Fanfic: Das kaltherzige Mädchen Staffel2. Kap.22
Kapitel: Das kaltherzige Mädchen Staffel2. Kap.22
Hallo! Da bin ich mal wieder! Ich weiß, es hat sehr sehr lange gedauert, aber ich hoffe ihr seid mir nicht all zu böse. ^^<br />
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Kap. 22 Die Ferien fangen an<br />
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„Marie! Hör auf ich kann nicht mehr!“ Sakura lacht aus vollem Halse. Marie kitzelt ihre empfindlichste Stelle und lässt auch nicht mehr locker. „Sag das Zauberwort Sakurachen!“ Grummelt versucht diese ihren Lachkrampf zu unterdrücken und schafft mit größter Mühe die Worte auszusprechen. „Bitte, allerliebste Marie, bitte hör auf mich zu kitzeln!!!“ Marie erbarmt sich und lässt Sakura in Ruhe. Nach Luft schnappen hält sich Sakura ihre Rippen, die vom Lachen ein wenig schmerzen. „Danke“, murmelt sie ganz außer Atem. „Keine Ursache!“, grinst ihre Freundin und steht auf. „Du, ich sollte langsam mal gehen. Wer weiß was meine Eltern dazu sagen wenn ich erst um 24 Uhr nach Hause komme. Heute sind nämlich meine Großeltern zu Besuch!“ Sakura nickt leicht und geleitet sie noch zur Tür. Mit einer leichten Verbeugung spricht sie. „So meine Dame! Leben sie wohl!“ Marie kichert leise und umarmt das Mädchen vor ihr. „Ruf mich mal an wenn du wieder mal Zeit hast!“ <br />
„Jo, das mach ich!“ Marie verschwindet die Straße hinunter und Sakura betritt seufzend das haus. Manchmal kann ihre Freundin echt anstrengend sein. In Gedanken versunken geht sie in die Küche und schmiert sich ein Brot. Ihr knurrender Magen verfolgt sie schon eine ganze Weile. > Ich glaube ich mach mir einen gemütlichen Fernsehabend. < <br />
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Als Sakura müde auf die Uhr erschrickt sie fast zu Tode. >Herr im Himmel! Es ist ja schon 3 Uhr durch! Verflixt…und morgen ist die…..Verhandlung…< Sie schaltet den Fernseher aus und legt sich sofort zum schlafen hin. Warum haben ihre Eltern denn nichts gesagt? Wollten sie ihre Tochter in Ruhr lassen? Da fällt ihr ein…die Schuhe und der Mantel ihrer Mutter sind weg gewesen als sie mit Marie zurückgekommen ist. Aber sie muss ihre Gründe gehabt haben. Unruhig in dieser Nacht wälzt sich Sakura hin und her. Sie hat fürchterliche Albträume. Träume von Matt, Tod und Gewalt. Schweißgebadet und mit einem fiebrigen Glanz in den glasigen Augen schreckt sie auf. Sie hält ihre Hand über die Augen und atmet tief durch. Ihr Brustkorb hebt und senkt sich heftig. > Ich glaub….ich brauche erstmal ein kalte Dusche… < Mit zitterndem Knien tastet sie sich zum Badezimmer und lässt ihre Kleidung fallen. Das kalte Wasser fühlt sich wie viele kleine Nadelstiche auf ihrer Haut an. Erschrocken keucht sie auf als ihr plötzlich schwarz vor Augen wird. Sie klammert sich an den Duschvorhang… und dann ist alles vorbei. Wackelig steigt sie aus der Dusche und zieht sich einen Bademantel über. > Wie spät ist es eigentlich? < Sie tapst langsam in ihr Zimmer zurück und schaut auf ihren Wecker. 8.50 Uhr. > Ich sollte mich anziehen und Frühstücken gehen… < Sakura verzehrt gerade ein Brötchen, als ihre Eltern angezogen in die Küche kommen. „Morgen Schatz!“, murmelt Samy verschlafen und setzt sich einen Kaffee auf. „Morgen“, erwidert Sakura gespielt fröhlich und munter. Ihr Vater nickt ihr nur kurz zu. Am Morgen ist er nie gut auf sich zu sprechen. <br />
