Fanfic: Im Zeichen des Mondes (Teil 5)
polterte er. In dem Gesicht des Jüngeren zuckte es, er sagte jedoch nichts, sondern sah auf das Land, das in das feine Silber des Vollmondes getaucht war. „Ein schöner Planet... erinnert mich ein wenig an die Erde...“, bemerkte Trunks. Vegeta schielte ihn von der Seite an. „Erinnerst du dich, dass du mir im Raum von Geist und Zeit erzählt hast, dass die Saiyajins dein Volk sind und dass du alles getan hättest, um dein Königreich zu behalten?“, fuhr Trunks fort. „Du hast gesagt, du würdest zu ihnen gehören und dass das alles war, was dir wichtig ist... Nur, was findest du hier? Ich habe gesehen und gehört, wie die Saiyajins dich verehren, doch für meinen Geschmack ist der Preis, den du zahlen musst zu hoch... Auf der Erde bist du kein Prinz, doch du hast dafür etwas ganz anderes da.... Die Erde wird von Cell bedroht, die Saiyajins fordern ihren Prinzen.... Was denkst du ist dir mehr wert zu beschützen?“ Trunks sah seinem Vater in die Augen und ging dann ohne ein weiteres Wort. Vegeta blieb zurück. Er ließ sich Trunks Worte noch einmal durch den Kopf gehen. „Hohles Geschwätz!“, zischte er. Doch in Wahrheit, hatte er sich schon lange entschieden...
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Vegeta stand neben dem König über den Computer gebeugt. Sie sahen sich gerade irgendwelche Tabellen an, als Vegeta plötzlich zusammenzuckte. Das konnte nicht sein! Er hob den Kopf, konzentrierte sich erneut. Doch die Energie wich nicht. Vegeta sah zu den anderen hinüber. Auch sie hatten sich aufgerichtet und sahen ernst drein. Auch sie suchten den Blickkontakt mit Vegeta. Er irrte sich also nicht!
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„Was hast du, Prinz? Du siehst besorgt aus...“ Der König hatte in seiner Arbeit innegehalten und sah seinen Sohn von der Seite an. Vegeta antwortete nicht, sondern ging zu den anderen. Er hatte, mit Ausnahme von Trunks, nicht mehr seit seinem Eroberungsfeldzug gesprochen. „Spürt ihr das auch?“, fragte Son-Gohan. „Ja, eine Energie! Und die kennen wir doch!“, antwortete Piccolo. „Das ist doch nicht weiter schlimm!“, meinte Krelin gut gelaunt. „Das ist Freezers Energie! Mit dem werden wir locker fertig!“ „Krelin! Denk doch mal nach: Warum ist der überhaupt noch am Leben? Den hat Trunks doch zu Schaschlik verarbeitet....“, meinte Son-Goku. „Aber die Saiyajins sind aus irgendeinem Grund doch auch wieder am Leben..“, schaltete sich Bulma ein. „Das ist er, kein Zweifel!“ Vegeta blickte auf. „Ich kenne seine Energie besser als ihr alle zusammen...“
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In diesem Augenblick kam ein Saiyajin hereingestürzt, der sofort zu dem verdutzten König lief. „Majestät! Es ist furchtbar! Wir haben eine Energie geortet! Es ist die von Freezer!“ „Was sagst du da??!!“ Der König starrte ihn entgeistert an. Bei den restlichen anwesenden Saiyajin brach eine gewisse Unruhe aus. „Das kann nicht sein! Freezer ist tot!“, schrie der König fast.
