Fanfic: O Brothers, where art thou??

hier festsaß, musste er wissen womit er es zu tun hatte.
Langsam schlich er auf die kleine Hütte zu, die auf ihn ziemlich windschief und zusammengeschustert wirkte. Diese Leute hatten wohl nicht wirklich viel Ahnung vom Überleben in der Wildnis. Andererseits war das vielleicht auch nur Teil ihres teuflischen Plans... Er schlug sich selber vor die Stirn um diese paranoiden Gedanken aus seinem Kopf zu verscheuchen und betrat so leise wie möglich die kleine Veranda.
Als er vorsichtig durch eins der Fenster blickte, entdeckte er die drei Inselbewohner, die friedlich auf ihren Matten schliefen. Der Dicke mit den haarigen Armen lag auf dem Rücken. Aus seinem offenen Mund drang ein penetrantes Schnarchen und bei jedem seiner Atemzüge tanzte sein Bart munter auf und ab. Der kleine Kerl mit der Mädchenstimme hatte sich zu einer Kugel zusammengerollt und sah sogar im Schlaf noch furchtbar ängstlich aus. Und direkt neben dem Fenster schlief das Mädchen, wegen dem sein Magen endlich aufgehört hatte so einen Aufstand zu machen. Der Mond warf sein blasses Licht durchs Fenster und ließ ihre blonden Haare glänzen.
Als sie vorhin versucht hatte ihn festzuhalten, hätte er sie auch fast gebissen, aber ihre Stimme und ihre Augen hatten ihn verunsichert. Er hatte wenig Erfahrung mit Mädchen. Zugegeben hatte er allgemein wenig Erfahrung beim Umgang mit anderen.
Sein Kopf zuckte ruckartig Richtung Tür als er aus dem Augenwinkel eine Bewegung wahrnahm. Der kleine gefleckte Hund, den er vorhin bei den anderen gesehen hatte, kam aus der Hütte spaziert und sah ihn jetzt prüfend an.
Würde das Tier Alarm schlagen und ihn verraten? Hätte er dann noch genug Zeit um sich zu verstecken? Und warum zum Teufel trug dieser Köter einen Hut??
Beide starrten sich eine Weile lang an und keiner von ihnen rührte sich vom Fleck. Doch dann schien der Vierbeiner sich entschieden zu haben und kam langsam auf sein Gegenüber zu. Auch der Zweibeiner hatte sich gegen eine Flucht entschieden und wartete weiter ab. Erst jetzt bemerkte er, dass der Hund etwas im Maul trug, das er ihm jetzt bereitwillig vor die Füße legte. Der Junge beugte sich hinunter und hob das Fundstück auf. Es war ein schwarzes Stück Stoff. Ein Lächeln löste den erstaunten Gesichtsausdruck des Dunkelhaarigen ab.
„Du hast mein Stirnband gefunden? Das hatte ich schon vermisst. Mir sind ständig die Haare ins Gesicht gefallen.“, raunte er leise und mit einer routinierten Handbewegung knotete er sich das Tuch um den Kopf. Dann setzte er sich neben den ehrlichen Finder und kraulte ihm die Ohren.
„Danke, Kumpel. Ich schulde dir was. Du heißt Buster, stimmt’s? Ich hab vorhin gehört, dass sie dich so genannt haben. Ich bin übrigens Jaguchi. Freut mich, dass es jedenfalls einen anständigen Typen auf dieser Insel gibt...“, fügte er hinzu und achtete dabei darauf seinen Lautstärkepegel so niedrig wie möglich zu halten.
Buster gab ein wohlwollendes Gähnen von sich und legte seinen Kopf auf Jaguchi’s Schoß.
„Ich wusste gleich, dass du nicht so ein schlechter Kerl sein kannst...“, ertönte plötzlich eine Stimme hinter ihm und brachte Jaguchi dazu hektisch aufzuspringen. Sein Bein dankte es ihm, indem es einen stechenden Schmerz durch seinen Körper jagte, der ihm Tränen in die Augen trieb.
