Fanfic: Maiju- Hauptm. u. Komm. [K.7] (nachbearbeitet)

Anderen um einen Kopf, das hieß, er ging Maiju bis zur Schulter.
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Maijus Augen wurden schmal: „Du willst mir drohen, du Knirps? Kannst du überhaupt kämpfen?“
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„Ich bin der stärkste Chiritaki seit hundert Jahren!“
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„Das muss nichts heißen!“
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„Das heißt aber was! Ich beherrsche sämtliche Kampftechniken, die es auf diesem Planeten gibt!“
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„Und weiter?“ Maiju bemerkte eine Bewegung weiter oben, ihr Kopf ruckte herum, ihre Hand fuhr nach oben, und der Chiritaki, der sich gerade durch einen Notausgang aus dem Staub machen wollte, fiel, von einem Energiestrahl durchlöchert, auf den Boden.
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„Glaubst du, das beeindruckt mich?“ fuhr sie fort, als wäre nichts gewesen „Wenn du durchaus gegen mich kämpfen willst, bitte- ich hatte schon lange nichts mehr zu lachen!“
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Mit einem hasserfüllten Gesichtsausdruck ging der Chiritaki in Kampfstellung. Maiju rührte sich nicht, da sie genau wusste, dass ihn das demütigen und noch wütender machen würde. Die restlichen Chiritaki gingen in Deckung.
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Maijus Herausforderer begann einen albernen Singsang, der wohl einschüchternd wirken sollte und plusterte sich auf, mit dem Ergebnis, dass er jetzt nicht größer und stärker, sondern höchstens dicker aussah als er war.
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Seine Stammesmitglieder murmelten aufgeregt. Maiju schaltete ihren Scouter ein und musste sich ein Kichern verkneifen, als seine Kampfkraft darauf erschien. Er hatte gerade mal die Hundert geschafft.
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„Los, fang an!“ meinte sie gelangweilt.
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Ihr Gegner fing aber nicht an, sondern begann, in einem Kreis um sie herumzutänzeln, wobei er immer noch singsangte.
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Maiju blieb stehen. Sie konnte sich denken, was er damit bezwecken wollte: sie einlullen, damit sie in ihrer Reaktion langsamer würde. Der glaubte wohl wirklich, er könnte sie besiegen! Beinah hätte sie laut aufgelacht.
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Die Zeit zog sich. Immer noch machte ihr Herausforderer keine Anstalten anzugreifen. Maiju bewunderte unwillkürlich seine Ausdauer. Auch ihre lässige Vorsicht!- Hoch- explosiv!- Haltung schien ihm nicht den Mut zu nehmen.
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Zum dritten mal kam er vor ihr vorbei. Wahrscheinlich musste sie so tun, als hätte sie die Konzentration verloren. Also gab sie vor, geistesabwesend die Decke der Höhle zu studieren, obwohl es dort nun wirklich nichts Interessantes zu sehen gab und ihre Aufmerksamkeit keinen Moment nachließ. Sie hatte von der Baumschlange wirklich Einiges gelernt.
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Wenn er mich angreifen wird, dann nur von hinten. Ich werde erst mal so tun, als wäre ich völlig überfordert und könnte nur ausweichen. Und wenn er dann glaubt, er hätte gewonnen... Tschack! Kopf ab. Also nicht zu schnell ausweichen, er soll ruhig glauben, er wäre der Bessere, und dazu muss er mich auch treffen!
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Mit einem Mal riss der Singsang ab. Nicht ausweichen!
