Fanfic: Back to Hogwarts

Untertitel: Snape's love

Kapitel: Abstecher in die Winkelgasse

Es war bereits weit nach Mittag als Lavinia erwachte.

Noch benommen streckte sie sich aus und dachte an den schönen Traum den sie gehabt hatte, doch Moment... es war ja kein Traum.

Tatsächlich lag Severus, in einer etwas verdrehten Haltung neben ihr. In tiefen ruhigen Atemzügen atmend, schlief er ganz friedlich.

»Wie süß!«, dachte Lavinia verzückt und mußte schmunzeln. Sie beugte sich vor und begann seinen nackten Rücken mit Küssen zu bedecken.

Nach wenigen Minuten begann der Schwarzhaarige sich zu räkeln, stöhnte leise und fragte verschlafen: »Wie spät ist es...?«

Achselzuckend erwiderte Lavinia: »Ist doch egal, meinen Job bin ich eh los, also was soll’s.«

Lächelnd schaute sie Severus an, während er sich auf den Rücken herum rollte. Er griff nach ihr, zog sie auf sich und streichelte ihr Gesicht.

»Du bist so schön und so reif geworden, Lavinia.«, sagte er und betrachtete sie im nun hellen Licht das durch das Fenster fiel.

Lavinia kniff leicht die Augen zusammen und legte den Kopf auf seine Brust.

»Du bist ein Schmeichler!«, lachte sie und nahm seine Hand die wieder und wieder ihre Wange entlang gestrichen war.

»Nein das bin ich nicht und das weißt du auch.«, antwortete er.

Lavinia begann seine Handinnenfläche zu küssen und schmiegte ihre Wange in seine Hand.

Plötzlich richtete sie sich auf, worauf Severus sie fragend ansah. Das Laken war herunter gerutscht und er betrachtete ihren wohlgeformten Körper, auch er setzte sich schließlich auf und fragte: »Was hast du?«

»Ich habe einen Entschluss gefasst...«, sagte sie in dem sie sich an ihn schmiegte.

»Entschluss?«, stutzte er

Sie nickte: »Ja, ich werde wieder mit dir zurück nach Hogwarts gehen und dort ebenfalls Professorin werden.«

Snape der begonnen hatte ihren Hals zu Küssen und sie zu streicheln flüsterte: »Das ist mein Mädchen! Ich freue mich über deinen Entscheidung.«

...

»Was? Ein Halbblut soll Ausbilderin werden? Das werde ich zu verhindern wissen.«, Lucius Malfoy war außer sich und lief wie ein wilder Tiger im Zimmer auf und ab.

Der Schulrat war zusammen gerufen worden um zu beraten ob Lavinia Mortimor als Ausbilderin zugelassen würde.

»Lucius, sie hat sich als sehr talentiert erwiesen, in ihrer ganzen Schulzeit. Mir ist klar, das sie erst mit 13 eingeschult wurde, aber nur weil ihr Talent sich erst sehr spät gezeigt hat.«, sagte Albus Dumbledore beschwichtigend worauf Professor Minerva McGonagall zustimmend nickte.

»Ganz gleich, sie ist und bleibt ein Halbblut und ist absolut unzureichend für die Ausbildung junger Hexen und Zauberer. Was sagt Professor Snape denn dazu, er würde das sicher auch nicht gutheißen. Wo ist er eigentlich?«, fauchte Mr. Malfoy in die Runde.

»Oh, da muß ich Sie enttäuschen, er ist unterwegs sie zu holen. Geben Sie auf Lucius sie sind überstimmt, sie wird in kürze ihre Ausbildung beginnen und ich versichere ihnen, sie wird sich als eine der Besten erweisen.«, sagte Professor McGonagall.

Mit einem wütenden zischen, gleich einer Schlange verließ Lucius den Ratsraum und schlug die Tür krachend hinter sich ins Schloß.

Die anderen Ratsmitglieder schauten sich vielsagend an und einige schüttelten den Kopf.

