Fanfic: So viel und soch nichts....

Kapitel: Kapitel2- hat er eine Chance?

Hier das 2. Kapitel von "Soviel und doch nichts". Danke für die drei lieben Kommentare. Hoffentlich werden es diesmal etwas mehr.

Kapitel2- hat er eine Chance?

Schweigend setzte sie sich neben ihn auf den Boden. Sie dachte über die Blumen nach. Vielleicht waren sie gar nicht von ihm. Eigentlich hatte sie vorgehabt ihn danach zu fragen. Sollte er es aber doch nicht gewesen sein, würde sie als Vollidiot dastehen. Sie ließ es lieber. Zu gern hätte sie seinen Grund gewusst. Den Grund, der ihn veranlasst hatte, ihre Verlobung zu lösen. Würde sie ihn jetzt danach fragen, würde es so aussehen als wäre sie in ihn verliebt. Auch das wagte sie nicht zu fragen. Veilchen. Ihre Lieblingsblumen. Vielleicht war es Kasumi gewesen. Vielleicht wollte sie ihr eine Freude machen, aber dann hätte sie sie darauf angesprochen. Ihr Blick fiel auf die Trainigspuppe. Was musste er mit ihr angestellt haben. Sie sah ja schrecklich aus. „Ranma?“ „Hmm?“ „Bist du sauer?“ „Er sah sie an. Sauer? Weshalb denn? Er schüttelte den Kopf. Also nicht, aber warum sah dann die Puppe so aus? Ihr kam ein Gedanke. Er war so absurd, dass sie ihn nicht mal dachte. Vielleicht war ihm die Verlobung aufzulösen ja doch nicht so leicht gefallen. Vielleicht war sie ihm ja doch nicht so egal. Sie schüttelte den Kopf. Sicher nicht. Wie kam sie denn da drauf?
Ranma hatte ihr heftiges Kopfschütteln bemerkt und sah sie verwundert an. Was hat sie denn? Sie schien nicht mehr ansprechbar zu sein. Ranma hampelte vor ihrer Nase rum, nannte sie bei ihren Spitznamen „Machoweib“ und „Flachbrett“. Normalerweise würde er jetzt von ihr verprügelt werden, doch nichts geschah. Sie saß einfach nur da, ohne die geringste Bewegung. Mit dem Schütteln hatte sie aufgehört. Ranma dachte schon, ihr würde der Kopf abfallen. Aber so langsam machte er sich doch Sorgen, seit 20 Minuten verharrte sie so, verzog keine Miene, zeigte keine Regung. Sie würde doch nicht etwas bewusstlos oder gar tot sein?! „Akane?“, aus seiner stimme war Angst herraus zuhören. Angst um seine Ex-Verlobte. Hatte es ihr so viel ausgemacht, als er die Verlobung gelöst hatte? Würde sie überhaupt jemals wieder aufwachen? „Das Essen steht auf dem Tisch. Kommst du Ranma?“ „Ich hab keinen Hunger, Kasumi“, rief er der Ältesten der Tendo-Töchter zu. „Geht es dir nicht gut?“, fragte sie besorgt zurück. „Doch, doch, aber ich war vorhin bei U-Chan und da habe ich schon gegessen“, beruhigte er sie. Sie ging wieder rein und setzte sich zu den anderen an den Tisch. „Wo ist Ranma?“ Soun sah von seiner Zeitung auf. „Im Dojo, er hat schon bei Ukyo gegessen.“ „Gut dann ess ich seine Portion.“ genüsslich stopfte sich Genma das Essen in den Mund. „Akane? Hörst du mich?“ Was hatte sie bloß? Warum bekam er keine Antwort? Warum machte sie nicht einfach die Augen auf? Er wusste keinen Weg mehr, den er nicht schon ausprobiert hatte. „Versuch´s mit einem Kuss.“ Ranma schreckte auf. Grinsend stand Nabiki im Türrahmen. „Geht es dir noch ganz gut?! Ich soll dieses Machoweib küssen?!“ Sie nickte. Kuno trat dazu, gab seiner Freundin einen Kuss und sah sich das Ganze an. „Was ist denn hier los?“ „Akane ist nur noch körperlich hier“, gab Nabiki ihm zur Antwort. Verliebt sah sie ihm in die Augen. Dieser sah erst sie dann Ranma an. „ein Kuss ist ja wohl nicht so schlimm, bei Dornröschen hat es ja auch geklappt.“ Seit Kuno mit Nabiki zusammen war, Kam er mit beiden besser klar. „Dornröschen ist ein Märchen.“ Besonders von der Idee überzeugt war er noch nicht. Mit einem Quieken gesellte sich P-Chan zu ihnen. „DU kommst gerade richtig!“ Freudig packter ranma das quiekende Ferkel und setzte es vor Akane ab. „Küss sie!“, befahl er. P-Chans Augen weiteten sich. Glücklich näherte er sich ihrem Gesicht. Eifersucht spiegelte sich in Ranmas Augen. Die Worte Akanes vom Morgen kamen ihm ins Gedächtnis. `... ich nicht verstehen wie du auf ein kleines Ferkel eifersüchtig sein kannst..