Fanfic: Shadow
rücklings fallen und zog das Medalion hevor, das er unter dem Hemd trug.
Er öffnete es und sah traurig auf das Bild von Ken, das darin klebte.
„Ich finde dich Kleiner, wo du auch bist, ich zeigs diesen Heinis, die uns trennen wollen.“
Kim wachte mitten in der Nacht auf.
Er hatte einen seltsamen Traum, Shadow und Ken wurden bestraft, weil sie zusammen waren.
An mehr konnte er sich nicht erinnern.
„So langsam geht meine Phantasie mit mir durch“, dachte er und sank zurück.
Schon bald war er wieder eingeschlafen.
Shadow und Ken schliefen ebenfalls.
Tagsdarauf wachte Shadow früh auf, er sah sich blinzelnd um, um sich anschließend wieder umzudrehen und weiterzuschlafen.
Kim wurde ziemlich unsanft, aus seinen Träumen gerissen, sein Wecker schellte.
Missmutig schaltete er ihn aus.
„Samstag, wann lern ichs endlich das Ding abzuschalten?“, sauer auf sich selbst legte er sich wieder hin.
Er sah zur Decke hinauf.
Abermals hatte er von den Beiden geträumt.
„Hm, was wenn das alles Stimmt, sie sind doch im Traumland gefangen, vielleicht gerade in meinem Traum“, murmelte er leise.
„Dann müsste ich eigentlich den Verlauf des Traumes bestimmen können“, er sank zurück und schloß die Augen.
Shadow war inzwischen aufgestanden, endlich war es Nacht, so wie es sich für einen Vampir gehörte.
Schläfrig tappte er aus der Höhle heraus und gähnte herzhaft, dann ließ er seine Blicke schweifen.
Auf einmal riss er die Augen auf, ein junger Mann stand etwas entfernt von ihm.
„Ken“, jubelte er und stürmte auf den anderen zu, er drückte ihn an sich und küsste ihn stürmisch.
Auf einmal hielt er mitten im Kuss inne und löste sich Hals über Kopf wieder.
Der andere grinste ihn an, „Kim“, sagte Shadow, Kim nickte, Shadow sah ihn entsetzt an.
„I- Ich hab dich geküsst?“, Kim nickte lachend, Shadow starrte ihn an, „Das gibts doch nicht.“
Kim sah ihn entschuldigend an, „Ich kann nichts dafür, dass ich aussehe wie Ken.“
„Wie kommst du eigentlich hierher?“, wollte Shadow wissen, „Ihr seid in einem Traum eingesperrt“, erklärte Kim.
„Ah, lass mich raten, in deinem Traum?“, Kim nickte, „Und du hast dich jetzt einfach her geträumt“, „Klar, kann ich machen“, sagte Kim.
„Dann träum Ken her“, sagte Shadow, „Das kann ich wiederum nicht“, „So? Warum?“, fragte Shadow, „Es geht einfach nicht“, sagte Kim, „Keine Ahnung warum, ich habs schon versucht.“
„Du warst bei ihm?“, fragte Shadow erfreut, Kim nickte, „Was ist mit ihm, wie geht es ihm?“
Kim sah ihn entschuldigend an, „Kann ich dir nicht sagen, geht ebnfalls nicht, frag mich nicht warum, ist eben so.“
Shadow seufzte, „Für was bist du dann eigentlich gut?“, Kim sah ihn beleidigt an.
„Soll ich wieder verschwinden?“, Shadow schüttelte den Kopf, „Ist gut, wenn man mit jemandem reden kann.“
„Irgendwie kaum zu glauben, dass du nur in meinem Kopf rumspukst, dass ich das nur träume“, sagte Kim.
„Solang du nicht träumst, dass ich mich vor dir ausziehe ist es mir so ziemlich egal.“
„He, gute Idee“, grinste Kim, „Wage es ja nicht“, drohte Shadow, Kim lachte, „Ich doch nicht.“
Kim wachte auf.
„Mist“, knurrte er, stand aber auf und ging Frühstücken.
Shadow saß auf einem Felsen und sah betrübt in die Ferne, ihm war, als würde der Wind ihm etwas zuflüßtern.
„Ich denk an dich“, hörte er aus dem pfeifen des Windes, er lächelte und sah zum Mond hinnauf, vieleicht sah Ken ja auch gerade dort hinauf.
In Gedanken sah er ihn ganz deutlich vor sich, schloß ihn in seine Arme und hielt ihn fest, um ihn nie wieder loszulassen.
Er warf die schwarze Rosenblüte, die er in der Hand hatte, in die Luft, der Wind nahm einzelne Rosenblätter mit sich.
Shadow sah ihnen nach, „Fliegt zu ihm, zeigt ihm, das ich ihn nicht vergessen habe“, flüßterte er, dann vergrub er den Kopf in den Händen.
Ken saß am Strand, eine sanfte Brieße strich um seinen Kopf.
Der Wind brachte Staub und Blätter mit sich.
Er hob die Hand und fasste einige der Blätter, dann ließ er seinen Arm wieder sinken und betrachtete die Blätter.
Unter dem Dreck, Staub und laub fand er drei schwarze Rosenblätter, er nahm sie vorsichtig in die Hand.
„Shadow“, flüßterte er und hielt die Blütenblätter fest.
„Ich liebe dich“, hauchte er, er steckte die Blätter in das Medaliaon, das er um den Hals trug und in dem ein Bild Shadows war.
