Fanfic: Die Schiffsreise
Fähigkeit, Dragonballs zu erschaffen...
Nein !!! Das kann nicht sein! Wer sollte ihn denn wiedererwecken? Es ist lange her, seit ich ihn und sein Volk vernichtet habe, niemand kennt sie mehr.
Aber dieses Gesicht... Diese Erscheinung...“ Vegeta betastet seinen Hals. Seine Finger passen genau in die „Kerben“, die durch den Druck der Finger in seinen Hals gedrückt wurden. „Ich habe doch gespürt, wie er mir die Luft abdrückte... Er MUSS real sein! Aber wieso konnte ihn dann keiner der anderen sehen? Und warum schien die Geschichte sich dann zu wiederholen? Das ergibt doch alles keinen Sinn!“
Vegetas Gehirn schmerzt ihn fast schon, als diese Gedanken immer wieder und wieder durch ihn durchjagen, ohne dass er eine Antwort findet...
„Irgendwas stimmt hier ganz und gar nicht...“
„Hört mal zu, Leute... Ich muss euch etwas erzählen...“
Kame bleibt auf dem Gang stehen, der sie wieder zurück zum Sonnendeck führt. Sie kann einfach nicht anders, sie MUSS von diesem... „Erlebnis“, dass sie in diesem komischen Raum hatte, erzählen, sonst würde sie noch verrückt werden... Andauernd ziehen an ihrem inneren Auge diese Gestalt und der Dolch vorbei, andauernd breitet sich in ihr ein Gefühl der Enge, die sie verspürt hatte, als sie in diesem dunklen Raum war, aus...
Son - Goku schaut seine Schwester fragend an. „Kame, was ist los?“
„Als wir uns vorhin zu Vegeta teleportieren wollten, wurden wir doch komischerweise getrennt...“
„Ja, wir kamen in einer Vorratskammer oder so was Ähnlichem raus!“ wirft Videl ein. „Aber zum Glück waren wir nicht allzu weit von Vegeta Standtort entfernt. Wir sind dann hingelaufen!“
Kame blickt Videl an und schaut dann finster zu Boden. „Euch ist nicht zufällig etwas... „Eigenartiges“ passiert, abgesehen von dem Ort, an dem ihr rauskamt, oder?“
Son - Goku kratzt sich am Kopf. „Ähm... Nöö, eigentlich nicht. Wieso fragst du, ist dir etwas zugestoßen?“
Kame nickt. Ein Kloß bildet sich in ihrer Kehle. „Es war schrecklich...“
Kaum hat sie die Worte ausgesprochen, als in ihrem Inneren die Bilder von ihren Erlebnissen in diesem Raum wieder hochkommen, klarer und schärfer als zuvor... Die Knochen... Die Augen... Die Gestalt in dem Umhang... Der Dolch... Alles...
„Schrecklich? Was meinst du damit? Was ist denn passiert?“ fragt Krillin und sieht Kame mit einem erwartungsvoll - fragenden Ausdruck an.
Kame schließt die Augen und atmet tief durch. Sie öffnet die Augen wieder. „Ich kam in einem dunklen Raum raus. Es war so dunkel, dass man nichts erkennen konnte, also hab ich mich (sie senkt etwas die Stimme, da zwei Pärchen fröhlich schwatzend an ihnen vorbei laufen) in einen Super - Saiyajin verwandelt, um wenigstens etwas sehen zu können. Als ich auf den Boden sah... Da lagen Knochen...“
„KNOCHEN ?!?“ ruft Yamchu laut aus, und die beiden Paare drehen sich verwundert zu den beiden um. Son - Gohan hält Yamchu hektisch den Mund zu. Oob „drängt“ die beiden Paare in die nächste Türe und kommt wieder zurück.
„Ja, Knochen... Es war, als stünde ich inmitten eines Grabes. Es waren so viele...“
Kame fährt ihre Stimme noch weiter herunter, es ist nur noch ein Flüstern. „Da war aber noch etwas in diesem Raum... Ich weiß nicht, was es war... Da waren Augen... Glutrote Augen, die mich anstarrten, aus der Dunkelheit...“ Kame schweift mit ihrem Blick ab, sie starrt die Wand an, sie erzählt einfach drauflos...
Nur damit dieses Gefühl endlich verschwindet...
„Ich... Ich bekam Panik und lief blindlings drauflos, und dann stieß ich auf etwas Weiches. Ich fiel auf den Boden und schaute hoch... Eine Gestalt in einem Umhang stand direkt vor mir und fixierte mich mit ihren roten Augen... Ich wurde von hinten gepackt und hochgezogen, und diese Gestalt... Sie... Sie holte etwas aus ihrem Umhang heraus...“
Die anderen Mitglieder der Gruppe Z sehen sie erschrocken an.
Kame holt tief Luft und spricht dann mit schneller Stimme weiter, so als wolle sie es schnell hinter sich bringen. „Sie holte ein langes Messer oder ein Schwert aus ihrem Umhang... Und... Und mir kam es vor, als wäre es verschmiert - mit Blut...“
Videl hält sich vor Schreck die Hand vor den Mund, um nicht aufzuschreien.
„Und du bist dir sicher, dass du das alles gesehen hast?“ fragt 24.
Kame schaut ihn mit einem vernichtenden Blick an. „Glaubst du etwa, ich würde mir so was ausdenken ?!?“
„Nein, natürlich nicht, aber es klingt, als hättest du dir diese Sachen, weil du in der Dunkelheit Panik bekommen hast, eingebildet oder...“
Weiter kommt 24 nicht, denn Kame packt ihn und drückt ihn gegen die nächste Wand. Wut und Zorn lodern in ihren Augen. Die anderen blicken sie völlig verblüfft an.