„Solche Aktionen solltest du vielleicht für eine Weile bleiben lassen. Norman hat gesagt, dass die Wunde wohl etwas Zeit braucht um wieder richtig zusammenzuwachsen.“, sagte Bunny und grinste ihn an. Irgendwie hatte sie geahnt, dass sie diesen Typen noch einmal wieder sehen würde. Aber das es so schnell gehen würde...
„Woher willst du wissen, dass ich kein schlechter Kerl bin? Du kennst mich doch überhaupt nicht. Vielleicht bin ich ja gekommen um euch alle im Schlaf zu erwürgen oder vielleicht will ich deinen Hund hier als Geisel nehmen.“, erwiderte Jaguchi grimmig, doch das Mädchen schien ihn nicht ernst zu nehmen. Ihr Grinsen machte ihn wütend und er konnte das Blut in seinem Kopf rauschen hören. Sie machte sich über ihn lustig. Dafür würde sie bezahlen müssen. Und ihre Freunde sowieso.
„Naja, Buster hat eine ganz gute Menschenkenntnis und dich scheint er ja zu mögen. Hat dir das Essen geschmeckt? Mehr ist leider nicht da, aber morgen macht Norman dir sicher ein paar leckere Spiegeleier, wenn du dich bei ihm wegen deiner Bissattacke von vorhin entschuldigst.“, kicherte Bunny.
„Soll ich mir noch mal deinen Verband angucken. Der sieht ja schon ganz schön ramponiert aus...“, fuhr sie fort und ging ein paar Schritte auf den Jungen zu.
Als sie ihre Hand ausstreckte um den Verband genauer unter die Lupe zu nehmen, wurde es Jaguchi endgültig zu viel. Er schubste sie unbeholfen zurück, so dass sie nach hinten stolperte und vor Schreck auf ihrem Allerwertesten landete. Wortlos und mit großen Augen saß sie da und starrte ihn an als wenn er von einem anderen Stern kommen würde. Schon tat es ihm leid, aber jetzt konnte er nicht mehr zurück.
„Ich brauche keine Almosen von euch Freaks, verstanden? Und ich werde mich auch ganz bestimmt nicht bei diesem Schwabbel entschuldigen. Schließlich hat er mich festgehalten und nicht umgekehrt. Und deine gespielte Fürsorge kannst du dir sonst wohin stecken. Darauf fall ich nicht rein! Lasst mich bloß in Ruhe, sonst muss ich hier ganz andere Seiten aufziehen!!“, rief er aufgeregt und versuchte dabei durch Lautstärke die Unsicherheit in seiner Stimme zu verbergen.
Schon drangen Stimmen aus der Hütte und Buster begann böse zu knurren und so trat Jaguchi hastig seinen Rückzug an. Irgendwie war das alles nicht so verlaufen wie er es geplant hatte...
Nur ein paar Sekunden später kam Norman mit einem Fleischklopfer bewaffnet aus der Hütte gestürmt und blickte wild um sich.
„Wo ist der Mistkerl? Den knöpf ich mir vor!!“, brüllte er und wäre beinah über Bunny gestolpert, die immer noch völlig perplex auf dem Boden hockte.
„Er ist schon weg...“, murmelte sie leise und sah Norman fragend an. Ihr war klar, dass auch er ihr nicht erklären konnte, was hier gerade passiert war, doch selber konnte sie sich erst recht keinen Reim darauf machen.
„Hat er dir was getan?“, fragte Norman besorgt und half ihr auf.
Auch Joe hatte sich jetzt nach draußen getraut, obwohl er sich immer noch nervös an die Hüttenwand drückte und ängstlich die Umgebung beobachtete.
„Ich sag’s ja nicht gerne, aber: Ich hab’s euch ja gesagt! Der Kerl ist gefährlich! Wenn wir nicht bald von hier abhauen, wird er uns alle niedermetzeln und unsere Reste panieren und braten.“, wimmerte er leise und sank langsam zu Boden.
