Fanfic: Mondschein Besäufnis

Untertitel: Sake mit ienem Schuss Sojasoße...

Kapitel: Shit Happens

Mondschein Besäufnis
eine Ranma ½ Fanfiction
von Sojachan

Shit Happens

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„VERDAMMT!“
Mit einem panischen Ausdruck auf dem Gesicht raste meine sonst so ruhige Schwester in Richtung Küche.
Lautes Fluchen ertönte und der unangenehme Geruch von verbranntem Fisch quoll mir entgegen.
Angewidert rümpfte ich die Nase. „Was ist denn los Kasumi?“, Rief ich dem Jammernden Häufchen Elend entgegen als `Es´ sich wüst schimpfend neben mir niederließ.
„Der 4. Akane, der 4. ...“, verzweifelt raufte sie sich die Haare „Ich zweifle an meinen Fähigkeiten, ich werde Alt…!“.
Beruhigend tätschelte ich ihre Zitternde Hand „Blödsinn, du bist 20. Das ist nicht alt – Du bist nicht alt.“ Mit strengem Blick sah ich ihr in die Haselnussbraunen Augen.
Kasumi seufzte.
„Du hast recht… ach, ich weiß nicht was mit mir los ist!“
Prüfend legte ich meine Hand auf ihre Stirn: „Du Hast Fieber!“
„FIEBER? Aber… aber ich kann doch jetzt nicht krank werden heut Abend ist doch das
Fest und…“
„Was für ein Fest?“
Nabiki warf mir ein flüchtiges Lächeln zu.
„Davon wusste ich ja gar nichts! WAS ist hier los?“

„Kasi-chan hat Fieber, sie ist nervös, ihr ist der Fisch verbrannt, nichts weiter.“
Nabiki Nickte bestimmt. „Und was ist dass für ein Fest?“
Ich zuckte mit den Schultern, von einem Fest wusste auch ich nichts, da hatte wohl jemand mal wieder vergessen uns bescheid zu sagen.
„Herr Saotome hat Geburtstag, naaja… eigentlich erst Morgen. Vater wollte für heut Abend eine Überhaschungsparty organisieren und er sagte, ich zitiere: »Nabiki ist Käuflich«.“
Kasumi beendete ihre rede und fixierte die besagte `Käufliche´ mit strengem Blick.
„Also wussten alle außer ich davon, oder was?!“ knurrte diese leicht empört.
Langsam schüttelte ich den Kopf.
„Ich wusste auch nichts.“
„Du hättest es Ranma gesagt und er Saotome-san.- sagt Vater!“
Ich bemerkte dass mein Herz zu randalieren begann als sie seinem Namen aussprach...
»Ranma«.

Noch gestern Abend hatten wir zusammen hinterm Doujo gesessen.
Noch gestern Abend hatte er mit Liebevoll durchs Haar gestrichen.
Noch gestern Abend hatte er mir etwas gesagt was ich schon lange wusste.
Gestern Abend hatte er mich dazu gebracht etwas zu tun was ich schon hätte viel früher tun müssen.
Die Zeit die wir nun Zusammen lebten war nicht Spurlos an uns vorbei gegangen,
wir waren älter geworden.
Wir stritten immer noch - dies war auch wirklich unvermeidbar – doch jedes Wort,
jeder Schlag, jeder einzelne Blick war `anders´ geworden.
Hatte nun einen Zärtlichen Beigeschmack.

