Fanfic: Dive in, into another World
Kapitel: 3.
Am nächsten Morgen in Ambar.
Kai kommt zur Tür herein und zieht Gil die Decke weg: „Los, aufstehen! Ihr müsst zur Schule!“
Gil schreckt auf und krabbelt vor Angst in die Ecke des Bettes: „... Ach du bist es! Tut mir leid, ich bin noch etwas gereizt. Es ist noch alles neu für mich!“
Kai: „Schon gut. Mach bitte Inu wach, ich mach Frühstück.“
Gil: „Wieso müssen wir so früh aufstehen?“
Kai: „Dumme Frage, ihr müsst zur Schule!“
Gil: „Wir sind 2031 Jahre alt, wir besuchen keine Schule mehr. Und sowie so gehen nur Menschen in die Schule, wir Elben lernen von der Familie.“
Kai: „Das geht nicht! Ihr seht aus wie knappe 16 und die Schule will das ihr als Neue in die Schule reinschnuppert. Ihr geht da einfach hin, setzt euch am besten ganz nach hinten und beobachtet den Unterricht. Ich habe schon alles geregelt. Ihr macht nicht aktiv am Unterricht mit. Ich hab ihnen erzählt, das ihr aus dem Ausland kommt und nicht unsere Schrift lesen könnt.“
Gil: „Woher weist du, das wir eure Schrift nicht lesen können? Das haben wir dir gar nicht erzählt.“
Kai: „In Nore kennt jeder jeden! Ich hab Dove beim Brötchenkauf getroffen und er erzählte, das seine Tante euch den Weg zeigen musste, da ihr nicht die Schrift lesen konntet.“
Gil: „...Die Frau von gestern...“
Kai: „Na gut, im Bad steht alles für euch bereit. Du kannst alles rote benutzen und Inu alles blaue.“
Kai wollte grade gehen, als Gil plötzlich fragt: „Glaubst du uns nun, dass wir nicht von hier kommen?“
Kai dreht sich um: „So etwas schönes, wie euch habe ich in meinem ganzen Leben noch nie gesehen...“
Gil macht große Augen, als Kai wieder den Raum verlässt und ihr wird ganz warm ums Herz.
Nach einer halben Stunde haben sich Gil und Inu am Essenstisch eingefunden, wo Kai alles bereit gestellt hat: „Was wollt ihr? Cornflakes und lieber Brötchen?“
Inu: „Ich nehme das kleine Brot da!“
Gil: „Ich auch!“
Kai: „Das sind Brötchen. Wartet, ich schneide sie euch auf.“
Inu und Gil schauen sich die Lebensmittel auf dem Tisch an, während Kai die Brötchen für die Beiden aufschneidet: „Was ist los?“
Inu: „Das Essen!“
Kai: „Das kennt ihr nicht, nicht wahr?“
Inu schüttelt den Kopf.
Kai: „Das ist Wurst und Käse. Ein bisschen Marmelade und Honig.“
Gil: „Das ist nicht natürlich, oder?!“
Kai: „Die Aufstriche sind am natürlichsten. Ich kann mir gut vorstellen das ihr Massenware gar nicht kennt. Bestimmt habt ihr Probleme mit der Nahrungsumstellung, aber probiert das mal, es schmeckt gut!“
Er schneidet eine Käsescheibe in zwei Hälfen und reicht sie den Beiden. Gil und Inu nehmen sich den Käse und probieren.
Gil: „Hey, das schmeckt!“
Inu stimmt ihr zu: „Aber die Wurst möchte ich nicht.“
Gil: „Ich auch nicht!“
Kai: „Natürlich!“
Ganz unbewusst schaut er zur Uhr: „Oh Gott, ihr müsst zur Schule!“
Die beiden springen aus und schauen hektisch durch die Gegend.
Kai: „Setzt euch!“
Automatisch setzten sie sich wieder hin: „Ich werde für euch Lunchpakete machen, damit ihr nichts in der Schule kaufen müsst.“
Schnell fertigt er für die Beiden Lunchpakete an und steckt sie in zwei Rucksäcke: „Kommt, ich bring euch zur Schule!“
Er drückt schnell den beiden die Rucksäcke in die Hand und bringt sie mit aus dem Haus. Er schiebt Gil und Inu auf den Bürgersteig und geht in die Garage.
Inu: „Was wird das hier? Sollen wir echt in die Schule?“
Gil: „Ja! Wir müssen wohl!“
Inu: „Aber nicht ohne Pfeil und Bogen!“
„Nichts da!“, Kai hat sein Fahrrad aus der Garage geholt: „In der Schule sind Waffen strengst verboten!“
Inu: „Aber was ist, wenn uns jemand angreift?! Ein Troll zum Beispiel, ist sehr hinterhältig!“
Kai: „Hier gibt es keine Trolle! Niemanden, der euch angreifen will! Los, einer kommt auf den Lenker und der andere sitzt auf den Gepäckträger auf!“
Die Beiden sitzen auf und als Kai mit Schwung losrollt, merkt er, wie leicht die Beiden sind: „Hey, sagt mal, wie viel wiegt ihr?!“
Inu, die sich auf den Lenker gesetzt hat: „Wir haben kein Gewicht!“
Kai: „Das merkt man! Es kommt mir so vor, als ob ich ganz allein auf dem Fahrrad sitze!... Haltet euch fest, der Sandweg ist nicht gerade eben!“
Er biegt von seiner Straße in einem Sandweg ein und kommt nach ein paar Minuten an einer anderen Straße wieder raus.
