Fanfic: Back to Hogwarts
Kapitel: Besucher am Morgen
Zwei Wochen waren vergangen, seit sie den Brief erhalten hatte, doch sie war nicht nach Hogwarts gefahren und hatte es auch nicht vor.
Es war fünf Uhr morgens als Lavinia’s Wecker klingelte und sie verschlafen das Kissen danach warf, um der Störung ein Ende zu setzen, doch sie warf daneben und der Wecker klingelte weiter.
Sie räkelte sich und gähnte, noch viel zu müde um aufzustehen, doch es half nichts, ihr Chef würde ihr nicht noch einen Patzer oder eine Verspätung durchgehen lassen und er würde sie auf die Straße setzen.
Sie schlug die Bettdecke zurück und schwang die Beine aus dem Bett, blieb einen Moment benommen sitzen und fragte sich: »Lavinia Mortimor, wozu das alles? Warum suchst du dir nicht etwas besseres?«, abermals gähnte sie und stand nun endlich auf. Sie zog sich ihren Morgenmantel, über das dünner Träger Nachthemd und streifte sich ihre Hausschuhe an die bloßen Füße.
Nach einigen Gymnastikübungen verließ sie das Schlafzimmer, ging zur Wohnungstür und dann nach draußen, im Hausflur die Treppen hinab um die Zeitung zu holen, falls sie nicht mal wieder von einem anderen Nachbar mitgenommen worden war.
Genau wie erwartet war der Briefkasten mit ihrem Namenschild leer, worauf sie fluchte und gegen das Treppengeländer trat.
Plötzlich wurde ihr Blick auf eine Katze gelängt, die auf der Türmatte saß und sie anstarrte, sich aber nicht rührte. Es war ein großer schwarzer Kater mit struppigem Fell.
Sie hockte sich hin und sagte: »Na du was machst Du denn hier mein kleiner willst Du mit kommen? Es gießt ja wie aus Eimern, komm her mein Schöner, ich nehm’ dich mit.«
Sie lächelte, griff nach der Katze und trug sie die Treppen hinauf in den dritten Stock zu ihrer Wohnung, wo sie, sie schließlich absetzte und selbst in die Küche ging um eine Schüssel Milch für das Tier zu besorgen.
Lavinia stellte dem schwarzen Kater die Schüssel hin, musste aber feststellen das der Kater die Milch nicht anrührte, sondern nur da saß und immer noch den Blick auf sie richtete.
»Oh, sind wir uns zu fein für Milch? Was darf es denn sonst sein?«, fragte sie, doch wurde abgelenkt von der Uhr auf die ihr Blick viel und rief: »Ach du Schreck! Wenn ich jetzt nicht schnell duschen gehe komme ich noch zu spät!«
Sie lief aus der Küche und zog im laufen ihren Morgenmantel und das Nachthemd aus, auf dem weg zum Bad.
Nach wenigen Sekunden ertönte auch schon das plätschern des Wassers aus der Dusche und sie trällerte ein Lied vor sich hin.
In der Zwischenzeit lief die Katze in das Schlafzimmer und die Gestallt der Katze wuchs zu einer großen schwarzen Silhouette eines Mannes heran. Dieser drehte sich begutachtend im Zimmer um und ließ sich schließlich in einem Sessel der neben dem Bett stand nieder.
Nach gut zehn Minuten trat Lavinia aus dem Bad, ging zur Küche und rief, als sie die Milch noch immer unberührt sah : »He Kater, wo bist du denn hin?«
Sie war in ein Badetuch gehüllt und rieb sich mit einem anderen Tuch das nasse, lange, schwarze Haar. Die Schönheit nahm sich eine Flasche Milch aus dem Eisschrank und ging anschließend in ihr Schlafzimmer. Dort angelangt, erschrak sie fürchterlich und ließ sogar die Flasche fallen, die krachend am Boden zerschellte.
»Oh mein Gott!, rief sie als sie den Mann in dem Sessel erblickte.
