Fanfic: Pan und Trunks - Wenn alles doch so einfach wär
noch ziemlich verschlafen, schaute auf den Wecker. Schon zehn nach Acht!
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„Scheiße.“, entfuhr es ihm und zog sich schnell an. In einer Rekordszeit war er am Frühstückstisch, schnappte sich ein Brötchen und rannte los. Nein, er flog los. Ging doch wesentlich schneller.
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Nach fünf Minuten war er in der Schule angekommen und rannte die Treppen so schnell es ging hoch. Trunks rannte zum Klassenzimmer, riss die Tür auf und… nichts! Niemand war da. Na gut, sein ausgesprochener Lieblingslehrer stand an seinen Pult und sah ihn ärgerlich an. Das fehlte ihm noch! Niemand hatte ihm gesagt, dass sie dieses Ekel als Klassenlehrer bekommen würden. Das war nicht nur unfair, sondern äußerst brutal! >Lieber würde ich die Hölle durchschreiten als bei dem zu haben!<, dachte Trunks.
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„Was ist? Möchten Sie noch ewig im Türrahmen stehen bleiben? Aber genug der Rede. Im Gegensatz zu den anderen sind Sie der Erste, der hier fast pünktlich eintritt. Übrigens: Ich habe noch keinen „Schönen Guten Morgen“ von Ihnen gehört Herr… Moment… Herr Briefs!“ Trunks hätte ihn am allerliebsten den Hals umgedreht und die Kehle aufgeschlitzt. Doch er wollte es ja nicht gleich an die Spitze treiben. So kam ein genervtes „Schönen Guten Morgen Mr. Fright!“ und er ging ins Klassenzimmer rein. Er hatte kaum einen Schritt getan, da erblickte er Pan, die schon eingeschlafen war. >Ein Glück!<, dachte Trunks und ging etwas rot auf seinem ursprünglichen Platz und dieser war natürlich ausgerechnet… neben Pan!
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Es vergingen ziemlich genau zwei sehr interessante Unterrichtsstunden. Dann kam auch endlich der Erlös: Die anderen Schüler wollten ins Klassenzimmer gehen, doch Mr.Fright fing sie ab und hielt ihnen eine Strafpredigt. Son-Goten schaffte es sich vorbeizudrängeln, ohne das sein Lehrer etwas merkte, und ging zu seinem Platz, der eigentlich nur noch sein ehemaliger Platz genannt werden konnte, da Pan da schon saß (und immer noch schlief). „Seit wann sitzt sie denn schon hier?“ Trunks zuckte die Schultern.
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„Schätze mal so seit zwei Stunden.“ Son-Goten grinste.
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„Verstehe. Und du, mein bester Freund und Herzensbrecher, sitzt wohl ganz zufällig neben ihr oder wie?“
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„Halt einfach die Klappe, kapiert?!?“ Son-Goten setzte sich neben Pan und musterte Trunks.
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„Sag mal, was ist denn eigentlich gestern zwischen euch beiden vorgefallen? Zwischen dir und Pan?“ Trunks schaute aus den Fenster.
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„Geht dich nichts an!“
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„Dann habt ihr euch also geküsst?“ Bei diesem letzten Wort zuckte Trunks etwas zusammen.
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„Also stimmt es?“
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„Ja verdammt noch mal und jetzt lass mich in Ruhe, okay?“ Er haute mit der Faust auf den Tisch. Pan wurde dadurch wach und streckte sich. Kaum registrierte er Pans fragenden Blick, drehte sich Trunks wieder zum Fenster. Pan musste echt nicht sehen, dass er bis über beide Ohren knallrot war.
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„Was hat er denn?“, fragte sie Son-Goten, der darauf die Schultern zuckte.
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„Das wird er dir wohl lieber selbst erklären.“, antwortete er und grinste sie frech an. Pan verstand nun gar nichts mehr und richtete ihren Blick zur Tafel, wo schon einiges geschrieben stand.
