Fanfic: Ist es Liebe?

Kapitel: Ist es Liebe?

Ni Hau,
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ja ja ich weiß eigentlich sollte ich meine Weihnachtsfanfiction vorlegen, aber wir arbeiten noch daran, ich hab noch mal so ne kleine Fanfiction geschrieben, genau wie bei letzten Mal. Also er lesen, dann Fragen stellen und am Ende Kommis schreiben!
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Gruß battle_angel
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„Heute kam es mir vor, als hätte Ranma auf eine Gelegenheit gewartet mich anzusprechen. Er war die ganze Pause in meiner Nähe. Aber ich stand mit meinen Freundinnen Hitomie, Akiko und Rion zusammen, war geradezu von ihnen umzingelt. Das hat ihn bestimmt abgeschreckt. Blöd, dass ich einen Rock anhatte – deshalb habe ich nicht auch nicht getraut zu ihm zu gehen. Ich kam mir plötzlich so fein gemacht vor. Die nächsten Tag ziehe ich immer eine Hose an, für alle Fälle. Dann fühle. Dann fühle ich mich irgendwie besser. Ob er weiß, dass ich an nichts so viel denke wie an ihn? Eigentlich muss er etwas gemerkt haben. Oft habe ich Angst, dass schon die ganze Schule weiß, dass ich immer irgendwo in seiner Nähe bin. Aber vielleicht geht es ihm ja genau wie mir und er denkt „Ach, das bilde ich mir nur ein, das ist bestimmt nur Zufall“ Ich glaube, manchmal muss es auf ihn sogar wirken, als ob ich ihm die kalte Schulter zeige, weil ich mich bewusst jemand anderen unterhalte, obwohl er nur wenige Meter entfernt von mir steht. Aber gerade weil Ranma mir so viel bedeutet, kann ich nicht unbefangen mit ihm reden. Dabei möchte ich alles von ihm wissen: Was er denkt? was er fühlt, will seine Wünsche und Ängste besser kennen lernen, als das bei dem kurzen Gesprächen zwischen Mathe und Bio möglich ist. Es ist wie ein riesiges Puzzlespiel ohne Vorlage. Man hat tausend Einzelteile, aber keine Ahnung wie das fertige Puzzle aussehen wird.
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Ich habe mir fest vorgenommen ihn morgen zu fragen, ob er mit mir in das Vannesa Calton Konzert geht. Ich habe vorsorglich schon zwei Karten gekauft, notfalls bekommt Akiko die andere. Wenn er nein sagt, weiß ich Bescheid, dann ist die Sache gegessen. Und wenn er mitkommt, erzähle ich ihm, was es mich für eine Überwindung gekostet hat ihn zu fragen. Nein lieber lege ich mir nicht jetzt schon zurecht, was ich sage, das wirkt so unspontan.
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Übernächste Woche hat er Geburtstag. Ich könnte ihm einen Kuchen backen, eine tolle Torte. Na ja vielleicht lasse ich die besser von Kasumi machen. Wie sagt man so schön? Liebe geht durch den Magen, du mindest bei ihm! Das sollte ich in Zuckerschrift draufschreiben, das wäre unmissverständlich.
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Neulich habe ich sogar einmal getraut ihn nachmittags zu Hause zu besuchen. Er wohnt nur ein paar Straßen weiter von mir entfernt. Als ich vor der Tür stand, dachte ich, ich müsste gar nicht erst klingeln, so laut hat mein Herz geklopft. Zehn Minuten habe ich gebraucht um mich so weit zu beruhigen, dass ich klingeln konnte. Und dann macht seine Mutter, bewaffnet mit ihrem Katana, auf „Tut mir leid Ranma ist nicht da! Er ist bei Wan! Geh doch da mal vorbei!“ Das habe ich sogar getan, aber vor dem Haus waren so viele Fahrräder, dass ich nicht gewagt habe zu klingeln und nach Ranma zu fragen. Am nächsten Tag wartete ich gespannt, ob er mich auf meinen Besuch ansprechen würde. Aber nichts, mit keinem Wort hat er es erwähnt. Vielleicht hat es ihm seine Mutter gar nicht erzählt?
