Fanfic: O Brothers, where art thou??

Untertitel: How to enter the Grand Line in a Nutshell

Kapitel: Splintering Wood

Es war ein sonniger Morgen (vielleicht sogar der selbe...^^). Ein milder Wind wehte über das ruhige Meer und ein paar gierige Möwen kreisten am Himmel, immer auf der Suche nach etwas essbarem. Und da waren sie nicht die einzigen...

„Sanji, Huuuuunger!!!!“, schallte es vom Deck der Flying Lamb, die gerade in diesen Gewässern dahinschipperte, immer auf der Suche nach neuen Abenteuern.

Der junge Smutje war gerade aber nicht wirklich in der richtigen Stimmung um seinem gefräßigen Kapitän dessen sehnlichsten Wunsch zu erfüllen.

„Klappe halten, Fresssack! Ich bin beschäftigt.“, brüllte er entnervt zurück und wendete sich dann wieder seinem anderen Problem zu.

„Und jetzt zu dir, Buschaffe. Du hast heute Spüldienst und wenn du nicht sofort deinen faulen Hintern hochkriegst, werde ich ihn eigenhändig in die Küche befördern!“, knurrte er und warf Lorenor Zorro einen bösen Blick zu.

Der Schwertkämpfer lag mal wieder gemütlich dösend an Deck und war alles andere als erfreut darüber, dass dieser nervige Koch ihm jetzt direkt in der Sonne stand und ihn dazu auch noch blöde von der Seite anmachte.

„Hey, beweg dich mal ein Stück nach rechts und wenn du schon dabei bist: Halt’s Maul, Karottenschäler!“, zischte er, wobei er es schaffte seinen Mund gerade so wenig wie gerade nötig zu bewegen.

„Saaanjiiiii!!!“

Erneut drang Monkey D. Ruffy’s wehleidiger Ruf an sein Ohr.

„AAAARRRRRGGGGGH, MACHT EUREN DRECK DOCH ALLEINE, VERDAMMT!!!!, brüllte Sanji wütend und Zorro fragte sich ein weiteres Mal wie er es schaffte so zu schreien, ohne dass ihm der verdammte Glimmstängel aus dem Mund fiel.

Der Blondschopf hatte sich bereits umgedreht und war schon auf dem Weg hinunter in die Kombüse. Er würde sich einfach nicht mehr von diesen Schwachmaaten provozieren lassen. Wozu sollte er sich unnötig den Kopf darüber zerbrechen, dass seine Crewkollegen nichts als heiße Luft in der Birne hatten, wenn er doch in der selben Zeit ein Festmahl für Nami-Mausi zaubern konnte, das ihn in ihrer Gunst noch ein bisschen höher steigen lassen würde?? Er beglückwünschte sich in Gedanken schon selbst zu diesem reifen Entschluss, doch so leicht wollte Zorro ihn nicht davonkommen lassen. Dafür, dass dieser eitle Fatzke ihn geweckt hatte, würde er büßen müssen.

„Gibst du etwa schon auf?“, fragte er scheinheilig und ein fieses Grinsen legte sich auf seine Lippen.

„Hey Leute, Prinz Suppengrün kriegt weiche Knie. Sollten wir uns nicht einen Koch suchen, der ein bisschen mehr Mumm hat???“, rief er lauthals übers ganze Deck und lockte damit die gesamte Mannschaft herbei.

„Wer ist dumm?“, fragte Ruffy verwirrt und mit immer noch knurrendem Magen.

„Mumm, nicht dumm, du Doofi! ....Sanji scheint wohl auf seine alten Tage etwas weichlich zu werden...“, kicherte Lysop hinter vorgehaltener Hand, doch auch in fortgeschrittenem Alter hatte das Gehör des Kochs anscheinend noch nicht nachgelassen und so funkelte er Lysop giftig an.

„Hast du was zu sagen, Langnase? Sprich dich ruhig aus!“, raunte er mit einem Unterton in der Stimme, der Lysop so gar nicht geheuer war.

„E....er war’s!!“, stammelte dieser in Panik und zeigte schnell auf den ahnungslosen Chopper bevor er sich im Eiltempo davon machte und nur eine kleine Staubwolke hinterließ.

Der kleine Elch sah ihn schon mit ängstlichen Augen an, doch Sanji’s Ärger hatte schon längst ein anderes Ziel gefunden. Seine Augen verengten sich und seine geschwungenen Augenbrauen zogen sich bedrohlich zusammen.

„So, es reicht, Grasschädel. Mach dein Testament!“, fauchte er und brachte sich in Angriffsstellung. Zum Teufel mit den guten Vorsätzen...

„Du hast also genug vom Leben... Soll mir recht sein. Dich filetier ich!“, grinste Zorro zufrieden und erhob sich langsam. Er wollte jeden Moment genießen. Genüsslich legte er die Hand an sein Yubashili. Es war doch jedes Mal wieder ein gutes Gefühl seine geliebten Schwerter in der Hand zu halten. Nur ein echter Schwertkämpfer konnte sich seiner Waffe so verbunden fühlen.

Ruffy beobachtete den Verlauf der Dinge in freudiger Erwartung.

„Au ja klasse, endlich mal wieder’ne Schlägerei!!“, jubelte er händeklatschend.

Und die beiden Streithähne ließen sich nicht lange bitten. Sanji holte mit einer grazilen Bewegung zum Tritt aus während Zorro seine Klinge geschickt aus der Scheide zog und sie auf den Koch zuschnellen ließ. Allerdings waren die Kontrahenten im Kampf mehr als schnell, so dass beide Angriffe ins Leere gingen. Das hielt sie aber nicht davon ab es wieder und wieder zu versuchen.

