Fanfic: Dive in, into another World
drauf rum. Lórellin hilft beim Text als Zuflüsterin. Plötzlich schließt es an der Tür und Kai steht drin: „Inu?!“
Lórellin: „Kai!“
Gil: „Lórellin...“
Inu: „Gil!“
Kai: „Gut, jetzt weis jeder wie der andere heißt und könnt ihr bitte sofort vom Tisch kommen! Die Platte ist nur raufgelegt, die hebt schon ab, wenn sich drauf abstützt!“
Gil und Inu stellen sich an eine Kante und vollen runter springen, da schreit Kai auf: „NEIN!“ und kneift vor Schreck die Augen zu. Als er nichts hörte, weder ein Wehklagen noch ein Knall von der Platte, die zurück auf das Standbein fällt, macht er langsam die Augen wieder auf: „Wie seit ihr da jetzt runtergekommen, ohne das was passiert ist?!“
Gil: „Wir sind einfach runtergesprungen. So schwer ist das nicht!“
„Warte.“, macht er ihr auch mit Handzeichen klar, geht rüber zu Inu und nimmt sie auf den Arm. Inu fährt erschreckt auf: „Hey!“
Kai: „Sag mal... wie viel wiegt ihr?“
Inu: „Wir haben keine Gewischte. Das größte Gewischt liegt in Kleidung und Waffen. Kannst du mich jetzt bitte wieder runter lassen?“
Kai setzt sie sicher wieder ab: „Das ist verblüffend, kein Gewischt zu haben.“
Lórellin geht etwas sauer dazwischen: „Na und? Ich bin auch unglaublich leicht. Mama sagt, dass kommt von meiner Mischerbigkeit.“
„Mischerbig?“ fragt Kai verwundert.
Leicht errötet schaut sie nach unten: „Das werde ich dir später irgendwann erklären.“
Kai: „Sagt mal, was macht ihr hier überhaupt?“
Lórellin: „Wir proben für das Theaterstück, was unsere Schule in einer Woche aufführen will. Gil und Inu sind so frei und spielen die Prinzessinnen.“
Kai: „Lass mich raten, ihr spielt „Der letzte Wunsch“?“
Lórellin: „Ja! Woher?...“
Kai: „Das ist ein typisches Stück, was häufig von den Abschlussklassen aufgeführt wird. Einst spielte ich den Prinzen...“
Lórellin: „Ich habe dich spielen gesehen, es war wundervoll!“
Kai: „Ich weis.“
Gil spricht mit sich selbst: „Einbildung ist auch eine Bildung.“
Kai: „Na gut, dann probt mal weiter.“
Er verschwindet im Untergeschoss.
Gil setzt sich erschöpft zu Lórellin auf das Sofa: „Sag mal, was hast u eigentlich die ganze Zeit gezeichnet?“, sie greift nach ein paar Blättern, die umgedreht zwischen den beiden liegt. Lórellin stoppt sie am Handgelenk: „Nein, nicht. Das ist nichts wichtiges.“
Gil: „Wenn es nicht wichtig ist, kannst du es mir doch ruhig zeigen.“
Lórellin: „Es sind nur Kritzelein!“
Gil: „Komm, lass mich es sehen...“
Langsam lässt sie Gils Arm los und Gil blättert ein Blatt um: „Das kann nicht wahr sein!“, sie springt vor Schreck auf: „Inu komm schnell her, das wirst du nicht glauben! Lórellin, weist du was das ist?! Das ist Tengwar!! Das ist Elbenschrift... Woher hast du das?“
Lórellin: „Von Mama.“
Gil: „Stimmt, von Elynin... hast sie es dir beigebracht?“
Lórellin: „Nicht direkt. Ich hab sie oft heimlich beobachtet, wie sie diese Zeichen schrieb und diese vor sich hin lies. Und von Zeit zu Zeit wurde ich immer besser darin... Hier schau mal, ich hab eure Textpassagen übersetzt. Ich dachte mir schon, das ihr es wie Mama lesen könnt.“
Vor lauter Rührung drückt sie Lórellin: „Gott, das ist so lieb von dir! Nicht war Inu?“
Keine Reaktion
„Inu?“
Sie steht immer noch im Wohnzimmer und schaut Richtung Wohnungstür.
