Fanfic: Veränderungen im Leben- Teil 17

wenn es sein musste. Er wollte immer schnell bereit sein, um sich zu wehren oder gegen sonstige Ereignisse anzukommen. Dem gutgewachsenen Blader graute es vor der Vorstellung, ihn könnte etwas Schadendes im Schlaf überfallen. Also versuchte er jetzt, etwas zu dösen und seine Kopfschmerzen auszukurieren. <br />
Als Kai hinter sich Schritte hörte, erkannte er schon an den leisen Bewegungen und dem federnden Gang, dass es Lyn war.<br />
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„Danke.“, murmelte er plötzlich heiser. Ja, bedanken musste er sich schon dafür, auch wenn er sonst so erpicht darauf war, sie zu sticheln und zu provozieren. Plötzlich durchzuckte es ihn heiß, seine Hand krampfte sich kurz zusammen und für eine Weile drosselte er vor lauter Aufregung seinen Atem. Ein Gefühl durchfuhr ihn. Er merkte, dass er längst nicht mehr mit so einem Vergnügen gegen sie anging, wie noch vor ein paar Tagen. Da wollte er sie tatsächlich mit voller Absicht reizen und zur Weißglut bringen. Doch mittlerweile machte es ihm nicht mehr den Spaß und vor allem gab es für ihn nichts negatives mehr an Gesagtem oder Gehandeltem, womit er sie hätte aufziehen können. Es war sogar alles sehr überragend ausgefallen! Sie hatte Driger zurückgebracht, die BladeBreakers bei sich aufgenommen, Ray seine leuchtenden Augen wieder gegeben und sie sprang über ihren Schatten und hatte sogar ihm, dem starrsinnigen, motzendem, selbstüberzeugtem, eisigem Kai ohne zu Zögern einen Gefallen getan, ihm geholfen. Auch wenn das sehr banal gegenüber den anderen Punkten war! Entweder nahm sie die Animositäten nicht ernst, oder sie hatte einen Glucken- Komplex und konnte nicht anders, als allem zu helfen, was Probleme hatte. Aber tief in sich, wusste er, dass Ray recht hatte. Sie war einfach ein netter Mensch und sehr sozial. Sie würde nicht mal einen unliebsamen Menschen einfach seinem Schicksal überlassen, sondern einschreiten. Aber warum machte sie das? In ihren Augen stand eigentlich etwas anderes geschrieben, denn so glücklich sahen sie nicht aus. Sie waren groß und hatten die Farbe von grünem Labradorit, strahlten zwar, aber nicht vor Freude, vor Glück, vor Zufriedenheit. Es war etwas anderes in ihnen, schimmerte durch die Oberfläche, war aber nicht zu erkennen. Ihm war aufgefallen, dass sich ihr Blick und ihr Ausdruck nur veränderte, wenn sie ihre Tiere ansah und mit ihnen sprach. Dann strahlten ihre Augen voller Wärme, wurden weich und zeigten tiefe Zuneigung. Nur dann.<br />
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Komisch fand er das. Warum, fragte der breitschultrige junge Mann sich selbst. Konnten Menschen, oder ein bestimmter Mensch, ihr nichts geben? Warum wirkten ihre Augen so......leer? Sie funkelten auf, als sie beide sich stritten, aber das nur vor Wut. Sie empfand doch etwas! Wieso wirkte dann aber ihr gesamtes Wesen so, als würde es sich verstellen? Er hatte oft in ihre Augen gesehen. Heimlich, damit niemand etwas bemerkte. Es befremdete ihn, dass er so intensiv über sie nachdachte und vor allem immer wieder in ihre grünen Augen sehen musste und wollte. Wollte? Er schüttelte bestimmend den Kopf. So ein Blödsinn, er guckte sie zufällig an, mehr nicht! Und wieder wusste er tief in sich drinnen, dass er es wollte. Ihre Augen waren wunderschön. Deswegen guckte er in sie. Und er erkannte aus ihnen die bedrückende Stimmung, die Lyn selber nicht zeigen wollte. Sie versuchte sie zu übertünchen, mit bunter Farbe zu bemalen, wie eine karge, trostlose Wand. Äußerlich gab sie sich anders, fröhlich und freundlich. Augen dagegen lügen nicht. Sie geben immer die Seele wieder. Selbst er konnte seinen Augen nicht den Spiegel in die Seele nehmen, es war nicht möglich. Sie drückten die Stimmungen aus, nur erkannte sie nicht jeder und wenigen fiel so was auf. Augen verrieten einiges über andere und sich selbst, da half die bunte Farbe nichts. Kai legte einen Arm hinter seinen Kopf und blinzelte in die Sonne. Sein Kopfweh wurde besser und auch die Regenbogenstreifen, die er an seinen äußeren Sichträndern sah, verschwanden. Er blieb noch eine Weile entspannt so liegen und ließ sich von den Sonnenstrahlen wärmen. Jetzt war sein Kopf leer. Warum er über Lyn nachdachte und ihr Wesen analysierte, war ihm selbst unklar. Zumindest gestand er sich ein, dass ihre Augen einfach ein Hingucker waren und doch lag diese Monotonie darin. <br />
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Dann hörte er fröhliche, laute Stimmen und mit der Ruhe war es erst mal vorbei.<br />
Irgendwann gesellte sich auch Lyn zu ihnen und sah interessiert beim Bladen zu. Kai ertappte sich, wie er unbewusst versuchte, sie nicht groß zu beachten und errötete leicht. Wieso das denn jetzt schon wieder? Innerlich knurrte er. <br />
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Schöne Woche euch allen *winkeundBussi*<br />