„Juhu, weiter so. Und noch eine Rechte. Ja, Zorro nimm noch ein Schwert!!“, feuerte der Kapitän die beiden fröhlich an und hatte in seiner kindlichen Begeisterung seinen Heißhunger schon völlig vergessen.

„Du hast gehört, was der Chef gesagt hat.“, knurrte Zorro und fletschte teuflisch die Zähne. Auch sein Kitetsu könnte mal wieder ein bisschen Übung vertragen...

Jetzt bereits mit zwei scharfen Klingen bewaffnet, ging er erneut auf den verhassten Smutje los.

„Hey, auf wen setzt du, Chopper? Ich glaub ja, dass Zorro ihn diesmal mit seiner Schwertertechnik platt macht. Wollen wir wetten?? Einmal extra Küchendienst für den Verlierer!“, flüsterte Lysop zu Chopper gewand, der mit ihm zusammen hinter einer der Vorratskisten hockte und sich das Spektakel aus sicherer Entfernung ansah.

„Meinst du? Ich tipp ja auf Sanji. Der wird Zorro heute mit seinen Superkicks einen K.O. Treffer verpassen! ...Und ich setze einmal Deckschrubben, dass sie wieder was kaputt hauen!“, raunte Chopper und die Wette hatte er schon so gut wie gewonnen, denn genau in dem Moment duckte sich der Koch unter einem Doppelschlag des Schwertkämpfers hinweg und Zorro’s Angriff raste ungebremst in die Wand hinter ihm. Das Holz zersplitterte lautstark und hinterließ ein klaffendes Loch.

„WUHU, klasse Aktion!!“, krähte Ruffy und führte einen kleinen Freudentanz an Deck auf.

„Von wegen „klasse Aktion“. Ihr dämlichen Primitivlinge!!“, drang eine Stimme von hinten an ihre Ohren, doch bevor sich die Jungs umdrehen konnten um nach der Geräuschquelle zu schauen, hatten sie sich alle eine schmerzhafte Kopfnuss eingefangen. Nami war durch den Krach und die ständigen Erschütterungen wieder mal beim Kartenzeichnen gestört worden. Wenn man es nicht besser wüsste, könnte man annehmen, dass die Flying Lamb des öfteren von Erdbeben heimgesucht würde, doch Nami kannte ja ihre Jungs nur zu gut. Leider...

Nun stand sie wutentbrannt vor den Übeltätern, die sich murrend die Hinterköpfe rieben.

„Hirnlos beschreibt euren Zustand nicht annähernd. Wo bin ich hier nur gelandet?? Repariert das gefälligst, oder es setzt was!!“, seufzte sie mit müder Stimme doch ihr Blick sprach Bände.

„Ja sofort, Nami-Schätzchen! Ich tu doch alles für dich!!!“, flötete Sanji und es war als wenn kleine, rosa Herzchen wie Seifenblasen aus seinen Augen sprudelten als er seine rothaarige Traumfrau anstrahlte.

„Das kannst du schön alleine machen, verliebter Topflappen...“, knurrte Zorro und versuchte sich dann unauffällig aus der Affäre zu ziehen.

„Zorro, du willst dich doch wohl nicht vor der Arbeit drücken, oder? Und vergiss nicht, dass du noch Schulden bei mir hast...“, säuselte Nami, der sein Versuch keineswegs entgangen war.

Zorro hielt inne und drehte sich dann vor Wut bebend um.

„Arr, ich hab dir längst alles zurückgezahlt, du blödes Weib! Lass mich endlich mit dem Scheiß in Ruhe!!“, brüllte er und ballte die Fäuste.

„Hey, so spricht man nicht mit einer Lady! Hat dir denn keiner Manieren beigebracht, du Neandertaler? Komm her, ich les dir mal ordentlich die Leviten!“, fauchte Sanji und war bereit seine Angebetete mit allen Mitteln zu rächen.

„Hier wird nicht gelesen sondern gearbeitet!“, keifte die Navigatorin und ihr Gesichtsausdruck nahm immer gruseligere Formen an. Fast hätte man sie für eine Rolle aus einem Psychothriller halten können, wenn ihre linke Augenbraue so wie jetzt unkontrolliert zuckte und die kleine Ader an ihrem Hals anfing zu pulsieren. Doch anstatt ein Küchenmesser hinter dem Rücken hervorzuziehen, verpasste sie den beiden Idioten lieber noch einen Satz heiße Ohren. Diese Maßnahme wurde mit lauten „Nami Nami!!“ Anfeuerungsrufen aus Richtung Vorratskisten quittiert.

„Ich hab doch gleich gesagt, dass Nami die beiden fertig macht! Du musst spülen!“, wendete sich Lysop mit einem triumphierenden Grinsen an Chopper.

„Aber... du hast doch gesagt...“, stammelte der blaunasige Elch und sah seinen Freund mit seinen Kulleraugen verwirrt an.

Der Schlag auf den Hinterkopf hatte Ruffy wieder an etwas erinnert, das er erst gar nicht hätte vergessen dürfen.

„Sanjiiiii, wann krieg ich endlich was zu spachteln??“, begann er ein weiteres Mal seinen Klagegesang nach Nahrung und erntete damit nur ein allgemeines Aufstöhnen.

„Siehst du nicht, dass ich keine Zeit habe, du Nervbacke? Stell dich doch selbst in die Küche wenn du so’nen Kohldampf hast!“, brummte Sanji während er sich daran machte ein paar Bretter zu besorgen um das Loch in der Wand wieder abzudichten. Den letzten Satz bereute er allerdings sehr schnell wieder als er sah, dass sein Kapitän diese Einladung durchaus wörtlich zu nehmen schien und sich pfeifend auf seine geliebte Kombüse zu bewegte. Der Smutje wusste leider nur zu genau,