Fanfic: Pan und Trunks - Wenn alles doch so einfach wär
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„Pan, bist du da? Du hast deine Tasche vergessen und ich wollte sie dir vorbeibringen. Pan?“ Sie schreckte hoch. Auch das noch! Was sollte sie denn jetzt machen? Pan blieb ruhig am Boden sitzen und gab keinen Mucks von sich.
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„Versteh‘ ich nicht. Sie müsste doch da sein? Gut, dann eben nicht!“ Er legte die Tasche vor die Tür und ging.
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Pan wartete noch etwas. Als sie ganz sicher war, dass Trunks nicht mehr vor der Tür stand, öffnete sie sie und holte die Tasche rein. Kurz bevor sich die Tür wieder schließen wollte, stellte Trunks einen Fuß dazwischen.
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„Hab ich dich! Kannst du mir mal bitte sagen warum du nicht aufmachst?“ Pan sah ihn erschrocken an und schmiss ihn die Tür genau vor sein Gesicht zu. Trunks hatte es gerade noch geschafft seinen Fuß wegzuziehen bevor sie zuschnappte. Er seufzte, beschloss morgen in der Schule noch mal mit Pan zu reden und flog nach Hause.
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Pan ging auf ihr Zimmer und schlief noch im selben Moment unter Tränen ein.
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„Moin moin Pan! Na wie geht es dir heute? Alles im Lack?“ Son-Goten ging neben seiner Nichte her. Diese antwortete nicht, sondern schweigte vor sich hin.
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„Komm, lach mal wieder, hm?“ Er zog eine Grimasse, doch Pan schaute ihn nicht mal an.
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„Hey, was ist denn los mit dir? Du siehst ja aus wie sieben Tage Regenwetter!“ Keine Bemerkung.
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„Kann es sein, dass irgendetwas zwischen dir und Trunks vorgefallen ist?“ Pan blieb stehen und sah ihn wütend an.
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„Also?“
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„Halt einfach die Klappe, okay?“ Sie rannte an ihn vorbei und eilte in den Schulhof hinein.
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„Hey, warte mal. Hast du mir nicht was zu sagen?“ Trunks stellte sich ihr in den Weg. >Okay, bleib ganz cool!<, dachte Pan und holte tief Luft.
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„Was sollte ich dir denn zu sagen haben?“
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„Zum Beispiel warum du mir gestern die Tür vor die Nase zugeschmissen hast?“
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„Sorry!“ Pan schob ihn zur Seite und ging weiter. Trunks ging ihr hinterher.
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„Ich möchte bitte eine Antwort haben!“ Sie antwortete nicht und lief einfach weiter. Trunks reichte es und hielt sie am Handgelenk fest.
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„Was soll das? Lass mich los!“
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„Erst wenn du mir eine Antwort gibst!“
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„Ich will aber nicht!“
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„Pan!“
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„Was?“
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„Ich warte.“ Pan drehte sich zu ihm um, sah ihn aber nicht an, sondern blickte stur zu Boden.
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„Also gut, dann sage ich dir den Grund!“ Sie war eigentlich fest entschlossen gewesen, es Trunks zu sagen, doch nachdem sie ihn in die Augen gesehen hatte, änderte sie ihre Meinung.
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„Also, nun… mir ging es mir nicht so gut.“ Mit diesem Satz löste sie sich von ihm und lief ins Schulgebäude. Trunks stieß einen Seufzer aus und machte sich ebenfalls auf dem Weg. Er hatte keine Lust zum Unterricht zu spät zu kommen. Noch dazu bei seinem Lieblings- und Klassenlehrer.
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„Nun, nachdem wir die Anwesenheitsliste kontrolliert haben, schlage ich doch mal eine mündliche Kontrolle vor.“ Die Klasse stöhnte.
