Fanfic: Shadow

stand er auf Männer.“
Ken sah sein Lieblingsbild von Shadow an, „Schwul?“, kritisch beäugte er das Bild, „Viellecht. Und wenn schon, er ist und bleibt mein Lieblingsvampir“, sagte er bestimmt.

Nach zwei Stunden lesen ging er noch etwas hinaus.
Er wollte etwas in der Stadt bummeln und vielleicht Eis essen.
Als er den Heimweg antrat dämmerte er bereits.
Zügig schritt er durch die dunklen Gassen, die eine Abkürzung zu ihm nach Hause bildeten.
Auf einmal bauten sich zwei größere Jungen vor ihm auf, die Schläger, die ihn immer fertimachten, er fuhr herum, hinter ihm kamen aus zwei Seitengassen abermals zwei Schläger.
Entsetzt sah er sich von vier viel größeren Jungen eingekreist.
„He Mori, was machst du denn noch hier“, sagte einer bedrohlich, „So ganz allein“, die anderen grinsten.
„Na warte, das gibt Schläge“, sagte der eine und ging auf Ken los.
Ken zuckte zusammen, doch bevor der andere auf ihn einschlagen konnte, wurde seine Hand festgehallten.
Ein Jüngling stand neben Ken und sah den Schlägern fest ins Gesicht.
„Ach wie niedlich, verstärkung“, lachten die Schläger, „Dich mach ich fertig“, schrie einer von ihnen und stürmte auf den Jüngling zu, der ihm elegant auswich und einen Schlag in den Nacken verpasste, sodass der Schläger zu Boden sackte.
„Will sich vielleicht noch jemand mit uns anlegen?“, sagte der andere gelangweilt, die Schläger packten entsetzt ihren Kameraden und suchten schleunigst das Weite.
Der Jüngling sah ihnen zufrieden nah und wandt sich dann an Ken.
„Alles Ok mit dir?“, Ken nickte und sah ihn an, „Danke.“
„Keine Ursache“, sagte der andere, „Passiert das öfters?“
„Ständig“, sagte Ken leise, „Hm.“
Der andere sah ihn aufmerksam an, dann gab er ihm die schwarze Rose, die er in der Hand hielt.
„Ai shiteiru“, sagte er und drehte sich dann um, perplex sah Ken ihm nach.
Was hatte der andere da gesagt?
Irgend eine andere Sprache, er verstand diese Sprache nicht und was sollte diese Rose?
Eine schwarze Rose, wie Shadow sie immer zurückgelassen hatte, seltsam.
„Ai shiteiru“, murmelte er vor sich hin, „Was heißt das? Ai shiteiru.“
Er ging zügig nach hause und schrieb sich die Worte auf.
„So klingen sie jedenfalls, hoffe ich, vielleicht wissen Mum oder Dad was das heißt“, redete er mit sich selbst.
„Frag ich morgen mal“, seufzend machte er sich bettfertig und schnappte sich wieder sein Buch.
„Shadow - Sage oder wahrheit?“, las er, „Der jungendliche Vampir biss ausschließlich Halbwüchsige.
Einpaar seiner Opfer soll er am Leben gelassen haben.
Nur im Bettliegende biss er, viele seiner Opfer erwarteten ihn dort auch schon.
Er soll Schmerzen vermieden haben genauso wie unheimliche Drohungen, obwohl er auch sehr gefährlich werden konnte.
Nur von einer einzigen richtigen beziehung zwischen Vampir und Opfer wird berichtet.
Diesem Opfer soll er besonders verbunden gewesen sein, beschützte es und half ihm im Hintergrund.
Eine schwarze Rose soll er ihm geschenkt haben.
Es heißt aber, dass diese, seine einzigste große Liebe an einer unheilbaren Krankheit gestorben sei.
Er konnte nichts dagegen tun.“
Lange las Ken noch, schließlich legte er sich nachdenklich schlafen.
Eine schwarze Rose, so wie seine?
Grübelnd schlief er schließlich ein.
Bis zum Wochenende hatte er das Buch gelesen.
Nun stand er am Fenster und sah verträumt in die Nacht hinaus.
Ein kräftiger Windstoß kam auf und mit diesem tanzten schwarze Rosenblätter um seinen Kopf.
Ein trauriges Flötenspiel erklang, gebannt lauschte er den Klängen, die als einzigstes Geräusch durch die Nacht hallten.
Müde trat er vom Fenster weg und ging zu Bett mit halbgeschlossenen Augen sah er aus dem Fenster in den Sternenhimmel auf, das Flötenspiel brach ab.
„Sie sind wunderschön, nicht?“, erklang eine sanfte Stimme, auf dem Baum vor Kens Zimmer saß eine dunkle Gestalt auf einem Ast.
Verwundert fragte Ken sich, weshalb er diese Gestalt nicht schon vorher bemerkt hatte.
„Was?“, fragte er.
„Die Sterne“, sagte der andere, „Wie tausend Diamanten auf schwarzem Sammt“, er setzte sich seine Flöte wieder an die Lippen und begann weiter zu spielen.
„Wie heißt dieses Lied?“, fragte Ken, „Schwarze Rose“, sagte der andere und spielte weiter.
„Bist du Shadow?“, fragte Ken, der andere nickte, hörte aber nicht auf zu spielen.
Der braunhaarige ließ den Kopf wieder sinken.
Shadow also, Shadow war hier bei ihm.
Seltsamerweise hatte er keine Angst auch wenn draußen vielleicht sein Tod in Form eines Vampirs saß.
Shadow schwebte durch das Fester in Kens Zimmer.
Ken sah ihn müde an.
Der Vampir war so, wie er ihn sich vorgestellt hatte, nocht tausendmal schöner als auf den Bildern.
Langsam ließ Shadow sich auf seiner Bettkannte nieder, Ken sah ihn schläfrig an.
„Dieses Lied ist nur für dich, Ken“, sagte Shadow sanft und begann ein neues Lied zu spielen.
Schläfrig von den sanften Klängen schloß Ken die Augen.
Sanft fuhr der Vampir ihm gleichmäßig über den Rücken.
Langsam schlief Ken ein, als Shadow mit dem Lied fertig war schlief er schon tief und fest.
Zart küsste Shadow Kens Wange.
„Schlaf, Kleiner, das tut dir gut“, sagte Shadow sanft und stand vorsichtig auf.
Lächelnd legte er dem schlafenden Jüngling eine schwarze Rose auf den Nachttisch und ging dann leise wieder aus dem Fenster.