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Ein kaltes, leises Lachen war zu vernehmen. „Mach dir keine Sorgen, Majestät! Ich werde mich um ihn kümmern! Er hat es ohnehin nur auf mich, Trunks und Kakarott abgesehen...“ Vegeta war wider näher zum König herangetreten. „Bist du irre?“ „Nein, keineswegs! Jetzt bekomme ich endlich meine Rache! Die Gelegenheit lasse ich mir nicht nehmen!“ Vegetas Blut kochte. Endlich! Es hatte ihn tierisch genervt, dass nicht er, sondern Kakarott und Trunks ihn erledigt hatten. Doch nun würde er seinen Durst nach Rache persönlich stillen können... „Wenn du willst...“ Vegeta hatte das Gefühl, sein Vater hatte nicht wirklich zugehört. Vegeta verzog verächtlich die Lippen. Der König sah aus, als hätte ihm jemand eins mit der Bratpfanne über den Kopf gezogen. Schon wieder....
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Der fünfjährige Prinz stand im Thronsaal neben dem Thron seines Vaters. Sie warteten auf das Erscheinen ihres „Gastes“. Vegeta knirschte mit den Zähnen. Er hasste diese Kreatur! Und der König gab einfach klein bei und kuschte! Es war zum Ausrasten! Der König der Saiyajins beugte sich einem Mutanten! Wütend starrte der junge Prinz seinen Vater von der Seite an. Das würde er ihm nie verzeihen, dass er einfach stillhielt.
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Vegeta blieb keine Zeit, seinem Groll weiter nachzuhängen, denn in diesem Augenblick öffnete sich die Tür zum Thronsaal. Drei Schatten zeichneten sich in dem grellen Licht des Tages ab. Sie traten in den Raum ein und sofort konnte man sie genau erkennen. Am rechten Rand der kleinen Gruppe trampelte eine fette, rosa Qualle, wie Vegeta sie im Gedanken bezeichnete, mit einem blöden Grinsen auf dem Gesicht auf den Thron zu, auf der anderen Seite ein großer Mann, mit türkiser Haut, in einer Kleidung, die Vegeta nicht einmal in seine Nähe gelassen hätte, geschweige denn sie angezogen. Er sah relativ neutral in die Runde, doch auch in seinem Gesicht lag ein gehässiges Grinsen. Doch die ganze Aufmerksamkeit des Prinzen lag auf dem Mann in ihrer Mitte. Er hatte schwarze Hörner und eine rosa Haut, die von schwarzen Strichen durchzogen waren. Seine schwarzen Lippen kräuselten sich zu einem siegessicheren Lächeln. Doch am meisten störten ihn seine Augen. Ihn ihnen lag so viel Tücke... und... ja... so etwas wie Wahnsinn...
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Das musste Freezer sein!
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„König Vegeta! Schön euch zu sehen! Ich dachte schon, sie kommen meiner Aufforderung gar nicht nach!“ Freezer war vor dem König der Saiyajins stehen geblieben. Vegetas Kopf ruckte zu seinem Vater herum. Ja, wieso tat er denn nichts? Das war eine Beleidigung ohne Gleichen, dem König der Saiyajins einen Befehl erteilen zu wollen! Und was machte Selbiger? Nichts. Er blickte Freezer einfach nur entgegen und antwortete mit einem „Da haben sie sich wohl geirrt“. Punkt. Das war’s. Vegeta glaubte sich verhört zu haben! Wie konnte der König der Saiyajins nur so tief sinken, sich derart beleidigen zu lassen?! Anstatt ihn zu töten, zog er feige den Schwanz ein.
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Eine unglaubliche Enttäuschung und zugleich eine Wut, ja fast Hass, auf seinen Vater kam in Vegeta auf, setzte sich in seiner Brust fest. Er ballte die Faust, so fest, dass es schmerzte.
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„Dies ist mein Sohn Vegeta, den sie unbedingt kennenlernen wollten...“ der König wies mit seiner Hand auf den kleinen Saiyajin. Freezer blickte ihn triumphierend in die Augen. Doch Vegeta war nicht bereit, sich ebenso demütigen zu lassen. Er verschränkte die Arme vor der Brust und sah hasserfüllt und wütend in die Augen des Mutantens. Dessen Gesichtsausdruck veränderte sich nun in der Weise, dass er seine Augenbrauen hochgezogen hätte, hätte er welche gehabt.
