Fanfic: Dive in, into another World
Der Torwächter dreht sich weg von der Mauer und die schweren Tore öffnen sich zu beider Seiten.
Hitari: „Wieso fragte er, ob wir Händler oder Reisende sind?“
Pearl: „Händler müssen Standzoll zahlen.“
Nachdem der Torspalt breit genug ist, reiten die Drei hinein.
Über den Weg rennen Kinder einem Vogel hinterher. Die Wege am Tor sind mit kleinen Ständen belegt, die zum Marktplatz führen. Sie bemerken, wie ein Händler, der Messer und Schwerter verkauft, ihnen hinterher schaut.
Pearl: „Seht ihr, eure Kleidung erregt Aufmerksamkeit!“
Eine alte Frau mit Schlangen um ihren Hals kommt an ihre Seite und hebt eine zischende Schlange hoch: „Wollt ihr eine Schlange für giftige Pfeile oder zum garen über dem Feuer?“
Hitari: „Nein Danke, wir haben schon gegessen!“
Die alte Frau geht wieder von dannen
Hitari: „Ich sehe hier nur Menschen! Gibt es den hier keine Hobbits, Zwerge und anderes?“
Pearl: „Nein, die meisten mögen es hier in solch einer Menschenreichen Stadt nicht und gehen lieber in kleinere Städte. Aber es gibt hier auch welche!... Sagt mal, habt ihr hier überhaupt schon eine Übernachtungsmöglichkeit?“
Nanami: „Nein, noch nicht!“
Pearl: „Na dann wüste ich etwas! Ich hab ein billiges Zimmer in einer sehr freundlichen Gaststätte. Wenn ich ganz lieb für euch frage, bekomme ich vielleicht noch zwei Schlafmöglichkeiten ins Zimmer gestellt!“
Hitari: „Och, das wäre nett! Aber wir können nicht bezahlen!“
Pearl: „Oh, ihr könnt nicht zahlen?... Am besten, wir reden morgen darüber, wie ihr die Schulden ausgleichen könnt, den da vorn könnt ihr die Pferde anbinden, wir sind da!“
Hitari steigt von ihrem Pferd ab und nimmt es an die Zügel. Ein paar Meter führt sie es noch durch die Straße bis sie an der Gaststätte „Zum Holzsplitter“ ankommen. Sie bindet die Zügel an einem Holzbalken an und hebt dann Pearl vom Sattel. Auch Nanami steigt ab und befestigt die Zügel: „Sagt mal, kommt es mir nur so vor oder werden wir wirklich angestarrt?“
Pearl: „Ja, wir werden beobachtet aber macht euch nichts draus. Ihr seit halt etwas komisch bekleidet... Menschen in Elbentracht... Kommt! Ich werde euch vermerken lassen!“
Pearl führt die beiden in die Gaststätte. Der Wirt erkennt sie sofort: „Ah Pearl! Ich dachte, du kommst erst morgen!“
Pearl: „Das dachte ich auch! Dank dieser beiden netten Damen hinter mir hab ich es sogar noch heute geschafft! Ich hoffe, du hast nicht so lange mein Zimmer verliehen.“
Wirt: „Aber nein! Wo denkst du hin? Du bist mein treuster Gast im Holzsplitter, da werde ich doch nicht dein Zimmer verpachten!“
Pearl: „Das ist schön! Sag, kannst du mir zwei Betten in mein Zimmer stellen? Ich möchte den Zweien eine Nacht unter einem Dach anbieten.“
Wirt: „Du möchtest ihnen ein Bett anbieten? Wenn hier jemand etwas anbietet, bin ich es noch! Und ich weis nicht, ob es gut für meine Gaststätte ist, wenn ich zwei Elben beherberge... Da muss ich ja aufpassen das mir nicht die Tür einrennen!“
Hitari: „Ich sind keine Elben! Wir waren bei Hiril, falls ihnen der Name bekannt vorkommt. Sie hat uns diese Sachen gegeben. Wir sind ganz normale Menschen!“
Nanami und Hitari streifen ihre Haare hinter die Ohren.
