Fanfic: Shadow

den Vampir fast verrückt vor Angst an.
„So“, sagte der Vampir bedrohlich, „Hast du Ken Mori mit verdroschen?“
„J- Ja“, wimmerte der Jüngling.
Shadow winkte Ken zu sich her und legte ihm die Hand auf die Schulter.
„Wenn du es wagen solltest, meinem Freund hier noch einmal blöd zu kommen, bekommst du es mit mir zu tun.“
Der Schläger sah Ken entsetzt an, dieser grinste, das machte ihm so richtig Spaß.
„Ich hoffe für dich, dass wir uns verstanden haben, sonst astala vista“, sagte der Vampir bedrohlich, „Komm Ken“, der Vampir flog mit Ken wieder aus dem Zimmer.
So machten sie die anderen Schläger auch durch, dann brachte Shadow Ken nach Hause und flog dann schleunigst davon, bevor die Sonne aufgehen konnte.
Ken konnte unmöglich schlafen, glücklich zog er eines seiner Bücher über Shadow heraus und las in diesem noch etwas.
Auf einmal landete ein kleines schwarzes Buch auf seiner Decke, verdutzt sah er sich um, niemand zu sehen, erstaunt hob er das Buch hoch.
Ein Zettel steckte darin, er begann ihn zu lesen: Bevor du dich auf Shadow einlässt solltest du vielleicht dies hier lesen, von jemandem, der es gut mit dir meint.
Verwundert begann er zu lesen, sein Gesicht wurde immer bleicher.
Darin hieß es, das Shadow sich an schwächeren vergreifen würde, sich an ihnen vergehen würde.
Entsetzt las er Bericht für Bericht, mögliche Beweise für die Wahrheit dieser Berichte und langsam begann sein Kindheitsbild von Shadow zu zerreißen.
Auf einmal sah er einen brutalen, skrupellosen Tyrannen in ihm.

Am Abend kam Shadow wieder.
„Hallo Ken“, begrüßte der Vampir ihn.
„Verschwinde du Bestie“, fauchte der Jüngere ihn an, verdutzt sah Shadow ihn an, „Was soll das?“
„Hier, schau mal was ich hier habe“, zornig hielt Ken Shadow das Buch unter die Nase, Shadow las einen Bericht, ernst sah er Ken an.
„Und das glaubst du?“, fragte er ernst, „Ja, tu ich“, giftete Ken.
„Soll ich dir mal etwas zeigen?“, fragte Shadow, „Du sollst verschwinden“, knurrte Ken.
„Und das nach allem, was ich für dich getan hab“, sagte Shadow.
„Dann zeig mir halt was du mir zeigen willst“, knurrte Ken, „Danke“, wortlos zog Shadow sich aus, Ken starrte ihn an.
„Perverser, los zieh dich wieder an“, „Weißt du wie Narben von Schnitten oder Peitschenhieben aussehen?“, fragte der Vampir nur, „Ich denke schon“, sagte Ken erstaunt.
Lagsam drehte Shadow sich um, vier Narben zierten seinen Rücken, eine war ein kreis von mehreren kleinen Punkten, die anderen waren von einer Peitsche.
„Hier“, Shadow deutete auf den Kreis, „Ich wollt mich dagegen wehren, hab eine Flasche gepackt, bin auf ihn losgegangen, war allerdings angekettet, er hat die Flasche gepackt und sie mit der kaputten Seite in mein Fleisch gedrückt, ich war halb betäubt or Schmerz doch das war garnichts gegen das, was dann kam, stöße in mich, brutal, Schmerzen und immer festere Stöße, bei jedem Stoß keuchen von ihm, ekel gefühle, Schmerzen, stöße, ein Aufschrei, gekommen, in mir, dann in meinem Mund, musste Schlucken“, Shadow schüttelte sich, Ken sah ihn entsetzt an.
„Diese drei“, der Vampir deutete auf die drei Peitschenhiebe, „Bei diesen drei bin ich durchgepeitscht worden, weil ich fliehen wollte.“
Shadow sah Ken an, „Dann kam dieser Vampir, ich habe mich freiwillig beißen lassen, ich habe diesen Kerl, der mich so gequält hat umgebracht, tja, dann war er tot und ich ein Vampir.
Ich bin dafür bekannt, dass ich aufpasse, dass meine Opfer keine Schmerzen haben, auch in unseren Kreisen, darum dieses Buch, mit lauter ausgedachten Storys über mich und du glaubst sie auchnoch.“
„E- entschuldige“, beschämt sah der Jüngere zu Boden, „Schon gut, ich bin es gewohnt“, seufzte der Vampir.
Seufzend zog er sich wieder an.
„So, willst du wissen, weshalb ich nur junge Männer beiße?“, fragte der Vampir schließlich.
„W- weil du auf Männer stehst?“, fragte Ken unsicher, der Vampir lächelte, „Das ist ein Grund, übrigends, junge Mädchen hab ich auch gebissen.“
„Echt?“, fragte Ken überrascht, „Echt“, lächelte Shadow, „Warum jetzt?“
„Ich helfe den Jungen, die in ihrem Leben schon viel schlimmes erlebt haben, schenke ihnen meine Zuwendung, freundschaft und aufmerksamkeit, die, für die wirklich alles zu spät kommt, haben mich darum gebeten, sie zu töten, ich habe es getan.“
„Aha“, sagte der Braunhaarige, „Tja, du wurdest dein leben lang gehänselt, ich hab dir geholfen, außerdem hast du mich gerufen.“
„Ach hab ich das?“, fragte der Jüngere erstaunt.
„Ja, du hast an mich geglaubt, du hast mich bewundert und du wolltest mich kennen lernen.“
„Stimmt, ich dachte, dass du mich so nehmen würdest wie ich bin und du hast es getan, du magst mich so wie ich bin, dafür bin ich dir dankbar.“
Der Vampir lächelte, „Na komm her mein Kleiner.“
Ken kam, lächelnd hob der Vampir ihn hoch und legte ihn ins Bett.
„Nicht erschrecken, es wird nicht weh tun“, sagte der Vampir und beugte sich zu ihm hinunter.
Sanft küsste er den schutzlos dargebotenen Hals und biss dann vorsichtig zu.
Vorsichtig trank er von Ken und hörte dann auf.
Er verschloss die Wunde und gab Ken einen Kuss.
„Tschüß Kleiner“, Ken versank in Schlaf.
„Du wirst mich wieder vollständig vergessen, ich werde wieder nicht mehr sein, als eine ausgedachte Figur für dich, nun brauchst du mich nicht mehr.“
Sanft gab er ihm noch einen Kuss und verschwand dann.