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Eigentlich bin ich mir ganz sicher, dass er mich auch mag. Dieser seltsame Blick letzten Freitag, als wir uns auf dem Schulhof unterhalten haben - so hat er mich noch nie angeschaut. Und wenn wir uns unterhalten, wirkt er völlig entspannt und gleichzeitig fröhlich. Ich habe schon den Eindruck, er redet gern mit mir. Neulich hat er glatt geweint vor Lachen, als er die Geschichte von der Einladung zum Fondue erzählte, bei der die Gastgeberin den übrig gebliebenen Spiritus einfach ins Klo schüttete und einer der Gäste später eine brennende Kippe in die Schüssel warf, als er drauf saß. Die Geschichte ist uralt, aber Ranma hat sie so süß erzählt, dass ich trotzdem lachen musste.
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Jedes Wiedersehen ist ein Genuss und eine Tortur zugleich. Seine Gegenwart ist so angenehm. Ich fühle mich wohl neben ihn, sehe ihn gerne an. Seine Augen. Seine Stimme. Seine Hände. Seinen Kampfanzug. Ich mag einfach alles an ihm. Aber es macht mich verrückt ihn anzusehen und nicht zu wissen, was er denkt. Findet er mich nett? Bin ich einfach eine sympathische Klassenkameradin? Oder könnte er sich auch mehr vorstellen?
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Manchmal schaut er mich an in einer Art an, die mich irritiert. Dann denke ich: Gleich nimmt er mich in den Arm und küsst mich. Als wir nach den Ferien, die erste Biostunde hatte, meinte er „Ich muss mich neben dich setzen, sonst verstehe ich gar nichts!“ Dabei ist er besser als ich. Ich solchen Momenten besteht für mich kein Zweifel, dass wir das gleiche denken. Dass auf er nur auf die richtige Gelegenheit wartet.
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Und dann sein Artikel in der Schülerzeitung – fast schon ein Gedicht. Die Passage, die mich am meisten – ja was eigentlich – verwunderte, berührt, gefreut hat lautete „Ich bin in dich verliebt. Schon seit einiger Zeit schaue ich dir, wenn ich dich sehe, unauffällig hinterher. Oft halte ich mich, wie zufällig, in deiner Nähe auf. Ab und zu sehe ich dir ins Gesicht, hoffend, dass vielleicht auch du mich ansiehst“ Ich konnte schwören, dass ich damit gemeint bin. Wie oft habe ich ihn schon dabei ertappt, das er mich von der Seite ansieht und verlegen wegschaut, wenn ich es merke? Dieses Spiel hat mir schon manche langweilige Mathestunde verkürzt.
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Es genügt aber schon eine Kleinigkeit um eine Gewissheit wieder in Luft aufzulösen und mich vom Gegenteil zu überzeugen. Es gibt Tage, da reden wir gar nicht miteinander, weil jede in der Pause mit seiner Clique zusammensteht. Am schlimmsten finde ich, wenn er sich mit Aika unterhält. Diese blöde Ziege schwirrt fast jede Woche um ihn herum. Sie kommt mir immer in die Quere. Letzte Woche zum Bespiel stand ich nach Schulschluss noch kurz mit Ranma zusammen und wir haben ein bisschen gequatscht. Da kam Aika vorbei und plötzlich war er wie ausgewechselt. Er stammelte irgendwas von „Ich muss jetzt gehen“ und schwups – weg war er. Aika hinterher. Der Tag war für mich gelaufen.
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Wie gut, dass man sich in solchen Situationen in Träume flüchten kann. Ich stelle mir dann am liebsten vor, wie mir – ganz zufällig – die Schülerzeitung mit Ranmas Artikel aus der Tasche fällt, als er neben mir steht. Er hebt sie auf und fragt „Warum hast du diese alte Zeitung dabei?“ „Die habe ich immer dabei, weil eine Geschichte darin mir so gut gefällt, dass ich sie jedem Tag mindestens einmal lesen muss“ antwortete ich. Er will nartürlich wissen welche. Ich schlage seinen Artikel auf. Ranma fragt, ob er noch ein Wort, das er damals schon hinzufügen wollte, aber nicht konnte, dazu schreiben dürfte. Er schreibt wirklich nur ein Wort, hinter „verliebt“ und das Wort hat fünf Buchstaben „ A K A N E“
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Plötzlich spüre ich eine Hand auf meiner Backe, es war Ranma´s Hand. „Guten Morgen mein Engel“ „Guten Morgen Ranma“ es war nur ein Traum. Ich hatte schon ein paar solcher Träume in letzter Zeit, immer wieder träumt ich von uns beiden. Immer wieder träumte ich davon wie wir beide hätte zusammen kommen können. Ohne die Verlobung. Doch ich strich diesen Gedanken auf den Kopf und wendete mich wieder meinem Verlobten zu und gab ihm einen Kuss.....
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