Fanfic: O Brothers, where art thou??

mich gefälligst mit!!“, drang Sanji’s Schrei von hinten zu ihnen hinüber. Vor lauter Wiedersehensfreude hatten sie doch glatt vergessen ihn wieder an Bord zu nehmen. Ace war schon kurz davor zu wenden, doch sein jüngerer Bruder schüttelte energisch den Kopf.

„Ich mach das schon.“, rief er und wieder setzte er seine Gum-Gum-Power ein, fuhr seinen Arm aus und packte Sanji am Kragen. Nun sauste der Smutje wie eine Rakete an ihnen vorbei und aus der Ferne hörte man nur ein langgezogenes: „Ich haaaaasse diiiiich, Ruuuffyyyyy!!“

„War das jetzt wirklich nötig, Ruff?“, fragte Ace skeptisch. Manchmal taten ihm die Mannschaftskameraden seines Bruders wirklich leid.

„Wieso?? Jetzt ist er sogar noch eher da als wir und kann sich schon mal ums Essen kümmern.“, erwiderte Ruffy und bei dem Gedanken an das bevorstehende Mittagsessen lief ihm schon das Wasser im Mund zusammen. Ace und Zorro schüttelten nur resigniert die Köpfe.

Als die drei endlich die Flying Lamb erreichten, war Sanji zwar schon dort, doch anstatt mit der Zubereitung eines Viergänge- Menüs hatte er seine Zeit damit verbracht gegen die Schiffswand geklatscht dazuhängen während er sich Nami’s Gezeter anhören musste, weil er die gerade reparierte Wand schon wieder zerlegt hatte.

„Ja Namilein.... Natürlich, Liebling...“, brabbelte er wirr vor sich hin und versuchte, die vielen kleinen Sterne, die um seinen Kopf kreisten, zu zählen.

Trotz höllischer Kopfschmerzen hatte er es dann aber doch geschafft das Mittagessen zu kochen, während es sich der Rest der Crew an Deck gemütlich gemacht hatte. Ace war natürlich der Mittelpunkt ihres Interesses und bald wurde er von allen Seiten mit Fragen gelöchert.

„Nun spann uns nicht weiter auf die Folter und erzähl was du hier machst!“, rief Ruffy und sprach damit zur Abwechslung mal allen aus der Seele.

„Okay, Okay, keine Panik!“, grinste Ace und legte den Kopf schief.

„Also, ich hab euch doch erzählt, dass ich auf der Suche nach Blackbeard bin...“, setzte er an.

„Ist das nicht der Kerl, der mal in deiner Bande war?“, unterbrach ihn Lysop.

„Genau, wir waren beide in Whitebeard’s Piratenbande und Blackbeard war sogar der Vize vom Boss, doch dann hat er einfach kaltblütig einen seiner eigenen Männer umgelegt und ist abgehauen. Jetzt bin ich auf der Suche nach dem Kerl um ihm das heimzuzahlen.“, antwortete Ace grimmig.

Allein bei dem Gedanken an so einen miesen Piraten lief Lysop ein kalter Schauer über den Rücken. Hoffentlich würde ihm dieser Typ nie über den Weg laufen...

„Ich bin ihm schon seit über einem Monat auf den Fersen und vor zwei Tagen war ich wirklich kurz davor ihn zu schnappen. Ich hatte einen Tipp gekriegt, dass er sich inkognito auf der Ferieninsel versteckt halten soll. Also bin ich dort hingefahren, doch da hat man mir erzählt, dass er gerade am Tag vorher kurzfristig abgereist wäre. Muss wohl Wind von der Sache gekriegt haben. Leider konnte mir keiner sagen wohin er sich verdrückt hat, aber sehr weit kann er ja noch nicht sein. Dass du dann so unangemeldet bei mir aufgetaucht bist, war auch für mich überraschend.“, sagte er an Ruffy gewand und knuffte seinen Bruder in die Seite.

Nach einem üppigen Mahl und einigen Krügen Bier saßen immer noch alle im Kreis an Deck und unterhielten sich ausgelassen miteinander. Mittlerweile war bereits der Abend angebrochen und die untergehende Sonne tauchte den Himmel in ein angenehmes orangerot. Chopper und Lysop hatten die Köpfe zusammengesteckt und brüteten wahrscheinlich an der Idee für eine neue verrückte Erfindung. Zorro hatte sich mit prallgefüllten Bauch in eine Ecke verzogen und schnarchte leise und Sanji versuchte von seiner Angebeteten jedenfalls ein bisschen Mitleid für die dicke Beule an seinem Kopf zu erhaschen.

„Sag mal Ruff, was ich dich letztes Mal schon fragen wollte...“, begann Ace nachdem er seinen vierten Krug in einem Zug geleert hatte und sah seinen Bruder an, der gerade mal wieder versuchte sich ein paar Essstäbchen zwischen Nase und Mund zu klemmen und dabei kindisch kicherte.