Der Schwarzhaarige besaß das Selbe mit seinem Bild.
„Sie werden uns nie ganz trennen können“, hauchte er und sah verzweifelt das Bild an.
„Nicht wahr Liebster? Sie können uns nicht für ewig hier getrennt halten?“
Er schluchzte verzweifelt und drückte das Medalion an sich, „Shadow, mein Shadow, wo bist du? Bitte komm doch, ich fühle mich so allein, so hilflos, ich brauche dich, wo bist du nur, lass mich nicht allein.“
Schluchzend kauerte er sich zusammen, „Shadow“, wimmerte er verzweifelt, „Shadow.“
Etwas später begann er zu frösteln, wimmernd rollte er sich enger zusammen und schloß die Arme um die Beine.
Er dachte daran, wie Shadow ihn immer wärmend in den Arm genommen hatte, wenn ihm kalt wurde und weinte noch stärker.
Shadow hörte Kens Weinen, „Nicht Ken“, sagte er kraftlos, „Lass dich nicht unterkriegen, wir stehen das durch, wir kommen hier raus, du wirst sehen.“
Ken hatte schluchzend die Augen geschloßen, nun spürte er im Halbschlaf, wie ihn jemand in den Arm nahm.
„Shadow“, murmelte er, „Du bist wieder da, ich wusste, dass du mich nicht allein lässt.“
„Ken“, hörte er eine sanfte Stimme, er öffnete schläfrig die Augen und sah in zwei verschiedenfarbige Augen wie seine.
„K- Kim“, der andere nickte, schluchzend vergrub Ken den Kopf in Kims Hemd.
„Ich hielt dich für Shadow, für meinen Shadow“, wimmerte Ken.
„Kim, ich halte das nicht aus, ich will sterben, aber ich bin ja schon tot, ich will nichtmehr, ich will nicht ohne ihn leben, lieber eine Stunde mit ihm als ein ewiges Leben ohne ihn.“
Kim hielt ihn tröstend fest, „Ihr findet wieder zueinander, ganz sicher ihr schafft das, ihr habt schon soviel durchgemacht, das schafft ihr auch.“
„Ich bin ein seelischer Wrak“, schluchzte Ken, „Ich bin nichts ohne ihn, er war immer für mich da, er ist der Einzige, der mich je wirklich lieb hatte, weißt du wie das ist, sein Lebenlang gehänselt zu werden und dann taucht auf einmal jemand auf, der einen tröstet, wieder aufbaut, liebt und auf einmal wird einem diese Person auchnoch genommen?“
Kim sah ihn tröstend an, „Na komm, Shadow will bestimmt nicht, dass du hier in Tränen ausbrichst.“
„Ich kann nichtmehr“, hauchte Ken, „Hier ist niemand, mein Geliebter ist für immer für mich verloren, nur die Erinnerung bleibt mir, an eine Zeit, die niewieder kommen wird“, Kim sah ihn schockiert an.
„Ich bin in wirklichkeit ein alter Mann, nur durch ihn habe ich ewige Jugend bekommen und bin doch im innern ein alter, müder Mann mit einem gebrochenem Herzen.“
Ken stand auf und schritt steifbeinig auf seinen Unterschlupf zu, sehr viel älter wirkte er auf einmal, wie ein alter, gebrechlicher Mann.
Kim sah ihm nach, der andere hatte aufgegeben, er hatte den Kampf einfach aufgegeben.
Aus der Behausung konnte er leises Schluchzen hören.
Shadow stand mittlerweile auf dem Felsen und ließ sich den Wind um die Ohren wehen.
Er hörte Schritte hinter sich.
„Er weint, er hat aufgegeben?“, fragte er ohne sich umzudrehen, ein leises „Hm“, ertönte, er sah traurig geradeaus.
„Ich hätte es wissen müssen, es war von Anfang an klar, dass er es nicht durchhällt, er ist zu verletzlich, es wird ihn zerfressen, ihn von innen aushöhlen und mir sind die Hände gebunden, ich kann nichts für ihn tun, ich habe ihm versprochen immer für ihn dazusein, aber ich bin es nicht, ich habe versagt.“
Kim sah ihn betrübt an, „Sag nicht soetwas, du warst immer für ihn da und auch jetzt sorgst du dich nur um ihn und du wirst ihn wiederfinden und ihm helfen.“
Shadow nickte, „Ja“, er sah weiter in die Nacht hinaus, „Ken, ich schwöre dir, ich komme zu dir, ich halte meine Versprechen, ich werde auf dich aufpassen und bin für immer für dich da.“
„Na also“, sagte Kim zufrieden.
Ken indessen war schluchzend eingeschlafen, er träumte von Shadow, „Ich wede auf dich aufpassen und bin für immer für dich da“, sagte Shadow, er fühlte sich seltsam getrößtet dadurch und hörte auf zu schluchzen.
„Kim, du musst mir helfen“, Shadow drehte sich um, „Ken wird abstumpfen und innerlich tot sein, wenn ich nichts unternehme, ich muss mit ihm sprechen, hilfst du mir?“
Kim nickte, „Gern, aber wie?“
„Das ist dein Traum, du hast hier auch eine gewaltige Macht, du musst nur wollen, du kannst uns zwar nicht zueinander bringen, aber versuch wenigstens, ob wir miteinander reden können.“
Kim nickte, „Ich werds versuchen.“
Er setzte sich auf den Boden und schloß die Augen,