Fanfic: Endzeit und Neubeginn

fuhr mit einem Wagen in die Stadt und von dort nach Osten in die Berge wo sie mit ihrer Suche beginnen wollte.

Es war kurz nach Morgengrauen als Alex sich entschloß den Schlafsaal erneut aufzusuchen, im Saal war noch alles ruhig.
Noch niemand war aufgewacht, alle schliefen noch.
Alex schritt fast lautlos durch den Raum bis in die hinterste Ecke wo er sich ein Bett suchte.
Kurz nachdem er sich hingelegt hatte erwachte am anderen Ende des Saales Schwester Angelina.

Angelina reckte sich und erhob sich langsam von ihrem Bett, mit einem Blick durch den Raum erfaßte sie das ansonsten noch alle schliefen.
Nachdem sie im Damenwaschraum war und sich frisch gemacht hatte galt ihr erster Besuch dem Krankenbereich.
Als sie durch die Tür trat saß Vater Miles bereits aufrecht und wurde von Doktor Simmons untersucht.
„Guten Morgen Doktor, guten morgen Vater Miles.“
Die Junge Ärztin drehte sich um und lächelte Angelina an.
„Ihnen auch einen guten morgen Schwester Angelina.“
Vater Miles hingegen nickte ihr nur mit einem leichten lächeln zu.
Doktor Simmons klopfte Miles leicht auf die Schulter.
„Nun lieber Vater Miles, es sieht doch alles sehr gut aus. Ab heute brauchen sie auch nicht mehr hier in der Krankenstation bleiben. Aber einmal pro Tag melden sie sich zur Untersuchung bei mir.“
Miles rutschte von der Liege hinunter und nickte.
„Ist in Ordnung Frau Doktor.“
Der Priester wandte sich an Angelina.
„Würden die Damen mich nun zur morgendlichen Messe begleiten.“

Als Alex aufwachte war es bereits später Nachmittag, er streckte sich und stand langsam auf.
Ihm gegenüber auf einem anderen Bett saß die kleine Melissa.
Er ging vor ihr in die Hocke und zerzauste ihre Haare.
„Na was machst du den hier?“
Die kleine antwortete völlig unverblümt.
„Ich hab auf dich aufgepaßt, genau so wie du immer Abends auf uns aufpaßt wenn wir schlafen.“
Alex konnte sich ein grinsen nicht verkneifen, er nahm die kleine auf den Arm.
„Das ist nett von dir, und, ist irgend etwas passiert während ich geschlafen habe.“
„Nein, weil ich aufgepaßt habe ist nichts passiert.“
Jetzt lachte Alex kräftig auf und ging mit der kleinen auf dem Arm durch den Raum auf die Tür zu.
Dabei erzählte die kleine ihm was es zum Essen gab.
„Heute gab es Hühnersuppe, und zum Nachtisch Kuchen, der war richtig Lecker.“
Alex genoß es wie die kleine das erzählte, sie klang dabei fröhlich und lachte immer wieder, dabei vergaß er glatt was in letzter Zeit alles passierte.
„Nun dann lass uns doch mal nachschauen ob wir noch etwas von dem leckeren Kuchen finden.“
Er nahm das Mädchen huckepack und huschte mit ihr zur Küche, dabei lief er an der Mutter Oberin vorbei die ihn verwundert hinterherschaute.

„Ist es nicht schön zu sehen das auch unser ruhelosester Mitbewohner etwas von einem normalen Leben an sich hat.“
Vater Miles war neben sie getreten und blickte mit ihr den gang entlang.
„Das mag sein ehrwürdiger Vater, doch sobald die Sonne wieder untergeht wird er wieder durch diese Gänge wandern. Und wenn ich es mir selber eingestehe, es ist etwas was mich beruhigt. Und das wo ich vorher immer der Meinung war das dieser Junge nur Unglück mit sich bringt.“
„Doch heute nacht wird er nicht alleine sein, zwar bin ich noch nicht völlig wieder gesund, doch um ihm beizustehen reicht es.“

Und genau so geschah es, als die Sonne langsam unter ging und alle langsam sich bereit machten um ins Bett zu gehen waren zwei dabei die sich bereit machten um die nacht anders zu verbringen.
Alex stand neben Vater Miles im Licht der Untergehenden Sonne.
„Wie sollten jetzt wieder hinein gehen und die Tür gut Verschließen.“
Der Priester ging voran und sah dann dabei zu wie sein junger Begleiter die eiserne Tür zu zog und fest verschloß.
„Wenn du willst werde ich heute Nacht hier auf alles aufpassen.“
„Ja, ich will mir die Waffenkammer und alle anderen Kellerräume ansehen, und zwar sehr genau.“
Miles sah den Jungen an.
„Dir geht wohl das was ich gesagt habe nicht mehr aus dem Kopf, hab ich recht?“
Alex nickte und nahm dann die nächste Abzweigung und machte sich auf den Weg zum Treppengang der zur Waffenkammer führte.
Nach etwa 5 Minuten erreichte er den Treppengang, als er hinabgestiegen war ging er als erstes in den rechten Raum.
Alex blieb Mitten im Raum stehen und begann sich langsam umzusehen, er suchte nach etwas Ungewöhnlichem, nach einer Unregelmäßigkeit im Mauerwerk.
Als er darauf keine hinweise fand begann er einzeln und nacheinander die Regale zu untersuchen, und jedesmal wenn zwischen den Regalen ein abstand war untersuchte er dir dort frei liegende Mauer.
Das gleiche wiederholte er im zweiten Raum, doch auch dort war nichts zu finden, also ging er zum nächsten Kellerraum.