Scheu blickte ich zu Boden.
„So eine Petze bin ich nun auch nicht!“

*-*-*-*-*-*-*

„Eine Geburtstagsparty also?!“
Nachdenklich legte er die Stirn in Falten.
Er war angespannt, man könnte schon fast sagen er hätte Angst. Ranma warf mir einen Sorgenvollen Blick zu wärend sich seine Hand unter leichtem Zittern ins Bettlacken krallte.
„Wer kommt denn alles?“
Dieses Gewisse etwas fehlte auf einmal in seiner Stimme, sie wirkte kalt,
Überhaupt war alles anders: Die Haltung seines Körpers, sein unregelmäßiger Atem diese
leere in seinem Blick.
Es begann langsam zu Regnen und ich lies mich neben ihm aufs Bett fallen.
„warum hast du Angst?“
Er schwieg und starrte peinlich berührt in mein Gesicht, langsam erhob er die Stimme:
„Ich hab keine Angst, Machoweib!“
„Du weichst mir aus Ranma…“
Mit einer unmissverständlichen Geste deutete er auf das Fenster.
„Wenn du mich für einen Feigling hältst… BITTE, hier ist die Tür!“
„Ranma, das ist keine Tür!“
Mit schlecht gespielter Ärgerlicher Miene funkelte er mich an wärend er sich langsam von seinem Bett erhob. „Du hast doch keine Ahnung…“, Jetzt wurde er ernst.
„Wie meinst du das?“
Sein Blick war mir unheimlich, es war keine Gleichgültigkeit die in seiner Stimme mit schwang, ich hatte mit meiner Vermutung recht gehabt. Er hatte Angst.
Ranma Saotome hatte Angst, der große Kämpfer, der Egozentrische Macho, `mein´ Ranma Saotome hatte Angst.
Nur, vor was?

„Du weißt nicht was er alles getan hat. Du weißt nicht wie vielen Leuten ich angeblich für eine Schale Reis Versprochen wurde - da hab ich übrigens selbst keine Gewissheit -.
Aber eines ist mir klar: Ich habe schon zu oft Glück gehabt… sag mir wer kommt!“
„Ich… ich weiß es nicht Ranma.“
Langsam begann er zu lachen, halbherzig und kalt zu lachen, so als wäre die Tatsache dass
eventuell jeder Todfeind seines Vaters heute Abend im Tendo Doujo auftauchte eine große lustige Lachnummer. Ha ha Ranma, sehr komisch.
~*~*~*~*~*~

„Kasumiiiii!“
Natürlich hatte sie nicht aufgegeben.
Mit Kochlöffel und Schürze bewaffnet zog sie ihn den Krieg, gegen den Feind mit Namen Backofen, dessen brennendes Maul drohte abermals einem jungen, armen Fisch die Schuppen zu verkokeln.
Starr musterte sie den Innenraum des Monstrums und zog Triumphierend ein köstlich Braungebranntes Kind des Meeres heraus.
„Es ist vollbracht Akane!“
Ihre Rehbraunen Mandelaugen strahlten mir entgegen als sie breit grinsend die hergerichteten Köstlichkeiten Präsentierte.
„Ich habe die Bestie gezähmt.“
Skeptisch wanderte mein Blick in Richtung Ofen aus dessen Öffnung noch immer die Hitze ins Zimmer strömte.
„Ich freue mich für dich Kasumi… aber was ich eigentlich Fragen wollte… WER kommt den alles zu Genmas Party?“
Nachdenklich musterte sie mich, die Porzellan artigen Hände in der Rocktasche vergraben.
„Also weißt du… Vater hat glaube ich Saotome-sans Adressbuch genommen und alle darin eingeladen…“
„Du machst Witze?“
Bestimmt schüttelte meine Schwester ihren Braunen Schopf und wand sich wieder den Radieschen zu, die einsam und allein auf dem Hellbraunen Schneidebrett die letzten Sekunden ihres Daseins fristeten.
Alle hatte sie gesagt. Nun ja, was auch immer `alle´ bedeutete, dieses Seltsame Gefühl in meinem Bauch war wohl auch nur Einbildung…

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Wärend ich das Innenleben meines Schreibtischs inspizierte klopfte es an meiner Tür und ohne jegliche Erlaubnis trat meine 14 Monate ältere Schwester ein.
„Akane Telefon… Hayagami glaub ich!“
Ohne Rücksicht auf Verluste schleuderte sie den Hörer in Meine Richtung und Knallte meine Zimmertür zu.
Nach einigem hin und her gedrehe des Apparates erlangtem mich die kläglichen rufe meiner Freundin doch.