Lavinia hatte sich rasch zurecht gemacht und fragte: »Wie kommen wir den ohne Zug nach Hogwarts?«

»Ich habe alles mit dem Zugführer besprochen, er fährt unplanmäßig los sobald alles bereit ist. Hast du deine Koffer gepackt?«, antwortete Severus, der noch damit beschäftigt war seine Kleidung zu ordnen.

»Nein noch nicht, aber das geht ganz schnell.«, erwiderte Lavinia fröhlich.

Sie freute sich zurück zu kehren und lief schnell ins Schlafzimmer zurück und war auch schon dabei ihre Kleider aus dem Schrank zu holen und warf sie auf das Bett.

»Du hast ja immer noch keinen Sinn für Ordnung!«, rief er kopfschüttelnd und machte sich daran ihre Kleidung zu falten.

»Ach lass nur, ich mach das.«, gab sie zur Antwort und öffnete eine Reisetasche, die sie als letztes aus dem Schrank geholt hatte und schubste die Sachen vom Bett einfach in die Tasche.

»So fertig, können wir?«, sagte sie grinsend, als sie die Tasche mit mühe zuzog, da sie zu voll gestopft war.

»Du bist unmöglich! Erst willst du nicht mitkommen, und jetzt kannst du es gar nicht mehr erwarten.«, sagte der Verdutzte Snape, »Nun denn, lass uns gehen.« Fügte er hinzu griff nach der Tasche und trug sie für die junge Frau.

Unten angekommen ließ sie noch einen Zettel, den sie zuvor geschrieben hatte in den Briefkasten des Hausmeisters gleiten, auf dem Zettel stand in ihrer feinsäuberlichen Handschrift:

Sehr geehrte Mr. Herrold,

ich bin auf dem weg nach meinem wirklichen Zuhause, werde nicht zurück kommen.

Bitte regeln sie alles mit dem Vermieter für mich.

Ich wünsche ihnen alles Gute!

Mit den freundlichsten Grüßen,

Lavinia Mortimor

Mr. Herrold war ein liebenswürdiger alter Mann in den Siebzigern, der seit dem Tod seiner Frau alleine lebte, er war stets um das wohl Lavinia’s besorgt gewesen und hatte sie wie eine Tochter ins Herz geschlossen.

Lavinia tat es schon ein wenig leid, das sie ihn wahrscheinlich nie wieder sehen würde, doch sie würde in Hogwarts glücklicher sein als sonst wo und das nahm ihr die Traurigkeit, die sie befallen hatte.

Auf der Straße schauten die Leute staunend, oder auch entsetzt hinter den beiden her, denn die Erscheinung des Professors, erregte unter den Muggeln großes Aufsehen.

Lavinia störte das nicht, sie hackte sich bei Severus ein und lehnte ihren Kopf an ihn.

Ein anstrengender Tag würde es noch werden, erst die lange Zugfahrt und dann das wiedersehen mit den Professoren, von denen sie einige nicht leiden konnte.

Zuerst einmal führte sie ihr weg in die Winkelgasse, wo sie noch einige Einkäufe zu erledigen hatte, sie wollte einen neuen Zauberstab, da der alte schon sehr mitgenommen war, denn er hatte bereits ihrer Mutter gehört. Doch wegwerfen würde sie ihn nie, da dass, das Einzigste war, was sie noch an ihre Mutter erinnerte.

Sie fühlte sich so glücklich als sie die Luft einatmete, es roch wie zu hause, dachte sie als sie allein vor Ollivanders Geschäft stand, Prof. Snape hatte ihr gesagt sie solle dort auf ihn warten, da er selbst auch noch eine Besorgung machen mußte.

Dort stand sie nun als eine alte Hexe sie anrempelte.

»Oh verzeiht, mein Mädchen, ich habe euch nicht gesehen.«, sagte die alte Frau und tätschelte Lavinia’s Arm.

Die junge Frau lächelte und sagte: »Aber nicht doch, es ist doch nichts passiert.«

Plötzlich versteinerte die alte Frau und blickte Lavinia mit eisig grauen Augen an. »Der Tot! Der Tot wird euch ereilen!«, sagte sie mit boshaft verzerrter Stimme.