Lórellin fragt vorsichtig bei Gil nach: „Was hat sie?“
„Ach nichts... Entschuldige, ich muss sie mal kurz allein sprechen. Ihr bekommt die ungewohnt Umgebung nicht so recht.“
Sie steht auf und zieht Inu mit sich in die Küche, die gleich neben dem Wohnzimmer in der Diele liegt.
Schnell schließt sie die Küchentür und schnipst Inu kräftig gegen die Stirn, was Inu wieder wachrüttelt: „Es reicht! Er ist nicht der Richtige für dich!“
Inu: „Entschuldige mich! Aber er irritiert mich. Sein Herz schlägt so laut, das es mich beschäftig.“
Gil: „Mich beschäftigt auch so einiges! Also sammle dich wieder... Ok, Lórellin war so nett und übersetzte unsere Texte ins Tengwar, bedank dich bitte dafür.“
„Na klar, mach ich!“ haut Inu raus und geht wieder zurück ins Wohnzimmer.
Gil schüttelt über das Verhalten von Inu den Kopf und hört, wie Inu sich bei Lórellin bedankt: „Oh danke Lórellin! Wie hast du Tengwar denn erlernt?“
„INU!!!“ schallt es laut aus der Küche. Sie kauert sich auf dem Sofa zusammen: „Hab ich was falsches gesagt?“
Stunden später ist es schon dunkel draußen.
Lórellin: „Ich sollte langsam gehen. Hey, morgen haben wir eine kleine Probe... Na ja, wir wollen erst mal gucken, wer noch besetzt werden muss. Also hat die Theatergruppe morgen kein Unterricht!“
Inu: „Betrifft das uns auch?“
„Na klar!“, antwortet sie: „Immerhin seit ihr ja die Hauptfiguren.“
Gil: „Na dass macht sich ja praktisch!“
Lórellin geht in den Flur und zieht sich ihre Straßenschuhe an: „Ok, wir sehen uns morgen! Grüßt Kai schön von mir.“. Gil und Inu haben sie zur Tür begleitet: Machen wir!“
Nachdem sie sich ihre Schuhe angezogen hat, öffnet sie die Tür und verschwindet kurz darauf hinter einem Lichtkegel einer Laterne in der Nacht.
Inu winkt noch etwas ins Dunkle hinein: „Gut, ich werde ins Bett gehen.“
Gil: „Ja, mach das! Ich räum hier nur noch auf und komm dann nach.“
Inu verschwindet in ersten Stock und Gil trägt ein paar Gläser in die Küche. Sie spült die drei Gläser ab und greift nach einem Geschirrhandtuch. Nach ein paar Umdrehungen eines Glases legt sie das Handtuch und das Glas ab und verschwindet im Keller.
„Kai? Bist du hier?“
Sie hört etwas in einem Kellerraum hämmern und kratzen. Die Tür des Raumes ist einen Spalt offen. Gil schleicht sich leise heran und schaut durch. Sie sieht Kai in einer blauen Arbeitshose, wie er hin und her wackelt und irgendetwas hämmert und ausfeilt an einem hölzernen Gegenstand. Bei den ganzen Bewegungen, die Kai macht, kann sie vereinzelt etwas erkennen, wenn er zu weit zur Seite geht. Sie sieht einen zierlichen ausgestreckten, hölzernen Arm an der einen Seite und Verschnörklungen auf der anderen Seite.