„Yoko-chan?“
„Akane? Aaah, gut deine Schwester war etwas barsch am Telefon…“
„Entschuldige…“
Ja, Höfflichkeit war noch nie Nabikis Stärke gewesen.
“Was ist denn?“
„Ach weißt du Yoruhima-kun musste kurzfristig absagen –weißt schon: wir wollten ins Kino-,
Und ich sitz hier auf zwei Karten und dachte ob du vielleicht Lust auf Kino und anschließender
Shoppingtour hättest… enttäusche mich nicht, Ane-chan will ich nich mitnehmen…“

Misstrauisch erkundete ich den Inhalt meines Geldbeutels, überlegte kurz und:
“Okay, sagen wir um halb drei, bei mir? Und sorry dass das mit Yoruhima nix geworden is…“ Es stimmte, Yoko hatte sich eindeutig betrübt angehört, sie hatte sich auch schon ziemlich lange auf das Date gefreut.
„Klar, danke. Also bis dann…“ tuuut tuuut tuuut

Meine Aufmerksamkeit wurde nun auf meinen Kleiderschrank gelenkt,
und die obligatorische Frage lautete mal wieder: Was zieh ich bloß an?

¯ *¯ *¯ *¯ *¯

Als es um Punkt halb Drei klingelte war sah ich aus wie eine Vogelscheuche, einschließlich der Krähen die Tod bringend um mich kreisten –metaphorisch gemeint, versteht sich-.
Ich hatte nun wirklich einen Unwiderleglichen Beweis dass Schwarze Miniröcke und 10 cm Absatzschuhe mit einem tief ausgeschnittenem Top an mir schrecklich aussahen.
»Gott Machoweib willst du die Nachbarn erschrecken?«
War das erste was meine Ohren aufnahmen als ich mein Zimmer Verlassen hatte.
Doch leider war das einzige was ich fertig brachte ein `kleiner´ Stoss mit dem Hammer…
Immerhin klebte mein Verlobter nun am Boden…

-*-*-*-*-*-*-

Yoko war ruhig als wir das Kino verließen, seltsam ruhig.
Deprimiert starrte sie auf den Grauen, mit Kaugummi und Zigaretten belegten Asphalt.
Anteillos kaute sie auf ihren Perfekt Manikürten Fingernägeln wärend ihr Hand sich in der der Dunkelroten Pumatasche vergraben hatte und dort verzweifelt nach ihrer Kippenschachtel forschte.
Das Objekt der Begierde in den Zittrigen Händen zog sie besagte Hand wieder heraus und Atmete tief durch.
„Was ist los Yoko?“
Ein leises klicken und eine Rötliche Flamme entzündete die Zigarette.
Yoko rührte sich nicht.
„Yoko, du sagst mir jetzt augenblicklich was los ist!“
„Hast du gesehen wer vor uns gesessen hat?“
„…“
Natürlich hatte ich Yoruhima erkannt, genau wie das Rothaarige Mädchen das ihn wild Küssend auf ihm lag, ich war allerdings nicht die einzige gewesen.
„So ein Wichser…“
Der Qualmstängel brach in Yokos Lippen in zwei und fiel zu Boden.
„Ich will nicht mehr…“
Yoko wand mir den Rücken zu und ging, lies mich einfach dort stehen ohne auch nur ein Wort des Abschieds.
Langsam dämmerte es und auch ich machte mich auf den Weg nach Hause, gespannt auf das was mich erwarten würde.

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Laut dröhnte mir Musik entgegen als ich vorsichtig die Tür öffnete.
Ein leicht angetrunkener Happosai sprang mir entgegen um mich herzlichst zu begrüßen.
„Akane mein Engel, komm in meine Arme.“
Es war klar dass er sein Ziel niemals erreichen würde. Ich schmunzelte als Happosai unter der wucht von Ranmas Faust zu Boden sackte.
„Tadaima…“

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Okay, is jetzt ja nicht wirklich lang geworden, GOMEN…
Und mein Schreibstil *aaaaarg* (der war im Prolog viel besser…