Wirt: „Meine Güte! Seit ihr wahnsinnig? Lauft ihr hier wir Elben rum, das ist doch gefährlich! Natürlich werde ich euch Betten zur Verfügung stellen, ich kann doch nicht zulassen, das euch beiden Hübschen was passiert!“
Pearl: „Ach und ich darf ruhig umkommen?!“
Wirt: „So meine ich das nicht!... Wie währe es, wenn ihr erst mal was isst, auf Kosten des Hauses und ich lass solange Betten in dein Zimmer stellen lasse, Pearl.“
Pearl: „Oh, das wäre wunderbar!“
Pearl, Nanami und Hitari gehen in den Essenssaal der Gaststätte und Pearl bestellt ein gebackenes Huhn. Als es an den Tisch gebracht wird, schneidet Pearl für jeden ein großes Stück Fleisch ab und legt es auf die Teller. Hitari und Nanami schauen sich suchend auf dem Tisch um.
Pearl: „Ist irgendetwas?“
Nanami: „Gibt es hier keine Messer und Gabeln?“
Pearl: „Heugabeln haben sie hier, aber Gabeln zum Essen gibt es hier nicht. Messer könnt ihr haben, aber den Rest müsst ihr mit den Fingern essen.“
Hitari und Nanami schneiden sich immer kleine Stückchen aus dem Fleisch und lassen es sich auf der Zunge zergehen. Nach einiger Zeit ist der Braten fast aufgegessen.
Pearl: „Sagt mal, wo wollt ihr eigentlich hin? Caras ist nicht euer Ende der Reise, ihr wollt weiter, aber wohin?“
Hitari: „Wir müssen zu den Minen in den Bergen, da wo das Unsichtbarkeitspulver gewonnen wird. Meine Freundin hat es aus Versehen verschüttet, jetzt müssen wir neues Pulver aus der Mine holen.“
Pearl: „Das ist aber eine lange Reise, na ja, für uns Hobbits, aber ihr mit euren Pferden seit ehr da! Ihr müsst das ganze Land durchqueren, von Süden nach Norden und wieder zurück. Das dauert seine Tage...“
Nanami: „Ja, ungefähr zwei Wochen.“
Pearl: „Zwei Wochen? Also wir Hobbits sind zu Fuß über eine halbes Jahr dort hin unterwegs. Wenn ihr in zwei Wochen wieder zurück sein wollt, müsst ihr auf einen Blitz reiten! Ihr werdet zwei Monate unterwegs sein, wenn ihr Glück habt!“
Hitari: „Oh nö! Zwei Monate hier in dieser Welt? Das werde ich nicht überleben!!!!“
Pearl: „Diese Welt? Kennt ihr Amar nicht?... Wurdet ihr euer Leben lang eingesperrt, oder?“
Nanami zieht Pearls Stuhl an sich und flüstert ihr ins Ohr: „Wir sind nicht von hier, nicht von dieser Welt!“
Pearl schreckt auf: „Was meinst du damit??“
Nanami: „Wir kommen aus Ambar, einer anderen Welt. Dort gibt es nur Menschen und Tiere, keine Zwerge und Trolle.“
Pearl: „Eine Welt ohne Trolle? Auch ohne Orks? Keine Zwerge... und auch keine Hobbits?!“
Nanami: „Ja, da gibt es nur uns! Wenn wir verreisen kommen wir innerhalb eines Tages überall hin!“
Hitari: „Tja, kennst du auch die Elben Gil und Inu, die bei Hiril gearbeitet haben?“
Pearl: „Elben... Das sagt mir was! Ich glaub da waren zwei freundliche Elben in Hirils Haus. Aber wie sie heißen, weis ich nicht.“
Hitari: „Und genau die beiden haben mit uns die Plätze getauscht... Jetzt sind wir hier völlig aufgeschmissen und müssen uns durch diese Welt durchschlagen! Wir haben nicht einmal das Geld um die Nacht in diesem Gasthaus zu bezahlen.“
Pearl: „Zahlt die Schulden auf unserer Reise ab!“
Nanami: „Auf unserer Reise? Wir können dir das Geld nicht schicken!“
Pearl: „Nein, bezahlt es auf Unsere Reise!!“
Nanami: „Auf unsere Reise? Wie meinst du das?“
Pearl: „Na wie wohl?! Ich werde mitkommen! Ich glaub, wenn ich mitkomme, werde ich viel mehr davon haben, als wenn ihr mir zwei Taler dalässt.“
Hitari: „Du willst uns begleiten?“
Pearl nickt mit einem breiten Lächeln.
Nanami und Hitari stimmen ihren Vorschlag zu: „Das ist wundervoll!“
Hitari: „Du wärst eine große Hilfe!“
Nanami: „Mit dir würden wir auch wirklich in Zwei Monaten wieder zurück sein!“
Pearl: „Na dann ist ja alles geklärt! Ab Morgen sind wir eine Truppe!“