Als Ken tags darauf aufwachte, sah er verwundert auf die schwarze Rose.
Lächelnd nahm er sie und stellte sie in eine schlanke Vase.
„Er ist zumir gekommen, mag er mich etwa?“, dachte Ken und sah die Rose lächelnd an, „Das wäre schön, endlich ein Freund.“

Abends lag er im Bett und hörte das Flötenspiel wieder, er begann zu lächeln.
Shadow kam in sein Zimmer und setzte sich wieder auf die Bettkannte.
„Du bist ja wiedergekommen“, sagte Ken und sah ihn schläfrig an.
„Soll ich wieder gehen?“, fragte Shadow lächelnd.
„Nein, bitte nicht, ich hab doch sonst niemanden“, sagte der Kleine ängstlich, „Schon gut, ich bleib ja“, sagte der Vampir sanft.
Beruhigt ließ Ken sich zurück sinken, Shadow fing wieder an auf seiner Flöte zu spielen, Ken döste vor sich hin und schlief schon bald ein.
Shadow spielte sein Lied zuende und sah dann Ken an, „Du bist wirklich etwas ganz besonderes“, sagte er sanft und ging leise.

Auch in der nächsten Nacht kam Shadow wieder.
Leise kam er herein und sah Ken weinend im Bett liegen.
Leise kam er näher und setzte sich auf die Bettkannte, sanft begann er vorsichtig Kens Rücken zu streicheln.
„S- shadow?“, fragte Ken wimmernd.
„Ja, ich bins Kleiner“, sagte Shadow sanft, „Warum weinst du?“
Ken weinte noch lauter.
„Na komm...“, sanft richtete Shadow Kens Kopf auf.
Mit tränenüberströmten Gesicht sah Ken ihn an.
„Oje“, Shadow sah auf das Veilchen, das Kens rechtes Auge zierte.
Vorsichtig fuhr er die blauen Stellen nach, Ken schluchzte.
„Scht, komm, jetzt hör erstmal auf zu weinen“, sagte Shadow, sanft küsste er ihm die Tränen weg.
„So und jetzt pass mal auf“, vorsichtig leckte Shadow über das Veilchen, das langsam verschwand.
„Na siehst du, jetzt ist alles wieder gut“, sagte der Vampir sanft, „Und jetzt erzähl dem alten Shadow mal was passiert ist“, sagte der Schwarzhaarige und hob Ken auf seinen Schoß.
Tief atmete Ken ein, „D- die vier Typen v- von letztens haben mich vermöbelt, a- aus Rache.“
Der Kleine schluchzte wieder, „Scht, ist ja gut“, sagte Shadow.
„D- du bist der einzige, der mich mag“, schluchzte Ken.
„Warum mögen dich die anderen denn nicht?“, wollte der Vampir wissen.
„W- wegen meiner Augen“, wimmerte Ken.
„Was? Wegen dieser herrlichen Augen?“, Shadow lächelte, „Sind das Hohlköpfe.“
„D- dir machen meine unterschiedlich farbigen Augen nichts aus?“, fragte Ken und schniefte.
„Die gefallen mir voll“, lächelte der Vampir, „Früher galten Menschen mit solchen Augen als etwas ganz besonderes, sie waren hoch angesehen.“
„Echt?“, schniefte Ken, „Echt“, lächelte Shadow.
„So und weißt du was, jetzt kümmern wir uns darum, dass du in zukunft in Ruhe gelassen wirst.“
„U- und wie?“, schniefte der Kleinere.
„Zuerst hörst du mal auf zu weinen“, lächelte der Vampir, „Dann sagst du mir wo diese vier Heinis wohnen und dann ziehst du dich an, sodass du raus gehen kannst.“
Ken nickte und sprang von Shadows Schoß er suchte seine Kleider zusammen und sah dann den Vampir an.
„Könntest du dich bitte...“, er sah Shadow flehend an, dieser lachte, „Klar“, er drehte sich um.

Etwas später waren sie schon auf dem Weg zu der ersten Adresse der Schläger.
Shadow hob Ken hoch und flog mit ihm in ein offenes Fenster.
Friedlich schlafend lag einer der Schläger in seinem Bett.
Shadow setzte Ken ab und sah auf den Jungen in seinem Bett.
Seine Augen begannen rot zu glühen und im Zimmer wurde es dunkler, er zwinkerte Ken zu und weckte dann den Schläfer.
Dieser sah