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„Hey Pan, was ist denn mit dir los? Geht es dir nicht gut oder warum schaust du so deprimiert?“ Bra sah ihre Freundin besorgt an. Pan schüttelte den Kopf. Bra wartete auf eine Antwort, doch sie bekam keine.
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„Na gut, dann eben nicht. Bis morgen!“ Sie biegte an einer Straßenmündung ein. Pan seufzte und setzte dann zum Flug an.
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Zu Hause angekommen, ging sie gleich in ihr Zimmer und schmiss sich auf’s Bett. Sie holte aus der Schublade des Nachttisches neben ihren Bett ihr Tagebuch heraus und begann zu schreiben:
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Hallo!
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Eigentlich müsste ich ja super froh sein, aber so ist es leider nicht. Vorgestern haben wir unsere Freunde besucht. Ich hatte ja gedacht, dass das totaaal langweilig wird, aber dann sind ja zum Glück Bulma, Vegeta, Bra und Trunks aufgetaucht. Trunks… Bra hatte mir gar nicht erzählt, dass sie einen Bruder hat. Und dazu noch einen total süßen. Er müsste ungefähr 17/18 sein, da er ja mit Son-Goten in eine Klasse geht (wie ich erfahren habe). Jedenfalls hatten uns die anderen allein gelassen, uns „Teenagerguppe“. Son-Goten und Bra haben sich auch aus den Staub gemacht und Trunks und mich unser Schicksal überlassen. Wir hatten ein bisschen, aber wirklich nur ein bisschen gequatscht. Plötzlich ist mir ein Sandkorn ins Auge gekommen. Trunks hat sich sofort um mich gekümmert. Als ich wieder richtig sehen konnte, waren unsere Gesichter so nah beieinander. Vor Schreck bin ich mit dem Stuhl umgekippt und weil Trunks sich auf die Stuhllehne gestützt hatte, verlor er ebenfalls das Gleichgewicht und stürzte mit zu Boden. Und dann geschah es: Trunks hat mich leibhaftig geküsst!!! Aber nicht auf die Wange, sondern richtig auf den Mund!!! Mein erster richtiger Kuss!!!
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Es war so wunderschön! Dieses Gefühl werde ich garantiert nie vergessen! Von da an wusste ich, dass ich Trunks wirklich liebte!
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Allerdings kam dann Vegeta raus und sah was geschehen war. Er brüllte rum und fragte was das solle. Am liebsten wäre er auf mich losgegangen. Der dachte wohl, dass ich Trunks verführt habe oder so! Doch Trunks hatte mich sofort in Schutz genommen und beteuert, dass da gar nichts zwischen uns passiert war! Außerdem hätte sein Vater keine festen Beweise. Er hat sich sogar richtig schützend vor mich gestellt! Voll süß!!!
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Und heute kam der Schlag: er hat nicht ein einziges Mal mit mir geredet! Ich sitze jetzt zwar neben ihm, aber trotzdem tut sich nichts. Wie es überhaupt geht, dass ich in seiner Klasse bin, obwohl ich erst 15 Jahre alt geworden bin??? Ich hatte eben eine Klasse übersprungen. Das ist alles! Bra blieb in ihrer Stufe. Zwar Schade aber na ja, ist halt so! Nun wieder zum eigentlichen Problem:
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Ich weiß nicht was ich machen soll! Ich wollte ihn nur was fragen, doch er hat nicht mal…
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„Pan, Telefon für dich! Ein gewisser Trunks!“ Pan raste sofort die Treppen runter. >Ich schaffe mir doch mal ein eigenes Telefon an! Ist besser so!< Sie riss ihrer Mutter den Hörer aus der Hand und ging wieder nach oben. Hatte doch was positives, dieses schnurlose Ding.
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„Ja, Pan hier? Was gibt’s?“, fragte sie ziemlich aufgeregt, nachdem sie die Tür zugemacht und verschlossen hatte.
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„Hallo Pan, ich bin’s! Ich wollte mich für heute entschuldigen… Tut mir echt Leid.“ Pan sagte nichts.