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In der Zeit, die der Chiritaki für den ersten Schlag benötigte, hätte Maiju ihn dreimal töten können. Aber sie wich nicht aus, tat, als habe der Schlag, der sie gerade mal gekitzelt hatte, furchtbar wehgetan, fiel nach vorn, überschlug sich und kam vor Wut knurrend scheinbar nur mühsam wieder hoch. Die Vogelwesen jubelten. Die werden noch ganz andere Töne von sich geben, wenn sie draufkommen, dass ich die ganze Zeit nur geschauspielert habe! Maiju verzog das Gesicht zu einer Grimasse, um ihr Grinsen zu kaschieren. Ungeschickt stürzte sie sich auf ihren Gegner, der mühelos auswich und sie mit einem nachgeschickten Tritt erneut zu Fall brachte. Als sie wieder aufstand, ging der Chiritaki auf sie los, trat und boxte und Maiju wich zurück, tat, als könne sie kaum abwehren und als schmerzten seine Hiebe fürchterlich, obwohl sie sie kaum spürte. Dann erhielt sie einen Schlag auf den Kopf, sie taumelte, knickte ein und fiel um und der Chiritaki schickte sich an, sie zu töten.
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Die Bewohner der Höhle johlten und jubelten, lachten und führten Freudentänze auf.
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Maiju schloss die Augen, scheinbar ergeben in ihr Schicksal. Ihres Gegners Hand fuhr nieder.
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Sie riss die Augen auf, ihr Schwanz wickelte sich um seine Beine, sie sprang auf und plötzlich hing er kopfüber in der Luft, Maiju trat zu und ließ gleichzeitig los und das Vogelwesen knallte gegen die Wand, wo es einen Abdruck hinterließ.
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Mühsam versuchte es sich wieder aufzurappeln, schaffte es aber nicht und blieb liegen.
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„Du wirst mir doch nicht erzählen wollen das war’s schon?“ höhnte Maiju, auf ihn zuschlendernd. Rings um sie herrschte entgeisterte Stille. Sie hockte sich vor den am Boden liegenden hin und zwang seinen Schnabel mit dem Zeigefinger in die Höhe. „Na sag’ schon! War ich vielleicht doch zu stark für dich? Weißt du was, ich geb’ dir noch ne zweite Chance. Zeig mir die anderen Höhlen in der Umgebung und ich lass’ dich am Leben und vielleicht auch deinen Clan. Wenn du dich weigerst, seid ihr hundertpro Alle tot. Wie sieht’s aus?“
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Der Chiritaki sah sie mit schmerzverzerrtem Gesicht an, es dauerte eine Weile, bis er etwas herausbringen konnte: „Nie... niemals! Ich b..i..n..n kein Ver... Ver-räter! Ich käm..pfe weiter ge-gen-dich! Ich werde... meinen Clan... bis zum Ende verteidigen!“
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Seine Kräfte schienen zusehends wiederzukehren, denn seine Stimme wurde fester und er schaffte es sogar, aufzustehen. Blut rann ihm aus dem Schnabel. Maiju stand ebenfalls auf „Warum seid ihr nur Alle so verdammt stur! Du kannst nicht gewinnen, sieh’s ein!“
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„Dann hab’ ich’s wenigstens versucht!“
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Maiju sah ihn verständnislos an. Warum wollte er unbedingt kämpfen, wo er doch ganz genau wusste, dass er keine Chance hatte?
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Und warum verschwanden die Anderen nicht einfach? Sie hätten vorhin genügend Zeit gehabt, um abzuhauen, doch sie waren Alle noch da. Vielleicht waren sie einfach nur dumm. Oder...?
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Maiju hatte keinen Namen für das, was sie hier spürte, eine Art des Zusammenhalts, wie es ihn bei Freezers Truppen nicht einmal zwischen Freunden gab.
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Ist doch egal! Wenn sie unbedingt alle zusammen sterben wollen, dann sollen sie!
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Maiju straffte sich und ging in eine kampfbereute Stellung. Ihr Gegner tat das Gleiche. Diesmal versuchte er nicht erst, sie einzulullen sondern ging sofort zum Angriff über, verfehlte, als sie sich um Millimeter zu Seite drehte, prügelte die Luft.
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Maiju reichte es.
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Ihr Gewicht auf eine Pfote verlagernd trat sie mit der anderen zu und zertrümmerte dem Chiritaki den Brustkorb.