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Eine Stunde später sitzen sie in dem schwarzen Jaguar und fahren durch die Großstadt. Keiner spricht auch nur ein Wort. Schweigend gehen sie auch zum Gerichtssaal. Ihre Mutter vertritt Sakura und diese stellt sich schon mal darauf ein dem Richter ihre Meinung zu geben, was Matt betrifft. Stumm sitzt sie auf dem äußerst harten Stuhl und lässt das Gespräch an sich vorbeirauschen. Hin und wieder muss sie ein paar Fragen beantworten und sogar in den Zeugenstand gehen und das ganze Geschehen erzählen. Ohne jegliche Emotion in der Stimme redet sie wie ein Roboter daher. Am Nachmittag wird sie endlich entlassen, doch auch zu Hause möchte sie erst einmal keinen sehen. Ihre Eltern respektieren das und bringen ihr nur etwas zu Essen hoch. Tony kommt auch etwas später vorbei, wird aber von Dave nach Hause zurück geschickt. Sakura braucht noch Ruhe um das alles zu verarbeiten. Ein wenig gekränkt stimmt der junge Mann dennoch zu.<br />
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„Sakura! Hast du schon den Brief deiner Tante gelesen?“, ruft Samy aus der Küche zum Wohnzimmer hinüber. „Ja Mum!“ Natürlich hat Sakura die Einladung nicht vergessen. Sie ist lange nicht mehr in Miami gewesen. „Und was sagst du dazu?“, fragt ihre Mutter weiter. „Das ist eine super Idee! Ich freu mich schon drauf!“ Samy lacht auf. „Dann kannst du ja gleich deine Sachen packen! Aber eine Frage noch…wen nimmst du denn mit?“<br />
Sakura überlegt kurz sagt aber schließlich grinsend. „Weiß ich noch nicht! Mal gucken…“ Die 17 Jährige verdrängt ihren Kummer. Es hat keinen Sinn sich so zu verschließen. Sie mag nicht den Menschen, die sie liebt, Sorgen bereiten. Also setzt sie ein Lächeln auf und verschwindet in ihrem Zimmer um erst einmal wieder Musik zu hören… Die Tage vergehen schnell, Sakura geht schon wieder zur Schule, meidet aber die meisten und redet nur mit Tony. Sie hat sich entschieden ihn mitzunehmen. Er ist auch hellauf begeistert. Lange hat er kein Urlaub mehr gehabt, so kann er endlich wieder ausspannen. Am Freitag soll es losgehen und fertig um 9 Uhr in der Früh steigen sie in den großen Wagen der Colds. Sakura und Tony quatschen die ganze Fahrt über viele belanglose Dinge. <br />
Am Abend fahren sie langsam den breiten Kieselweg zu der Villa hoch. Das große schwere Eisentor wird hinter ihnen von dem Wachmann geschlossen. Zwei Wege führen zu der Eichentür und in der Mitte dieser steht ein atemberaubender Springbrunnen. Sakura staunt nicht schlecht. Wie lange ist doch nicht mehr hier gewesen. Tony bewundert das riesige Gebäude. Gleich über der Eingangstür, zwei Stockwerke höher ist eine Sonnenterasse angebaut. <br />
„Da seid ihr ja endlich! Ich hab schon auf euch gewartet!“ Eine schlanke Frau Mitte 40 kommt aus dem Garten auf sie zugelaufen. Sie trägt ein hellgelbes, oranges Sommerleid und einfache Sandaletten. Samy begrüßt ihre Stiefschwester. Dave tut es ihr gleich und die beiden „Kleinen“ bekommen einen Schmatzer auf die Wange. Tony schaut seine Freundin an. Diese schüttelt aber nur grinsend den Kopf und folgt, mit einem Teil des Gepäcks, ihrer Tante ins Haus. <br />
