Fanfic: Maiju- Hauptm. u. Komm. [K.7] (nachbearbeitet)
vorgestreckt und keuchend von der Anstrengung, so viel Energie abzuschießen. Als Maiju ihn erreicht hatte, richtete er sich auf
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und holte tief Luft. „Schätze, das war’s. Nächste Höhle entvölkert!“
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„Gehen wir lieber auf Nummer sicher und jagen das ganze Ding hier in die Luft. Das hier waren sicher nicht Alle, es könnten noch welche in den Gängen sein!“ Maiju deutete auf die Löcher, die gleichmäßig über die ganze Höhlenwand verteilt waren.
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„O.k.!“
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Gleichzeitig begannen sie zu feuern, jagten Energieströme wie Lava durch die Notausgänge und Nebenhöhlen. Die Erde bebte, brachte die Tunnel zum Einsturz, die Decke der Höhle bekam Risse. Wie eine Lawine brach die dicke Erdschicht herunter, begrub Maiju unter sich, verschluckte Fir.
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Stille.
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Die jäh von einem ohrenbetäubenden Knall durchbrochen wurde, dem gleich darauf ein zweiter folgte. Das Team hatte sich auf explosivem Wege aus der Erde befreit. Sie schwebten über dem Loch, das einmal das Zuhause so vieler Einheimischer gewesen war.
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„Hauptmann Turnus sagte, wir sollten die Siedlungen dem Erdboden gleichmachen!“ bemerkte Fir.
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„Dann befolgen wir einfach seinen Befehl!“
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Ein Regen aus Energiekugeln ging auf das Loch unter ihnen und die in Schussweite liegende Umgebung nieder. Wo die Kugeln einschlugen, hinterließen sie rauchende Krater. Bald sahen Maiju und Fir vor lauter Rauch und Staub schon gar nicht mehr, wo sie hinschossen, ließen sich aber dadurch nicht beirren. Erst als ihnen die Puste ausging hörten sie auf.
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Die Rauchwolke brauchte einige Zeit um sich zu verziehen, danach konnte man sehen, dass sich alles Land im Umkreis von einem Viertelkilometer in eine einzige Trümmerwüste verwandelt hatte, deren höchster Punkt sich gut zehn Meter unter dem durchschnittlichen Niveau des Bodens befand.
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Maiju nickte zufrieden. Wenn vorhin irgendwas ihren direkten Angriff überlebt hatte, dann war es jetzt mit Sicherheit tot.
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Sie landeten neben dem Rand des Kraters.
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„Oh, verdammt, jetzt kommt’s mir erst!“ rief Fir plötzlich und schlug sich mit der flachen Hand gegen die Stirn.
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„Was meinst du?“ fragte Maiju.
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„Wir haben da unten unseren Fremdenführer mit umgebracht! Jetzt stehn wir aber schön blöd da! Ohne Führer finden wir hier doch nie die Eingänge zu diesen verdammten Höhlen!“
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„So schlimm ist das aber auch nicht. Immerhin wissen wir jetzt, wonach wir suchen müssen!“
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„Stimmt auch wieder. Trotzdem! Scheiße!“
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Maiju wandte sich zum Gehen: „Wenn wir hier rumstehen und fluchen finden wir erst recht nichts! Also, kommst du?“
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„Bin schon unterwegs!“
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Es war nicht leicht, ohne „Fremdenführer“ die Eingänge zu den Höhlen zu finden, aber mit entsprechender Geduld schafften sie es trotzdem und lernten allmählich, wonach sie Ausschau halten mussten. Bis zum Abend hatten sie schon eine ansehnliche Menge Krater in der Landschaft hinterlassen. Sie schliefen in einer leergeräumten Höhle uns setzten die Suche am nächsten Morgen mit neuer Energie und einem gut gefüllten Magen- die Einheimischen waren so nett gewesen, ihnen ihre vollen Speisekammern zur Verfügung zu stellen- erfolgreich fort. Am späten Vormittag entdeckten sie etwas, mit dem sie hier nie und nimmer gerechnet hätten: eine Stadt. Nach den primitiven Höhlen war diese Stadt mit ihren hochaufragenden Türmen, modernen Gebäuden und dichtbefahrenen Straßen ein seltsamer Anblick. In weitem Umkreis darum verstreut lagen kleine Dörfer und manchmal auch einzelne Häuser, die einen sehr gemütlichen Eindruck erweckten.