»Einen “guten Morgen” wäre passender!«, höhnte der Mann, ohne eine Miene zu verziehen.
»S-Severus! Was machst du denn hier?«, stotterte sie und konnte im letzten Augenblick noch das rutschende Badetuch festhalten.
Es war tatsächlich Severus Snape, der da im Sessel saß und sie musterte. Sie schritt langsam zurück, als habe sie Angst, vordem was nun passieren würde.
»Nun, da ich keine Antwort auf meinen Brief erhalten habe, wollte ich doch mal selbst sehen was meine Lavinia so treibt.«, sagte er ruhig und stand auf.
»Du warst der Kater, ha-hab ich recht?«, flüsterte sie immer noch erschrocken.
Langsam schritt er auf sie zu und schloß sie anschließend in die Arme, Lavinia rang vergebens nach Luft wobei ihr ein Seufzer entfuhr und ihr die Tränen in die Augen stiegen.
Wie oft hatte sie von diesem Moment geträumt, ihn zu spüren, seinen duft aufzusaugen, sich fallen zu lassen in seinen Armen zu vergehen.
»Nein!«, flüsterte sie und versuchte sich zu lösen.
»Nein? Was nein?«, erwiderte er und zog sie nur noch fester an sich, »Warum bis du vor vier Jahren einfach verschwunden?«
Lavinia schloß die Augen und ihre Finger krallten sich in den Stoff seines Umhangs, sie war unfähig etwas zu sagen.
Erinnerungen schossen ihr durch den Kopf, Erinnerungen von den Nächten die sie miteinander erlebt hatten, den leidenschaftlichen Küssen, Berührungen und seiner Zärtlichkeit.
Das einzige was sie hervorbrachte war: »Oh mein Severus!«
Nun schlang sie die Arme um ihn und krallte sich fest als habe sie Angst er könnte einfach verschwinden, er könne ein Traum sein oder sonstiges.
Sie spürte seine Hände auf ihren Rücken auf und ab wandern und ein schauer ließ sie zittern, das spürte er und gab ihre einen Kuss auf die Stirn, wie er es immer getan hatte um ihre Angst zu nehmen.
Er hob sie hoch und trug sie zum Bett, wo er sie langsam hinlegte und sich auf die Bettkante setzte um sie zu betrachten.
»Komm mit, zurück nach Hogwarts, Lavinia.«, sagte er.
Sie griff nach seiner Hand und sagte: »Ich kann nicht!«
Snape sprang auf und drehte ihr den Rücken zu. »Ist es wegen diesem Muggel, den du heiraten wolltest?«, zischte er wütend, worauf Lavinia aufstand und sich an seinen Rücken lehnte und die Arme um ihn schloß.
»Ja, aber nur weil ich jetzt einsehe das es falsch war.«, flüsterte sie.
»Falsch war?«, fragte er, »Warum war es falsch?«
»Es war falsch, Dir gegenüber. Ich war so dumm, obwohl ich dich liebte, wollte ich weg von Dir, das weiß ich erst jetzt. Ich wollte Dich immer, auch jetzt noch, du bist mein Leben, Severus. Aber ich habe mich geschämt, deswegen konnte ich nicht zurück kommen und dann dieser Brief von Dir, er war so kalt, da habe ich gedacht... gedacht das du mich hasst.«, flüsterte sie unter Tränen und streichelte zärtlich seine Brust.
Er griff nach ihrer Hand und drehte sich herum, um ihr in die Augen zu sehen und sagte: »Wie könnte ich dich hassen, Lavinia?«
Sie schloß und öffnete ihre Augen um die Tränen zu vertreiben, die ihr die Sicht nahmen.
»Aber woher weißt du von ihm, dem “Muggel”?«, fragte sie nun, da es ihr einfiel, das er das ja eigentlich nicht hätte wissen können.
»Glaubst du wirklich, ich hätte dich aus den Augen verloren, oder vergessen? Kennst du mich denn so wenig Lavinia?«, fragte er ernst.
