Fanfic: Dämmerung (5)

bemühte, fröhlich zu klingen wurde er doch leiser, als
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er von dem Prinzen sprach.
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&quot;Ist gut Koi.... ich liebe dich.&quot;
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&quot;Ja, ich dich auch...&quot;
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Als Trunks in den Keller trat fühlte er bereits die Aura seiner
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Mutter. Ein kalter Schreck schnellte durch seinen Körper. Sie hatte
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Vegeta entdeckt.
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Mit wenig unterdrückten Kraft riß er die Türe auf und hielt daraufhin
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die Türklinke zwischen seinen zitternden Fingern.
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&quot;Mutter!&quot; rief er und sah zu der Chefin von Caps. Corp....
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Bulma sah ihn an...lange und stumm... Ohne die geringste Regung zu
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zeigen. Dann blickte sie wieder zu dem liegenden Saiyajinprinzen, der
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an den Energiespender angeschlossen war....
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&quot;Er ist....ein Cyborg.&quot; Begann die Frau ruhig und schluckte betreten.
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Trunks starrte sie ungläubig an.
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&quot;Mutter..&quot;
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&quot;Sag nichts....wie ich sehe ist er verletzt?&quot;
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Ihr Sohn traute seinen Ohren nicht.... Sein Mutter zeigte keine
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Anzeichen von Trauer, von Verwirrung oder Verzweiflung.
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&quot;Mutter..... du bist nicht....&quot;
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&quot;Komm.....komm und geh mir zur Hand....&quot; bat sie und faßte bereits
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nach ihrer Tasche mit dem notwendigsten Werkzeug, welches sie immer
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mit sich trug. Doch Trunks kam ihr zuvor und schnappte unsanft ihre
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Finger. Doch Bulma verzieh es ihm, denn sein Gesicht war eine Maske
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aus Entsetzen und Verwirrung.
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&quot;Bist du nicht erschrocken? Ich meine.....er ist doch....&quot; Sein
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Stimme brach wie ein dünnes Stück Holz und er krächzte nur noch leise.
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Bulma sah traurig zu Boden und nickte.
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&quot;Ich bin erschrocken, Trunks.....Natürlich, aber....Schau ihn dir
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an.....Was unterscheidet ihn....von einem rein biologischem Wesen?&quot;
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Vorsichtig strich sie mit ihren Fingern durch Vegetas Haar.
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&quot;Er hat gelitten....ganz bestimmt... Es ist nicht leicht für einen
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stolzen Prinzen wie ihn.....wenn man so eine Existenz geheim halten
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muß....Und er hat es nicht wegen sich selbst getan....Nein.... Es war
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nicht Egoismus, der ihn dazu bewegt hatte, dieses Geheimnis zu
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wahren..... Er wollte uns nicht ....entsetzen......traurig
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machen....&quot;
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Bulmas Gesicht hellte sich auf.
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&quot;Verstehst du? Und genau, weil ich diese Seite in ihm erkennen
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konnte....Noch lange bevor du geboren warst....Deshalb habe ich ihn
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genommen und nicht einen leicht umgänglichen Langweiler, der immer
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nur &gt;Ja und Amen&lt; sagt.....&quot;
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Trunks hatte seiner Mutter erstaunt zugehört und sie dabei
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losgelassen. Jetzt zupfte sie sanft an seinem T-Shirt.
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&quot;Nun schließ mal wieder den Mund und hilf mir....ich will ihn
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reparieren...&quot;
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&quot;J-Ja Mutter...&quot; flüsterte Trunks und kniete sich neben die Chefin
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von Caps.Corp.... Er hatte sie noch nie in einer vergleichbaren
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Situation gesehen, noch nie diese bewundernswerte Stärke erkannt, die
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seine Mutter prägte....
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Und noch nie zuvor einsehen können, dass sein Vater mehr war als er
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immer zeigte....
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&quot;Ich will mit dir sprechen...&quot; schmetterte Goten fest und trat in den
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Garten. Sein Vater stand neben einem der Bäume und streichelte
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abwesend die Rinde des Gewächses.
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&quot;Hör mir zu, Vater!&quot;
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Goku senkte den Kopf und schloß die Augen. Dann winkte er mit einer
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Hand und deutete seinem Sohn mit seinem Gespräch zu beginnen.
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Goten holte tief und zittrig Luft, versuchte, sich nicht von seinen
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Gefühlen zu einer unüberlegten Tat verleiten zu lassen. Tausende
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Worte schwirrten durch sein Bewußtsein und er versuchte, einen
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zusammenhängenden Satz zu formulieren.... Doch schließlich preßte er
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nur ein einzelnes, hilfloses Wort hervor.
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&quot;Warum?&quot;
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Goku kehrte ihm den Rücken zu.
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&quot;Warum?.... Warum hast du ....das getan?&quot;
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Noch während die Frage über seine trockenen Lippen floss, wurde ihm
<br />
bewusst, dass ein großer Teil seiner Weltansicht in sich zusammen
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gefallen war.
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Er starrte Goku lange an..... Versuchte, sich noch einmal das Bild
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seines geliebten Vaters in Erinnerung zu rufen, das strahlende, reine
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Lachen in dessen Gesicht, diese glänzenden Augen..... Das
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Licht.....das wärmende Licht zu fühlen, dass er immer gespürt
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hatte....
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Den Helden zu sehen, den er bewundert hatte seit er denken konnte....
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Doch es gelang ihm keinen Herzschlag lang....
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Sein Vater hob die Schultern und atmete tief ein.
