann ein paar Meter von der Aufschlagstelle entfernt liegen.
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Urplötzlich zerfielen die Meteoritenteile zu Staub. Im selben Moment nahm die rosane Energiekugel die Gestalt eines Menschen an. Der Lichtkörper lag auf dem Boden.
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Als das Licht verschwand, gab es den Blick auf einen weiblichen Körper frei. Langsam kam Leben in die einzelnen Glieder. Leicht benommen stützte sie sich auf ihre Hände. Verschlafen rieb sie sich die Augen und steckte sich. Jede einzelne Muskelfaser ihres Körper spannte sich. „Was für ein Alptraum.“ Murmelte sie schlaftrunken und schlug die Augen auf. Lydias Blick fiel zuerst auf eine bunte Frühlingswiese. Es war Tag.
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Auf einmal war sie hellwach. Fragend sah sie sich um. Wo war sie hier?
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Lydia lag unter einem rötlichen Himmel. Die Wiese lag auf einen Minplateau. Dahinter erstreckte sich eine Landschaft von sanften hügeligen Auen. Nur ab und zu unterbrachen riesenhafte Bäume und hohe bewachsene Felsen das Landschaftsbild. Auf der anderen Seite des Plateaus war direkt ein Meer zu sehen. Salzige Seeluft wehte Lydia in die Nase.
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Als sie an sich runter sah, musste sie feststellen, dass ihre Kleider ganz schön mit genommen aussahen. Ihre grüne Bluse wies Brandspuren auf und der linke Ärmel war halb abgerissen. Lydias lange, schwarze Hose hing total ausgefranst und schief um ihre Taille; sie reichte ihr gerade mal noch zu den Knien. Die Sandalen waren noch am besten weggekommen. Sie waren nun an der Sohle mit Spikes versehen, vorher war diese einfach glatt gewesen.
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Unvermittelt machten sich rasende Kopfschmerzen breit. Mit ihnen tauchten auch bruchstückhafte Erinnerungen auf. Die letzten Minuten mit Enriko fielen ihr wieder ein. Dazwischen erblickte Lydia immer wieder von Hass verzerrte Dämonenfratzen. Und noch dazu dieses kreischende Gelächter. Sie hatte das Gefühl, ihr Kopf würde gleich platzten. Es war furchtbar. Ein tiefer zusätzlicher Schmerz in der Brust lies sie wieder auf den Boden sinken. Bilder von ihr und Enrico tauchten auf. Vor ihrem inneren Auge spielten sich mehrfach die letzten Minuten, die sie mit Enrico zusammen verbracht hatte, ab. Es war einfach grausam gewesen. Erst als Lydia ihre Beine nicht mehr gespürt hatte, bemerkte sie, dass sie sich in Licht auflöste. Danach versank alles für sie in Dunkelheit.
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Leise begann sie zu weinen. Der Schmerz lies eine Weile später wieder von ihr ab. Es dauerte lange bis Lydia sich wieder beruhigt hatte. Danach grübelte sie darüber wie es überhaupt dazu kommen konnte. Alles hatte mit diesem doofen Meteoriten angefangen. ‚Der Meteorit! Wo ist der überhaupt?‘ Langsam drehte Lydia sich um. Im Aufschlagsloch war keine Spur davon zu entdecken. Nur ein feiner Staub bedeckte den Kater. Vorsichtig stand Lydia auf und ging zum Krater. Sie nahm eine Hand voll Staub auf um ihn zu untersuchen. Es waren winzige Kristalle, das einzige das von der Sternschnuppe übrig geblieben war. Desinteressiert lies sie den Staub wieder fallen und klopfte sich die Hände ab. Vorsichtig begann Lydia nun die nähere Umgebung zu erkunden. So wie das hier aussah, war sie nicht mehr auf der Erde. Der rote Himmel war ein deutliches Zeichen dafür. Auch die Gräser kamen Ihr nicht bekannt vor.
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Von der Felskante her vernahm Lydia plötzlich einen Schrei. Schnell lief sie zum Abhang und riskierte einen Blick über den Rand. Was sie sah verschlug ihr die Sprache. Auf mittlerer Höhe der etwa 10 Meter hohen Felswand krallte sich ein Mädchen krampfhaft fest. Es war vielleicht 4 oder 5 Jahre alt und hatte schwarze wilde Haare. Was Lydia aber am meisten verblüffte war die Kleidung des Mädchens. Es steckte in einer Art Rüstung, hatte weiße Handschuhe und Stiefelchen an und trug einen hautengen, schwarzen Anzug. Leise heulend steckte sie so in der Felswand fest. Weiter unten stand ein