Die schwarzhaarige war so überrascht das sie rücklings stolperte und gegen jemanden stieß.

Dieser jemand fasste Lavinia bei den Schultern und rief der Frau entgegen: »Was redet ihr denn da? Warum sollte Miss. Mortimor den sterben? Geht weiter und belästigt sie nicht mit dummem Geschwätz.«

»Ihr werdet sehen, die Sterne sagen es. Erinnere dich an meine Wort!«, sagte die Alte und schaute noch immer in Lavinia’s Augen.

Verwundert über das wie sie sich die alte Hexe benommen hatte, schaute Lavinia etwas betroffen drein, sie war verunsichert, war es eine Warnung?

Lavinia nahm sich vor, darüber noch mit Severus zu sprechen.

Nachdem die Alte in einer Seitengasse verschwunden war, drehte sich der Mann herum und lächelte, es war Professor Remus Lupin.

»Professor, ich freue mich sie wieder zusehen.«, rief Lavinia während sie seine Hand schüttelte.

»Wie ich höre haben sie vor sich ebenfalls zur Professorin ausbilden zulassen, Miss. Mortimor.«, sagte Lupin noch immer lächelnd und stützte sich auf seinen Stock.

»Ja, das hat sie vor...«, Lavinia erschrak, unbemerkt war auch Prof. Snape hinzu getreten und hatte für sie geantwortet.

»Hallo Severus, sind wir wieder übelgelaunt?«, gab Remus zurück und grinste ihn hämisch an, »Na dann Miss. Mortimor, wir sehen uns dann wohl ab jetzt häufiger in Hogwarts. Ich muß jetzt leider gehen, auf Wiedersehen.« sagte er hinzu und ging an ihnen vorbei.

Severus hob eine Augenbraue, schaute ihm flüchtig nach und sagte: »Ist etwas geschehen während meiner Abwesenheit?«

»Nun ja, ich äh, da war eine Hexe, sie hat sich sehr seltsam mir gegenüber verhalten, aber ich denke, sie wollte mir Angst machen.«

Nachdem Lavinia Severus alles erzählt hatte, sagte er nachdenklich: »Ich denke nicht das sie dir Angst machen wollte. Laut deiner Beschreibung war es eine Vision, die sie dazu verleitet hat dir das zu sagen.«

Es war nicht sehr beruhigend für Lavinia was Severus sagte, doch er fügte noch hinzu: »Aber mach dir keine Sorgen, so lange du bei mir bist, wird dir nichts geschehen. Ich beschütze dich.«

Severus griff nach Lavinia’s Arm und zog sie in eine dunkle Gasse, nahe der Nocturngasse und schloß sie, nachdem er ihre Tasche abgestellt hatte, in seine Arme.

Lavinia seufzte und erwiderte die Umarmung.

»Sag Severus, waren alle dafür das ich zurückkehre? Ich meine weil viele mich gemieden haben, als ich noch Schülerin war. Sie haben mich nie akzeptiert. Nur weil ich erst mit 13 meine Fähigkeiten bekommen habe.«

»Das ist mir nichts neues, aber die Professoren waren alle für dich, auch im Schulrat, das genaue Endergebnis jedoch weiß ich noch nicht, die letzte Sitzung war heute früh. Mach dir keine Sorgen, bis jetzt waren alle auf deiner Seite, außer...«, Severus unterbrach, doch Lavinia kannte den Namen des Mannes, der dagegen gewesen sein mußte.

»Lucius Malfoy! Hab’ ich recht?«, sagte Lavinia.

Severus nickte und gab als Antwort ein flüchtiges “Ja”.

»Lavinia, ich will dir etwas schenken.«, der Professor lehnte sich etwas zurück und kramte in seiner Tasche. Die junge Hexe schaute neugierig zu und fragte voller Aufregung: »Aber warum denn?«

»Als Wiedersehensgeschenk, sozusagen. «, erwiderte