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&quot;Goten....&quot; hauchte er schließlich und Goten knurrte.
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&quot;Ich will meinen Namen nicht von dir hören, solange du mir so fremd
<br />
bist....&quot;
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Goku zuckte zusammen und sah über seine Schulter auf seinen Sohn.
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Seine Augen waren weit aufgerissen.....
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&quot;Ich bin dir nicht fremd....ich bin dein Vater...&quot;
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&quot;Nein!&quot; brüllte Goten und bemerkte wie alle Selbstbeherrschung von
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ihm bröckelte.
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&quot;Nein, das bist du nicht! MEIN Vater hätte Vegeta das nie angetan!
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WER BIST DU??&quot;
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Goku biß sich auf die Lippe und hob hilflos die Hände.
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&quot;Ich verstehe nicht, was du meinst.....ich war einfach wütend.....&quot;
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&quot;Das ist keine Erklärung! Das kannst du mir nicht als Erklärung
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anbieten! Nicht du!&quot;
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&quot;Vegeta hat mich angelogen, er hat es mir nicht gesagt...ich
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war...enttäuscht....&quot;
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Goten fletschte die Zähne und ballte seine Hände zu Fäusten.
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&quot;Das ist alles? Du Niete! Ich hätte nie geglaubt, dass du so SCHWACH
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SEIN WÜRDEST, SON-GOKU! DU BIST EINFACH NUR ENTTÄUSCHEND UND
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DÄHMLICH!!! HAST KEINE AHNUNG VON IRGENDETWAS!!!&quot;
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&quot;HALT DIE KLAPPE!!!&quot;
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Goten schrak zurück und klappte erstaunt den Mund zu. Sein Vater
<br />
hatte sich vollends umgedreht und die Schultern hochgezogen.
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&quot;Was.....weißt....du schon.....?&quot; flüsterte Goku angestrengt und
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stellte sich breitbeinig auf den Weg.
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&quot;Du reißt den Mund auf und schreist mich an, weil du nicht weißt, was
<br />
du tun sollst! Ist es das?&quot;
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Goten fühlte sich ertappt und setzte schon an, etwas dagegen zu
<br />
sagen, doch sein Vater unterbrach ihn.
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&quot;Was sollte ich tun? Was hättest du an meiner Stelle getan? Ich habe
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geglaubt, er würde......mir vertrauen! Und nicht erst seit der
<br />
letzten Nacht! Schon immer! Er ist mein Freund, Goten, mein
<br />
langjähriger Freund. Ich trainiere täglich mit ihm, ich kenne alles
<br />
an ihm! Jede Bewegung, jeden Atemzug, alles....Und.....und...&quot;
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Goku holte Luft und schwankte. Schwer stützte er sich an den Baum zu
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seiner Seite. Sein Sohn war verstummt.
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&quot;Und.... plötzlich.....sagt er mir so etwas. Ja, ich bin naiv
<br />
und ..... und.....vielleicht ungebildet, natürlich. Aber ich habe in
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mein Leben Schweiß und Blut investiert, auch in seines. Ich habe ihn
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beschützt, ich habe ihn auf den richtigen Weg geführt, und jetzt wo
<br />
ich sehe wie er die Früchte meiner Arbeit erntet, muß er mir das
<br />
sagen.&quot;
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&quot;Vater....&quot;
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&quot;Nein, jetzt rede ich, du wirst mich nicht unterbrechen!&quot; Goku hob
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den Kopf, sein Blick war wild und wütend.
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&quot;Ich schweige ohnehin zu allem. Ich dachte immer, ich könne mein
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Leben mit Training und Kampf erfüllen, ich dachte, es würde mir
<br />
reichen....Und plötzlich ....plötzlich trete ich in dieses Feuer das
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Vegeta gelegt hat. Dieses aufregende Neue, das er mir bietet. Er
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sagt, er liebt mich und ich weiß genau wie er das meint. Er meint,
<br />
dass er mir traut, mir, seinem Erzfeind. Er meint, dass er nicht ohne
<br />
mich leben kann, weil wir Eins sind.... Und das sind wir auch Goten.
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Ich weiß, das wir das sind. Ich könnte auch nicht ohne ihn leben.
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Verstehst du mich? Oder willst du mich nur wieder anschreien?&quot;
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&quot;Ich weiß nicht....&quot; stammelte Goten und schluckte trocken....
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&quot;Ich versteh noch immer nicht.....&quot;
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&quot;Ganz einfach!!! Mir sind die Sicherungen durchgebrannt!! Ich bin
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wütend gewesen, verletzt! Es war das erste Mal, dass mich jemand
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verletzt hat......Auf diese Art....&quot;
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Er dachte kurz nach und rieb sich schließlich die Stirn. Sein Blick
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war trüb und er war nur noch wackelig auf den Beinen, drohte jeden
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Moment in die Knie zu gehen.
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&quot;Es tut mir leid....Obwohl...&quot;
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Vorsichtig begann er zu lächeln.
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&quot;Obwohl ich weiß, dass ich Vegeta nichts getan habe....ich habe ihm
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Ruhe gegönnt. Und ich habe ihn.....nicht verletzt....&quot;
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&quot;Vater....&quot;
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&quot;Ich habe ihn nicht verletzt.... ich nicht... Das weiß ich....Er sah
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so friedvoll aus.... ich habe ihm etwas gegeben, dass er sich
<br />
gewünscht hatte. Er wollte nicht mehr....&quot;
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&quot;Doch! Gerade in diesem Moment wollte er wieder! Wegen dir! Er hat...
<br />
er