Fanfic: Veränderungen im Leben- Teil 20

Kapitel: Veränderungen im Leben- Teil 20

Juhuu, ein Jubiläum! Teil 20. So lang sollte das gar nicht werden, aber wenn man da schon mal so bei ist, dann schreibt man eben. <br />
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Hattet ihr auch einen netten Nikoloaustag? Hatte ich ganz vergessen, euch einen zu wünschen!<br />
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Heute geht es weiter mit dem 2.ten Teil von Kais Offenbarung seiner Gefühle. <br />
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Morgen kann ich erst mal zum Arzt, weil mir meine rechte Schulter weh tut und sich genau auf dieser Stelle so ein komischer Ausschlag oder so, gebildet hat. Zusätzlich brennt und juckt es noch. Das nervt vielleicht......aber das hält mich ja nicht davon ab, meine FF zu posten.<br />
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@ Sylvie<br />
Oh, dann wünsche ich dir viel Erfolg für die mündliche Prüfung! Wenn du nicht völlignichts tust, dann packst du das doch bestimmt, oder?<br />
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@Katha- Sweeti<br />
Danke für den süssen Kommi. Tut mir leid, ahst ja Recht, aber ich hoffe, du kommst ganz schnell wieder in die Stimmung, um Kais Strip weiterzuverfolgen ^^<br />
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@Melody- Mäuschen<br />
Ja, der Grossvater ist echt herzlos, der sieht die Realität nicht mehr und jeder, der ihn da unterstützt, auch nicht. Die sind einfach durchgedreht. <br />
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@aoko<br />
Ok, so schnell war es nicht, aber nun ist er da^^<br />
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Teil 20- Hast du nie geweint?<br />
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Ich sah Kai vorsichtig an, denn ich wollte nicht aufdringlich erscheinen. Seine Lebensgeschichte nahm mich mit und entsetzte mich. Ich hatte tragische Ereignisse erwartet, die ihn in seiner Kindheit prägten, aber das war wie ein Alptraum und das schrecklichste daran war, dass es kein Traum war. Er schluckte und sprach zittrig weiter.<br />
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„Also lief ich bei besagtem Tunier weg. Da war ich 11 Jahre alt. Sie hatten mich ein paar Mal fast aufgespürt und wieder gefangen. Also beschloss ich, aus Russland fortzugehen. Ich bin dann nach Tokio gekommen, wo ich mich dann mit Aushilfsjobs über Wasser hielt. Im Sommer schlief ich draußen unter Brücken oder in einsamen Gassen und im Winter konnte ich mir von angespartem Geld sogar ein Zimmer in einem Jugendheim mieten. Das einzige, was mich noch am Leben erhielt war Dranzer. Wir nahmen an kleinen Amateurtunieren teil. Mit 13 Jahren lernte ich Mr. Dickensen kennen und er bot mir an, mich zu trainieren und ein Zimmer im BBA- Trainingsgebäude zu beziehen. Ich war erst misstrauisch ihm gegenüber. Überhaupt vertraute ich niemandem, ich brauchte keinen, ich kam auch alleine zurecht! Heute noch! Aber ich merkte bald, dass Mr. Dickensen keine Gefahr darstellte und begab mich zur BBA. Ein Jahr später hatte ich einen gewissen Ruf in der Bladerszene und ich war unangefochtener Favorit bei allen Wettkämpfen. Ich lernte dann in einem Max, Tyson und Kenny kennen. Später dann Ray und dann erfuhren wir, dass bei einem Tunier aus den besten Bladern ein Team zusammengestellt werden sollte. <br />