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Ein gellender Aufschrei von Seiten seines Clans, als er mit einem weichen „Ploff“ auf den Boden fiel.
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Aber sie attackierten nicht. Sie blieben, wo sie waren. Kleine, schreckensstarre Wesen, die sich an den Boden drückten und verzweifelt hofften übersehen zu werden.
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„Feiglinge!“ rief Maiju „Hosenscheißer, alle miteinander!“ Sie stieß sich ab, raste durch die dicke Erdschicht an die Oberfläche und verwandelte in kürzester Zeit die nähere Umgebung in eine Mondlandschaft.
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Als sie schließlich keuchend innehielt, piepste ihr Scouter. Auf der Scheibe erschien eine Reihe von Zahlen und das Zeichen für einen anderen Scouter. Einer von ihrem Kommando. Und er bewegte sich auf sie zu. Maiju überlegte, ob sie wegfliegen sollte. Nein, besser nicht. Der da kam würde sie sowieso finden und dann womöglich denken, sie hätte was zu verbergen. Also warten.
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Lange dauerte es nicht, da kam er in Sichtweite und jetzt erkannte sie ihn. Es war Loé. Er flog auf sie zu und stoppte so knapp vor ihr, dass sie zurückzuckte.
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„Was ist den, Maiju, Angst vor mir?“ spottete er.
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„Ich hatte nur Zweifel, ob du’s derbremst!“
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Er ging nicht darauf ein. „Sag’ mal, ist das dein Werk?“ Loé deutete auf den Krater unter ihnen.
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„Ja. Hättest du mir nicht zugetraut, was?“
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„Nein, allerdings nicht, Schwächling!“
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Maiju fauchte „Ich hab’ aber garantiert schon mehr Höhlen ausgeräuchert als du, du großer Krieger! Wie viele hast du denn zerstört?“
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Er gab keine Antwort und sah an ihr vorbei, als hätte er hinter ihr gerade was furchtbar Interessantes entdeckt.
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„Keine, was?“ sie grinste frech „Na komm, gib’s zu!“ Gleich darauf musste sie den Kopf einziehen, sein Schlag ging über sie hinweg.
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„Ätsch, daneben!“ Sein Knie sauste hoch, aber sie wehrte es ab, wich einem schlecht gezielten Haken aus und trat ihm beidbeinig gegen die Brust, womit sie sich gleichzeitig außer Reichweite brachte.
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„Treffen ist ne Kunst, was?“
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„Bild’ dir bloß nichts ein! Ich hab’ mich zurückgehalten!“
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„Ach, wie nobel von dir!“
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Loé schüttelte den Kopf „Nein, Freezer wär’ nur nicht sehr begeistert, wenn du draufgehen würdest!“
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“Wie das? Ich dachte immer, das ´Leben seiner Soldaten wär’ ihm so egal wie etwas nur sein kann!“
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„Normalerweise schon. Nur bei dir ist das wohl was Anderes.“
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Maiju ahnte warum. Doch sie ließ es nicht durchscheinen. Irgendwas sagte ihr, dass es besser war, wenn sie nicht wussten, dass das Geheimnis kein Geheimnis mehr war. So zuckte sie die Schultern und tat ahnungslos.
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Loé musterte sie finster. Hatte er was gerochen?
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Aber ihre Sorge war ungegründet; er sagte: „So, du Wunderkind, willst du mir nicht zeigen, wie man diese scheißverdammten Höhlen findet? Immerhin sind wir ein Team!“
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Am Liebsten hätte sie gesagt: „Nein, will ich nicht!“ und wäre abgezischt, aber das ließ sie dann doch lieber bleiben.
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„Also gut, komm mit!“
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Sie flogen einer Stück, dann ging Maiju hinunter und Loé folgte ihr. Nicht ohne zu fragen: „Wofür landen wir denn?“
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„Aus der Luft kann man die Höhleneingänge unmöglich finden. Und die Bewohner orten funktioniert auch nicht, es sein denn, es ist