„Ist das nicht wunderbar hier?“, fragt Sakura. Sie steht mit weit ausgebreiteten Armen am Strand, den Kopf in den Himmel gerichtet und die Augen geschlossen. Das Meer rauscht in ihren Ohren und ein wohliges Gefühl macht sich in ihrem Körper breit. Schon lange hat sie nicht mehr diese Ruhe gespürt. Tony dagegen blickt in Richtung des tosenden Wassers, die Gischt schäumt auf, ist so weiß wie die Flocken von Schnee. Die Wellen brechen an den herausragenden Steinen und das Kreischen der Möwen erfüllt den Strand. Langsam nimmt das Mädchen ihre Arme hinunter und schaut zu ihrem Freund. Dieser guckt wie gebannt auf die hohen Wellen, die in einem blau-grünen Schimmer leuchten. Verwundert stellt sie sich vor ihm. „Hey Tony!“ Da sie einen halben Kopf kleiner ist stellt sie sich auf die Zehenspitzen um mit ihm auf gleicher Augenhöhe zu sein. Der Junge erschrickt und verdattert starrt er Sakura an. „Wie? Was hast du eben gefragt?“ Ein sanftes Lächeln breitet sich auf ihren Lippen aus und ihre Augen nehmen einen tadelnden Ausdruck an. „Sorry… ich war nur in Gedanken…“, murmelt er verlegen. „Du magst das Meer wohl sehr oder?“ Ein Nicken genügt ihr zur Antwort und sie lässt sich neben ihm auf den heißen Sand fallen. Tony tut es ihr gleich und zusammen schauen sie sich den Sonnenuntergang an, der den Himmel in ein orangerot eintaucht. Nachdem auch die letzten Strahlen der Wärme verschwunden sind und sich eine leichte Kühle bemerkbar macht, beschließen die Jugendlichen zum Haus zurückzukehren. Mit einem wahren Festmahl werden sie erwartet und Klara bittet sie an den Tisch. <br />
Tony und Sakura teilen sich ein Zimmer, in dem zwei Betten sind, die an der Fensterseite stehen. Eine große Couch nimmt die linke halbe Wand ein und davor steht ein Fernseher. Ein Kleiderschrank ist denen gegenübergesetzt und ein Schreibtisch steht neben der Tür. Ein Balkon gibt es nicht. Schnell schlafen sie ein und warten traumlos darauf, dass der neue Tag beginnt. <br />
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„Und, was habt ihr heute so vor Kinder?“, fragt Samy ihre Tochter und Tony, die dabei sind sich das Frühstück hinunter zu schlingen. „Also, erstmal wollen wir schwimmen gehen, danach unten ein wenig Billard spielen, zu Mittag essen und danach noch die Stadt erkunden.“ Sakuras Mutter nickt kurz und widmet sich wieder ihrem Essen. Sakura packt noch schnell ihre Badesachen, den Bikini hat sie schon an, läuft hinunter zur Tür, an der Tony wartet und macht sich mit ihm auf den Weg zum Strand. Sie breiten ihre Handtücher aus und entspannen sich eine Weile. „Du solltest dich eincremen!“, meint Sakura nach einiger Zeit. „Hmm… hast Recht!“ Tony bringt sich in eine sitzende Position und fängt an seine Arme, Oberkörper und Beine mit der Sonnenschutzlotion einzureiben. Verstohlen beobachtet Sakura ihn dabei und murmelt: „Soll ich dir beim Rücken helfen, oder kannst du dich so gut verrenken, dass du da ran kommst?“ Überrascht hält der junge Mann in seiner Tätigkeit inne. „Meinetwegen. Hier!“ Er wirft ihr die Tube zu und sie setzt sich hinter seinen Rücken. Vorsichtig verteilt sie ein paar Kleckse auf seiner schon etwas braungebrannten Haut. Danach fängt sie an diese mit kreisenden Bewegungen ihrer Handflächen einzumassieren. Tony gibt einen wohlig klingenden Laut von sich und Sakura lächelt leicht. „So fertig!“, verkündet sie nach einiger Zeit. „Was schon?“, verschmitzt grinst Tony ihr zu. „Dann können wir ja schwimmen gehen!“ Ohne auf eine Antwort zu warten