Fanfic: Dive in, into another World
Herzensbruch gestorben, doch vor 20 Jahren verliebt ich mich in den Vater von Lórellin. Wir heirateten früh und ich gab mein ewiges Leben für ihn auf. Als Lórellin geboren wurde, war unser Glück perfekt. Tja, nun bin ich wie ein Mensch gealtert. Es schlägt halt alles etwas auf die Haut, wenn man über 17 Jahre nicht mehr unsterblich ist.“
Gil: „Du bist als Gegenstück in diese Welt geraten, als unsere damalige Freundin... Jency zu uns kam?!“
Ely: „Ja! Tja und wie es scheint, seit ihr jetzt hier und Nanami und Hitari in unserer Welt. GOTT! Die Armen! Sie kennen sich doch gar nicht mit den Gefahren in Amar aus. Hoffentlich passiert ihnen nichts!!“
Inu: „Wieso ist uns das passiert, was dir auch vor 100 Jahren passierte?“
Ely: „Es ist Zufall! Ich hatte genug Zeit mich mit diesem Phänomen zu beschäftigen. Es hört sich komisch an, aber Amar ist die Schattenwelt von Ambar und umgekehrt. Es ist verblüffend, aber beide Welten sieht man nicht gleichzeitig und doch sind beide Welten real! Es gibt aber Unterschiede. Jede Welt entwickelte sich unterschiedlich. Amar blieb seit Jahrtausende gleich, doch Ambar legt in technischen Fortschritt großen Wert. Hier gibt es nur Menschen, in Amar dafür noch andere Lebewesen, wie Elben, Hobbits und Zwerge. Es ist erstaunlich. Und alle hundert Jahre gibt es eine Erdachsenverschiebung und über beide Welten zieht sich ein Netz aus Brücken zur anderen Welt. Wenn jemand irgendeine Brücke betritt, werden alle anderen Brücken versiegelt, so ist es unmöglich das zum Beispiel Millionen von Menschen die Erde verlassen. Tja und wir waren die Dummen, die in solch einer Brücke gerieten.“
Gil: „Typisch Elynin! Du hast dich schon immer für die Geschehnisse der Natur interessiert!“
Inu: „Elynin... Ely! Entschuldige mich Ely aber kommst du auch wieder zurück nach Amar oder bleibst du hier?“
Ely: „Hier ist meine Familie, hier werde ich bleiben...“
Gil: „Bist du je Jency begegnet?“
Ely: „Nein! Ich kenne Jency nicht, aber ihr Buch! Ich fand es auf einer Reise nach Tópa, einer Stadt in Nord-Ambar. Ihre detaillierte Erzählung von Amar ließ mich in Tränen ausbrechen. Ich entschied mich, das Buch mitzunehmen und versteckte es in den damaligen Katakomben der Stadt. Nun steht die Schule dort und alle Bücher der Katakomben wurden in den Regalen der Bibliothek verteilt. Einige hundert wurden seit ihrer Entstehung noch nie durchgelesen, so auch Jencys Buch.“
Gil: „Das ist nicht ganz wahr. Jencys Buch wurde gelesen und das von Nanami und Hitari.“
Ely: „Interessant.“
Inu: „Ely, bist du auch hier in Amar gelandet, so wie wir?“
Ely: „Nein, ich kam an einem Strand an, irgendwo an der Westküste Ambars.“
Gil: „Aber eins verstehe ich nicht, Wir haben Nanami und Hitari durch die Brücke kennen gelernt, wieso du dann nicht Jency?“
Ely: „Dies war auch Zufall. Ihr ward in der gleichen Brückenverbindung, Jency und ich nicht. Deshalb hab ich sie nie persönlich kennen gelernt.“
Gil, Inu und Ely schauen zur Zimmertür.
Ely: „Nun kennst du die Vergangenheit deiner Mutter, Lórellin.“
Ein Scharren zieht sich die Wand entlang und endet in einem stumpfen Schlag. „Wieso Mama? Wieso hast du es mir nicht erzählt?“
Ely: „Selbst dein Vater weis nichts von meiner Herkunft.“
Lórellin: „Was bin ich? Ein Mensch?... Ein... EIN ELB?!?“
Ely: „Adanedhel. Ein Kind eines Menschen und Elben.“
Lórellin: „Wie hast du es herausgefunden, das ich gelauscht habe?“
Gil: „Dein Atem!“
Inu: „Und dein Herzschlag. Dein Herz schlug so laut, das es sich anhörte, als ob es bald in tausend Stücke springt.“
Lórellin: „Ihr habt mich gehört?! Unglaublich.....Wie alt bist du wirklich Mama?“
Ely: „Ich bin in Wirklichkeit 5061 Jahre alt. Hier und jetzt bin ich für dich 38 Jahre alt.“
Lórellin: „Ich... Ich..... Ich muss allein sein!“
Sie steht auf und rennt die Treppe hinunter. Einige Türen knallen und es wird still.
Ely: „Das hat sie wohl etwas überrannt.“
Gil: „Verständlich. Uns hat der Aufenthalt hier auch überrannt.“
Ely: „Kommt, wir gehen ins Wohnzimmer. Lórellin ist bestimmt im Garten. Vielleicht kommt sie später wieder rein.“
Ely nimmt die Tassen Tee wieder auf ihr schwarzes Tablett und trägt sie in den Flur hinaus. In der Wohnstube setzen sich Inu und Gil auf ein gelbes Sofa und genießen weiterhin ihren Nen Lalaith.
