Fanfic: Wie im Meer

Kapitel: Wie im Meer

Hallo, ich mal wieder! Na ja, ich sage mak nicht mehr zu, da denkt eh jeder anders bei, aber ich dachte mir, Zwänge und Einschränkungen, Fesseln, das magst du nicht und da habe ich mal geschrieben.

Ich grüsse ganz lieb Sen Jinka, Katha und Melody!

Wie im Meer

Warum redest du nicht mehr?

Du hörst ihm zu, dem Wind,
der dir Dinge zuflüstert,
dich sanft umstreicht,
dein weiches Haar durchweht.
Siehst, wie seine unsichtbare Kraft sichtbar wird.

Du hörst ihr zu, der Meeresbrandung,
das tosende Wasser an die zerklüfteten Felsen schmetternd.
Siehst, wie die Gischt an zerklüftete Felsen prallt.
Schmeckst das Salz in der Luft und schließt kurz die Augen.

Das willst du nicht mehr, oder?
Du willst nicht wie die Gischt sein.
Aufgewühlt und an hartes Gestein geworfen?
Gischt ist gefangen, will immer hinaus treiben,
aber wird stets zurückgeworfen.
Und du lächelst so warm.

Warum redest du nicht mehr?
Darum?

Vielleicht, ich glaube, ich weiß es nun.
Wir haben uns nichts mehr zu sagen?
Wir haben uns alles gesagt?
Und eigentlich ist uns klar, was passieren muss?
Oder? Es ist nicht anders, stimmt es?

So lasse ich dich stehen,
dein Blick ruht auf dem Meer.
Ich gehe weiter von dir fort, obwohl ich bleibe
und fühle mich leer, ausgehöhlt.
Ich überlege. Gar nicht so lange, nun,
da die Entscheidung naht.

Gegrübelt habe ich schon lange davor.
Und wie ich so auf deinen Rücken starre,
fällt der Entschluss, damit du nicht mehr wie die Gischt bist.
Damit ich nicht mehr das zurückhaltende Wasser bin.
Dann sind wir beide wieder launisches Nass,
welches in getrennte Meere fließt.

Oder vielleicht auch nicht.
Gischt gibt es immer, wo Wasser ist.
Doch- ja- ihre Ausmaße fallen stets anders.
Vielleicht haben wir so doch eine Chance.
Wir machen alles anders!

Darum hast du also nicht mehr geredet.

Du drehst dich um und lächelst noch immer.
Ein gütiges, verzeihendes, mildes Lächeln.

Ich nicke und muss grinsen.
Drehe mich um.
Mehr muss ich gar nicht sagen,
du weißt es ja.