Fanfic: Der Fluch - Teil 1 und 2

kleiner Junge. Er hatte ähnliche Kleider an und hatte ebenfalls wilde schwarze Haare. Er versuchte sie in einer fremden Sprache zu beruhigen. Danach lief er los. Lydia traute kaum ihren Augen. Der Junge rannte mit einem ungeheurem Tempo los. Schon nach wenigen Minuten war er an Horizont verschwunden. Lydia blickte ihm noch ein Weilchen nach bevor sie sich mit dem Mädchen wieder befasste. Das weinte leise vor sich hin.
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Langsam zog sich Lydia wieder zurück. Irgendwie müsste sie doch helfen können.. Sie blickte sich erneut auf dem kleinen Plateau um. Ausser ihr, dem Einschlagsloch und dem Meteorenstaub war hier oben nichts. Lydias Tasche war nicht mit auf die Reise gekommen. Alles was sie noch hatte waren ihre arg verdreckten Klamotten und ihre Sandalen. Aber die hatten doch jetzt Spikes! Festen Schrittes eilte Lydia zur Felsenkante und beugte sich vorsichtig über den Rand. Dabei fielen ein paar Steinchen herunter. Verdutzt wandte das Mädchen sein verheultes Gesicht nach oben. „Bleib‘ ganz ruhig. Ich werde dir versuchen zu helfen.“ rief Lydia. Verwirrt blickte die Kleine nach oben und erschrak, als sie sah was Lydia vorhatte. Langsam rutschte Lydia rückwärts über den Felsrand. Mit ihren Füssen suchte sie Halt in der rauhen Oberfläche des Gesteins. Immer wieder schaute sie nach der kleinen. Die warf ihr ängstliche Blicke zu.
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Nach einer halben Ewigkeit, so schien es ihr, war sie sicher bei dem Mädchen angelangt. Suchend blickte sie sich um. Keinen Meter entfernt lag ein groß genug erscheinender Felsvorsprung auf dem sie beide bequem drauf passten. „Klettere auf meinen Rücken. Ich will da rüber.“ Mit einer Kopfbewegung deutete Lydia auf den Felsvorsprung. Das Mädchen schüttelte ängstlich den Kopf. „Na komm. Du brauchst auch keine Angst zu haben.“ lächelte sie die Kleine erneut an. Es bedurfte ein wenig Zeit und gute Überzeugungsarbeit bis das Kind bereit war sich rüber tragen zu lassen. Lydia brachte sich so in Position, dass das Mädchen ohne Probleme auf ihren Rücken klettern konnte. Vorsichtig tastete Lydia sich nun seitwärts in der Felswand vorwärts. Einmal rutschte sie mit dem linken Fuß ab. Das Mädchen stieß einen Angstschrei aus. Lydia konnte sich noch einmal fangen. Sie merkte wie die Kleine auf ihrem Rücken zitterte und die Arme noch enger um ihren Hals zog.
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Letztendlich erreichten sie den Vorsprung ohne weitere Schwierigkeiten. Unsicher stieg das Mädchen ab. Lydia rieb sich die schmerzenden Rippen. ‚Die Kleine hat eine ganz schöne Kraft für Ihr Alter!‘ Lydia bemerkte einen kräftigen Muskelkater beim sich streckten. „Wenn ich wieder bei Enrico bin, werde ich erstmal ein wenig Sport treiben dürfen. Meine Kondition ist total im Eimer“ murmelte sie und lies sich zu Boden sinken. Leicht erschöpft zog sie ihre Knie an, kreuzte ihre Arme darüber und lies den Kopf darauf ruhen. Die Kleine kuschelte sich ohne Lydias Zutun an ihre Seite. Vorsichtig legte Lydia den Kopf des Mädchens auf ihren Schoß und streichelte darüber. Wenig später schlief die Kleine. ‚War wohl zu anstrengend für die Kleine.‘ dachte sich Lydia und lehnte sich zurück. ....