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„Bist du noch dran?“ Pan wurde aus ihren Gedanken gerissen.
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„W-was? Äh… ja, klar. Natürlich! Hör mal, ich würde gerne mit dir reden. Hast du Zeit? Vielleicht jetzt?“
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„Warte mal, ich glaube… ja. Ist okay. Soll ich dich abholen?“
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„In Ordnung.“
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„Gut dann bis gleich! Ciao!“
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„Ja, ciao!“ Pan drückte den Hörer an die Brust. Ihr Herz machte Freudensprünge.
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>Tja, wer hätte das gedacht? Jetzt habe ich doch tatsächlich ein Date mit Trunks!<
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„Jippie!“ Sie sprang in die Luft. Doch dann bekam sie einen Schreck!
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„Ach du Schande! Ich hab ja gar nichts zum Anziehen! Mist!“
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„Ich bin mal weg.“ Trunks ging die Treppen runter.
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„Wo willst du hin?“ Bulma steckte ihren Kopf aus der Küche raus.
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„Zu nem‘ Freund.“
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„Heißt dieser Freund zufällig Pan?“
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„Okay zu ner‘ Freundin. Erzähl aber Dad nix, ja?“ Bulma zwinkerte ihm zu.
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„Keine Sorge. Ich erzähle ihm schon nichts von deinem Date.“
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„Das ist kein Date.“
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„Wie du meinst.“ Trunks ließ die Diskussion stecken und machte sich auf den Weg. Nach zehn Minuten war er bei Pan. Trunks klopfte an die Tür. Son-Gohan öffnete ihm.
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„Oh, hallo Trunks. Du willst sicher zu Son-Goten?“
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„Ähm ja, sozusagen.“ Son-Gohan gab ihm Bescheid das er ihn holen würde (war gerade zu Besuch). Als er weg war, kam Pan so schnell es ging die Treppen runter. Trunks rief noch: „Hat sich schon erledigt! Danke!“ und machte sich dann mit Pan auf den Weg. Nach einer Weile erreichten sie ein Eiscafe und sich setzten sich draußen an einen freien Tisch. Beide gaben ihre Bestellungen auf und schwiegen sich an. Schließlich fasste Pan sich ein Herz und brach das Schweigen.
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„Trunks, ich… ich wollte doch mit dir reden…“
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„Ja und?“
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„Also, ich wollte dich fragen… dich fragen, ob dir dieser, unser Kuss etwas bedeutet hat?“ Trunks lief rot an und sah zur Seite.
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„Ja, der Kuss… es war ja eigentlich nur ein Versehen nicht wahr? Sozusagen ein Unglück.“
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„Verstehe…“
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„Was verstehst du?“ Pan winkte ab.
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„Ach, ähm… nichts! Rein gar nichts! Hahaha!“ Allerdings gab es ihr schon einen Stich ins Herz, dass Trunks es nur als Unglück ansah.
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„Also, ich wollte damit nur sagen, dass es völlig absichtslos passiert ist und das unsere Freundschaft dadurch nicht in die Brüche gehen sollte, okay?“ Trunks sah sie unsicher an. Pan nickte.
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„Ist okay! Logisch war das nur ein Versehen! Ich will doch auch nicht, dass unsere Freundschaft zerbricht! Du, ich muss jetzt los, ja? Also, dann bis morgen!“ Sie stand hastig auf und rannte aus dem Café. Pan konnte nicht mehr. Das war ihr echt zu viel. Sie dachte, dass Trunks der Kuss wenigstens ein bisschen bedeutet hatte. Und nun kam heraus, dass er sie gar nicht küssen wollte, dass sie ihm so völlig egal war? Pan rannte und kam schließlich zu Hause an. Als sie die Tür hinter sich schloss fiel ihr plötzlich ein, dass sie ihre Tasche im Café gelassen hatte. Ein Glück, dass ihre Eltern gerade nicht da waren. Sie ließ sich an der Tür herunterrutschen und weinte. Nicht mal fünf Minuten später klopfte es an der Tür.
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