Fanfic: Dive in, into another World

macht sich über dem Gesicht der Frau breit: „Macht ihr Werbung für euer Theaterstück?“

Gil: „Nein! Wie kommen sie darauf? Ich und meiner Freundin wollten sie etwas fragen!“

Frau: „Oh, was gibt es denn?“

Gil: „Können sie uns das übersetzen?“

Inu überreicht ihr den Zettel.

Frau: „Das könnt ihr nicht lesen? Also ich find das klar und deutlich geschrieben. Da steht ihr sollt diese Straße bis zum Ende runtergehen. Am Haus Nummer 31 biegt ihr in einen Trampelpfad ein und folgt ihm bis zum Park. Das gelbe Haus ist dann Hitaris Haus... Keine Ahnung wer Hitari ist, aber ihr werdet es schon schaffen!“

Gil: „Vielen Dank!“

Inu: „ Anar caluva tiêlyanna!”

Frau: „Was sagst du?“

Inu: „Die Sonne soll über Eurem Pfad scheinen!“

Gil: „Wir sind aus dem Ausland! Das ist eine Verabschiedung bei uns!“

Frau: „Ach so! Na dann: Anar calu-was-auch-immer für euch! Tschüss!“

Gil: „Tschüss!“

Die Frau geht wieder ihren Weg.

Inu: „Tschüss ist wohl eine Verabschiedung hier. Das benutzen wirklich viele hier.“

Gil: „Ja, ja... Komm wir müssen zu Hitaris Haus!“

Gil und Inu gehen die Straße, so wie es die Frau erzählte, bis zum Schluss entlang. Nach gut 5 Minuten sind sie am Ende angekommen.

Inu: „Wohin jetzt? Hier sind nur Sandwege!“

Gil: „Wir müssen nach dem Haus 32 Ausschau halten!“

Gil und Inu drehen und wenden sich in alle Himmelsrichtungen, bis schließlich Inu stehen bleibt: „Wie sieht eigentlich die 32 in dieser Welt aus?“

Gil: „Frag mich nicht!“

Inu: „Wir sollen doch einbiegen, also um die Ecke gehen... Da gibt es nur links oder rechts!“

Gil: „Wir lassen den Wind entscheiden!“

Inu und Gil atmen tief durch und stehen still im Wind. Nach etwa einer Minute zuckt Inu auf: „Mir sagt er, wir sollen nach links gehen...“

Gil: „ Und mir nach rechts... Arg! Mist! Los, wir werfen einen Stein über unsere Schultern!“

Gil und Inu suchen sich jeweils einen Stein: „Hast du einen?“

Inu: „Ja, ja!“

Sie stellen sich mit dem Rücken zu den Sandwegen und werfen die Steine nach hinten.

Inu: „Mehr Mitte.“

Gil: „Meiner liegt wieder rechts. Nehmen wir den?“

Inu: „Ja! Bloß weg von hier, die Leute schauen schon...“

Schnell verschwinden die Beiden auf dem Sandweg zwischen den Sträuchern.