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Und das waren Ray, Max, Tyson und ich. Kenny kam als unser Mechaniker mit. Erst dachte ich mir nur, wie ich das aushalten sollte, denn besonders Tyson war anstrengend und sehr nervig. Aber wir rauften uns mit der Zeit zusammen. Mit Ray verbindet mich mittlerweile eine starke Freundschaft. Er ist mir wirklich wichtig geworden. Ich hätte das nie gedacht.......nicht nachdem man bei Biovolt so versuchte, unsere Gefühle abzutöten, bis auf Hass, Rache, Kampfwillen, die banalsten, einfachsten Gefühle zu erhalten und zu verstärken. Ein Gefühl wie Liebe ist da viel komplexer, intensiver und muss gut behütet werden. Aber was rede ich......ich.. ....kenne das.......ja auch......nicht........Ich kenne doch eigentlich nichts.......außer Schläge, Tritte und emotionale Kälte, Drill und Intrigen.“ Seine Augen wurden plötzlich klein und blitzen auf, sein Mund verzog sich zu einem hämischem Grinsen.<br />
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„Wir Blader durften keine Gefühle mehr zeigen, die als Schwäche abgetan werden könnten. Was heißt das schon? Schwäche.......ist Weinen schwach? Ist Fröhlichkeit schwach? Stattdessen nahmen sie unser Selbstwertgefühl, prägten uns ein, nichts wert zu sein, außer wenn wir gut kämpften und gewannen. Wenn ich jetzt daran denke, weiß ich nicht, was ich nun fühlen soll......Wut? Hass? Rachegelüste? Oder nur Schmerz über die verlorene Zeit, die so weh tat? Was? Oder weiterhin gar nichts mehr? Der einzige, der mir wirklich weh tat und mich damals fast zerstörte, war mein Großvater. Er hätte das nicht zulassen dürfen, dass sie uns dies antaten........es hätte auch anders geklappt, aber er stellte die Regeln auf. Ich konnte nicht auf ihn bauen, auf meinen einzigen Verwandten, den ich kannte. Meistens haben Menschen ein inniges Verhältnis zu ihren Großeltern. Die Oma, die ihrem Enkel immer Geld und Bonbons zusteckt, etwas leckeres kocht. Der Opa, der mit einem Fußball spielt oder ein Flugzeug aus Papier bastelt. Ich hatte das nicht. Ich hatte gar nichts. Willst du wissen, wo meine Eltern waren, all die Jahre und auch jetzt?“ Kai drehte sein hübsches Gesicht zu mir und in seinen Augen standen Schmerz und Verzweiflung. Das sah ich deutlich. Ich nickte nur. Er sprach weiter.<br />
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„Ich wurde in der Abtei geboren, so erzählte mir Voltaire einmal. Ich lebte also schon immer dort, bis zu dem Ausbruch. Meine Eltern? Ich kenne sie gar nicht!“ Ich erschrak deutlich, den mein Blick schnellte rum und wollte ihm in seine schönen, dunklen Augen schauen. Aber er reagierte nicht. Das hämische Grinsen zeichnete noch immer den Ausdruck seines Gesichtes und er sah nach unten. „Ich kenne meine Eltern gar nicht.....ich habe nie ein Foto gesehen, nie hat man mir etwas über sie erzählt, ich weiß gar nichts über meine Eltern! Alles war geheim, ich war nur wie ein Gegenstand, kein recht auf mein Leben. Ich habe keinen Ahnung, was mit meinen Eltern geschehen ist, ob sie noch leben, wo sie stecken, wie es ihnen geht. Habe ich überhaupt welche?“ Er lachte zynisch auf. „Willst du noch etwas sehen? Damit du dir das bildlicher vorstellen kannst? Sieh hin!“ Er stand auf uns stellte sich vor mich. Er blickte mich an, reglos und gleichgültig. Dann zog er sein Shirt über den Kopf und hielt es in einer Hand. <br />