Ken konnte sich wirklich nichtmehr an die Existenz des Vampirs erinnern, nur machmal fühlte er sich seltsam leer und wusste nicht weshalb.
Als er siebzehn wurde entdeckte er die Vampire neu für sich, jetzt allerdings mit anderen Augen.
Vampirjäger wollte er werden, es gab diese Kreaturen, er hatte genug beweise dafür.
Ausrotten wollte er diese ganze Brut, nur bei einem Vampir war es anderst, Shadow, der ihn in den dunklen Jugendtagen so oft als Halt gedient hatte, aber solche Vampire gab es nicht.
Mit achzehn erfüllte er sich seinen Traum, er recherchierte, wo sich seltsame Todesfälle häuften und reiste dort hin.
Er fand Vampire und er tötete Vampire, bald hatte er seinen Ruf weg.
Der Name Shadow wollte ihn an irgend etwas erinnern er wusste aber nicht was.
Schließlich wusste er, was er tun konnte.
Er ging zu einem Hyphnotiseur und ließ sich hyphnotisieren, klar und deutlich konnte er sich danach wieder an alles erinnern.
An Shadow, der ihm geholfen, ihn getrößtet und Mut gemacht hatte und nun vermisste er ihn schrecklich, auch wenn seit dem fast drei Jahre vergangen waren.
Früher war er definitif zu jung gewesen um mit Shadow zusammen sein zu können, doch nun, neunzehn war er inzwischen, Shadow sah aus wie 21 oder 22.
Er hatte es damals schon gewusst, da war mehr als nur pure Freundschaft die er für den Vampir hegte, seine Gefühle gingen tiefer.
Er musste ihn unbedingt finden, um jeden Preis.
Er hörte sich nach Fällen um, in denen die Opfer schwarze Rosen bei sich hatten und wirklich in einer kleinen Stadt häuften sich diese Fälle.
Er mietete sich dort ein.
Was hatte der Vampir gesagt, er kümmerte sich um Leute die schon viel schlimmes erlebt hatten.
Er traf alle nötigen Vorkehrungen um den Vampir herzulocken.
Ließ sein Fenster offen und vergrub den Kopf im Kissen, gab schluchzende Laute von sich und wirklich schon bald hörte er das Flötenspiel, er spürte eine streichelnde Hand.
„Hey, weshalb weinst du? So groß und weinen, komm hör auf“, in Ken explodierte ein Feuerwerk, er war es wirklich, er war es.
Blitzschnell krallte er sich an den Vampir.
„Hab ich dich endlich, niewieder lass ich dich los, nochmal verliere ich dich nicht“, sagte Ken froh.
Der Vampir starrte ihn an, „D- du bist dieser Vampirjäger“, stammelte er, Ken nickte.
„Dann soll ich wohl sterben“, sagte der Vampir und seufzte.
„Shadow ich bins“, der Jüngere hob den Kopf, „Ich hab dich solang gesucht.“
Shadow starrte in die verschiedenfarbigen Augen, „K- Ken?“
Der andere nickte, „Ich bins.“
Der Vampir starrte ihn an.
„Was ist, freust du dich nicht?“, fragte Ken enttäuscht.
„Doch, natürlich“, sagte Shadow schnell, „Du bist nur so erwachsen geworden.“
„Oh, dann hab ich dir wohl mit 16 besser gefallen“, sagte Ken enttäuscht, „Gefall ich dir nicht, bin ich zu hässlich?“
„Nein, nein ganz und garnicht, du bist wunderschön.“
„Und doch freust du dich nicht wirklich“, sagte Ken betrübt, „Hast du einen festen Freund? Oder nerv ich dich oder...“
Weiter kam er nicht Shadow hatte ihn gepackt und küsste ihn innig, erfreut erwiederte er gierig.
Langsam löste Shadow sich wieder.
„Ich war nur erstaunt zu sehen wie groß du geworden bist, zu was für einem Mann du geworden bist und wie wunderschön du doch noch immer bist.“
Verlegen sah Ken zu Boden, „Danke“, sagte er glücklich.
„Was mich aber doch interesiert, ich hab dein Gedächtnis an mich gelöscht oder zumindest gesperrt,