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„Dann werden wir mal sehen was bei Ihnen noch so alles vom letzten Schuljahr hängen geblieben ist. Und damit keine Fragen offen bleiben: Diese Abfrage wird natürlich bewertet. Keine Sorge!“ Mr. Fright kramte in seinen Unterlagen, zog einen Zettel heraus und suchte anschließend nach seinem „Opfer“ im Klassenbuch in der Schülerleiste. Schließlich blieb er bei einem Namen stehen und lächelte fies.
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„Nun gut. Dann fangen wir mal mit Fräulein Zon an.“ Keiner stand auf.
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„Pan, würden Sie bitte aufstehen?“ Pan sah ihn fragend an.
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„Tut mir Leid, aber ich heiße nicht „Zon“. Mein Nachname ist „Son“!“ Die Klasse lachte.
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„Ruhe bitte. Also gut, dann eben Fräulein Son.“ Sie stand auf.
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„Dann erzählen Sie uns bitte etwas über die Kolonialmächte Europas.“ Pan stutzte.
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„Entschuldigung, aber dass hatte ich noch gar nicht behandelt! Ich kann Ihnen darüber nichts erzählen!“
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„Dann wäre es Ihre Pflicht gewesen, sich zu informieren.“
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„Aber das ist unfair!“
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„Was hier unfair ist und was nicht, dass bestimme immer noch ich!“ Die Klasse lachte erneut.
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„Würden die Herrschaften wohl ruhig sein oder wäre es Ihnen lieber eine Klausur zu schreiben?“ Die Klasse war plötzlich mucksmäuschen still.
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„Nun denn, wenn Sie endlich anfangen würden?!?“
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„Ich habe Ihnen doch schon gesagt, dass ich…“ Pan wurde langsam wütend.
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„Verstehe. Natürlich verbringen Sie ihre wertvolle Zeit in der Schule, und nach der Schule versteht sich, nicht damit sich zu informieren oder zu lernen. Sie bevorzugen wohl eher die männlichen Teile der Klasse auf sich aufmerksam zu machen? Nein, wie heißt es so schön in ihrer Sprache? Genau, die jungen Herren geil zu machen?“ Pan wurde rot.
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„Ich glaube es wäre für uns alle das Beste, wenn Sie etwas wenig aufreizenderes anziehen würden. Damit wäre uns allen sehr…“ Trunk haute mit der Hand auf den Tisch und stand auf.
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„Macht es Ihnen eigentlich Spaß andere Schüler runter zu machen?“ Alle sahen nun zu Trunks. Fright räusperte sich.
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„Mein lieber Herr Briefs“, begann er, „ich verbitte mir diese Lautstärke. Und wie kommen Sie überhaupt darauf, dass ich diese junge Dame hier erniedrigen oder heruntermachen will? Davon ist doch gar nicht die Rede! Ich weise sie lediglich darauf hin, dass sie sich eine etwas schulischere Kleidung zu legen sollte. Sonst nichts.“ Er sah Trunks mit einem Blick an, der sein Tod bedeuten könnte. Trunks würde sogar darauf wetten, dass er ihn innerlich zerfleischte.
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„Es gibt Ihnen trotzdem nicht das Recht so mit ihr umzuspringen!“ Fright ließ sich aber ganz und gar nicht von dem was Trunks sagte einschüchtern. Im Gegenteil: Es machte ihm sogar richtigen Spaß ihn so zu sehen.
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„Ich glaube, wir haben jetzt alles geregelt und Sie können sich wieder hinsetzen. Auf der Stelle!“ Trunks setzte sich hin und wünschte sich Fright würde eines grausamen Todes sterben.
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Fright fragte Pan etwas, aber sie antwortete nicht. Es vergingen ein paar Minuten des Schweigens, da klingelte es auch schon zur Pause. Sie blieb auf ihrem Platz sitzen und starrte auf die Tischplatte. Fright hatte inzwischen das Klassenzimmer verlassen. Die anderen aus der Klasse, setzten sich zusammen an einem Tisch und flüsterten. Pan versuchte so gut es ging wegzuhören. Doch sie schaffte es nicht.