Vater Miles durchquerte den gang vor dem großen Schlafsaal jetzt zum sechsten mal, doch dieses mal war etwas anders.
Alex kam gerade aus dem Schlafsaal, er hatte anscheinend seine Kleidung gewechselt.
„Na mein junge, hattest du Erfolg?“
„Nein, ich hab jeden Kellerraum aufs schärfste durchsucht. Doch ich hab nichts gefunden, nicht den leisesten Hinweis.“
„Und was wirst du jetzt tun?“
Alex verschränkte die Arme und machte ein nachdenkliches Gesicht.
„Nun, die einzigen Kellerräume die ihr sogenannter Orden hier benutzt sind die beiden Räume der Waffenkammer. Aber sie sagten das hier eine recht große Anzahl ihrer Leute hier war, aber dafür ist die Waffenkammer zu klein. Deshalb bin ich der Meinung das die Antwort die ich suche dort auch zu finden sein muß.“
Er nickte dem Priester noch einmal zu und marschierte dann schnellen Schrittes wieder los.
Miles ging von dort aus erst einmal zu einem kleinen Raum im zweiten Stock, es war ein Überwachungsraum, überall am und im Gebäude waren Kameras angebracht, gut versteckte Kameras.
Er kannte das System natürlich, er war in vielen Klostern gewesen die wie dieses waren, ein Ort an dem sein Orden immer Präsenz war und von wo er und seine Brüder im Namen des Herren und des geheiligten Vatikans in den Kampf zogen.
Die Kameras reagierten auf Bewegung und wenn sie ausgelöst wurden konnte man es hier sofort sehen.
Nachdem er sich gesetzt hatte und so auf die Bildschirme schaute begann er im Geiste Gebete und Psalme zu rezitieren.

Alex hockte auf der Untersten Stufe der Treppe und schaute immer wieder nach rechts und links zu den beiden Räumen und dachte nach.
Irgendwann verlor er das Zeitgefühl und starrte einfach nur gerade aus auf die Wand, und dann irgendwann, nach Minuten, vielleicht auch stunden fiel ihm etwas auf.
Direkt vor ihm schien die Wand irgendwie leicht zu flimmern, langsam stand Alex auf und trat auf die Wand zu und streckte seinen rechten Arm aus.
Immer näher kamen seine Finger der Wand, Zentimeter für Zentimeter, doch sie trafen auf keine Steine.
Seine Finger glitten durch die Wand hindurch.
*Ein Hologramm* schoß es Alex durch den Kopf, er trat langsam hindurch und stand dann in einem leicht erleuchtetet Gang von etwa 20 Metern Länge.
Mit vorsichtige Schritten begann er den Gang zu durchqueren und auf die Tür zuzugehen die ihn am anderen ende erwartete.
Er blieb immer wieder kurz stehen, jederzeit bereit auf etwas unerwartetes zu reagieren, eine falle zum Beispiel, doch es geschah nichts.
Alex erreichte die Tür und begann sie zu Untersuchen, es war aber anscheinend nur eine einfache Metalltür.
Sie war nicht verschlossen, also griff er beherzt nach dem Türgriff und trat hindurch.
Jetzt war er wirklich in einer Waffenkammer, hier gab es genug Waffen für eine ganze Armee, dazu Ausrüstung vom aller feinsten.
Doch das interessanteste hier war eine weitere Tür, sie lag genau gegenüber der Tür durch die er gekommen war.
Aber das es einfach eine Tür war konnte man nun wirklich nicht sagen, es war eher so etwas wie eine sehr gut gepanzerte Hochsicherheitsschleuse.

Anna hatten den letzten Tag in einer Zufluchtsstädte am östliche Stadtrand verbracht, doch kaum das die Sonne unterging begann sie ihre Suche.
Bereits in der letzen Nacht hatte sie eine alte Straße entdeckt die aber anscheinend noch benutzt wurde, sie hatte noch am selben abend entschieden dieser Straße zu folgen.
Und genau das tat sie jetzt seit knapp einer stunde, dabei kam sie immer wieder an verlassenen Berghütten vorbei.
Die Straße führte dann über einen kleine Hügel, und als sie oben war wußte sie instinktiv das sie ihr ziel erreicht hatte.
In einem kleinen Tal unter ihr stand so etwas wie eine steinerne alte Festung, sie konnte Kreuze erkennen, schwer verschlossenen Fenster und Türen, und vorm Eingang stand ein gelber mit Kreuzen übersehener Bus.
Gut 100 Meter rund um diese Festung waren alle Bäume und Sträucher entfernt worden damit man immer ein gute und freie Sicht hatte.
Des weiteren konnte sie auf der Mauer in anscheinend immer gleichen Abständen Scheinwerfer erkennen.
Annas Gedanken flogen nur so dahin, sie suchte nach einem Weg wie sie dort hinein gelangen konnte, ohne dabei die vier Schatten zu bemerken die sie aus den Bäumen heraus zu beobachten schienen.
Am ende beschloß sie erst einmal bis zur nächsten verlassenen Hütte zurück zu gehen und den Tag dort zu verbringen und am nächsten Abend dann zu versuchen in diese Festung zu gelangen.

Vater Miles wußte das es noch etwa eine stunde dauern würde bis die Sonne aufging, er dachte das es dann überstanden war.
Leider sollte er sich irren, den plötzlich wechselten die drei größten