Nach endlosscheinenden Minuten Treppensteigen haben es Nanami und Hitari geschafft. Oben erwartet sie noch eine einzige Tür.
Nanami: "Oben!"
Mit Mühe schleppt sich Hitari die letzten Stufen empor: "Was ist das für eine Treppe? Die war ja endlos!"
Nanami: "Da muss ich dir mal zustimmen. Die war wirklich lang."
Nanami greift nach der Klinke und stößt die schwere Tür auf: "Wow..."
Den Beiden bietet sich ein Anblick an, den sie so nie zuvor gesehen haben. Ein Wald, so unberührt und schön. Ein Wald, so alt und friedlich, dass sich Fuchs und Hase Gute Nacht sagen.
Nanami: "Das ist nun wirklich keine Terrasse."
Hitari: "Diese Luft hier... So rein!"
Nanami: "Wieso fasziniert mich dieser Wald so?"
Hitari: "Ich weis es selber nicht... Ich kann meine Blicke gar nicht abwenden."
Nanami: "Das solltest du auch lieber nicht tun! Und besonders nicht auf den Tisch!"
Hitari konnte nicht anders und richtet ihre Blicke auf den Tisch: "... Was ist das?"
Nanami: "Ich glaub, das da lebt noch"
Auf dem Tisch, wo eigentlich etwas zu essen stehen sollte, stehen Schüsseln mit dunkelgrünen Inhalt bereit und dreieckigen Brot.
Nanami: "Wenn du als erstes probierest, bekommst du die Kette geschenkt, die du schon immer haben wolltest."
Hitari: "...Einverstanden."
Hitari geht mit zögernden Schritt zum Tisch und nimmt sich eine Gabel.
Nanami: "Los! Iss es!"
Hitari: "Wenn mir was passiert, ist das deine Schuld! Und ich werde nichts an dich vererben!"
Sie piekt die Gabel in die grüne Masse und rührt drin herum: "Hey, das ist so, als ob man gekochte Spagetti umrührt."
Langsam hebt sie die Gabel aus der Masse. Grüne Fäden hängen herab und wehen im Wind.
Nanami legt ihre Hand auf Hitaris Schulter und schleicht um sie herum: "So und jetzt den Mund weit aufmachen..."
Hitari schluckt noch einmal und nimmt dann die Gabel in den Mund. Nanami muss sich setzten, weil sie angewidert ist. Hitari hustet kurz und kaut dann durch. Nach dem sie es hinunter geschluckt hat erstarrt sie. Nanami bemerkt das und schreckt hoch: "Hitari?! Hitari! Ist alles in Ordnung?"
Sie schüttelt Hitari und klopft ihr auf den Rücken. Nach dem sie immer noch nicht reagiert, wird Nanami nervös und schüttelt sie stärker: "Mensch Hitari, spuck den Mist aus! Du sollst leben!"
Nanami hält ihren Finger unter Hitaris Nase um zu testen ob sie ihren Atem spürt. Zum Glück atmet sie, denkt sich Nanami, aber wieso sie sich nicht bewegt, weis Nanami immer noch nicht. Plötzlich Hitari: "Na, wie war ich?!"
Nanami: "Hitari! Das war nicht lustig! Ich hab mir ernsthaft sorgen gemacht!"
Hitari: "Entschuldige, aber das Zeug schmeckt echt..."
Nanami: "Schrecklich?!"
Hitari: "...Gut! Du musst das probieren! Es schmeckt wie Wassermelone, nur das es sich wie strohige Spargelstangen kauen lässt. Du darfst nicht so viel auf einmal nehmen!"
Nanami nimmt sich eine Gabel, taucht sie in die Masse ein und führt dann die volle Gabel zum Mund.
Hitari: "Und die Kette bekomme ich?!"
Nanami: "Ja, versprochen..."
Mutig steckt sie sich die Gabel in den Mund und kaut durch: "Hey, das schmeckt wirklich lecker! Komm, wir machen uns was auf die Teller und essen schon. Hiril wischt eh noch den Boden auf und sie hat uns dauernd eingetrichtert, dass wir was essen sollen."
So machen sie sich was auf die Teller und genießen die grüne Pampe.
Hitari: "Irgendwie ein tolles Haus. Der Großteil ist unter der Erde, dort konnte sie sich förmlich austoben, ohne den Wald groß zu schaden."
Nanami: "Wer weis, wer ihr dabei geholfen hat."
"Einige Elben haben geholfen."
Hitari: "Hiril! Wollen sie auch was?"
Hiril: "Ja, füll meinen Teller."
Nanami: "Und? Was ist mit dem Pulver?"
Hiril stellt eine leere violette Flasche auf den Tisch: "Das ist davon übrig geblieben."
Hitari: "Nichts?"
Hiril: "Fast Nichts... Es ist euch bestimmt komisch vorgekommen, das ich da auf dem Boden rumgekrochen bin."
Die Beiden nicken.
Hiril: "Ja, das dachte ich mir. Wisst ihr, Nanami hat ein Unsichtbarkeitspulver verschüttet, deshalb konntet ihr nichts sehen. Für geschulte Augen konnte man was sehen und ich sah das Pulver. Leider ist zu viel in die Luft übergegangen, deshalb ist wenig übrig geblieben."
Hitari: "Da muss es ja ein sehr feines Pulver sein, das es in die Luft überging."
Hiril: "Das ist es auch. Es ist Staub eines bestimmten Kristalls, den man in den Bergen findet. Es wird in einer besonderen Form zerkleinert bis der Staub so fein ist, das man ihn fast nicht mehr sieht. Den größten Teil des Stauben benutzen die Elben, um Fäden damit zu behandeln, die zu Tarnumhänge verarbeitet werden. Den Rest bekommen wichtige Personen im Land. Manchmal bekomm ich etwas, was ich wiederum für andere Dinge benutze. Da mir der Rest zu wenig ist und ich selten etwas bekomme, versorge ich mich selbst mit dem Kristallstaub. Den letzten Staub habe ich von den Elben vor 50 Jahren bekommen. Eigentlich sollten Gil und Inu in den nächsten zwei Jahren mal los gehen und etwas Kristall besorgen aber da ihr das Pulver verschüttet habt, reicht es nicht mehr für die nächsten zwei Jahre und ihr müsst mir jetzt etwas von dem Kristall besorgen!"
Nanami und Hitari stockt der Atem. Hitari legt die Gabel ab und dreht sich in Hirils Richtung: "Also wie jetzt? Wir sollen den Kristall besorgen?"
Hiril: "Genau!"
Hitari: "Aber wir kennen uns hier doch gar nicht aus! Wir werden da gar nicht hin finden, geschweige denn hier her zurück!"
Hiril: "Keine Sorge. Hinfinden werdet ihr. Die feuerroten Eisvögel ziehen grade in die kalten Berge, weil der Sommer langsam zu heiß wird."
Nanami: "Eisvögel die feuerrot sind, habe ich auch noch nie erlebt."
Hiril: "Das Feuerrot haben sie auch nur im Frühling bis Spätsommer, wegen der Balzzeit. Im Herbst und Winter sind sie Königsblau bis Himmelblau. Sie ziehen ihre Jungen im Schnee der Berge groß. Besonders heute fliegen viele, weil es wieder so warm ist. Dreht euch mal um..."
So drehen sich die beiden um und eine riesige Schar aus feuerroten Vögeln, die lauthals schreien, zischen im dichten Wald an ihnen vorbei. Vor schreck schauen sich die Beiden wieder um und wieder zurück. Plötzlich ist es