Lavinia fragte stockend: »Aber wie hast du...«
»Ich habe da so meine Mittel und Wege gefunden.«, gab er zurück und lächelte ein gefühllos wirkendes, müdes lächeln, wie er es immer tat, doch Lavinia kannte ihn besser, irgendwo tief in ihm, war noch immer ein funke Gefühl und Herz.
Langsam zog er sie an sich und begann ihr Gesicht mit Küssen zu bedecken, bis seine Lippen den Weg zu ihren fanden und er ihr einen sehnsüchtigen Kuss, der unendlich zu sein schien gab.
Als sie schon gedacht hatte er würde sie jetzt nehmen, ließ er von ihr ab und wandte sich die Lippen leckend ab und schwieg.
Taumelnd und mit einer Gänsehaut stand sie da und fragte: » Was ist mit dir Severus? Was hast Du?«
»Nichts, es wird Zeit, ich muß zurück. Ob mit oder ohne Dich!«, sagte er leise.
Das fühlte sich für Lavinia an wie ein Schlag ins Gesicht und sie setzte sich das Badetuch festklammernd auf das Bett und flüsterte: »Geh nicht! Bleib und halt mich fest, ich brauch Dich, Severus, ich liebe dich doch so sehr! Doch du hast mir nie gesagt ob du mich auch liebst... tust du das? ...liebst du mich?«
Er fuhr herum, musterte sie und sah ihr tränenbenetztes Gesicht und schaute in ihre fragenden Augen.
»Liebst du mich?«, wiederholte sie und streckte eine Hand nach ihm aus, die Snape ergriff, sich vor ihr hin kniete und ihre Hand küsste. Sein kinnlanges, schwarzes Haar viel nach vorn und er wirkte nun noch mehr nur wie ein Schatten, da kaum noch seine blasse Haut zu sehen war.
Nach einigen Minuten, die er dort verharrt hatte schaute er wieder auf, ließ seinen Umhang von den Schultern rutschen, erhob sich und zog Lavinia wieder an sich, doch ihre Frage hatte er noch immer nicht beantwortet.
So war es immer gewesen, er hatte sie immer im Ungewissen gelassen, aber vielleicht konnte er es nicht in Worte fassen, denn das da Liebe zwischen ihnen war spürte Lavinia deutlich, doch hätte sie es gern von ihm gehört.
Sie ließ es zu, das er sie wieder festhielt. Es war genug für sie ihn zu spüren, doch plötzlich wurde sie aus ihren träumen aufgeschreckt, als das Telefon klingelte.
»Oh mein Gott!«, rief sie, »Wie spät ist es?«
»Es ist halb sieben!«, sagte Snape der die Uhr auf dem Nachttisch sehen konnte.
»Was? Dann ist das mein Chef, er wird mich rauswerfen, weil ich nicht zur Arbeit gekommen bin!«, rief sie in Panik und wollte sich gerade aus der Umarmung lösen, doch Snape dachte nicht daran sie los zu lassen.
»Es ist doch bloß ein dummer Muggel, komm mit zurück und du bist sie endlich los.«, sagte er und gab ihr einen Kuss auf den Mund.
»A-aber...«, stammelte sie.
»Nichts aber, du kommst mit und gut!«, unterbrach er sie, hob sie hoch und ließ sich nach einer halben Umdrehung auf das Bett fallen, so das sie über ihm lag.
Lavinia strich Snape einige Haarsträhnen aus dem Gesicht und zog seine Gesichtszüge mit den Fingern nach.
Er begann sein Jackett auf zu knöpfen, doch sie schob seine Hände weg und hauchte lächelnd: »Lass mich das machen.«
Er ließ sie gewähren, streichelte ihre Oberschenkel die rechts und links neben ihm waren und zog an ihrem Badetuch das sie noch immer umgewickelt trug doch sie schlug ihm auf die Finger und flüsterte, mit einem frechen grinsen: »Halt, erst bist du dran!«
Nach