Fanfic: Veränderungen im Leben- Teil 19

Pille in die Hand drückte, war es mir plötzlich Glasklar! Ich hatte immer jeden Tag diese Pille geschluckt und wurde somit unter Drogen gesetzt! Damit hatten sie von mir nicht weiter mit Widerstand zu rechnen und ich war zu einer Marionette geworden. Diese Drogen umnachtete meinen Geist und meine Wahrnehmung funktionierte nicht mehr so effektiv wie sonst. Ich war langsam bei der Aufnahme von Geschehnissen um mich. Aber mein Kampfgeist wurde durch diese Tablette nicht gebrochen, ich bestritt Battles genauso, wie Biovolt es sich erhoffte. Diese Droge war ebenfalls eine nette Erfindung aus ihren Laboren, abgestimmt auf Problemfälle wie mich. Sie dämpfte die Wahrnehmungsfähigkeit, aber das Reaktionsvermögen in den Kämpfen litt nicht darunter. Es setze sogar Ureigene Instinkte frei, wie Selbstschutz, Wut und Kaltblütigkeit. Fortan versteckte ich die Pillen in meine Bettlaken. Ich riss ein winziges Loch in eine Seite und steckte jeden Tag diesen blauen Zermürber hinein. Sie kamen mir lange nicht auf die Schliche und ich gaukelte ihnen Gehorsam vor. Ich hatte vorher nicht mehr bemerkt, dass sie mir diese Teile schon seit sechs Monaten gaben. Dann, bei einem Auswärtstunier, bin ich geflüchtet. Ich tat so, als ginge ich schon in unsere Kabine und bin einfach gerannt. Sie waren mir auf den Fersen und ließen nicht locker. Sie schickten Tala, den du ja auch schon kennst. Er war und ist noch immer Biovolts bester Blader. Er spielt ganz nach ihren Regeln und ist gefügig. Bei ihm hatten die Experimente und Gehirnwäschen vollsten Erfolg. Er ist die perfekte Puppe. Kein Mitgefühl, keine Menschlichkeit, weder Hass, noch Rache. Er hat kaum Gefühle. In ihm herrschen nur pure Entschlossenheit zu kämpfen und zu siegen inne. Er vernichtet in der Arena. Seinen Gegner nimmt er alles, weswegen sie diesen Sport betrieben. Ihren Stolz, ihren Spass daran, ihr Blade.....und das Bitbeast. Tala ist so eiskalt, wie die Farben seiner Augen. Was er nicht mehr weiß ist, dass er vollständig von Biovolt gebrochen wurde. Umgepolt wurde, nicht mehr er ist, der er mal war. Auch mit mir haben sie es versucht. Anfangs hatte ich Freude daran, denn mir machte das Bladen Spaß. Ich war ja auch erst vier Jahre alt und verstand nicht viel von Menschen und schon gar nicht, was diese Ungeheuer bei Biovolt planten. Mit sieben Jahren begann ich mich zu fragen, wo meine Eltern eigentlich sind und ob ich sie mal sehen könnte. Ich beobachtete aus der Schulklasse im zweiten Stockwerk in der Abtei oft Kinder mit ihren Eltern. Wie sie lachten, sich in den Arm nahmen, sich küssten, ihr Kind auf den Schultern trugen, ihm die Mütze richtig über den Kopf zogen, es liebten.....immer für ihr Kind da waren, es liebten.....“<br />
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Ich beobachtete, wie Kai sich die Decke enger umschlang und den Kopf etwas wegdrehte. Er sah so verletzt aus, so traurig. Es war nicht in Worte zu fassen, was für ein Schmerz aus seinen resignierten Augen stach. Also hörte ich einfach nur zu. So wie er sprach, er flüsterte bald und dieses leichte Zittern in seiner Stimme lag, hatte ich Angst, wenn ich jetzt etwas sagte, dass es das falsche sein würde und er wieder schwieg. Ich wusste noch nicht, was man ihm angetan hatte, bis auf das mit den Drogen und der Unterdrückung. Und was war mit seinen Eltern geschehen? Hatte man ihn gleich nach der Geburt zur Adoption freigegeben und Biovolt hatten ihn sich unter den Nagel gerissen? Er würde weiter ausführen, ich durfte nur nicht stören. Aber ich rückte näher an ihn heran, spürte deutlich das Beben, welches durch seinen Körper ging. <br />
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„Also fragte ich nach meinen Eltern. Ich verweigerte das Essen, das Training und biss die Ärzte, die mich untersuchten. Da müssen sie mich wohl das erste mal unter Drogen gesetzt haben. Ich wusste, dass der Vorsitzende von Biovolt mein Großvater war. Ich hoffte auf ihn! Ich war doch sein Enkel, er konnte doch nicht zulassen, dass die so was mit mir taten! Aber ich wurde eingesperrt, hatte nur ein kleines Zimmer mit der nötigsten Einrichtung und bekam die Drogen. Ich wollte doch nur wissen, ob ich auch so Menschen gehabt hatte, die mich liebten und vielleicht sogar vermissten? Doch warum war ich dann nicht bei ihnen? Voltaire gab mir darauf keine Antwort, er ordnete etwas völlig anderes an. Er wollte mich zum besten Blader der ganzen Abtei machen, nein, der ganzen Welt! Dazu war ihm alles recht. Er erklärte mir mal, dass für mich an einem Bitbeast geforscht wurde, dass man Black Dranzer nannte. Dieser wäre für mich prädistiniert und ich müsste mich noch weiter entwickeln, da dieses Bitbeast und ich eine ultimative Waffe zusammen wären. Keine Gnade, keine Gefühle, nur Kampf und Sieg. Ich war immer kurz davor, ihm alles zu glauben und Gesagtes so hinzunehmen und mich endlich zu fügen, den Gehorsam und die Bereitschaft zu zeigen, wie sie es erwarteten. Ich hoffte, dass sie mir dann nicht mehr so weh tun und ich wieder ein Zimmer mit Fenster bekommen würde. Ich wollte alleine sein, ja, aber ich wollte ebenso die Natur beobachten und anderen Menschen zusehen, die etwas hatten, was ich nicht hatte. Ich weiß nicht, ob es Neid war, aber ich weiß, dass ich nur diese Fragen hatte. Das riss mich hin und her. Einerseits wollte ich mich fügen und in Ruhe gelassen werden, andererseits war es mir zuwider und ich tat immer das Gegenteil des Verlangten. Dies änderte sich ja dann durch die Drogen und ich verfiel einer Lethargie. Der Kampf in mir tobte weiter, doch mein Verstand achtete nicht mehr weiter darauf, was meine Gefühle sagten. Ich funktionierte so, wie ich es immer sollte. Sie nahmen damit meinen Geist in meinen Köper gefangen, aber das war ihnen klar, dass nahmen sie in Kauf. Ich war ihnen egal. Es ging nur um mein Können. Mein Körper wurde verbessert, Widerstandsfähiger gemacht, aufgepuscht. Ich war wie eine Maschiene mit Seele.“ Er stockte wieder in seiner Erzählflut. <br />
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Eine schöne Woche wünsche ich euch!