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Später wurde Lydia unsanft geweckt. Das Mädchen rüttelte immer wieder an ihrer Schulter. Lydia war richtig erstaunt welche Kraft das Kind dabei aufbrachte. Die Sonne stand schon tief am Himmel. Aufgeregt fuchtelt das Mädchen mit den Armen herum und wies immer wieder in eine Richtung. Gähnend streckte Lydia sich und blickte in die angezeigte Richtung. Am Horizont waren nur 5 schwarze Punkte zu erkennen, aber sie kamen schnell näher. Das Mädchen stand winkend gefährlich nahe am Abgrund. Lydia griff erschrocken nach dem pelzigen Gürtel, den die Kleine trug. Als sie daran zog, ging der Gürtel auf und das Mädchen gab einen gequälten Laut von sich. Verschreckt packte Lydia sie an der Schulter und zog sie daran zurück. Den vermeintlichen Gürtel hatte sie dabei los gelassen. „Das wollte ich nicht. Sorry.“ Leicht verstört starrte Lydia das pelzige Etwas an, das sich als Schwanz entpuppt hatte. Die Kleine lächelte schon wieder und drückte Lydia an sich. Als sie Lydia los lies, fiel dieser das ankerähnliche Symbol auf der weißen Rüstung auf. Was das zu bedeuten hatte? Zeit zum darüber nachdenken blieb keine mehr. Die Kleine winkte erneut den 5 Punkten am Horizont zu. Interessiert was das für Maschinen sein könnten, schaute Lydia dort hin. Schnell rieb sie sich die Augen. Das konnte doch nur ein Traum sein! Es waren keinen Maschinen, was da auf sie zukam!
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Erschreckt drückte Lydia sich gegen die Wand. Ihr war auf einmal ganz schwindlig. Die Kleine zog an Lydias Bluse und deutete fröhlich zu den fliegenden Objekten hin. Lydia schloss ihre Augen, Angstschweiß rann ihr Gesicht herunter. „Otou-san!“ rief die Kleine fröhlich und sprang von Felsvorsprung. Lydia riss ihre Augen auf. Wider erwarten war die Kleine nicht abgestürzt. Quietschfidel saß sie auf den Armen eines Mannes. Lydia blicke immer noch ängstlich in die Runde. Vor ihr schwebten fünf Männer in der Luft. Alle hatten ähnliche Rüstungen wie die Kleine an, nur mit Umhang eben. Der Mann, der das Mädchen hielt, hatte das selbe Symbol wie sie auf der Brust. Sein pechschwarzes, wie Flammen hochstehendes Haar und ein kräftiger Bart um seinen Mund stachen aus der Gruppe merklich hervor. Beim nähern Betrachten kam Lydia dieses Gesicht bekannt vor. Sie konnte es aber nicht einordnen. Derweil plapperte das Mädchen munter drauf los. Lydia nahm an, dass jener der Vater der Kleinen sein mußte. Die Männer hörten der Kleinen aufmerksam zu.
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Einer der anderen Männer näherte sich derweil Lydia. Er kam ihr sehr nah. Für Lydia zu nah. Langsam schob sie sich die Felswand entlang. Der Mann musterte sie derweil eingehend. Bei ihrem verängstigten Blick mußte er leicht schmunzeln. ‚Was will der nur?‘ zitternd tastete Lydia sich weiter vor. ‚blödes Schwindelgefühl!‘ ärgerte sie sich dabei. „Zarlek!“ ertöne es auf einmal. Der Mann drehte sich zum Vater der Kleinen um. Lydia spürte wie sie langsam den Halt verlor. Während der Mann, der Zarlek genannt wurde, zurecht gewiesen wurde, versuchte Lydia krampfhaft am Rand des Vorsprungs festen Boden zu finden. Zarlek drehte sich wieder zu ihr um. Mit einem fiesen Grinsen im Gesicht griff er nach Lydias Handgelenken, verfehlte sie aber.
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Lydia rutschte aus. Sie fiel wie ein Stein. Die Angst schnürte ihr die Kehle zu. Nur ein verschluckter Schrei kam heraus.
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Dumpf prallte sie auf den Boden. Ihr Kopf schlug unsanft gegen einen Stein. Lydia spürte wie ihr Brustkorb knackte. Sie sah noch Zarlek auf sich zu schiessen. Dann wurde ihr schwarz vor Augen. Etwas flüssiges lief ihr quer übers Gesicht. Sie schmeckte Blut. Der Schmerz raubte ihr fast die Sinne. Unerwartet spürte Lydia kalte Finger an ihrer Kehle. Angst! Pure Angst war das einzige Gefühl neben dem Schmerz. Nur noch trübe nahm sie Geräusche und Stimmen war. War das ein Weinen? Sie fühlte noch wie sich ein Paar starker, muskulöser Arme unter sie schob und aufhob. Ihr Körper lehnte nun gegen etwas hartes und doch weiches. Sie fiel in tiefe Ohnmacht. Sie spürte nicht einmal mehr den Wind, der sanft mit ihrem bräunlich, blonden Haar spielte.
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