„Sag das noch mal... Sag das noch ein einziges Mal... Ich schwöre dir, ich...“ zischt Kame 24 zu. Voller Hass und Verachtung schaut sie in das gleichmütige Gesicht des Cyborgs, sie hebt die geballte Faut nach oben, bereit, in das nervig - gleichmütige Gesicht von 24 reinzuschlagen...
„Kame!“
Son - Goku geht entschieden dazwischen und trennt die beiden. „Was ist denn in dich gefahren?“
Kame lässt 24 los, funkelt ihn aber mit einem bitterbösen Blick an, dann atmet sie tief ein und aus und sagt in leisem Ton „Nichts, nichts...“
„Wie wäre es, wenn wir uns den Raum mal genauer betrachten?“ schlägt 24 vor.
„Ach ja ?!? Und welcher Raum soll das bitteschön sein? Ich habe keine Ahnung, was das für ein Raum war!“ giftet sie 24 an. Dieser Cyborg kann ab und zu echt nervtötend sein!
„Aber ich weiß, wo du warst. Du warst in der Disco auf dem B - Deck, direkt neben dem Internet - Center und dem Juwelier.“ sagt 24. „Ich habe deine Aura wahrgenommen, kurz bevor ich in den Fitnessraum zu Vegeta bin, und sie mit dem Grundriss des Schiffes verglichen. So konnte ich deinen Aufenthaltsort bestimmen.“
„Oh, na dann, das ist doch ganz toll!“ Kame schaut 24 wiederum mit blankem Hass an. Sie muss sich anstrengen, nicht die Kontrolle über sich zu verlieren...
„Sehen wir uns den Ort an, an dem ich fast getötet worden wäre! Wirklich ein ganz toller Vorschlag!“
Die anderen betrachten Kame bestürzt und halten den Atem an. Sie wissen zwar, dass Kame 24 nicht über alle Maßen liebt, doch noch niemals hatte sie ihn so direkt angegriffen, sei es durch Worte oder durch Aktionen gewesen...
„Kame, komm schon, beruhige dich. Du hast keinen Grund, 24 so anzumachen. Er hat doch nur seine Hilfe angeboten, du kennst doch seine direkte Art, er kann halt nicht anders, er würde doch nie...“ sagt Son - Goku zaghaft lächelnd und beruhigend, doch er hält inne, als sich Kame nun ihrem Bruder zuwendet.
Ihr platzt der Kragen...
„ACH JA ?!? Nimmst du ihn jetzt auch noch in Schutz, oder was ?!? Und was ist mit mir ?!? Habt ihr dazu etwa nichts zu sagen?“ Sie funkelt die anderen der Gruppe mit einem sehr bösen Blick an, die aufgrund des „Ausbruchs“ von Kame die Augen vor Erstaunen aufgerissen haben und den Mund vor Überraschung offen stehen haben.
„Warte mal, Kame, ich wollte nicht... Ich hatte nicht die Absicht...“ fängt Son - Goku perplex an, doch Kame achtet nicht auf ihn.
„Wenn ihr euch so gut mit ihm versteht und mit mir überhaupt nicht, wozu bin ich dann überhaupt noch hier ?!? Meine Geschichte scheint ja keinen zu interessieren!“
Eine weiße Aura bildet sich um Kame, worauf die anderen erschrocken ein paar Schritte zurückweichen. Immer intensiver und dichter wird die Aura um Kame, und der Kraftmesser von 24 meldet ihm, dass sie kurz davor steht, sich in einen Super - Saiyajin zu verwandeln...
„Nein, Kame, so denkt keiner von uns, du scheinst das in den falschen Hals...“ beginnt Trunks, doch Kames Stimme übertönt seine.
„Ihr hättet doch noch nicht mal den Mut besessen, euch das Ganze anzusehen! Nein, bestimmt hättet ihr euch in eine Ecke verkrochen und zu Dende gebetet, er möge doch alles ganz schnell zu Ende gehen lassen !!! Ist es nicht so ?!? Hab ich nicht recht ?!?“
Durch die laute Stimme von Kame werden einige Leute angezogen, die jetzt zu beiden Seiten des Ganges stehen und das „Schauspiel“ teils amüsiert, teils angespannt verfolgen.
„Wenn euch das Urteil von 24 so viel wichtiger ist als meines, dann könnt ihr doch gut auf mich verzichten, oder? Ich zumindest habe darauf keine Lust mehr! Wir sehen uns!“
Mit diesen Worten rast sie an den erschütterten Freunden vorbei und fliegt sprichwörtlich auf die Treppe zu, die sie ein Stockwerk nach oben bringt, auf das Deck, auf denen die Kabinen unserer Freunde liegen. Diese schauen sich verwirrt - fragend an.
„Kame, warte!“ Trunks rennt ihr hinterher.
„Kame, so warte doch endlich!“
Trunks hält sie am Arm fest und bremst ab, gerade als sie in den nächsten Gang abbiegen will. Kame schaut ihn zornfunkelnd an.
„Was willst du von mir ?!?“ fährt sie ihn barsch an und reißt sich von ihm los. „Willst du mir auch einen Vortrag darüber halten, dass 24...“
„Nein, will ich NICHT!“ unterbricht er sie schroff. „Ich würde aber gerne wissen...“, seine Stimme nimmt plötzlich einen sanften und mitfühlenden Ton an, „...Warum du so... So... „Widerspenstig“ reagiert hast... Gerade eben, als wir dir helfen wollten...“
Kame macht den Mund auf, um etwas zu sagen, doch überraschenderweise schließt sie ihn wieder und schaut ihn böse an. Besorgt sieht Trunks in ihre lodernden Augen.
Kame starrt zurück, doch irgendwas geschieht mit ihr...