„Sehr gut!“ sagt Kai zu sich selbst: „Perfekt! Ich habe ihre Grazie vollkommen wiedergespiegelt!“
KLOPF KLOPF
Kai erschreckt und deckt sein Kunstwerk schnell mit einen weißen Tuch ab: „Ja bitte?!“
Gil steckt ihren Kopf zur Tür herein: „Darf ich kurz stören?“
Kai: „Na klar, komm rein!“
Bewusst schließt Gil die Tür hinter sich. Kai putzt zur Ablenkung seine Tischlerwerkzeuge: „Na?! Was bringt dich zu mir?“
Gil: „Ich wollte nur schauen, wie es dir geht.“
Kai: „Wie du siehst, geht es mir gut. Und wie geht es dir so? Ist Lórellin schon gegangen?“
Gil reagiert belustigt: „Hm, mir geht es gut und Lórellin ist schon lange weg.“
Kai: „Was? Sie ist schon weg?“
„Immerhin ist es nach 23 Uhr und morgen müssen wieder zur Schule.“
„Was?!?“, fragt er sie verwundert: „Schon so spät? Oh nein, ich muss doch morgen wieder früh raus... Apropos früh raus, du solltest auch ins Bett gehen.“
Gil: „Keine Sorge, ich kann Tage ohne Schlaf auskommen.“
Kai: „Aber das musst du mir nicht beweisen.“
Gil nimmt sich ein Schnitzwerkzeug und Kai reagiert sofort und ermahnt sie: „Leg das lieber wieder hin. Das da ist extrem scharf und nicht für kleine Kinder.“
Gil: „Hm, wenn ich es mir durch den Kopf gehen lasse, bin ich mit meinen 2031 die Erwachsene von uns Beiden.“
Urplötzlich wirft Kai sein Schnitzwerkzeug, was er putzte, in die Ecke und stützt sich mit beiden Händen auf der Arbeitsplatte ab. Er schüttelt selbstquälerisch sein Kopf: „Du hast recht, ihr seit schon 2031 Jahre alt und ich erst 18. Wahrscheinlich komme ich nicht mal über die hundert.“
Gil: „Es ist grotesk für dich, nicht wahr?“
Kai nickt.
Gil legt vorsichtig das Werkzeug hin: „Ich weis, was du für Inu empfindest. Du liebst sie!“. Als würde sein schlimmstes Geheimnis enthüllt worden sein, schreckt er auf und starrt Gil entsetzt an. Belanglos fährt sie fort: „Ich höre immer deinen Herzschlag, wenn du sie siehst, wenn du an sie denkst, selbst jetzt springt dein Herz, wenn ich ihren Namen erwähne... Ich weis nicht was wirklich letzte Nacht geschah, aber es reichte schon, das Inu wegen dir jetzt verwirrt ist.“, sie zieht einen scharfes Gravurmesser und hält es an Kais Kehle, ihr Blick gräbt sich in Kais Augen : „Bete dafür, dass Inu nicht in dich verliebt ist!“, Kai stürzt auf die Platte zurück und versucht, dem Messer nicht zu nahe zu kommen: „Und wenn es doch so ist und du sie verletzt, bringe ich dich eigenhändig um! Wegen dir, du einfacher Mensch, wird sie nicht sterben!! Ihr Schicksal liegt im Kampf! Also halte dich zurück, oder du wirst es bereuen!!“
Wutentbrannt feuert sie das Gravurmesser in eine Ecke, wo Holzreste liegen, tobt zur Tür uns reißt sie auf. Als sie den Raum verlassen hat, dreht sie sich noch einmal um: „Ich warne dich!!“ Sie verschwindet hinter dem Türrahmen und knallend wirft sich die Tür ins Schloss.
Noch immer erregt stürmt sie die Treppe in den zweiten Stock empor. Als sie die letzen Stufen, zwischen ersten und zweiten Stock hinaufgeht, bleibt sie unerwartet stehen. Vor ihr steht Inu, welche zitternd zu ihr runterschaut.