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Fir funkte sofort den Hauptmann an und berichtete ihm von dieser Entdeckung. Turnus’ Befehl lautete, wie erwartet, : zerstören.
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Sie ließen sich nicht lange bitten. Nach etwa zehn Minuten sah der Platz, an dem die Stadt gelegen hatte, aus, als hätte ein Meteorit eingeschlagen. Die Dörfer mussten als Nächstes dran glauben, zum Schluss die einzeln liegenden Häuser. Dann drehten Maiju und Fir jeder für sich ein paar Runden, um sich zu vergewissern, dass es keine Überlebenden gab.
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Maiju traf nur auf ein einziges, ziemlich verschrecktes, Kind, dem sie herauskitzeln konnte, dass die großen Städte allesamt im Süden lagen, bevor sie es in die Hölle schickte.
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Sie berichtete Fir davon, der diese Information sofort an Turnus weiterleitete, dann flogen sie nach Süden.
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Je weiter sie flogen, desto mehr veränderte sich die Landschaft: von hügelig zu flach, von bewaldet zu Steppen. Im gleichen Maß wuchsen die Städte, und die Dörfer wurden immer häufiger, die sie eins nach dem andern hochjagten. Maiju machte sich dann immer über die Städter lustig, die kopflos zu fliehen versuchten, nachdem sie die ersten Gebäude in Ruinen verwandelt hatten. Und wenn sie die Siedlungen plattgemacht hatten, machte es ihr besonderen Spaß, die verzweifelten Überlebenden zu jagen und mit ihnen zu spielen wie die Katze mit der Beute, um sie dann zu töten oder manchmal einfach nur schwerverletzt liegenzulassen. Nicht ohne sich vergewissert zu haben, dass sie auch ganz sicher sterben würden.
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Auf diese Art und Weise gab es auf dem Planeten bald keine Städte mehr- auch die anderen zwei Teams hatten es satt gehabt, die Höhlen der Einwohner im dichten Unterwuchs zu suchen und sich auf die leicht zu findenden Städte eingeschossen. Jetzt aber hieß es wieder: ab in den Wald!
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Turnus hatte, nachdem sie sich zufällig getroffen hatten, die Teams neu eingeteilt: Fir mit Tiang, er selbst mit Tarkran, und so blieb für Maiju ausgerechnet Loé als Partner. Derjenige, den sie selbst am wenigsten mochte, und der sie absolut nicht ausstehen konnte. Aber ihr blieb nichts Anderes übrig, also machte sie gute Miene zum bösen Spiel und folgte ihm auf der Route, die er gekommen war. Der Flug verlief recht schweigsam, es wurde nicht mehr als das Allernötigste geredet.
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Als der Bewuchs dichter wurde, ging Maiju hinunter, da sie genau wusste, wenn es hier Höhlen gab, so waren die Eingänge aus der Luft nicht aufzufinden. Loé machte keine Anstalten ihr zu folgen. Ignorant! Aber er würde schon sehen, was er davon hatte, sie schlichtweg zu ignorieren!
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Maiju schnupperte, sie hatte herausgefunden, dass die Vogelwesen ihren ganz spezifischen Geruch hatten, und es, wenn man die Spur einmal hatte, eine Kleinigkeit war, ihr zu folgen. Aber hier war nichts. Oder? Sie sog die Luft ein; da war doch was!
