Fanfic: Dämmerung (5)
hat....." Goten fehlten die Worte. Es war alles so sinnlos und
<br />
leer. Warum sollte er noch sprechen?
<br />
<br />
Goku setzte sich ins Gras und lehnte sich müde gegen den Baum, Goten
<br />
stützte sich an den Türpfosten... Eine Weile schwieg er, ohne die
<br />
Zeit zu registrieren, wie sie dahin floß, wie sie verging...
<br />
<br />
"Er wird nie wieder so sein wie er war."
<br />
<br />
Goku nickte sachte.
<br />
<br />
"Ja. Ich habe ihn getötet."
<br />
<br />
<br />
<br />
<br />
<br />
<br />
<br />
Epilog
<br />
<br />
Eine milde Brise streicht über Gotens stilles Gesicht. Mit einem
<br />
kräftigen Atemzug zieht er die frische Luft in seine Lunge und hält
<br />
einen Augenblick die Luft an, als wolle er längst Vergangenes wieder
<br />
zurückkehren lassen und für immer festhalten. Doch er muß ausatmen,
<br />
muß freilassen, was nicht gebändigt werden kann.
<br />
<br />
Zaghaft sieht er herab, lenkt seinen Blick auf den grauen Stein, der
<br />
vor ihm ins Gras gebettet ist und seufzt.
<br />
<br />
Prinz Vegeta II
<br />
<br />
732-788
<br />
<br />
<br />
In Jedem von uns ist ein Stück Zeit, dass uns Unsterblichkeit
<br />
verleiht.
<br />
<br />
<br />
<br />
Wieder und wieder kriecht Gotens Blick über die Schriftzeichen. Oft
<br />
hatte er sich gewünscht, Saiyanisch zu beherrschen, um den Satz auch
<br />
in Vegetas Sprache einmeißeln zu lassen. Doch letztendlich wusste er
<br />
nicht einmal, ob es Vegeta auch wirklich gefallen hätte. Noch einmal
<br />
läßt er sich in seine Erinnerungen fallen, die immer wieder einen
<br />
kalten Schauer in seinem Körper auslösen.....
<br />
<br />
Damals, nur zwei Tage nachdem er mit seinem Vater gesprochen hatte,
<br />
war Vegeta repariert gewesen. Er hatte die Augen aufgeschlagen und
<br />
sich wortlos aufgesetzt. Bulma war ihm um den Hals gefallen und hatte
<br />
ihn willkommen geheißen, auch Trunks war beinah blind vor Freude
<br />
gewesen und hatte lauthals gejubelt. Nur Goten selbst und Goku waren
<br />
still geblieben... Und was danach passiert war, würde Goten nie
<br />
vergessen.
<br />
<br />
Vegeta war aufgestanden, steif und dennoch geschmeidig, hatte Goten
<br />
lange und vielsagend angesehen, bevor er an Goku vorbei gegangen war
<br />
und das Zimmer verlassen hatte... Wie ein Geist.
<br />
<br />
In den nächsten Wochen war wieder ein normaler Zustand eingekehrt,
<br />
Goku und Vegeta hatten täglich trainiert, saßen sogar manchmal
<br />
zusammen vor dem Fernseher und sprachen über alte Zeiten....Goten
<br />
hatte sich daran gewöhnt, doch eines Tages kam Goku blaß nach Hause
<br />
und erzählte langsam aber zutiefst erschüttert, dass Vegeta plötzlich
<br />
keine Regung mehr getan hatte... Er hatte einfach dagesessen und
<br />
hatte auf den ersten Blick ausgesehen, als schaute er auf den
<br />
Fernsehapparat... doch er war nicht mehr bei sich gewesen, sein
<br />
Energiekreislauf war gestoppt und er hatte sich
<br />
ausgeschalten....einfach so....
<br />
<br />
So wie andere einfach starben.....
<br />
<br />
Goten versucht die Erinnerungen aus seinem Kopf zu jagen wie sie
<br />
vergebens versucht hatten, Vegeta noch einmal ins Leben zurück zu
<br />
rufen. Doch es gibt Fehler, die man nicht wieder gut machen kann...
<br />
<br />
Bedrückt kniet Goten nieder und berührt das kalte Gestein.... Es ist
<br />
ein schlichtes Grab, doch es verfehlt nicht seine majestätische
<br />
Wirkung.
<br />
<br />
"Es geht uns allen gut..." flüstert Goten so wie er es immer tut,
<br />
wenn er Vegeta besucht.... Sein Vater kommt nie an die letzte
<br />
Ruhestätte des Prinzen.....
<br />
<br />
Doch Goten will keine Gedanken daran verschwenden. Er hat durch
<br />
Vegeta gelernt, dass jede Sekunde wertvolle Zeit ist, die er nutzen
<br />
soll.....
<br />
<br />
Durch die Erlebnisse von damals ist Goten gealtert.... seelisch viel
<br />
weiter vorangeschritten als alle anderen in seinem Alter. Doch er
<br />
bereut nichts..... er bereut keinen Moment seines Lebens.... Er liebt
<br />
es, zu leben....
<br />
<br />
Noch während er darüber sinniert wie es nun in Zukunft weitergehen
<br />
wird hört er Schritte hinter sich. Knirschend geht jemand über die
<br />
Kieselsteine und Goten erkennt ihn sofort.
<br />
<br />
"Komm Chibi, es ist spät. Und kühl wird es auch langsam."
<br />
<br />
"Ja...nur noch einen Moment...." lacht Goten leise und tätschelt den
<br />
Grabstein seines Onkels, bevor er liebevoll versichert, dass er bald
<br />
wieder kommen wird. Schließlich richtet er sich auf und grinst.
<br />
<br />
"Ich bin gleich groß wie du Koi."
<br />
<br />
"Ja, aber du hast ja auch lange genug gebraucht, Kleiner."
<br />
<br />
"Ach, sei still."
<br />
<br />
Trunks legt seinen Arm beschützend um Gotens Schulter und drückt ihn
<br />
etwas fester an sich als er es früher getan hatte.....
<br />
<br />
Gemeinsam und schweigend verlassen sie den Friedhof. Doch Goten muß
<br />
lächeln....
<br />
<br />
Ich beneide dich.
<br />
<br />
Du bist etwas einzigartiges gewesen, etwas, dass mich tief berührt
<br />
hat, etwas, dass mich nie loslassen wird, bis ich dir folgen werde.
<br />
<br />
Ich beneide dich, denn du bist du, und du bist du geblieben.
<br />
<br />
Und am Ende ist das das Einzige, was wirklich zählt.
<br />
<br />
<br />
<br />
Ende
<br />
<br />
*****************************
<br />
<br />
<br />
<br />
So das war nun.
<br />
Bye
<br />
Yuki
<br />
p.s. schreibt mir bitte wie euch das Ende gefallen hat und was ich bei meine nächsten FF´s verhindern sollte damit sie euch besser gefallen.
<br />
<br />