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„Die Neue sieht echt aus!“
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„Ja, die hält sich wohl für die Partyqueen.“
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„Also ich würde sie gerne einmal so richtig…“
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„Pst! Musst du so laut sein?“
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„Wieso? Ist doch wahr! Mit der wäre ich wirklich geil!“
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„Klar, wenn das was drin ist, auch wirklich echt ist!“ Die Runde kicherte.
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Trunks sah zu Pan, die sich nicht kein bisschen regte. Plötzlich kam zu ihr ein Junge, der ebenfalls zu der Runde gehörte.
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„Hey Süße, na wie wär’s mit uns? Machst du’s für hundert Mäuse?“ Er ging lachend zu den anderen zurück, die sich nicht mehr einkriegten. Pan stand auf und verließ das Klassenzimmer.
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„Pan, hey warte doch mal!“ Trunks eilte ihr hinterher. Sie blieb stehen und er trat zu ihr.
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„Komm, nehm‘ es nicht persönlich! Du kannst ech…“ Pan unterbrach ihn.
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„Seh‘ ich wirklich aus wie eine… Schlampe?“ Sie sah ihn an. Ihr Gesicht war total verheult. Trunks umarmte sie und hielt sie an den Hüften fest. Er schüttelte den Kopf und lächelte.
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„Blödsinn. Das ist doch gar kein Vergleich. Im Gegenteil: Ich sehe nur ein ziemlich hübsches Mädchen vor mir, dass wirklich was aus seinen Stärken macht. Und dazu auch gar nicht mal dumm und auf den Mund gefallen ist.“ Trunks strich ihr eine Strähne aus dem Gesicht. Pan schniefte und lächelte etwas.
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„Wenn du meinst.“
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„Na klar! Außerdem bist auch selbstbewusst.“
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„Stimmt nicht.“
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„Doch.“
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„Nein!“
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„Hörst du wohl auf mir zu widersprechen?“
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„Ich denk nicht dran!“ Die beiden sahen sich an und lachten. Er strich ihr über die Wange.
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„Und jetzt hör auf zu weinen, okay?“ Pan nickte.
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„Siehst du. Einfach nichts auf das Gelaber der anderen hören! Erstens erzählen die nur Schrott und zweitens sind sie nur neidisch, weil dir doch alles steht! Und du auch ziemlich süß bist!“
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„Danke für das Kompliment!“ Trunks überlegte kurz. Er hatte sie doch nicht wirklich süß genannt? Er wurde rot.
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„Ähm, na ja… ich meine, bestimmt finden das andere und… nun, äh… also…“ Sie sahen sich in die Augen. Und schon im nächsten Moment küssten sie sich. Kaum hatten sich die beiden gelöst, küsste Pan ihn schon wieder.
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„Und war das wieder ein Versehen oder ein Unglück?“ Sie blickte zu Boden.
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„I-ich glaube kaum… Wohl nicht.“
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„Dann kann ich es dir ja sagen: Also, ich habe mich echt total in dich… verknallt!“ Mit diesen Worten zischte Pan an Trunks vorbei, holte ihre Tasche und ging ins Sekretariat. Es war schwer zu sagen, wer von den beiden am ehesten einer Tomate glich. Da gab es kaum einen Unterschied.
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Pan lief pfeifend die Einkaufsstraßen entlang. Endlich hatte sie es ihm gesagt! Zwar wusste sie nicht, ob Trunks sie wirklich liebte, aber es war erst einmal raus! Und darüber war sie doch ziemlich froh. Nachdem sie in einem Hochzeitsgeschäft Halt gemacht hatte, um sich die weißen Kleider anzusehen, flog sie nach Hause. Dort angekommen musste sie ihren Eltern erst einmal erklären, warum sie schon so früh wieder kam. Nach einer kleinen Lüge, war auch diese Hürde überwunden und Pan ging in die Küche und machte sich einen Tee. Sie setzte sich auf die Couch und schaltete den Fernseher an.
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Ungefähr eine Stunde später,