` er konnte es auch nicht. Selbst wenn in Akane verliebt gewesen wäre, wäre Ryoga als Schwein keine Konkurrenz für ihn gewesen. Sie würde sich ja wohl kaum in ein Ferkel verlieben. Kurz vor dem Kuss wachte Akane wieder aus ihrer Trance auf. „P-Chan!“ Glücklich nahm sie ihr Ferkel in den Arm. Böse sah sie ihren Ex-Verlobten an. „Was hast du mit ihm gemacht? Er sieht ja total traurig aus.“ „Gar nichts!“ Er drehte sich weg, stand auf und verließ das Dojo. Was war eben bloß losgewesen? So etwas Seltsames. Es war als wäre sie in einer anderen Welt gewesen. Bekannte Stimmen hatte sie gerufen, konnte sie jedoch nicht zuordnen. All ihre Gedanken waren nur um eins gekreist. Warum hatte er das getan? Wieso hatte er die Verlobung aufgelöst? Ein merkwürdiges Gefühl machte sich ihn ihr breit. Teils war es Wut, Wut auf den der an allem Schuld war, teils Enttäuschung, weil sie das von ihm nicht erwartet hatte. Sie senkte den Blick. Sie hatte sich damit abgefunden ihn zu heiraten. Wie konnte er sie jetzt so verletzten? Ein Jahr, ein ganzes Jahr, wohnten sie schon bei ihnen. Für sie war es klar gewesen, sie konnte sich nicht drücken, sie war kein kleines Kind mehr, sie musste nun endlich zu ihrer Verlobung stehen. Ihre Eltern und Großeltern waren so schon vermählt worden, für alle war es am Anfang schwer gewesen, damit klarzukommen, doch sie haben es geschafft. Sie konnte seinen Entschluss nicht verstehen, sie wollte es nicht. Sie ging in ihr Zimmer. Die Veilchen strahlten sie an. Glücklich lächelte sie sie an. Blumen waren magisch, da war sie sich sicher. Sie machten sie immer glücklich egal wie tief sie in ein schwarzes Loch gefallen war. Doch gleich fiel ihr etwas ein. Vielleicht waren sie ja doch von ihm. Vielleicht sollten sie eine Art Abschiedsgeschenk sein. Sie warf sich auf´s Bett. Tränen suchten sich ihren Weg in ihr Kissen. P-Chan, der ihr nachgegangen war, sah sie an. Was hatte sie bloß neuerdings? Sie sah total fertig aus. Wütend schlug Akane auf ihr Kissen ein. So behandelte sie niemand und schon gar nicht er! Sie setzte sich auf, nahme ihren Spiegel zur Hand und wischte sich die Tränen weg. Danach ging sie zum Schrank, holte sich ein blaues Minikleid heraus und zog es an. Ihre Haare steckte sie sich hoch. Dann kramte sie ihr Make-Up heraus und fing an sich zu schminken. Sie schnappte sich ihr kleines blaues Täschchen und verließ das Haus. Als sie durch die dunklen Straßen ging, durchbrachen viele Pfiffe die Dunkelheit. Doch Akane achtete nicht drauf, sie war viel zu sehr mit ihren Gedanken beschäftigt.
Sie war am Ziel. Ein großes Zelt erstreckte sich über den großen Platz vor ihr. Musik drang zu ihr herüber. Stumm betrachtete sie die Lichter vor ihr. Langsam näherte sie sich dem Eingang und betrat den Festplatz. Die erwartete Jungsschar blieb aus. Etwas verwundert sah sie sich um. Die Jungs standen alle nur da und starrten sie an. Das hatten sie nicht erwartet. Sie hatten nicht damit gerechnet Akane hier zutreffen, dazu noch allein und ohne ihre ständige Begleitung. Auf den ersten Schreck folgte gleich noch einer. Akane im Kleid und noch dazu im Mini sah man nicht oft. Als sie sich wieder gefasst hatten, war Akane verschwunden. Diese war gerade an einem Stand angelangt und kaufte sich ein Eis. Gerade als sie es sich nehmen wollte wurde ihr von hinten eine rote Rose vor die Nase gehalten. Verwirrt drehte sie sich um und sah in smaragdgrüne Augen. Frech grinste sie ein Junge an. „Ich dachte zu so einer Schönheit passt diese Blume am Besten“, schmeichelte er sich ein. Perplex nahm sie seine Blume entgegen. Akane hatte sich wieder gefasst und fragte wie er denn hieße. „Shuji“, gab dieser lächelnd zurück. Dieses Lächeln, Akane konnte ihre Augen nicht abwenden. „Darf ich dich auf ein Stück Kuchen einladen?“, freundlich sah er sie an. „Sicher warum nicht.“ Gemeinsam gingen sie in das große Festzelt und suchten sich einen Platz. Die Beiden verstanden sich super und verabredeten sich für den nächsten Tag. „Ich hole dich dann um drei ab.“ Zum Abschied gab sie ihm noch einen Wangenkuss und ging dann fröhlich heim.

So, das war jetzt der 2. Teil. Sollten es diesmal mehr Kommis werden, wird auch der dritte Teil nicht solange auf sich warten lassen^^.