„Hör doch mal auf mit dem Scheiß, du Kleinkind!“, rügte ihn Ace in gespieltem Ernst und versuchte Ruffy die Stäbchen aus dem Gesicht zu ziehen, was gar nicht so einfach war, da sich Ruffy’s Gummihaut sehr weit dehnen ließ. Dann überlegte er es sich anders und ließ die Stäbchen einfach los, was dazu führte, dass sie gegen Ruffy’s Nase knallten und dieser rücklings auf den Boden kippte.

„Wehr witzisch!“, nuschelte Ruffy und pflückte sich das letzte Stück Holz aus der Nase.

„Waff, äh... was wolltest du mich letztes Mal schon fragen?“, fragte er neugierig.

Ace schwieg für einen Moment doch dann fragte er:

„Hast du in letzter Zeit was von Bunny-chan gehört?“

„Bunny??“, wiederholte Ruffy und sah seinen Bruder überrascht an.

„Seit ich aus dem Windmühlendorf weg bin, hab ich sie nicht mehr gesehen, aber wie kommst du denn jetzt darauf?“, hakte er nach.

„Ach, ich musste nur vor einer Weile an sie denken. Es ist schon so lange her seit ich sie das letzte Mal gesehen hab. Die Kleine fehlt mir richtig!“, sagte Ace und fuhr sich nachdenklich durch sein schwarzes Wuschelhaar.

Es war jetzt schon über drei Jahre her seit er sein Heimatdorf im East Blue verlassen hatte um Pirat zu werden und auf die Grand Line zu segeln. Sein ganzes Leben hatte er diesem Abenteuer entgegengefiebert doch der Abschied war ihm auch nicht leicht gefallen. Ruffy schien nicht sehr traurig darüber gewesen zu sein, dass sein älterer Bruder die Familie verlassen wollte, da er ja selber fest entschlossen war ihm so schnell wie möglich nachzueifern, und außerdem hatte Ace seinen kleinen Bruder sowieso noch nie wirklich traurig erlebt. Seine Unbeschwertheit kam ihm manchmal sogar schon ein bisschen unnormal vor...

Aber seine kleine Schwester Bunny D. Kate war untröstlich gewesen, als er ihr von seinem Vorhaben erzählt hatte. Mit ihren sechzehn Jahren war sie ein Jahr jünger als Ruffy und vier Jahre jünger als er selbst. Es versetzte ihm jedes Mal einen Stich ins Herz wenn er daran dachte, wie sich ihre großen, blauen Augen mit Tränen gefüllt hatten, als er ihr das letzte Mal zum Abschied zugewinkt hatte.

„War sie auch so traurig also du gegangen bist?“, fragte er Ruffy und versuchte dieses Bild aus seinen Gedanken zu verscheuchen.

„Traurig?? Pah, eher sauer. Sie hat mir in den Hintern getreten.“, knurrte Ruffy und zog eine beleidigte Schnute.

Bei der Vorstellung musste Ace unweigerlich grinsen. Genauso hatte das Verhältnis zwischen Ruffy und Bunny schon immer ausgesehen. Die beiden waren sich einfach zu ähnlich und lagen sich ständig wegen jeder Kleinigkeit in den Haaren. Obwohl sie zwei totale Sturköpfe waren, wusste er aber genau, dass sie sich in Wahrheit sehr gern hatten.

„Mir wär’s auch lieber gewesen sie hätte mir nachgeweint, aber schließlich bist du ja ihr Lieblingsbruder. Dich hat sie ja vergöttert!“, maulte Ruffy.

„Ach hör doch auf. Gib’s zu: Du vermisst sie doch genauso wie ich!“, erwiderte Ace und gab Ruffy eine kleine Kopfnuss.

„Aua....mmh....ja...“, murmelte dieser und rieb sich den Kopf.

„Was sie wohl gerade macht???“

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Backstage: So, da bin ich wieder * wink * Naaaa, habt ihr mich vermisst??

Ich hab euch ja eine One Piece Geschichte versprochen und das hier ist der erste Teil. Ich hoffe es gefällt euch soweit und auch diejenigen unter euch, die keine OP Fans sind, können mit der Story was anfangen. Für Nachfragen steh ich natürlich immer gerne zur Verfügung.^^

Dies ist eigentlich nur eine Einleitung für die eigentliche Geschichte, die sich dann hauptsächlich um Bunny D. Kate und ihre Abenteuer dreht. Aber damit ihr nicht so lange auf eure heißgeliebten OP Charaktere verzichten müsst, hab ich diesen (etwas länger ausgefallenen) Prolog eingeschoben.

So, auf den richtigen Start der Geschichte müsst ihr jetzt allerdings noch ein bisschen warten, weil ich bis zum Ende des Monats im Prüfungsstress bin und wohl erst danach wieder zum Schreiben komme.

Aber schreibt mir schon gerne nette Kommies, damit ich weiß wie die Story so ankommt.

Bis die Tage

Eure Bunny^^

PS: Wer den Insider im ersten Satz entdeckt, kriegt eine nigelnagelneue Kaffeemaschine * rofl *