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Ich bemerkte sofort, was er mir zeigen wollte und war entsetzt. Sein Oberkörper wies Spuren von Gewalteinwirkung auf. An seinen Seiten prangten runde, vernarbte Stellen zwischen den Rippen, die aussahen, als seinen Schläuche dort durch geführt worden. Eine schmale Narbe war auf seiner rechten Bauchseite, also hatte man ihm schon den Blinddarm entfernt. Weitere Narben fand ich an seinen Armen. Ich hatte keine Ahnung, wovon diese Entstellungen herrührten und ich konnte nicht mehr erfassen, wer so grausam war, an Menschen Versuche wie an Labortieren durchzuführen. Ich kämpfte schon gegen Tierversuche, aber das zerstörte mir die Illusion, je dagegen anzukommen, wenn schon vor Menschenversuchen nicht zurückgeschreckt wurde. Aber auch das war eine Illusion, denn in einigen Ländern wurde dies im geheimen praktiziert, heute, so wie früher. Es war zu grausam. Ich stand auf und ging um Kai rum. Weitere Einstich- und Narbenspuren waren auf dem Rücken zu sehen, genau zwischen den Wirbelsäulenknochen. Das war dazu noch äußerst riskant! Nahm man bei Biovolt denn auch Rückenverletzungen in kauf? Vermutlich, so wie Kai dies schilderte! Ich konnte nichts sagen, wieder schossen mir Tränen in die Augen und ich sah ihn an. „Warst du immer alleine? Denkst du, dass du es auch jetzt noch bist? Hast du dich immer alleine deiner Verzweiflung hingegeben, nie geweint? Was hat man dir nur angetan...........“ Leise kamen mir die Worte über die Lippen. Ich legte meine Hände auf seine Wangen und blickte ihn intensiv an. Er hatte die Augen geschlossen und atmete stoßweise. Ich zog ihn an mich und umarmte ihn. Hielt ihn einfach fest, brauchte selber den Halt, den ohne diesen wäre ich jetzt ins Stroh gesackt, wie ein Häufchen Elend. Dann merkte ich, wie sich zwei große, warme Hände auf meine Hüften legten und sein Kopf sich an den meinen schmiegte.<br />
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„Ich habe nie geweint. Das konnte ich nicht mehr. Ich habe es nicht anders gekannt. Weißt du, es war, als wäre der verlassene Junge damals nicht ich. Ich sah mich über ihm schweben und beobachtete ihn. Sein Leben, sein Leiden, sein geschundener Leib war nicht der meine, alles war nicht meins, ich sah ihm nur zu, fühlte aber tief innen den Schmerz und dann wachte ich auf und stellte fest, dass dieser Junge, der da am Boden kauerte und die Bettdecke an sich zog, doch ich war. Ich war es- und dann rannte ich. Nun bin ich hier. Es hat sich soviel geändert, aber es ist nicht leicht, meine Vergangenheit sitzt mir im Nacken. Und wie du siehst, holt sie den Abstand wieder auf, der uns trennte. Boris und seine Organisation sind hier. Auch Voltaire, mein Großvater? Weißt du, was seltsam ist? Er hat mir und den anderen soviel angetan, aber ich hasse ihn nicht. Ich fühle nichts für ihn, nicht einmal Abscheu und Hass. Es herrscht nur eine Leere in meinem Kopf, wenn ich an ihn denke und ich frage mich, ob er tatsächlich existiert und uns Beyblader quälte. Er ist wie ein Gespenst, eine Sage, aber doch ist er real und dann sehe ich ihn wieder klar vor mir. Groß, mit langen silber- weißen Haaren. Streng, diktatorisch, totalitär, ungerührt blickt er, seine Augen strahlen eisige Kälte aus und er überwacht alles. <br />
Er ist besessen. Besessen von seinen verdrehten Idealen und entmenschlicht dabei. Er ist kein Mensch mehr, nur ein seelenloses Machwerk seiner selbst. Er sollte mir leid tun, er selbst hat sich das angetan, hat seinen Geist ausradiert, sieht subjektiv, anstatt objektiv. Er hat nur noch die Macht in seinem Herzen, die er so lange schon anstrebt. Wir müssen ihn und die Biovolt Corporation endgültig stoppen. Er ist mir nicht einmal nur egal, ich fühle tatsächlich gar nichts mehr. Als wenn alle Feuer, die in mir brannten, versiegt sind und nur