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Aber nicht der Geruch der Vogelwesen, es war etwas Anderes- Rauch! Jetzt war es ganz deutlich. Sie erhob sich wieder in die Luft und folgte ihrer Nase zum Brandherd.
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Es war näher als gedacht, ein vergleichsweise kleines Feuerchen, das sich allerdings bald zu einem ausgewachsenen Waldbrand steigern konnte.
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Maiju überlegte, ob sie etwas dagegen unternehmen sollte. Warum eigentlich? In einem abgebrannten Wald war es sicher leichter, die Höhlen zu finden. Möglicherweise war das sogar Loés Idee gewesen.
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Sie schaltete den Scouter ein. Nein, wohl nicht. Wenn das Feuer auf seinem Mist gewachsen wäre, wäre er sicher in der Nähe, aber weder sah Maiju ihn irgendwo, noch zeigte der Scouter seine Position an.
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Sie blieb wo sie war, schwebte über dem Herd des Brandes, während sie beobachtete, wie er sich immer weiter ausdehnte und gierig Baum um Baum, Strauch um Strauch verschlang.
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An der Feuerfront bewegte sich etwas. Sofort war Maiju da und schlug den unglücklichen Höhlenbewohner nieder, der es nicht mehr rechtzeitig in Deckung geschafft hatte.
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So geht’s auch! dachte sie schadenfroh und schleuderte das kleine bewusstlose Wesen in die Flammen. Das schwarze Loch des Eingangs fand sie ohne Probleme und verschwand darin, kurz bevor das Feuer sie erreichte.
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Sofort fiel ihr auf, dass die Erde hier bei Weitem nicht so festgetrampelt war wie bei den anderen Bauen. Dieser hier konnte demnach noch nicht alt sein. Zu dumm, dass sie ihn gleich wieder zerstören würde!
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Der gang zog sich endlos. Zwischendurch begann Maiju sich zu fragen, ob das überhaupt jemals ein Ende nehmen würde.
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Plötzlich sah sie vor sich das geschnäbelte Gesicht eines Einheimischen. Sie erstarrte. Genauso ihr gegenüber. Dann warf es sich mit einem Quietschen herum und raste den Gang zurück hinunter. Maiju wollte ihm nach, damit es nicht seinen ganzen Stamm alarmieren konnte, doch das kleine Wesen hatte einen unschätzbaren Vorteil: es konnte hier aufrecht gehen, während Maiju nur kriechen konnte. Sie machte sich still die größten Vorwürfe, weil sie nicht aufgepasst hatte. Der Überraschungsmoment war hinüber. So schnell sie irgend konnte krabbelte sie den Tunnel hinunter und erreicht die Höhle gerade rechtzeitig um zu hören, wie das Vogelwesen, dem sie begegnet war, in der Haupthöhle Alarm schlug.
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Einer Eingebung folgend trat sie einfach hinaus. Der Effekt war beeindruckend: die Vogelwesen erstarrten auf der Stelle zu Salzsäulen. Gegenstände wurden fallengelassen. Jeder Kopf in der Halle wandte sich ihr zu, die, den Kopf erhoben, eine Hand in die Seite gestemmt, Schwanz leise spielend, in absolut selbstsicherer Haltung dastand und, ohne den Kopf zu drehen, die Bewohner der Höhle unter die Lupe nahm. Dann senkte sie den Kopf ein wenig, gerade so, dass sie dem, der sie entdeckt hatte, direkt in die Augen schauen konnte. Er erschauerte unter ihrem Blick.
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„Du hast mir den Überraschungseffekt versaut!“ stellte sie leise, mit einem fast anerkennenden Ton in der Stimme, fest „Aber das hilft euch nicht! Ich mach’ euch auch so kalt!“
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Einer der kleinen Gestalten fand plötzlich seine Stimme wieder: „Das werde ich zu verhindern wissen! Ich werde nicht zulassen, dass du den Mitgliedern meines Clans etwas tust!“ Seine Stimme war ungewöhnlich tief. Er überragte die