„Mir geht’s gut. Aber Joe hat Recht. Wir sollten wirklich bald aufbrechen. Ich will keine Zeit mehr vergeuden. Schließlich wartet die Grand Line auf uns!“, versuchte Bunny das Thema zu wechseln, doch ihr Lächeln war aufgesetzt und als sie wenig später im Dunkeln auf ihrer Matte lag, hatte sie ganz andere Dinge als Seekarten und Schätze im Sinn. Was war passiert? Was hatte sie getan, dass er auf einmal so reagiert hatte? Und warum suchte sie die Schuld bei sich? Schließlich hatte er sie jetzt schon zum zweiten Mal angegriffen. Vielleicht war Buster als Menschenkenner doch nicht so unfehlbar und dieser Kerl war doch nur ein Idiot...
Es war völlig sinnlos und die reinste Zeitverschwendung weiter darüber nachzudenken und trotzdem wälzte sich der Kapitän unserer kleinen Piratenbande die ganze Nacht unruhig hin und her und schlief erst ein als der nächste Tag schon zu dämmern begann. Und so ging es nicht nur ihr...
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Backstage: Hallo?? *vorsichtig um die Ecke lug* Kennt ihr mich noch? Ich bin die, die das letzte Mal im September 2004 ein Kapitel dieser FF gepostet hat...
Mein Gott, ich schäme mich! -.- Ich hatte keine Ahnung wie absolut ätzend so eine Schreibblockade sein kann!! Es hat mich so viel Mühe gekostet dieses Kapitel fertig zu schreiben und ich bin trotzdem nicht wirklich zufrieden damit. Und wenn es da draußen tatsächlich noch Leute gibt, die sich für meine kleine Geschichte interessieren und die jetzt die Hoffnung haben, dass ich meine Blockade endlich überwunden habe und von nun an wieder regelmäßig weiter schreiben werde, muss ich euch wohl leider enttäuschen, denn ich habe die ungute Befürchtung, dass es genauso weitergehen wird. Ich stecke zu diesem Zeitpunkt irgendwie in einer Sackgasse. Für den späteren Verlauf der Geschichte hab ich genug Ideen, aber ich hab leider keine Ahnung wie ich da hin kommen soll. Es ist zum Verrückwerden!! *haare rauf*
Aber genug von meiner Frustration! Was kann ich über das Kapitel sagen?
Ich habe einen neuen Charakter eingeführt: Jaguchi (ein japanischer Name, der zu deutsch „Wasserhahn“ bedeutet. Okay, ich gebe zu, die Idee stammt nicht von mir... ^^“) Wer die FAs meiner Schwester kennt, weiß auch schon wie er aussieht. Das war sozusagen der letzte Teil der Geschichte, der es noch ins Storyboard des geplanten Doujis geschafft hat, bevor es eingestampft wurde...
Nach all den Gastauftritten brauchte ich einfach mal wieder einen ganz neuen Charakter um ein bisschen Schwung in die Geschichte zu bringen. Und da Joe und Norman ja beide ganz pflegeleichte Kerlchen sind, wollte ich mal jemanden vorstellen, der nicht ganz so nett ist (so scheint es jedenfalls ^^). Also, ich gebe euch die Erlaubnis ihn zu hassen. Ihr dürft ihm auch Hasspost schreiben, die ich dann an ihn weiterleiten werde XD.
Außerdem ist mir aufgefallen, dass Joe immer mehr zum Angsthasen der Gruppe mutiert. Ich glaube bald hat er sogar Angst vor seinem eigenen Schatten. Aber keine Angst (XD), ich habe noch etwas besonderes mit ihm vor. (Wenn ich denn jemals so weit kommen sollte...)
Okay, mehr fällt mir dazu jetzt nicht ein. Über ein paar aufmunternde oder sonst wie geartete Kommies würde ich mich riesig freuen! Von so was lebt der gebeutelte FF-Schreiber ^^
VLG Eure sich schämende