Gil die sich auf den Gepäckträger gesetzt hat: „Das ist die Straße wo wir gestern standen!“
Kai: „Welchen Weg seit ihr gegangen?“
Gil: „Den Rechten!“
Kai: „Ihr hättet den linken nehmen müssen. Na ja, jetzt wist ihr es ja! Merkt es euch, denn heut Nachmittag kann ich euch nicht abholen, ich muss arbeiten!“
Gil: „Na klar!“
Inu: „Hey, das ist dich Schule schon!“
Kai fährt mit seinen Rad bis vors Schultor: „Absteigen...!“
Inu klettert vom Lenker und Gil steigt vom Gepäckträger.
Kai: „Ihr meldet euch im Sekretariat. Da wird man euch eurer Klasse zuweisen! Ich muss los!... Macht’s gut und viel Glück für euren ersten Tag!!“
Er fährt mit seinem Rad weiter und Gil und Inu winken ihm etwas nach. Als er in eine Straße abbog, drehen sich die Mädchen wieder um, Richtung Schule.
Inu flüstert in Gils Ohr: „Wieso schauen sie alle so?“
Gil: „Schau sie dir doch mal an! Sie sehen alle aus wie Menschen. Diese Leute kennen Elben doch gar nicht... Komm wir müssen uns irgendwo melden!“
Sie klopft Inu auf die Schulter und geht auf den Schulhof.
Mit ihren feinen Gehör, hören Inu und Gil, wie die Schüler über sie reden.
„Schau mal, wie die aussehen!“
„Waren das nicht die Beiden von Gestern?“
„Ich hab gehört, die kommen nicht von hier...“
„NA UND???“
Gil und Inu schauen in die Richtung, aus der, der Aufschrei kommt. Ungefähr 30 Meter von ihnen entfernt sehen sie ein aufgeschrecktes Mädchen, das von zwei sich völlig gleichen Mädchen umzingelt ist.
„Was dagegen, das sie aus dem Ausland kommen?“ fragt das eine Mädchen.
„Du kommst doch auch aus dem Ausland!“, das zweite Mädchen zeigt auf Gil und Inu: „Nur das du nicht so ansehnlich bist, wie die beiden!!“
Das eine der beiden Mädchen dreht sich zu Inu und Gil, und bemerkt das sie beobachtet wurden. Sie läuft verlegen rot an und nimmt das Mädchen, was ihr ähnlich sieht mit ins Schulgebäude.
Inu: „Die sind ja lustig!“
Gil: „Etwas verwirrt, finde ich. Komm wir helfen dem Mädchen da auf die Beine...“
Gil geht über die Wiese und hockt sich neben ihr: „Hallo, soll ich dir helfen?“
Mädchen: „Nein! Geh weg!“
Das Mädchen springt auf und geht rasch ins Gebäude. Inu kommt an Gils Seite: „Die ist sehr unhöfflich!“
Gil nickt: „Finde ich auch! Los komm, wir gehen uns anmelden. Ich hab genug von hier draußen!“
So gehen die Beiden Richtung Treppe der Schule. Als sie die Stufen hinauf steigen, fliegen Spatzen an ihnen vorbei, von denen ein kleiner dicker Spatz sich auf die Schulter von Gil setzt. Die anderen Schüler auf der Treppe erstarren.
Inu: „I aew melui!“
„Süß der kleine Vogel?“
Gil schaut zur Treppe hinauf: „Was hast du gesagt?“
„Ich? Ich hab nichts gesagt!“
Gil und Inu hören die Schüler tuscheln.
„Der Spatz bleibt auf ihrer Schulter sitzen.“
„Das ist die Nichte des Schuldirektors!“
„Das ist der Club der Freaks!“
Gil streichelt dem Spatz am Kopf und er fliegt weiter. Das Mädchen, was zu ihnen gesprochen hat, flieht ins Schulgebäude.
Inu: „Gil, diese Menschen hier sind irgendwie nicht normal...“
Gil: „Ja, sie sind zu misstrauisch. Alles ist fehlerhaft für sie, wenn es nicht nach ihren Geschmack ist.“
Inu öffnet die Tür der Schule: „Na los, mal sehen ob man sich hier auch durchkämpfen muss!“
Am frühen Morgen in Amar.
Hitari dreht sich in ihrem Strohbett um. Als sie die Augen öffnet, sitzt Nanami ihr gegenüber: „Na? Ausgeschlafen?“
Hitari: „Ganz ehrlich? Es war grauenhaft! Wie spät ist es?“
Nanami: „ Ich hab auch nicht gut geschlafen, jetzt melden sich alle meine Wirbel!... Auf meiner Uhr ist es erst viertel sechs! Ich weis gar nicht, ob die hier so was wie eine Uhr haben...“
Hitari: „Gott, erst viertel sechs... Ich will, kann aber nicht wieder einschlafen!“
Nanami: „Das geht mir genau so! Hiril war schon drin und hat bescheid gesagt, dass es was zu essen gibt.“
Hitari schlägt ihre Decke auf: „Na gut, dann wollen wir mal! Ab in den Tag!
Nach dem Fertigmachen und einen ausgiebigen Frühstück sitzen Nanami und Hitari noch am Tisch und trinken einen Tee. Hiril war währenddessen draußen und hat die Pferde gesattelt. Als sie wieder kommt, setzt sie sich zu den Beiden an den Tisch: „Für euch ist alles bereit! Die Pferde sind gesattelt, Verpflegung müsste für die nächste Zeit reichen...“
Hitari: „Pferde??? Ich bin noch nie geritten! Ich kann das nicht!“
Hiril: „Ach, die Pferde sind ganz lieb. Es sind nämlich die Pferde von Gil und Inu. Loss und Gloss heißen die beiden. Frei übersetzt: Gefallender