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„Was fällt dir ein, so unseren Meister anzuglotzen?!“, pöbelte ihn die rosa Qualle an. „Zeig gefälligst mehr Respekt, Saiyajin!“ Der Kopf des Prinzen ruckte herum und visierte sein Gegenüber an. Als Antwort gab er nur ein arroganten Laut von sich. Auf diese Unverschämtheit hin, stürzte der pinke Schwabbel auf den Prinzen zu. Doch das hatte Vegeta erwartet. Er duckte sich unter dem Hieb des Fettwanstes hindurch und bohrte dem völlig verdutzten Wesen seine Faust in die Magengrube. Er hatte nicht mit so einem Widerstand gerechnet und den kleinen Prinzen schlichtweg mehr als nur unterschätzt und daher überhaupt nicht auf seine Deckung geachtet. Er flog quer durch den Raum und prallte an die gegenüberliegende Wand.
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„Du wagst es?!“, zischte der Türkise und wollte sich ebenfalls auf Vegeta stürzen, als plötzlich eine Stimme die entstandenen Unruhe durchbrach.
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„Dodoria! Zarbon!“ Freezer war auf seinem Platz stehen geblieben und sah sehr gelassen aus. Die Angesprochenen hielten mitten in der Bewegung inne. „Aber Meister Freezer...“, stammelte Dodoria. „Lasst ihn.“, gab Freezer nur ruhig zurück.
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Vegeta starrte ihn wütend an. Wer hatte dem denn erlaubt, sich da einzumischen?!
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Mürrisch kehrten die beiden Schergen zu ihrem Meister zurück. „Wie mir scheint, fehlt es unserem kleinen Prinz an Respekt...“ Freezer bewegte sich langsam auf Vegeta zu. „Aber das werde ich ihm noch beibringen.“ Ein kaltes, grausames Lächeln überzog seine Lippen. Mit einem Satz war er bei Vegeta und holte aus.
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Der Schlag kam für Vegeta so überraschend, dass er nicht einmal Zeit hatte zu überlegen, was er zu seiner Verteidigung tun sollte. Nicht, das er es nicht geahnt hätte! Dieser Freezer war nur so unglaublich schnell! Die Krallen seinen Angreifers gruben sich für einen kurzen Augenblick in seine Wange, um dann ihren eigentlichen Zweck zu erfüllen, nämlich Vegeta quer durch den ganzen Saal zu schleudern. Er prallte unsanft gegen die kalte Metallwand, brachte es jedoch irgendwie fertig, in einer knienden Haltung aufzukommen.
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Dodoria und Zarbon lachten schallend und auch Freezer schein sehr amüsiert. „Ihr Sohn ist sehr interessant.“, gab Freezer noch von sich und verließ dann den Raum.
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Vegeta warf ihm einen vor Hass flammenden Blick hinterher. Es hatte noch niemand gewagt, ihn so zu demütigen!
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Es war ganz still in dem großen Saal. Als der Blick des Prinzen auf seinen Vater fiel, sah er, dass dieser ihn entgeistert anstarrte.
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„Vegeta.... bist du wahnsinnig?“, brachte er nur hervor. Mit einem Ruck erhob sich der Angesprochene und starrte den König wütend an.
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„Was sollte ich deiner Meinung nach machen? Ihn anlächeln und die Hand geben? So wie du?“, funkelte Vegeta ihn an. Ohne auf eine Antwort zu warten machte er auf dem Absatz kehrt und verließ die Halle.
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Der König starrte ihm hinterher. Wie er ihn angesehen hatte! Voller Hass und Zorn. War Vegeta... war er etwa auf IHN sauer? Das konnte nicht sein! Vegeta gehorchte ihm!
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Das Einzige, was der König noch war nahm, war die Stimme Bardocks dicht neben ihm „Es wird immer schlimmer! Nun macht er nicht einmal