Gil: „Was macht Lórellin da draußen?“
Ely: „Sie spielt mit den streunenden Katzen. Ihre Mischerbigkeit lässt es zu, das sie unglaublich gut mit Tieren umgehen kann, so wie richtige Elben.“
Gil Stellt ihre Tasse ab und geht auf die Veranda. Die vier Katzen, die sich um Lórellin versammelt haben, schauen auf und einige tapsen auf sie zu. Gil hebt eine Tricolor hoch und streichelt sie über den Katzenkopf. Lórellin, die mit dem Rücken zur Verandatür sitzt, wirft einer getigerten, weißpfötigen Katze einen Kekskrümel hin.
Inu und Ely beobachten das Geschehen vom Wohnzimmer aus. Gil lehnt sich an den Gartentisch und lässt die Katze wieder runter. Ihre Lippen bewegen sich sanftmütig und Lórellin richtet sich auf.
Nach einer Gewissen Zeit haben Ely und Inu ihren Tee getrunken und ein paar Kekse genascht. Unerwartet geht die Tür auf und Lórellin und Gil kommen lachend zur Tür herein.
Lórellin: "Sind auch noch ein paar Kekse für uns da?"
Ely: "Aber natürlich mein Spatz."
Während Ely Kekse im Küchenschrank sucht, setzt sich Gil neben Inu und trinkt ihren kalten Nen Lalaith weiter.
Inu: "Ich möchte nicht neugierig erscheinen, aber was habt ihr da draußen besprochen?"
Gil: "Nicht viel! Ich hab ihr nur von unserem Leben erzählt, von Gefahren in unsrem Lande, von Freunden und Familien und unseren ersten Eindrücken dieser Welt hier."
Inu: "Das nennst du nicht viel?! Was du in einer Stunde erzählt hast, erzählt man sich in zisch Nächten am Lagerfeuer."
Lórellin: "Schon gut, Inu. Das, was sie mir sagte, hat mir geholfen euch und die Herkunft meiner Mutter besser zu verstehen!"
Ely: "Das freut mich, Lórellin. Und ich muss sagen, du gehst damit sehr gut um."
Gil: "Sie ist nicht die Einzigste, die mit diesem Thema gut umgeht. Schon Kai war nach einer kurzen Verwirrung auf unsere Seite."
Ely: "Hm, interessant!"
Ely streicht sich über ihr Kinn, als hätte sie einen Bart. Während Ely so weiter macht, räumt Lórellin schon mal den Tisch ab: "Du Mama, Kai kommt zum Abendbrot rüber, ist das ist in Ordnung?"
Ely: "... Em... Was? Äh, na klar ist das in Ordnung. Der Arme ernährt sich doch eh nur von Fertiggerichten, seit die Eltern verreist sind. Apropos Abendbrot! Ich muss das Essen vorbereiten."
Lórellin: "Kommt, wir lassen meine Mutter lieber in Ruhe. Beim Kochen brauch sie immer volle Konzentration!"
Gil: "Wir kennen das schon von ihr. Wenn sie keine Ruhe hat, gelingt ihr gar nichts, obwohl sie gut kochen kann."
Ely: "Ja! Macht euch ruhig lustig über mich! Wenn ihr weiter so macht, gibt es anstatt Hünchen, trockenes Brot!"
Lórellin: " Wir sind schon leise!"
Kichernd laufen die Drei die Treppe hoch.
Lórellin wirft sich in ihrem Zimmer auf ihr Bett: "Wollen wir irgendein Spiel spielen?"
Gil: "Ein Spiel? Wer pflückt den größten Blumenstrauß?"
Lórellin: "Was ist den das für ein Spiel?"
Gil: "Das spielen 100 jährige. Da beeilt man sich, so schnell wie möglich den größten und schönsten Blumenstrauß zu pflücken. Die Sträuße werden dann meist zur Großmutter gebracht, die dann entscheidet, welcher der schönste Blumenstrauß ist."
Lórellin schaut sie etwas belustigt an: "Als ihr gesagt habt, dass 100 jährige so was spielen, hab ich mir vorgestellt, wie alte Greise über eine Wiese sprinten und Blumen pflücken. Na ja, auf jeden Fall meine ich ein Gesellschaftsspiel. Leider ist mein Fernseher kaputt, deshalb können wir nur Brettspiele spielen aber das kann man allein oder auch zu dritt spielen."
Sie holt unter ihrem Bett ein paar eingestaubte Spiele hervor: "Hier zum Beispiel.", mit einem kräftigen Atemzug, pustet sie die dicke Staubsicht weg und hustet kurz dadurch: "Das sind ein paar ältere Spiele. Hier ein Kartenspiel, Schach und ein Spiel wo man Begriffe erraten muss. Das letzte Spiel lassen wir lieber weg, denn ihr kennt hier ja eh nicht alle Begriffe... Hm, was wollen wir nun spielen?"
Inu: "Hm... Ich möchte gern das Kartenspiel spielen."
Gil: "Keine schlechte Idee."
Lórellin: "Ok, dann spielen wir das.", Während sie die Karten